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Soeren

vor 4 Jahren

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Lang habe ich die Gesamtveröffentlichung von Arthur Gordon Wolfs Katzentriologie gewartet und nun endlich ist der dicke Band da. Gleich zu Beginn gibt es kryptische Andeutungen über das große Erdbeben 1906 in San Francisco und einige schwer verletzte aber immer noch ziemlich mobile Brandopfer. Dann der große Sprung ins Kalifornien des Jahres 1989. Der Fotograf Thomas Trait lernt die attraktive Natascha kennen und verfällt ihr vollkommen. Selbst ihre dunklen Geheimnisse und dass sie manchmal tagelang wegbleibt, schrecken ihn nicht ab.

Soweit so spannend. Dann allerdings verliert sich die Geschichte etwas in den zugegeben doch recht ausschweifenden und manchmal extremen Abenteuern des Liebespaars. Inklusive jeder Menge Sex, Gewalt und sogar Okkultismus.

Mit seinen 670 Seiten ist der Roman allerdings etwa hundert Seiten zu lang. Nicht, dass er langweilig wäre, aber stellenweise gibt es Längen (zum Beispiel während der Tagebucheinträge im dritten Teil), die an für sich recht stringente Handlung aufhalten. Doch wenn es danach wieder zur Sache geht, geht es wirklich zur Sache.

Weshalb „Katzendämmerung“ zunächst als Triologie geplant war, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Meiner Meinung nach ergibt die Geschichte nur im Ganzen wirklich Sinn. Von daher kann ich nur jedem ans Herz legen, sich statt der drei Einzeltitel („Bastet“, „Sachmet“, „Die rote Göttin“) gleich den Gesamtband zu holen. Wie auch in Thomas und Nataschas Leben gilt auch hier: Entweder ganz oder gar nicht.

Autor: Arthur Gordon Wolf
Buch: Katzendämmerung
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