Arthur Conan Doyle Seine Abschiedsvorstellung

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Inhaltsangabe zu „Seine Abschiedsvorstellung“ von Arthur Conan Doyle

Acht rätselhafte und spannende Erzählungen berichten von der phänomenalen Kombinationsgabe Sherlock Holmes`. Am Ende seiner Laufbahn stellt der Meisterdetektiv seine Fähigkeiten in den Dienst der englischen Regierung und verabschiedet sich mit einem spektakulären Coup in den Ruhestand.

Teils ungewohnte, jedoch ebenso spannende Fälle für den Meisterdetektiv, die sogar bis zur Spionage gehen...

— benfi

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— KainAutor

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— Büchermäuschen

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  • Das vierte Werk mit Kurzgeschichten um Sherlock Holmes und Dr. Watson

    Seine Abschiedsvorstellung

    benfi

    01. November 2017 um 17:23

    Vorneweg:Ich habe den Roman in der Werkausgabe des Weltbild-Verlag (ISBN 3-8289-7184-9) gelesen, welcher mittlerweile vergriffen und in der WAS LIEST DU - Datenbank leider nicht vorhanden ist. Diese sollte aber inhaltlich identisch sein mit dieser Ausgabe…KURZBESCHREIBUNG: Dies ist das vierte Buch mit acht weiteren Kurzgeschichten um den Detektiv Sherlock Holmes, die Sir Arthur Conan Doyle monatlich im Jahre 1903 und 1904 im 'The Strand Magazine' veröffentlichte und damit die Geschichte des berühmtesten Detektivs der Welt von seinem Freund weiter erzählen ließ, da die Fangemeinde auf neue Fälle wartete und der Autor diesem weiter nachkommen wollte...'Wisteria Lodge':Die Aufwartung von Mr. Scott Eccles und direkt im Anschluss von den Inspektoren Gregson und Baynes, welche den Erst-Eintreffenden suchen, lässt Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson in eine interessante Geschichte rutschen. Denn Mr. Eccles kam direkt von seinem Besuch bei seiner jungen Bekanntschaft eines gewissen Mr. Garcia, welcher aber sein Heim 'Wisteria Lodge' nach einer Übernachtung seines Gastes verschwunden war und zwei Meilen weiter tot aufgefunden wurde. Von seiner Dienerschaft fehlt jede Spur und warum er bei dem Besuch besonders nach einer mysteriösen Botschaft so abwesend schien, ist alles fraglich. Der Meisterdetektiv aber macht sich so seine Gedanken und holt nötige Erkundigungen ein, um bald den Mörder dingfest zu machen...'Die Pappschachtel':Als Sherlock Holmes von Inspektor Lestrade gebeten wird, sich mit der eigenartigen Lieferung, welche eine gewisse Miss Susan Cushing erhielt, zu befassen, ist er sich schnell sicher, dass es sich bei der Lieferung von zwei Ohren in einem Päckchen um ein Verbrechen und keinen Scherz von ehemaligen Untermietern der Miss Cushing handelt. Und der Meisterdetektiv hat auch bald eine Lösung parat...'Der rote Kreis':Mrs. Warren spricht bei Sherlock Holmes vor, da sie einen ungewöhnliche Untermieter einquartiert hat und sich trotz regelmäßiger Zahlung sehr eigenartig benimmt. Obwohl er gar nicht das Zimmer verlässt und alle Wünsche per kleine Notizzettel verkündet sowie auf die Tageszeitung 'Daily Gazette' beharrt, glaubt Holmes an eine eher kleinere Tragödie. Als eines Tages der Mann von Mrs. Warren bei dem Weg aus dem Haus kurzzeitig entführt wird, weiß er bald, dass die Geschehnisse eine weitaus größere Tragweite besitzen und er handelt zügig, um einen möglichen Mord zu vermeiden...'Die Bruce-Partington-Pläne':Mycroft Holmes, der Bruder von Sherlock, bittet diesen bei der Unterstützung eines rätselhaften Falles: der junge Mitarbeiter im Staatsdienst namens Arthur Cadogan West wird tot an den Bahngleisen nahe der Station Aldgate in London gefunden, bei ihm sieben wichtige Seiten der 'Bruce-Partington-Pläne'; einem geheimen Projekt des Königreiches zum Bau von Unterseebooten. Die drei wichtigsten Seiten fehlen indes jedoch.Schnell wird Holmes klar, dass es sich bei dem Fall um eine brisante Agenten-Angelegenheit handelt, in die jedoch der Staatsdiener West, welcher sogar am Abend vor seinem Tode seine Verlobte einfach stehen ließ, nicht passen will. Holmes muss den Tätern ein gut getarntes Lockmittel bieten, will er diesen Fall vollends aufklären!'Der Detektiv auf dem Sterbebett':Ganz aufgewühlt erscheint Mrs. Hudson, die Haushälterin von Sherlock Holmes, bei Doktor John Watson und berichtet, dass der berühmte Detektiv wohl im Sterben liegt. Bei seiner Ehre gepackt macht sich der Mediziner direkt auf den Weg, wird jedoch von einem zwar todkrank aussehenden Freund bekannt massiv und energisch in die Schranken gewiesen. Es bedarf einige Zeit, bis Sherlock sich tatsächlich von einem Fachkundigen helfen lassen möchte. Dies muss allerdings Culverton Smith sein, der zwar kein Arzt, aber aufgrund seiner Erfahrung als Plantagenbesitzer in Sumatra nach Holmes Meinung die effektivste Lösung ist. Oder gibt es gänzlich andere Gründe, warum Holmes dessen Hilfe benötigt und Watson sich in dieser Zeit verstecken soll?'Das Verschwinden der Lady Frances Carfax':Da Sherlock Holmes in London unabkömmlich zu sein scheint, sendet er seinen Freund Dr. Watson nach Lausanne, um das Verschwinden von Lady Frances Carfax aufzuklären. Die verarmte Adelige hat sich nämlich entgegen ihren Gewohnheiten nicht mehr bei ihrer ehemaligen Gouvernante Miss Susan Dobney gemeldet, worauf diese sich an den Detektiven wandte. Und aus der Stadt in Frankreich kam das letzte Lebenszeichen der Lady. Watson forscht auf seine Weise und trifft nach einer Verfolgungsjagd bis nach Baden Baden auf einen großen, wild aussehenden Mann, welcher Lady Frances schon in Lausanne bedrängt hatte. Ist er nun an den Verursacher des Verschwinden von der Lady geraten?'Der Teufelsfuß':Während eines Erholungsurlaubs in Cornwall, wird Sherlock Holmes vom ansässigen Pfarrer Mr. Roundhay um Unterstützung gebeten. Die beiden Brüder seines Untermieters Mortimer Tregennis wurden am Morgen in einem Zustands des Wahnsinns aufgefunden, während deren Schwester Brenda tot zwischen den beiden lachenden und lallenden Brüdern auf der Bank saß, auf der Mortimer seine Geschwister am Abend zuvor verlassen hatte! Der Detektiv schaltet direkt in den Ermittlungs-Modus, da diese Geschichte wirklich ungewöhnlich klang. Allerdings wird die Situation brenzliger, als Mortimer Tregennis ebenfalls tot aufgefunden wird! Der Meisterdetektiv ist nun gefordert...'Seine Abschiedsvorstellung':Der deutsche Agent Von Bork benötigt noch durch den Handlanger Mr. Altamont die aktuellen Pläne an Flaggensignalen der gegnerischen englischen Armee, um dann baldmöglichst den britischen Boden zu verlassen, da sich ein Krieg mit dem deutschen Reich anbahnt. Er ahnt jedoch nicht, dass die britische Regierung den zur Ruhe gesetzten Detektiven Sherlock Holmes wieder aktiviert hat, um den deutschen Agenten auffliegen zu lassen!KOMMENTAR:Schon im Vorwort erklärt Sherlocks Freund Dr. Watson, der ja fiktiv die Abenteuer von dem Detektiv der Öffentlichkeit zutrug, dass sich der großartige Detektiv in die Downs zu Studienzwecken in Philosophie und Landwirtschaft zurückgezogen hatte. Er fasste aber in diesem Buch seine letzteren Fälle zusammen. Darunter auch seine Arbeit für das Militär, wie in der titel-gebenden Geschichte 'Seine Abschiedsvorstellung' zu Lesen ist. Viele Fans und sogenannte Experten des Autors wie auch der Romanfigur selbst halten ja diese jüngeren Abenteuer als nicht so gelungen, wie seine ersteren Romane und Kurzgeschichten um den Detektiv. Da muss ich allerdings widersprechen! Es ist richtig, das besonders die ersten Geschichten 'Wisteria Logde' oder 'Die Pappschachtel' vom Handlungsverlauf her sich ein wenig wie eine Kopie von 'Eine Studie in Scharlachrot' oder 'Im Zeichen der Vier' lesen lassen, aber in den folgenden Geschichten wird es doch zunehmen spannender. 'Die Bruce-Partington-Pläne' weist doch eine interessante Kriminalgeschichte mit Agenten-Hintergrund auf; in 'Der Detektiv auf dem Sterbebett' wird einmal mehr die große Kunst von Sherlocks Maskeraden aufgezeigt und 'Der Teufelsfuß' hat gar einen gruseligen Touch. Die schon ein wenig melancholisch zu lesende Story 'Seine Abschiedsvorstellung' ist in der Tat recht ungewöhnlich, aber zeigt ein weiteres Mal, wie abwechslungsreich Sir Arthur Conan Doyle mit seiner Charaktere zu Arbeiten pflegte. Ich finde zusammenfassend diese Sammlung an Kurzgeschichten den älteren zumindest ebenbürtig und sie gehören auf alle Fälle voll in das Sherlock-Holmes-Universum integriert!8,2 Sterne

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  • Sherlock Holmes' letzte Verbeugung

    Seine Abschiedsvorstellung

    Stefan83

    31. March 2015 um 15:07

    Schon der erste Blick auf das Cover der „Kein & Aber“-Ausgabe (bzw. auch die vom „Insel“-Verlag) dürfte vielleicht den ein oder anderen interessierten Leser stutzig machen und irritieren, wird doch der legendäre Detektiv Sherlock Holmes in den meisten Medien, und dadurch auch im allgemeinen Verständnis, mit dem Viktorianischen Zeitalter in Verbindung gebracht – Droschken, Gaslichtlaternen, nasses Kopfsteinpflaster, der Gentleman in Frack und mit Zylinder auf dem Kopf. Es sind diese Bilder, welche unsere Erinnerungen an Sir Arthur Conan Doyles Helden beleben, weshalb das auf dem Deckblatt abgebildete Automobil für viele einen ungewohnten Stilbruch darstellt. Fakt ist aber: Bei Veröffentlichung der Kurzgeschichtensammlung „Seine Abschiedsvorstellung“ im Jahr 1917 war die Regentschaft Königin Victorias schon lange beendet, befand sich das englische Empire in den Wirren des Ersten Weltkriegs verstrickt, welcher weiteren imperialen Bestrebungen einen Dämpfer verpasste und bis zum Kriegsende im November 1918 noch Millionen Menschen das Leben kosten sollte. Für viele bedeutete das Grauen an der Westfront nicht nur persönliches Leid, sondern auch ein Ende der Sicherheit. Trotz zahlreicher Konflikte, Missernten, Hungersnot und einer in Arm und Reich geteilten Gesellschaft – viele Zeitgenossen sahen das Viktorianische Zeitalter rückblickend als Ära des Reichtums und der Stabilität, als „gute alte Zeit“. Für Sir Arthur Conan Doyle, der bereits 1893 entschied, das Leben seines Protagonisten Holmes zu beenden, da das regelmäßige Verfassen neuer Geschichten zu viel seiner Zeit in Anspruch nahm und er seine schriftstellerische Arbeit auf andere Werke konzentrieren wollte, war der von vielen geliebte Schnüffler mit der Lupe mittlerweile zu einem Mühlstein am Hals geworden, der lediglich aus finanziellen Gründen weitergetragen wurde. Der Ehrgeiz, der Fleiß und diese einstmals gewohnte komplette Hingabe – sie flossen längst vermehrt in andere Projekte (u.a. schuf er 1912 mit Professor Challenger eine zweite, sehr populäre Figur), was sich, wie auch der Tod von Doyles Sohn an der Front, in der Qualität der späteren Fälle niederschlug, welche heute, im Verbund mit dem letzten Sammelband „Sherlock Holmes' Buch der Fälle“, zu den am wenigsten bekannten und von Sherlockians auch am wenigsten geschätzten Geschichten zählen. Ein Grund sich ihnen erst gar nicht zu widmen? Mitnichten, denn auch wenn „Seine Abschiedsvorstellung“ nicht mehr die Klasse und die Brillanz der frühen Holmes-Fälle erreicht – ein Quäntchen des Flairs, der Stimmung und der Leichtigkeit konnte Doyle, der uns die deduktive Arbeitsweise einmal mehr mit überraschenden Wendungen kredenzt, in diese neue Zeit retten. Folgende acht Kurzgeschichten sind in „Seine Abschiedsvorstellung“ enthalten: Wisteria Lodge Die Pappschachtel Der rote Kreis Die Bruce-Partington-Pläne Der Detektiv auf dem Sterbebett Das Verschwinden der Lady Frances Carfax Der Teufelsfuß Seine Abschiedsvorstellung Bis auf die bereits 1893 geschriebene Geschichte „Die Pappschachtel“, welche vor allem in britischen Ausgaben des Kanons der Kurzgeschichtensammlung „Die Memoiren des Sherlock Holmes“ zugerechnet wird – amerikanische Verleger befanden die Geschichte damals aufgrund des Ehebruch-Themas als zu brisant und druckten sie erst später in der „Abschiedsvorstellung“ ab (die meisten deutschen Verleger haben diese Vorgehensweise übernommen) – sind alle weiteren Fälle zwischen 1908 und 1913 in unregelmäßigen Abständen im „Strand Magazine“ und später auch im „Collier's Weekly“ veröffentlicht worden. Das damals enthaltene kurze Vorwort Doyles fehlt leider in der „Kein & Aber“-Ausgabe, wird aber durch die Anmerkungen im Anhang durchaus wettgemacht, welcher u.a. einzelne veraltete Begrifflichkeiten und Anspielungen erläutert, weshalb man auch gern während der Lektüre einer Geschichte darauf zurückgreift. Die Zusammenstellung der Geschichten in dieser Anthologie ist – den großen Abständen in denen sie veröffentlicht worden geschuldet – bunt gemischt, wenngleich auffällig ist, dass sich Doyle vom ursprünglichen Ton entfernt, seine Figur Sherlock Holmes etwas massentauglicher gemacht hat. Zwar immer noch belehrend in seinen Ausführungen, fehlt hier doch zumeist diese gerade in frühen Geschichten und Romanen präsente emotionale Kälte und Distanz, welche den Detektiv nicht nur von allen anderen in seinem Umfeld (besonders Dr. Watson) unterscheidet, sondern ihn auch erst in die Lage versetzt, die Kunst der Deduktion bei der Lösung eines Falles anzuwenden. Das nun Holmes in „Seine Abschiedsvorstellung“ zeitweise sogar lächelt oder sich als mitfühlendes Wesen erweist, mutet dann schon fast seltsam an. Doyle hat anscheinend selbst gemerkt und versucht, dies in den Geschichten teilweise sogar zu erklären. Dennoch: Das Profil des früheren Kokain-süchtigen Holmes hat eindeutig an Ecken und Kanten verloren – und die Vermutung liegt nahe, dass man damit ein noch breiteres Publikum erreichen wollte. Es entbehrt dann nicht einer gewissen Ironie, dass die zu lösenden Fälle selbst um einiges düster geraten sind. Geschichten wie „Der Teufelsfuß“ oder „Die Bruce-Partington-Pläne“ haben nur noch wenig mit dem rätselhaften Spaß eines „blauen Karfunkels“ gemeinsam – sie sind ernster, dunkler, dreckiger und, in der Beschreibung des ausgeübten Verbrechens, auch drastischer und unverblümter geraten. Der Trend, welcher mit „Der Hund der Baskervilles“ und „Das Tal der Angst“ begann, er wird hier fortgeführt, was der Stimmung und auch dem Spannungsgehalt sicherlich zuträglich ist, gleichzeitig aber auch nochmal betont, dass der gemütlich im Arbeitszimmer in der Baker Street ausdiskutierte Fall der Vergangenheit angehört. Für mich zählen die beiden obigen Kurzgeschichten dann auch zu den Höhepunkten dieser Sammlung. Insbesondere „Der Teufelsfuß“ gehört schon allein aufgrund der Wahl des atmosphärischen Schauplatzes (ein abgelegenes Hochmoor nahe der Steilküste) zu Doyles besten Werken, wiewohl die Auflösung und Perfidität des Verbrechens das Setting noch übertrifft. Genau die richtige Lektüre für den stürmisch-verregneten Herbstabend vor dem Kamin, wohingegen Holmes in „Die Bruce-Partington-Pläne“ stattdessen deduktiv nochmal zur Höchstform aufläuft. Im direkten Vergleich können die anderen Fälle dann leider nicht alle überzeugen, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass Doyle hier streckenweise ein bisschen bei sich selbst klaut. Besonders „Wisteria Lodge“ weckt in Aufbau und Verlauf gewisse Erinnerungen: Der alte Mann mit der dunklen Vergangenheit. Die Flucht in ein anderes Land. Der über viele Jahre gehegte Wunsch nach Rache. Hier ist schon die ein oder andere Parallele zu „Das Zeichen der Vier“ zu erkennen, was den Lesegenuss für Neueinsteiger zwar nicht schmälert, Kennern des Kanons aber allenfalls ein wissendes Lächeln abringt. Weit besser gelingt dann der Abschluss mit der titelgebenden Erzählung „Seine Abschiedsvorstellung“, in der Holmes, welcher sich inzwischen im Ruhestand befindlich der Bienenzucht widmet, am Tag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nochmal für seine Majestät aktiv wird und einem deutschen Agenten mit gewohnter Nonchalance das Handwerk legt. Ein herrlich kurzweiliges und auch ein wenig wehmütig stimmendes Finale vor dem letzten Akt, der abschließenden Anthologie „Sherlock Holmes' Buch der Fälle“. „Seine Abschiedsvorstellung“ ist Sherlock Holmes' letzte tiefe Verbeugung („Sherlock Holmes' Buch der Fälle“ habe ich immer als nachgereichten Fanservice verstanden) vor seinem wie immer erstaunten Publikum. Und auch wenn der Detektiv inzwischen in die Jahre gekommen ist – auch Doyles spätes Werk hat sich das Prädikat des immer noch lesenswerten Klassikers redlich verdient, was allein schon daran deutlich wird, dass sich aktuell immer wieder zahlreiche Autoren daran verheben, den lockeren Stil des Originals zu kopieren. Den echten, den richtigen Sherlock Holmes – ihn konnte nur sein Schöpfer, Sir Arthur Conan Doyle.

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