Dr. Jean Marple ist Tierärztin in Cornwall. In ihrer Heimatstadt Porthleven ist sie bekannt für ihre unkomplizierte Art und für ihren gewöhnungsbedürftigen Hut. Eines Tages behandelt sie gerade die Schafe von Lord Thomas Trevelyan, dem Schlossherren auf der Gezeiteninsel St. Michael's Mount, als sie zu Hilfe gerufen wird. Ein Mitglied einer Touristengruppe ist zusammengebrochen. Der Mann windet sich in Krämpfen und stirbt schließlich in Jean Marples Armen. Der hinzugezogene Dorfarzt bescheinigt den Tod durch Herzinfarkt. Miss Marple jedoch glaubt daran nicht und entwendet die Teetasse des Toten. Tatsächlich stellt sie im Bodensatz Gift fest. Inspector Finlaggan, gerade erst von Edinburgh nach Cornwall versetzt, wundert sich zunächst, als Miss Marple in seinem Büro erscheint und dazu gleich die Giftanalyse mitliefert. Doch nach einiger Zeit hat er sich an die kauzige Tierärztin gewöhnt und schätzt ihren messerscharfen Verstand. Gemeinsam gehen sie auf Mörderjagd.
Ein neues Ermittlerduo betritt die Bühne! Die Tierärztin Jean Marple und Inspector Keith Finlaggan finden im ersten Krimi mit dem Titel "Der Tod auf der Insel" von Arthur Escroyne zusammen. Natürlich müssen sie sich erst einmal kennenlernen, aber man merkt schnell, daß sie gut zusammenpassen. Warum der Autor die Tierärztin ausgerechnet Jean Marple genannt hat, kann ich mir nicht recht erklären. Wahrscheinlich sollte die Namensähnlichkeit zu Jane Marple witzig sein. Das hat diese Geschichte aber gar nicht nötig. Sie ist auch so humorvoll, spannend, und sehr unterhaltsam. Ein typisch britischer Krimi eben! Die Charaktere sind allesamt gute Typen, die einmalig sind. Der Krimi ist nicht leicht zu durchschauen. Das sorgt für Verwirrung und damit für die nötige Spannung. Ich hoffe, daß dieser Krimi noch einige Nachfolger hat. Er ist es auf jeden Fall wert!

















