Am Ende der Reise

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Ein mehr als gelungener Gedenkband für den verstorbenen Künstler Crossvalley Smith.

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Inhaltsangabe zu "Am Ende der Reise"

Am „Ende der Reise“ eines Künstlers, der viel zu früh gegangen ist, steht diese Gedenkanthologie für Crossvalley Smith.
Sein Leitsatz war Nihil fit sine causa – nichts geschieht ohne Grund. So bleibt zu hoffen, dass auch seine verfrühte, letzte Reise nicht ohne diesen erfolgt ist.
Hinterlassen hat Crossvalley Smith viele wundervolle grafische Werke, zu denen nun Tanja Bern, Barbara Büchner, Tanya Carpenter, Marc-Alastor E.-E., Erik Hauser, Florian Hilleberg, Desirée und Frank Hoese, Gabriele Ketterl, Lothar Nietsch, Sophie Oliver, Uschi Zietsch und Arthur Gordon Wolf phantastische Texte verfassten, um an ihn zu erinnern.

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.“
Albert Schweitzer

Zahlreiche, teils farbige Abbildungen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943570892
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:244 Seiten
Verlag:Fabylon
Erscheinungsdatum:05.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Livillas avatar
    Livillavor einem Monat
    Augen und Leseschmaus

    Allein das Cover dieser liebevoll gestalteten Anthologie ist ein Augenschmaus – überhaupt die wunderbaren Grafiken – dazu erfährt man in kurzen Texten der Autoren einiges über den verstorbenen Künstler Crossvalley Smith. Viele der Autoren kannten ihn, andere haben sich durch seine Kunst angesprochen gefühlt, bei diesem Band mitzuwirken. Auch die Herausgeberin und die Schwester Crossvalley Smiths kommen zu Wort.

    Das berührt – ebenso wie die Geschichten berühren. Die unterschiedlichsten Autoren haben sich durch die Grafiken inspirieren lassen. So sind abwechslungsreiche, teils düstere und tiefsinnige Texte entstanden, die mir persönlich sehr gut gefallen haben. Wer gerne Kunstgenuss mit Texten verbindet liegt mit dem Band richtig. 

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    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein mehr als gelungener Gedenkband für den verstorbenen Künstler Crossvalley Smith.
    Am Ende der Reise

    „Exmoor ist nicht weit“, sagte der Pastor. „Das Gebiet ist hier schon sehr sumpfig. Bleiben Sie unter allen Umständen auf der Straße! Achten Sie darauf, dass die Pferde nicht durchgehen. Fahren Sie zügig durch den Wald, nicht im Galopp, aber im guten Trab. Werden Sie erst langsamer, wenn sie die Lichter von Crossvalley Manor sehen und den Torbogen passiert haben.“
    (Uschi Zietsch: Am Ende der Reise)

     Arthur Gordon Wolf: Die Adepten des Großen Bro

    Als letzter Überlebender einer ganzen Gruppe zieht Lane durch das postapokalyptische Land. Bis ihn eine Gruppe Jugendlicher findet, die sich als die Adepten des Großen Bro vorstellen und ihn einladen, mit in ihr Lager zu kommen. Eine Entscheidung, die Lane bald bereut.

    Barbara Büchner: Black Mill – Die Knochenmühle

    Eine rumänische Legende besagt, dass der Teufel einst einen Handel mit einem Müller einging, um in jeder Neumondnacht einen Mühlgang in dessen Mühle benutzen zu dürfen. Als der Müller sah, dass der Teufel Gebeine und Pferdehufe zu Gold mahlte, zweigte er etwas von dem kostbaren Metall für sich ab. Als dies wiederum der Teufel bemerkte, hängte er den Müller und seine Frau an den Mühlflügeln auf.

    Nun besuchen zwei Forscher und Geisterjäger die alte Mühle und finden den Bau erstaunlich gut erhalten vor. Sie finden sogar einige Goldkörnchen. Da beginnt das Mahlwerk der Mühle plötzlich von selbst wieder zu arbeiten.

    Marc-Alastor E.-E.: Helle Welt in Pastell

    Walt Bethwaite, der Universalbevollmächtigte der Transportfirma Hailand wurde ermordet. Akilina Hailand, die Geschäftsführerin der Firma, ist die Hauptverdächtige. Sie beauftragt den Privatdetektiv Eddy Munch um ihre Unschuld zu beweisen. Man sagt Bethwaite starkes Interesse am anderen Geschlecht nach, jedoch nur wenig Erfolge. So gab er sich den Anstrich eines Okkultisten um sich für die Damenwelt interessant zu machen. Tatsächlich wurde am Tatort eine Fotografie gefunden, die Bethwaite in einem okkultischen Ornat zeigt, gemeinsam mit der nackten und hingebungsvollen Ms. Hailand. Eine Szene, an die die Dame sich beim besten Willen nicht erinnert.

    Erik Hauser: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Hässlichste im ganzen Land?

    Mit dem neu erworbenen Trickspiegel muss es Christof doch endlich gelingen, seiner Freundin einen Schrecken einzujagen, wenn schon sein sonstiges „Arsenal“ an Scherz- und Karnevalsartikeln inzwischen keine Wirkung mehr zeigt. Blickt man in den Spiegel hinein, starrt ein Hybride aus Mensch und Schlange zum Betrachter zurück. Doch warum fühlt sich Christof am nächsten Morgen – nach einer ordentlichen Fete – nur so durch die Mangel gedreht und warum bekommt er kein vernünftiges Wort heraus, sondern nur ein unverständliches Zischen?

    Tanja Bern: Des Teufels Haus

    Immer wieder kehrt Sara in den Schnee zurück, der das geheimnisvolle Haus umgibt, das die Einheimischen nur „Das Teufelshaus“ nennen. Im Haus wiederum blickt Jules nach draußen in den Schnee, angezogen von dem Mädchen dort, doch unsicher ob seiner Entstellung. Und doch gibt es ein Band zwischen den beiden.

    Florian Hilleberg: Erkenntnis

    Seit sein Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, geht es für Gerricks Familie den Bach hinunter. Seine Mutter Elise trinkt schon am helllichten Tag, so dass er selbst für seine kleine Schwester Tammy Bruder und Vater zugleich sein muss. Auch Onkel Gerd, der die Familie seit Vaters Tod regelmäßig besucht, und von  dessen Geld sie nun leben, ist mehr an Tammy als an Elise interessiert. Eine Wendung erfolgt erst, als Gerrick im Wald eine Schlange findet. Eine harmlose Königsnatter, die jedoch einer giftigen Korallenotter zum Verwechseln ähnlich sieht.

    Uschi Zietsch: Am Ende der Reise

    Da keiner der Dorfbewohner ihn nun, in der Nacht, noch zu seinem Ziel bringen will, mietet John Turtle kurzerhand eine Kutsche und macht sich alleine auf den Weg durch den Wald. Auf Crossvalley Manor würde er endlich Mary wieder sehen, die er auf einem Ball in London kennen gelernt hat. Er gibt weder etwas auf das Gerede von Moorländern und Swampern, die sich im Wald tummeln sollen, noch auf die Geschichten des verfluchten Kreuzwegs, von dem das Schloss seinen Namen hat.

    Sophie Oliver: Das Auge des Betrachters

    Der Dämon Aegir ist der Wächter des Stockholmer Höllentores. An seinem freien Tag, an Halloween, lernt er die bezaubernde Elin kennen, die sein Aussehen an diesem Abend natürlich für eine gruselige  Verkleidung hält. Trotz Aegirs Unsicherheit läuft der Abend gut. Nur sein Kollege Ty und dessen Hund Fenrir drohen, ihm sein Date zu verderben.

    Tanya Carpenter: Das Karussell

    Seltsame Geschichten ranken sich um das stillgelegte Karussell des alten Casper, vor dem Marc und Sebastian nun in Caspers Scheune stehen. Geschichten von verschwundenen Kindern und einem Todesfall, nach dem der Betreiber dem Alkohol verfallen ist. Und nun sind gleich zwei neue Opfer für das Karussell aufgetaucht.

    Gabriele Ketterl: Der Höllenjob

    Den Job als Wächter im Vorhof der Hölle ist die letzte Bewährungsprobe für den Dämonen Ezekiel, der sich bisher nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Da entfleucht ihm auch noch ein Insasse aus der Hölle für Diktatoren und Massenmörder, den es nun wieder zurück zu holen gilt.

    Lothar Nietsch: Die Baumeister des Schöpfers

    Ohne Erinnerung kommt er zu sich, an seinen Händen aufgehängt. Und doch ist es, als ob er schwebt. Da erblickt er aus den Augenwinkeln eine Bewegung. Es ist einer der Baumeister, die ihn in diese Lage gebracht haben. Und ihm wird klar, dass er die Baumeister lenken kann. Denn er ist der Schöpfer.

    Barbara Büchner: Der Kastellan von Huttenbrunn

    Jenny Gröning und ihr Kollege Marten sind auf dem Weg, eine Immobilie zu besichtigen, die dem Krankenanstalten-Verband als Erbe hinterlassen wurde. Meist erweisen sich diese vermeintlich gut gemeinten Taten als absolut unrentabel, wie es auch bei diesem überladenen Schlösschen den Anschein hat. Die erste Überraschung aber erlebt Jenny, als ihr ein wahrer Adonis das Tor öffnet. Es soll nicht die letzte in dieser Nacht bleiben.

    Erik Hauser: Die gerissene Saite

    Jan-Philipp, VWL-Student kurz vor der Prüfung, könnte seinen Zimmernachbarn verfluchen, der zu den unmöglichsten Tages- und Nachtzeiten seine Geige malträtiert, so dass eine Konzentration auf seinen Lernstoff schier unmöglich wird. Als er bemerkt, dass der geheimnisvolle Geigenspieler eine offenbar hübsche Kommilitonin ist – und nicht ein Vogel namens Erich Zann, wie es das Namensschild glauben machen will – ist jedoch Jan-Philipps Interesse geweckt.

    Desirée und Frank Hoese: Ketten aus Blut

    Ein zufälliger Dachbodenfund und ein unbedacht und nur halbwegs ausgeführtes magisches Ritual kostet zwei Teenager das Leben, denn der Dämon, den sie beschworen haben kann entkommen und zieht nun eine Todesspur durch die Stadt. Doch auch dem Dämon selbst ist jemand auf der Spur. Jemand, der sein Handwerk versteht.

    „Ich nahm das Foto und sah auf dem körnigen Schwarz-Weiß-Bild eine unbekleidete Frau, die sich vor einer geflügelten Gestalt rekelte. Guter Schuss, Schattenspiel, Nuancen, Details waren perfekt herausgearbeitet.“
    (Marc-Alastor E.-E.: Helle Welt in Pastell)

    MEINUNG

    Am 20. Mai 2015 starb überraschend der Künstler Martin Schmidt, Phantastik-Fans besser bekannt als Crossvalley Smith. Nicht nur wegen seiner Bilder, die er für viele ihrer Veröffentlichungen und für das Literaturportal LITERRA angefertigt hat, stand Alisha Bionda in besonderer Verbundenheit zu dem Grafiker. In dem Gedenkband AM ENDE DER REISE vereint die Herausgeberin nun noch einmal einige Werke des Verstorbenen, zu denen ausgewählte Autorinnen und Autoren phantastische Erzählungen verfasst haben. Jede/r der Autorinnen und Autoren findet dabei seine eigene Art, die Grafiken in eine Erzählung einzuweben, sei es tatsächlich gegenständlich oder „nur“ mit Symbolcharakter. Die Bandbreite der Geschichten reicht dabei von der klassischen Gruselgeschichte (BLACK MILL, DAS KARUSSELL) über paranomale Romanzen (IM AUGE DES BETRACHTERS, DES TEUFELS HAUS) bis hin zu leicht experimentellen Beiträgen (DIE BAUMEISTER DES SCHÖPFERS, KETTEN AUS BLUT). Erik Hauser steuert außerdem eine Lovecraft-Hommage bei (DIE GERISSENE SAITE), Marc-Alastor E.-E. eine eigenwillige Detektivgeschichte (HELLE WELT IN PASTELL), Arthur Gordon Wolf ein Post-Apokalypse-Szenario (DIE ADEPTEN DES GROSSEN BRO) und Barbara Büchner ein erotisches SF-Schmankerl (DER KASTELLAN VON HUTTENBRUNN). Für Abwechslung in Stil und Stimmung ist also bestens gesorgt. Entsprechend wird jeder Leser in dem Band seine eigenen Favoriten finden. An einigen Stellen findet sich auch ein ergebener Verweis auf den Künstler, wie zum Beispiel das „Crossvalley Manor“ aus Uschi Zietschs Titelgeschichte.

    Was den Band weit über eine normale Geschichtensammlung hinaus hebt und zu einer sehr besonderen Angelegenheit macht, sind - neben dem außergewöhnlich privaten Vorwort von Alisha Bionda selbst - die Abschiedsworte von Familienmitgliedern, Freunden, Weggefährten und Arbeitskollegen, teilweise mit privaten Bildern ergänzt, die sich zwischen den Story-Beiträgen finden. Außerdem sorgen die persönlichen Erinnerungsworte jedes Verfassers, die den jeweiligen Geschichten vorangestellt sind, sowie ein humorvoller Convention-Bericht (zur Feen-Con 2014) von Crossvalley Smith selbst, für eine sehr intime Stimmung, die die Anthologie zu dem außerordentlichen und emotionalen Abschiedsgeschenk macht, als das sie gedacht ist.

    Die ausgewählte Titelgrafik hat selbstverständlich starken Symbolcharakter und wurde wie immer ausgezeichnet in das ARS LITTERAE-Reihenlayout integriert.

    FAZIT

    Ein mehr als gelungener Gedenkband für den verstorbenen Künstler Crossvalley Smith, den vor allem die persönlichen Worte und Erinnerungen zu etwas Besonderem machen.

    UPDATE

    Die Webseite von Crossvalley Smith ist inzwischen nicht mehr zu erreichen, doch auf www.literra.info

    sind noch über 300 Grafiken des Künstlers zu sehen.

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    SonjaMauss avatar
    SonjaMausvor einem Jahr
    unglaubliche Gedenkanthologie

    Auf dieses Buch bin ich durch die Autorin Tanya Carpenter gestoßen, sie hat bei ihrer Blogtour Rezensenten gesucht, welche diese Gedenkanthologie für  Crossvalley Smith lesen.

    Ich wusste gar nichts zu diesem Buch und den verstorbenen Crossvalley Smith kannte ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht.

    Als ich die ersten Zeilen von Alisha Bionda gelesen hatte, dachte ich nur, wow und hatte eine kleine Träne auf meiner Wange. Dieses Buch besticht mit unglaublich persönlichen letzten Worten an den Verstorbenen und sehr guten Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren. Ich persönlich kannte wie gesagt nur Tanya Carpenter.

    Ob mir dieses Buch gefallen hat, kann ich gar nicht so richtig in Worte fassen, da man es nicht als einfachen Roman für zwischendurch sehen darf. Ich bin wahrlich kein Fan von Kurzgeschichten, jedoch haben mir einige sehr gut gefallen. Bei ein paar konnte ich mich auf die Geschichte selbst nicht konzentrieren, da mir die Vorworte etwas zu nahe gingen. Solche Freunde/Kollegen bis über den Tod hinaus, sind unbezahlbar.

    Auch wenn ich Crossvalley Smith nicht kannte, würde ich mir für ihn sehr wünschen, dass am Ende seiner Reise, diese wirklich unglaublichen Absätze zu ihm gelangen und er irgendwo gerade auf seine Kollegen sieht und ein leises Danke flüstert.

    Ich kann zum Abschluss nur ein Danke an alle teilnehmenden Autoren schreiben, für diese Gedenkanthologie und euren Kurzgeschichten.

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