Arthur G. Wolf

 3.8 Sterne bei 6 Bewertungen

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Die weißen Männer

Die weißen Männer

 (7)
Erschienen am 01.03.2013

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ChattysBuecherblogs avatar

Rezension zu "Die weißen Männer" von Arthur G. Wolf

Ich vergebe: 4 von 5 Sterne
ChattysBuecherblogvor 4 Jahren

Meine Rezension zu "Die weissen Männer" von Arthur G. Wolf

1. Klappentext


Brandon Tolliver ist eigentlich der nette Durchschnittstyp von nebenan. Als er jedoch eines Tages seiner alten Nachbarin zu Hilfe eilt, beginnt sein Leben kontinuierlich aus den Fugen zu geraten. Plötzlich wird er von wahnsinnigen Replikanten und von Killer-Kommandos verfolgt. Ohne zu wissen, warum, ist Brandon mit einem Mal zum Outlaw geworden, zu einem Vogelfreien, dessen Leben keinen Cent mehr wert ist. Seine soziale Fürsorge hat ihn etwas entdecken lassen, was nicht für seine Augen bestimmt war. Ein übermächtiger Feind setzt nun alles daran, ihn für alle Zeiten zum Verstummen zu bringen.

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2. Meine Meinung:

Als bekennender Krimi/Thriller und Historien Fan bin ich durch eine Wanderbuchrunde in den Genuss des Buches gekommen.

Der Autor, Arthur G. Wolf, hat es wirklich geschafft, mich vom ersten bis zum letzten Wort an die Geschichte zu fesseln. Morgens das Buch angefangen, um nur mal schnell drin zu blättern, nachmittags das Buch zu Ende gelesen.  Nun gut, es liegt auch daran, dass das Buch nur 120 Seiten umfasst und somit gut nebenbei gelesen werden kann.

Jedoch ziehe ich einen Stern für das Preis/Leistungsverhältnis beim Taschenbuch ab.

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3. Preis/Leistung:

als ebook für 2,99 €

und als Taschenbuch für 9,95 €

für 120 Seiten. 9,95 € - ein stolzer Preis. Hier würde ich dann doch lieber auf das ebook zurückgreifen.

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4. Leseempfehlung

für Liebhaber der etwas düsteren Kunst

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Melanie_Vogltanzs avatar

Rezension zu "Die weißen Männer" von Arthur G. Wolf

Beklemmende Zukunftsvision
Melanie_Vogltanzvor 5 Jahren

In "Die weißen Männer" wird uns ein Morgen präsentiert, das mehr als bloße Fiktion ist: Die bedigungslose Abhängigkeit von Technologie, ausgeprägte soziale Netzwerke, die den persönlichen Kontakt sogar bei amourösen Aktivitäten überflüssig machen, und natürlich die kleinen elektronischen Haushaltshelfer, bei Arthur Gordon Wolf Replikanten genannt. All dies sind Dinge, die in einer nicht allzu fernen Zukunft auf uns zusteuern.

In "Die weißen Männer" ist diese Zukunft bereits eingetreten, und der Fortschritt bringt nicht ausschließlich Positives mit sich. Als Brandons ältliche Nachbarin sich einen Replikanten anschafft, ahnt er bereits, dass "Alexander", Modell Spitzbube, Ärger mit sich bringt. Welche Ausmaße dieser Ärger jedoch annehmen wird, hätte er sich nicht träumen lassen.

Das Thema, das Arthur Gordon Wolf mit seiner Novelle aufgreift, ist natürlich nicht neu - aber einwandfrei umgesetzt. Mit einer großen Portion trockenen Humors haut der Autor dem Leser seine unangenehme Zukunft um die Ohren - und da die Technologie, die hier beschrieben wird, in Ansätzen bereits in der Gegenwart existiert, fällt es nicht weiter schwer, sich in diese kalte, kontaktarme Welt hineinzuversetzen. Einzig und allein die hohe Entwicklungsstufe der Replikanten ist etwas, das mit unserem heutigen Stand der Technik schwer vorstellbar ist, und gerade das verleiht lässt diese Wesen umso bedrohlicher erscheinen.

Vier Sterne vergebe ich unter anderem, weil ich mit dem Protagonisten nicht wirklich warm werden konnte. Brandon war mir auf der ganzen Linie unsympathisch, was zum Teil (aber nicht ausschließlich) an seinem furchtbaren Frauengeschmack liegt. Außerdem kamen mir ein paar kleinere Ungereimtheiten unter (was z.B. fängt eine Replikantenkellnerin mit Trinkgeld an?).

Alles in allem kann ich "Die weißen Männer" uneingeschränkt empfehlen und hoffe auf eine baldige (vielleicht umfangreichere?) Fortsetzung.

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stefanie_mauchers avatar

Rezension zu "Die weißen Männer" von Arthur G. Wolf

Dystopische Nachbarschaftshilfe
stefanie_mauchervor 6 Jahren

Brandon Tolliver’s Abenteuer beginnt, als er einer Nachbarin zu Hilfe eilt, deren Replikant außer Kontrolle gerät. Ein Haushaltshelfer, dem Brandon zuvor schon begegnete und den er absolut widerwärtig findet. Ein künstlicher Zwerg, bei dem er nur zu gern heldenhaft die Notabschaltung betätigt. Hätte die alte Dame den scheußlichen Zwerg danach einfach im Schrank gelassen, wären die Dinge vielleicht anders gekommen.

Als er ihr das nächste Mal begegnet ist der Replikant wieder aktiv, wurde vom Hersteller UMC repariert, doch das ist nicht alles – auch der Körper der Nachbarin wurde offensichtlich modifiziert. Wer sind die weißen Männer, die nun Jagd auf ihn machen? Was hat seine Freundin Sooka mit ihnen zu schaffen? Und wer, verdammt noch mal, wird ihm aus diesem Schlamassel in den er da geraten ist, wieder heraushelfen?

Arthur Gordon Wolf zeichnet ein düsteres, aber vorstellbares Bild einer Zukunft, in der Kommerz, Geld und absolute Überwachung das Leben bestimmen. Sprachlich gekonnt nimmt er mit auf eine düstere Reise. Eine Welt, die wir so vielleicht sogar im Ansatz schon erleben:
„Vorbei waren die Zeiten. In denen Menschen mit versteckten Kameras beobachtet wurden, heutzutage offenbarte man ganz freimütig seine intimsten Geheimnisse, die „Beichtmutter“ musste nur statt eines verstaubten Talars, Dessous von Victora’s Secret tragen“ (S.82)

Der Verkaufspreis von 9,95 für dieses doch relativ schmale Büchlein ließ mich im ersten Moment schlucken. Doch rückblickend habe ich die Anschaffung nicht bereut.
Die weißen Männer ist Teil an einer Reihe, an der der Autor arbeitet und relativ kurz. Man könnte diesen Teil als einzelnes Serial betrachten, oder als lange, auch eigenständig lesbare Kurzgeschichte. Einen Blick drauf zu werfen lohnt sich definitiv, auch wenn die Geschichte einen am Ende nicht ganz zufrieden zurücklässt. Das liegt jedoch nur daran, dass man gerne noch viel weiter lesen würde, um zu erfahren, wie Brandons Story ausgeht.

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