Arthur De Vany , Nassim Nicholas Taleb Die Steinzeit-Diät

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Inhaltsangabe zu „Die Steinzeit-Diät“ von Arthur De Vany

Wissen Sie, warum die Hälfte der Menschen in den Industrienationen zu viel auf die Waage bringt? Das ist leicht: Wir essen zu viel und wir bewegen uns zu wenig. Warum ist das so? Arthur De Vany kennt die Antwort: Die Evolution ist schuld! Als sich die Menschheit entwickelte, war Essen ein knappes Gut und wir waren den ganzen Tag in Bewegung – entweder auf der Jagd oder auf der Flucht. Somit lernte unser Körper zwei Dinge: Verzehre alles, was Du in die Finger bekommst, und streng Dich auf keinen Fall mehr an als unbedingt nötig. Nur so konnten unsere Vorfahren ihr Überleben sichern. Heute gibt es Essen im Überfluss – es ist energiereicher, sättigender und vor allem ungesünder als alles, was unseren Vorfahren jemals zur Verfügung stand. In Verbindung mit unserem angeborenen Hang zur Faulheit entwickelten sich daraus alle möglichen Zivilisationskrankheiten der Neuzeit. Arthur De Vany zeigt in seinem Buch, welche grundlegenden Fehler wir beim Essen machen und wie wir sie vermeiden können. Er schärft den Blick für falsche Verhaltensweisen und lehrt Methoden, wie wir gesund leben und alt werden können. „Die Steinzeit-Diät“ ist das perfekte Werk für alle, die sinnvoll und gesund abnehmen und fit bleiben möchten.

Zuviel Selbstbeweihräucherung bei einem, zugegeben, guten Thema.

— Desaris
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    Die Steinzeit-Diät
    R_Manthey

    R_Manthey

    Schon wieder eine neue Diät? Schon wieder erst mit letzter Anstrengung abnehmen, um dann anschließend noch dicker zu werden als vorher? Glaubt man dem Autor - und dafür gibt es genug gute Gründe - dann wird sich in diesem Fall ein anderes Resultat dauerhaft einstellen. Denn bei der vom Autor entwickelten sogenannten Steinzeit-Diät handelt es sich nicht um eine Diät im klassischen Sinne, sondern um eine komplette, aber offenbar sehr sinnvolle Ernährungsumstellung, die mit einem allen gängigen Regeln widersprechenden Fitnesstraining verbunden wird. Arthur de Vany ist Mitte 70, besitzt einen beneidenswerten Körper und verfügt über eine bemerkenswerte Gesundheit. Das alleine wären schon Gründe genug, um ihm zu glauben. Sehr überzeugend erscheint aber auch die Entwicklungsgeschichte der "Steinzeit-Diät". Sie zeigt nämlich ganz nebenbei, warum es Menschen schaffen, sich von tief im Unterbewusstsein verankerten Ernährungsgewohnheiten radikal zu trennen, während es anderen nicht gelingt. De Vany hatte ein sehr starkes inneres Motiv. Sohn und Frau des Autors erkrankten nacheinander an Diabetes Typ1. Zu dieser Zeit musste man die die Dosierung der notwendigen Insulinzuführungen noch mehr oder weniger erraten. Das führte regelmäßig von einer Überzuckerung zu einer massiven Unterzuckerung. Stark unterzuckerten Menschen fehlt Glukose im Gehirn, was gewöhnlich zu extrem irrationalem Verhalten führt, das alles noch mehr verschlimmert. Darüber hinaus muss man kein Experte sein, um zu verstehen, dass solche extremen Blutzuckerschwankungen die gesamte Biochemie des Körpers durcheinander bringen und Folgeschäden auslösen können. Als de Vany begann, die Zusammenhänge wissenschaftlich zu untersuchen, stellte er bald fest, dass es eine klare kausale Beziehung zwischen der Einnahme von Kohlenhydraten in Form von Getreideprodukten, Kartoffeln, Nudeln, Reis und stärkehaltigen Gemüsesorten und den Extremreaktionen der Betroffenen gab. Seine Angst um das Leben seines Sohnes und seiner Frau führte nach dieser Erkenntnis sofort zu einer völlig anderen Ernährung in der Familie. Bei allen stellten sich dann bereits nach kurzer Zeit erhebliche Verbesserungen im Gesundheitszustand ein. Dass sie sich nun im Grunde wie Steinzeitmenschen, also wie Jäger und Sammler, ernährten, wurde ihm erst klar, als ihn eine seiner Doktorandinnen darauf brachte. Daraufhin begann de Vany sein Fitnessprogramm umzustellen und trainierte nun so wie die Belastung von urzeitlichen Jägern nach seiner Vorstellung aussah. Auch hier berichtet er über erstaunliche Ergebnisse, die er dem Leser am Ende des Buches ausführlich erläutert. Auch wenn man vielleicht nicht allen seinen Aussagen uneingeschränkt zustimmt, so bleiben doch neben den bei ihm mess- und sichtbaren Auswirkungen dieser Lebensweise, auch ihre innere Logik als überzeugende Argumente, um wenigstens einmal darüber nachzudenken und sie auszuprobieren. Und diese Logik besteht vor allem darin, dass unsere Genetik nicht auf den Verzehr von Unmengen kohlenhydratreicher Nahrungsmittel vorbereitet ist. Deshalb spielt es auch keine Rolle, dass die urzeitlichen Jäger und Sammler die heutigen Gemüsesorten weder kannten, noch im Winter finden konnten. Das Buch liest sich sehr gut und ist sehr einfach aufgebaut. Bereits in der Einleitung erläutert de Vany seine Prinzipien folgendermaßen: "Genießen Sie die Freude des Essens. Zählen Sie weder Kalorien noch reduzieren Sie diese. Hungern Sie nicht, doch lassen Sie Hunger gelegentlich eine kurze Zeit zu. Treiben eher weniger als mehr Sport, doch auf verspielte Weise und mit größerer Intensität." Im ersten Kapitel erzählt er seine Geschichte, im zweiten empfiehlt er seinen Lesern, bestimmte Werte bei sich messen zu lassen, um den Ist-Stand festzustellen. Das ist bereits sehr interessant, weil diese Werte normalerweise nicht gemessen werden. De Vany erklärt jedoch, warum sie wichtige Auskünfte geben. Dann beschreibt er im dritten Kapitel seine Ernährung, die vor allem darin besteht, nur zu essen, was man "pflücken, fangen oder töten" kann. Als Anhaltspunkt gibt er an, dass unser Speiseplan zu einem Drittel aus rohem Gemüse oder Obst, zu einem Drittel aus gekochtem Gemüse und zu einem Drittel aus Fisch und Fleisch bestehen sollte. Nachdem er diese Grundsätze erklärt hat, diskutiert er anschließend, warum unsere Vorfahren keine Vegetarier waren und was wir besser nicht zu uns nehmen sollten. Dann folgen Vorschläge für einen vierwöchigen Ernährungsplan nach seinen Vorstellungen. Im nächsten Kapitel erklärt de Vany, wie er sich fit hält. Er bevorzugt es, seine Muskeln in kurzfristigen Stress der Kampf-oder-Flucht-Art zu versetzen und dabei spielerisch und eher zufällig als planvoll vorzugehen. Auch hier versucht er, die Bewegungsmuster unserer Vorfahren nachzuahmen. Offenbar mit großem Erfolg. Dass de Vany Yoga ablehnend gegenübersteht, weil das die Steinzeitmenschen nicht kannten, mag man belächeln. Da er mit Gewichten arbeitet, sind gelegentliche Dehnungsübungen bestimmt keine schlechte Idee. Im Rest des Buches erklärt de Vany dann noch einmal einige Zusammenhänge der menschlichen Biochemie, die seine Ernährungsweise stützen und beschreibt, wie er altert. Am Ende des Textes findet man ein Nachwort von Nassim Nicholas Taleb, der sich besonders mit extremen Zufällen auskennt und der Meinung ist, dass unser Körper dies braucht. Am Ende des Buches werden die Fußnoten im Text ausführlich kommentiert. Dort stehen auch zahlreiche Literaturhinweise mit Erläuterungen.

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