Arthur Isarin

 3,9 Sterne bei 53 Bewertungen

Lebenslauf

Der Name Arthur Isarin ist das Pseudonym von Norris von Schirach. Er wurde 1963 in München geboren und arbeitete nach dem Studium in London, New York und Almaty sowie, von 1993 bis 2003, in Moskau. Dort erlebte er die Jelzin-Jahre, die geprägt waren durch Privatisierungen und dem damit einhergehenden Erstarken der Oligarchen sowie dem Abrutschen großer Teile der Bevölkerung unter die Armutsgrenze.Norris von Schirach hat einen Sohn und lebt heute abwechselnd in Australien und Rumänien (Bukarest). "Blasse Helden" ist sein erster Roman, den er unter dem Namen Arthur Isarin veröffentlichte.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Arthur Isarin

Cover des Buches Blasse Helden (ISBN: 9783813507775)
D

Rezension zu "Blasse Helden" von Arthur Isarin

Empfehlenswert
docshevvor 5 Jahren

Immer wieder kurze Ereignisse die mich haben vergessen lassen dass ich ein Buch lese. Angenehmer Schreibstil.

Cover des Buches Blasse Helden (ISBN: 9783813507775)
stefanbs avatar

Rezension zu "Blasse Helden" von Arthur Isarin

Ein blasser Protagonist
stefanbvor 5 Jahren

„Blasse Helden“ aus der Feder von Arthur Isarin – Norris von Schirach – erzählt von dem Russland zu Beginn der 1990er.
Ja, es ist ein informativer Roman über eine interessante Zeit – man erhält viele interessante Einblicke. Vielleicht sollte man sogar so weit gehen und sagen, dass es mehr eine Zusammenstellung diverser Anekdoten sind, welche der Autor zum Besten gibt. Diese gewähren zwar einen guten Einblick in eine zerfallende Sowjetunion, aber es fehlt dem Roman der Drive, der einen fesselt, ins Geschehen hineinzieht, einen zum Weiterlesen auffordert, mit Fragen konfrontiert.
Die Kapitel sind recht lang, der Schreibstil eher nüchtern. Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen. Mir persönlich fehlt es an Tiefgang in den Kapiteln. Eigentlich hat man nichts erfahren, was einem nicht schon durch diverse Medien zugetragen wurde. Schwierig an dieser Stelle: Was ist Fiktion in dem Roman, was entspricht der Wahrheit?
Auch wirkt der Protagonist Anton eher wie die menschgewordene Klebeverbindung zwischen einzelnen Kapiteln, der zu jeder möglichen Zeit mit diversen Frauen schläft.
Die Hauptfigur hat keine politische Haltung, stellt keine moralischen Fragen, bleibt als blasser Held ziemlich blass. Man baut keine Verbindung zu ihm auf, lässt ihn sein bizarres Leben leben.
Es fehlte der Fluss, der hintergründige Tiefgang. Und ja, Literatur habe ich auch schon spannender erlebt.

Cover des Buches Blasse Helden (ISBN: 9783813507775)
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Rezension zu "Blasse Helden" von Arthur Isarin

Authentisches Porträt Russlands in einer spannenden Zeit
IraWiravor 6 Jahren

Ich glaube, man muss diese Zeit erlebt haben, um dieses Buch wirklich genießen zu können. Mich interessierte es, weil ich in der Zeit, in der das Buch spielt, für zwei Monate in Moskau lebte. Allein in dieser kurzen Zeit, in der ich eigentlich als Studentin dort war und mit Wirtschaft und Geschäften eigentlich gar nicht viel am Hut hatte, kam ich über die Menschen um mich herum, gerade auch die anderen Ausländer, mit vielen der von Isarin in diesem Buch geschilderten Dinge in Kontakt.

Um Politik kam man nicht herum, die Politik bestimmte das Leben und wenn man einmal Panzer auf dem Kutusovskij Prospekt hat fahren sehen, dann fühlt sich Politik auch gleich noch ein bisschen wichtiger an. Alles andere jedoch, das war Moskau. Man kam mit allem in Kontakt, weil einfach alles im Umbruch war. Es gab scheinbar wenig Regeln, der Stärkere oder Schlauere gewann. Es war eine faszinierende und manchmal auch leicht verstörende Zeit.

Arthur Isarin fängt die damalige Stimmung des Aufbruchs, des Umbruchs und der Gelegenheit auf überzeugende Weise in seinem Roman ein und vesetzte mich dann auch gleich wieder in die damalige Zeit zurück. Mit jeder Seite stiegen mehr und mehr Erinnerungen auf und auch wenn Anton, unser Protagonist, doch noch wieder ganz andere Erfahrungen macht, als ich damals als Studentin, kehrte ich mit jeder Seite, die ich umblätterte immer weiter in das Moskau von damals zurück: Beängstigend, faszinierend und unvergesslich.

Mir gefiel das Buch sehr, allerdings kann ich durchaus nachvollziehen, wenn jemand, der mit der Zeit noch so gar nichts anfangen kann, vielleicht auch mit diesem Buch seine Probleme hat. Anton erscheint vielleicht ein wenig blass, ein wenig austauschbar, aber für mich mit meinen Erinnerungen, steht er für jeden jüngeren und älteren Unternehmer, den ich auf irgendwelchen Botschaftsempfängen oder "in freier Wildbahn" getroffen habe. Vielleicht auch für den jungen Soldaten, der mich bat, ihn über den Flohmarkt zu begleiten, damit er mit Hilfe meiner Sprachkenntnisse günstig Gold oder Silber kaufen könnte - die Gelegenheit machte die Unternehmer, ob in großem oder in kleinem Rahmen.
Ein tolles Gesellschaftsporträt eines faszinierenden Landes in einer turbulenten Zeit, in der alles möglich schien.

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