Blasse Helden

von Arthur Isarin 
3,9 Sterne bei47 Bewertungen
Blasse Helden
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Authentisches und gelungenes Gesellschaftsporträt Russlands in einer faszinierenden Zeit des Umbruchs und des Aufbruchs.

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Leider hat für mich der blasse Held kein spannendes Leseereignis geboten

Alle 47 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Blasse Helden"

Wer Russland heute verstehen will, kommt an diesem fulminanten Roman nicht vorbei.
Der romantische Deutsche Anton zieht zu Beginn der 1990er Jahre nach Moskau. Hier hofft er jene Leichtigkeit und Freiheit zu finden, die er im Westen vermisst. Engagiert wird der 32-Jährige Deutsche von einem Rohstoffhändler, der für seine riskanten Geschäfte in der rapide zerfallenden Sowjetunion einen zuverlässigen Mr Fix-it sucht. Anton ist dafür der ideale Mann: Er hat keine politische Haltung, stellt keine moralischen Fragen und beherrscht die Kunst lässig-dionysischen Gleitens. Es verlangt ihn nach schönen Frauen, der hohen Kultur und, natürlich, Geld. Schnell erhält Anton Zugang zu den neuen Eliten des Landes. Er lässt sich treiben und führt als „blasser Held“ ein bizarres Leben unter kultivierten Banditen, Künstlern, Geheimdienstleuten, Betrügern, korrupten Unternehmern, Kokotten und mittellosen Schönheiten. Sein lustvoller Gleitflug endet jäh, als Putin ein Jahrzehnt später die Szene betritt. Anton muss sich entscheiden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813507775
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    IraWiras avatar
    IraWiravor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Authentisches und gelungenes Gesellschaftsporträt Russlands in einer faszinierenden Zeit des Umbruchs und des Aufbruchs.
    Authentisches Porträt Russlands in einer spannenden Zeit

    Ich glaube, man muss diese Zeit erlebt haben, um dieses Buch wirklich genießen zu können. Mich interessierte es, weil ich in der Zeit, in der das Buch spielt, für zwei Monate in Moskau lebte. Allein in dieser kurzen Zeit, in der ich eigentlich als Studentin dort war und mit Wirtschaft und Geschäften eigentlich gar nicht viel am Hut hatte, kam ich über die Menschen um mich herum, gerade auch die anderen Ausländer, mit vielen der von Isarin in diesem Buch geschilderten Dinge in Kontakt.

    Um Politik kam man nicht herum, die Politik bestimmte das Leben und wenn man einmal Panzer auf dem Kutusovskij Prospekt hat fahren sehen, dann fühlt sich Politik auch gleich noch ein bisschen wichtiger an. Alles andere jedoch, das war Moskau. Man kam mit allem in Kontakt, weil einfach alles im Umbruch war. Es gab scheinbar wenig Regeln, der Stärkere oder Schlauere gewann. Es war eine faszinierende und manchmal auch leicht verstörende Zeit.

    Arthur Isarin fängt die damalige Stimmung des Aufbruchs, des Umbruchs und der Gelegenheit auf überzeugende Weise in seinem Roman ein und vesetzte mich dann auch gleich wieder in die damalige Zeit zurück. Mit jeder Seite stiegen mehr und mehr Erinnerungen auf und auch wenn Anton, unser Protagonist, doch noch wieder ganz andere Erfahrungen macht, als ich damals als Studentin, kehrte ich mit jeder Seite, die ich umblätterte immer weiter in das Moskau von damals zurück: Beängstigend, faszinierend und unvergesslich.

    Mir gefiel das Buch sehr, allerdings kann ich durchaus nachvollziehen, wenn jemand, der mit der Zeit noch so gar nichts anfangen kann, vielleicht auch mit diesem Buch seine Probleme hat. Anton erscheint vielleicht ein wenig blass, ein wenig austauschbar, aber für mich mit meinen Erinnerungen, steht er für jeden jüngeren und älteren Unternehmer, den ich auf irgendwelchen Botschaftsempfängen oder "in freier Wildbahn" getroffen habe. Vielleicht auch für den jungen Soldaten, der mich bat, ihn über den Flohmarkt zu begleiten, damit er mit Hilfe meiner Sprachkenntnisse günstig Gold oder Silber kaufen könnte - die Gelegenheit machte die Unternehmer, ob in großem oder in kleinem Rahmen.
    Ein tolles Gesellschaftsporträt eines faszinierenden Landes in einer turbulenten Zeit, in der alles möglich schien.

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    SomeBodyvor 3 Monaten
    Meine Meinung zu "Blasse Helden" von Arthur Isarin

    Obwohl sich „Blasse Helden“ von Arthur Isarin anfangs von mir wider Erwarten so gar nicht rasant lesen lassen wollte und Hauptdarsteller Anton tatsächlich für mich sehr lange eher blass blieb, war ich durchweg begeistert von der wirklich imposanten Kulisse und den künstlerischen Komponenten in diesem Roman. Nicht unbedingt ansprechend, wenn auch zum eigentlichen Charakter des Buches durchaus passend, empfand ich dagegen die brutalen Brüche nach den einzelnen Kapiteln und die Tatsache, dass diese offenbar großflächig ins Leere liefen. Auch waren für mich zwar die vielen politischen Gegebenheiten der Zeit, durch die allein ich allerdings manchmal den chronologischen Zusammenhang überblicken konnte, wirklich spannend zu lesen, aber im Laufe des Romans wurde ich leider immer weniger dazu angeregt, mir zusätzliches Wissen darüber anzueignen.

    Alles in allem empfand ich „Blasse Helden“ demnach schlicht als informativen Roman über das Leben im Russland der 90er Jahre, in dem wirklich vieles zueinander passt: Protagonist, Handlung, Kulisse, Stil, .... Grundsätzlich aber hätte ich mir von dem Buch einfach sehr viel mehr Schwung und Begeisterung erwartet.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine blasse, weil oberflächliche Hauptfigur zeigt uns "the Russian Way"
    The Russian Way

    Arthur Isarins Roman "Blasse Helden" erscheint im Knaus Verlag. Er führt uns in die 90er Jahre nach Russland.


    Auf der Suche nach Leichtigkeit und Freiheit zieht der junge Anton
    Anfang der 90er von Deutschland nach Russland. Sozusagen im Gegenverkehr zu den von dort flüchtenden Spätaussiedlern. Anton arbeitet in Moskau für einen Rohstoffhändler, zieht Geschäfte an Land und erlebt Umbruch, Korruption und wie das Kapital langsam, aber sicher die Macht gewinnt.


    Diesen Roman habe ich als Buchflüsterin erhalten, ansonsten hätte ich mir diese Thematik nicht ausgesucht.

    Der blasse Held Anton findet in Moskau ein Land im Wandel vor. Er herrscht Rezession, die Einkommen sind geschrumpft, im Gegenzug stieg die Todesrate durch Alkoholismus dagegen stark an. Die sozialen Bedingungen sind katastrophal und Prostitution und Kriminalität nehmen rapide zu.

    Lieferschwierigkeiten von Kohle, Wodka und kollektives Saufen mit Geschäftspartnern, problematische Arbeitseinstellung, Materialermüdung und Verschleiß: Russland hat Probleme, die wiederum im Wodka ertränkt werden. Ein Teufelskreis.

    Doch Anton nutzt seine Position aus und fühlt sich in Moskau recht wohl, er ist Ökonom und nicht ungebildet, trotzdem versprüht seine Figur nur einen blassen Charme, um nicht zu sagen, gar keinen.

    Durch seinen Job als hohes Tier in der Kohlebranche und als Mann aus dem Westen ist er ein gern gesehener Gast, er hat wechselnde kurze Liebschaften, empfindet aber keine echten Gefühle für die Frauen. Binden würde er sich nicht, er genießt das protzige Leben in Saus und Braus. Als Jelzins Regierungszeit von Putin abgelöst wird, geht Anton, denn seine Freiheit geht ihm über alles.


    Das Buch hat einen Aufbau in Form von Episoden, der Schreibstil ist recht plakativ und wirkt journalistisch, es lässt sich dennoch leicht lesen. Mit hat neben den landesgegebenen Vorgängen und Lebensweisen trotzdem etwas gefehlt. Ich kann es gar nicht genau sagen was, aber Anton allein hat mir nicht gereicht.

    Die gesellschaftlichen Bedingungen sorgen für schwierige Verhältnisse in Russland im Umbruch nach Jelzin, man erkennt die Lage der einfachen Bevölkerung und dennoch erzählt der Autor durch Anton scheinbar leicht und teilweise humorvoll die ungeschönte Wahrheit. Es ist fraglich, ob die Menschen in Russland ihre Lage wirklich einfach nur erdulden oder ob der Wodka ihnen hilft, aber mich konnte diese Geschichte nicht richtig erreichen.

    Anton erlebt einen Ritt auf dem Feuer, er spielt mit seiner Macht, setzt sich über Moral hinweg und zeigt damit schonungslos offen die Mentalität und Probleme vor Ort.
    Irgendwie wollte der Autor die Situation und den gesellschaftlichen Wandel Russlands aufzeigen, mir konnte er damit aber nicht mehr vermitteln als Informationen über Land und Leute.

    Anton ist und bleibt für mich ein blasser Held, moralisch verdorben und entwickelt nur zögerlich ein wenig Bedenken. Zu wenig in meinen Augen und daher konnte mich dieses Buch auch nicht überzeugen.


    Der Roman „Blasse Helden“ führt in die Zeit zwischen Kommunismus und Putinregierung, der Sozialismus ist erledigt, der Kapitalismus hält Einzug. Wer sich für diese Zeit interessiert, findet mit diesem Buch eine passende Lektüre.


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    Nils avatar
    Nilvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Grotesk wie die 90er Jahre in Russland waren so klischeehaft ist auch dieser Roman. Ein Leseabenteuer in die nicht ferne Vergangenheit!
    Damals liefen Geschäfter in der Tat anders...

    S.63: „Sie lächelte milde über den eindimensional denkenden Ausländer.“
    In welchem Land würde wohl solch ein Kommentar fallen?
    Richtig - Russland!

    Auch dieses Zitat finde ich herrlich:
    Seite 232: „Ein Ausländer kann sein ganzes Leben lang in Russland verbringen und versteht doch nichts.“

    Russland in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, hier spielt die Geschichte des deutschen Protagonisten Anton in mitten des reichen Moskaus.

    Sehr klischeehaft werden hier die Reichen, die Intelligenzija und auch die KGB-Beamten beschrieben. Auch stellt der Autor sein literarisches wie musikalisches Wissen zur Schau. Aber trotzdem ist der Roman ein unterhaltsames Werk, dass dem Leser das pre-putinische Russland noch mal aus einer ganz anderen Sicht näher bringt.

    Blasse Helden‘ wirkt eher wie ein biografisches Werk eines Deutschen, der mittlerweile als Geschäftsmann in Australien lebt, der in den 90ern tatsächlich 9 Jahre in Russland verbrachte. Publiziert ist es unter dem Pseudonym Arthur Isarin.

    Fazit: Ein Roman für alle die gute Literatur schätzen bei der man Einblick in das Unfassbare bekommt!

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    BluevanMeers avatar
    BluevanMeervor 5 Monaten
    Blasse Helden

    Anton ist nach Russland gekommen, weil er dabei sein will, wie sich das Land Stück für Stück öffnet und an den Westen annähert. Er wittert das schnelle Geld. Aber nicht nur. Anton liebt Russland mit jeder Faser seines Herzens. Russische Literatur, russische Kultur und natürlich russische Frauen faszinieren ihn. Russland ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und anders als alles, was Anton bisher kannte. Anton will Teil des neuen Russlands werden, das vor einem tiefen gesellschaftlichen Wandel steht. 

     

    " Er war nach Russland gekommen, um mehr zu erleben als in London oder in New York. Es war berauschend, inmitten eines archaischen Konflikts zu sein. Und es war anders, als er sich vorgestellt hatte, anders als die heitere Maueröffnung in Berlin vor vier Jahren, als die Guten siegten und sich anschließend alle lieb hatten. Je weiter östlich er kam, desto unbarmherziger wurden die Auseinandersetzungen. Als Romantiker hatte er sich nach solchen Erlebnissen gesehnt, und hier traf er nun plötzlich auf diese irrwitzige Leidenschaft, für eine Idee oder Sache zu sterben. [...] Er würdigte den Unterhaltungswert des Wahns und wollte die Thematik einsaugen, mittendrin Zeuge sein, ohne sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden." (S.79)


    In sieben Kapiteln, eine Sammlung von Momentaufnahmen, begleitet man Anton vom Anfang bis zum Ende der 90er-Jahre, dem Russland Jelzins und der Veränderungen die seine Regierungszeit mit sich brachte.

    Die einzelnen Kapitel sind lose durch die für Anton wichtigen Faktoren miteinander verbunden: die jeweiligen Frauen die er zum Zeitpunkt des Kapitels liebte, die Kunst (Oper, russische Literatur, Ballett) der er meist einen höheren Stellenwert in seinem Leben einräumt als seiner Arbeit und moralischen Zweifeln, die Anton auch kennt. Aber diese Zweifel sind klein, denn Anton profitiert von der korrupten Seite des Systems. 

     

    Dabei ist Anton, wenn es um die Sparte Heldentum geht, auch eher von der blassen Sorte, der sich der Entscheidung für die eine oder andere Seite eben konsequent verweigert. Er gefällt sich gut in der Rolle des kulturbeflissenen Lebemannes mit Sinn für Gerechtigkeit, wenn ihn z.B. angesichts minderjähriger Prostituierten ein Hauch von funktionierendem Gewissen überfällt.


    Seine Möglichkeiten das System zu ändern sind allerdings begrenzt - oder er nimmt sie als sehr begrenzt wahr. Das weiß er auch, aber seine ganz eigene moralische Flexibilität gibt ihm auch genug Möglichkeiten, an keiner Stelle die konkrete Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Dafür ist das Luxusleben, das er in Russland genießen kann, viel zu verführerisch. Ein Leben, das er sonst nie hätte führen können.

     

    Seine Erlebnisse sind zum Teil nicht ohne. Da wird eine saufende Landbevölkerung beschrieben, die sich in ihren Alkoholexzessen mit Vergewaltigungen beschäftigt, Bestechungsgeld gehört dazu und entrückte Superreiche feiern, als wären sie selbst zum Zaren aufgestiegen. Die Frauen in Antons Leben sind vielleicht die einzigen, die ihm immer wieder einen Ruhepol bieten und die er sehr bewundert. 

    Umso spannender, dass der Autor ein Pseudonym für die Veröffentlichung gewählt hat und selbst mehrere Jahre in Russland gelebt hat. Die unglaublich irrwitzigen Geschichten über Tanzbären auf Hauspartys ist nicht nur ein Element, das Irving perfektioniert hat. Auch Isarin schreibt über Wodkaexzesse und wilde Bären, dass es eine wahre Freude ist, Lachtränen inklusive, gleichzeitig gibt es auch viele schockierende Szenen. 


    Mich hat der Roman wirklich gut unterhalten, auch wenn Anton nicht die sympathischste Figur ist, habe ich den Roman sehr gerne gelesen. Ob man wirklich, wie Viktor Jerofejew im Klappentext ankündigt, Russland heute verstehen könne, wenn man dieses Buch gelesen hat, sei dahingestellt. Arthur Isarin gelingt ein faszinierender Blick in eine Phase, die ein Land an einem Wendepunkt und grandiosen Aufstieg zeigt. Und das ist wirklich lesenswert.

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 5 Monaten
    Reise in eine interessante Zeit

    „Blasse Helden“ entführt den Leser in das Russland der frühen 90er Jahre. Der Eisenren Vorhang, die Mauer, ist gefallen, Jelzin an der Macht und die ehemalige Sowjetunion strukturiert sich nach dem Zusammenbruch neu.


    Und so begleitet man Anton, einen Deutschen, der für den Rohstoffhändler Ehrenthal arbeitet in seinem „verrückten“ Leben. Es gibt dekadente Parties mit Wodka im Überfluss, Tanzbären, schönen Frauen, aber auch jede Menge Korruption, Armut und ein Land dessen Bürger nicht wissen, wo ihre Regierung sie hinführen wird.


    Der Autor, Arthur Isarin, erzählt dabei keine zusammenhängende Geschichte, sondern es ist eher ein Art Sammlung von einzelnen Stationen und  Phasen  des Landes. Man lernt in jeder Episode einen anderen Landstrich, Bewohner und ihre Besonderheiten kennen. Wie die Reichen ihre Geschäfte machen, wie ex-kommunistischer Pragmatismus gelebt wird, wie die Armen ums Überleben kämpfen, sowie die Irrungen und Wirrungen des Systems, das sich neu strukturieren und finden muss. Anton ist immer mittendrin, manchmal Handelnder-Beeinflussen, Strippenzieher, manchmal nur Randfigur-Beobachter…GAST….Blasser Held, in einer sich rascher veränderten Welt, als man bis 10 zählen kann.

    Fast Alles schien damals möglich- und es ist verrückt-mit dem „Jetzt-Blick“, wie sich dieses Land vor allem unter Putin entwickelt hat.


    So schnelllebig wie die Zeiten im damaligen Moskau waren, so fliegen die Jahre und auch die verschiedenen Orte, das Wirken von Anton am Leser vorbei. 

    Die Liebe zum alten Russland, zu all den Chancen, die dieses Land und seine Bewohner gehabt hätten, führt der Autor einem ganz nebenbei vor Augen. Und dem Leser wird mehr und mehr bewußt, wie facettenreich und reich an Potential diesen Land mal war und wie sehr es jetzt unter Putin ausgenutzt und ausgeschlachtet wird.


    Arthur Isarin, bringt einem diese bewegte Zeit, egal ob man sie aus der Ferne oder etwas Näher miterlebt hat, sehr nah. Durch die wechselnden Schauplätze gibt es immer neue Blickwinkel auf ein Land, seine Bewohner und die Entwicklung, die dieses durchläuft.


    Als Leser schmunzelt man über die Dekadenz, die Art der Russen Feste zu feiern, ihre Art mit Widrigkeiten umzugehen und es geht einem ans Herz, wenn man begreift, welche Auswirkungen -gewissen Entwicklungen- für die normale Bevölkerung haben, bzw. unter welchen Umständen diese leben.

    Unterstützt wird dieses Wechselbad der Gefühle, durch den ironisch- sarkastischen Schreibstil des Autors. Der ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, an vielen Stellen etwas überspitzt und überzeichnet, doch für mich perfekt zu dieser Geschichte passt.


    Unbedingt lesen 5 STERNE.

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    Lealein1906vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Leider hat für mich der blasse Held kein spannendes Leseereignis geboten
    Hauptfigur ging nicht an mich

    "Blasse Helden" ist ein wirklich anspruchsvolles Buch, dem ich leider nur zwei Sterne geben kann, weil ich doch zu viele Kritikpunkte hatte.

    Es geht um den Deutschen Anton, der nach Russland auswandert. Dort hat er eine gute Arbeit, bei der er schnell viel Geld verdienen will, hat viele Frauenabenteuer und sieht aber auch die "dunklen" Seiten, die mit ersten Auscchreitungen in der politischen Situation beginnen.

    Mir fiel es von Anfang an schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Das liegt zum einen an den zu langen Kapiteln (insgesamt nur 7, da bin ich mir doch immer sehr verloren vorgekommen und habe einfach den Lesefluss verloren, aber das ist wahrscheinlich eine Geschmacksfrage) und der Hauptperson.
    Ich konnte mich so gar nicht mit Anton identifizieren, weil er weder ähnlich denkt, noch ähnlich handelt wie ich. Und auch sonst ging sein Charakter nicht wirklich an mich, sodass es mir schwerfiel mit ihm die Geschichte zu erleben. Er ist, wie der Titel schon sagt, wirklich ein "blasser Held" vom Anfang bis zum Ende.

    Was mir hingegen gut gefallen hat, ist das Russland der 90er Jahre mitzuerleben. Es war interessant darüber zu lesen. Das mit einer anderen Hauptperson und etwas anderen Handlungssträngen, dann wäre das Buch sicherlich mehr meins gewesen.

    Die Sprache ist ziemlich anspruchsvoll, aber für einen Literaturroman durchaus angemessen.

    Da ich wirklich große Schwierigkeiten hatte, das Buch überhaupt fertig zu lesen, weil mich nicht wirklich etwas am Lesen gehalten hat, kann ich leider nicht mehr als zwei Sterne geben.
    Trotzdem würde ich gerne jeden dazu ermuntern Anton eine Chance zu geben, weil der Eindruck zur Hauptperson ja ein sehr subjektiver ist. Denn um das Russland der 90er Jahre kennenzulernen ist dieser Roman sicherlich super.

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    bookgirls avatar
    bookgirlvor 5 Monaten
    Einblick in das Russland der 90er Jahre

    Inhalt
    Anton zieht zu Beginn der 90er Jahre nach Moskau. Der 32jährige Deutsche ist schon in der Welt herumgekommen, doch selbst eine Metropole wie New York langweilt ihn. Er hofft, dass er in Moskau eine andere Form von Freiheit erleben kann. Lange Zeit genießt er sein Leben inmitten der Elite des Landes. Er verdient viel Geld, feiert Parties und hat schöne Frauen an seiner Seite. Bis die politische Lage erfordert, dass er eine Entscheidung trifft.

    Meine Meinung
    Anton ist ein Charakter, den man nur selten in Büchern vorfindet. Er hat keine politische Meinung und stellt auch keine moralischen Fragen. Sein Hauptzweck ist sich den Kick in Moskau zu holen, den er in London oder auch New York vermisst hat. Geld, schöne Frauen, Parties aber auch der Besuch kultureller Veranstaltungen sind die treibenden Kräfte in seinem Leben. Mehr braucht es nicht und mit wem man sich die Vorzüge des elitären Lebens teilt sind auch nicht von Belang. Anton ist es größtenteils egal, ob er mit Betrügern, korrupten Unternehmern oder auch Menschenhändlern zu tun hat. Es gibt schon manchmal kleine Momente, in denen er in Frage stellt, was um ihn herum geschieht, aber diese werden schnell wieder ausgeblendet. Auch der politische Umbruch, der so manche Unruhe mit sich bringt, wird von ihm zwar zur Kenntnis genommen, aber eher als lästig empfunden, wenn er z. B. so etwas wie eine Ausgangssperre bei seinen abendlichen Aktivitäten beachten muss.

    Trotz diesem doch recht eingeschränkten Interesse bzw. der Interessenlosigkeit an den wesentlichen Dingen, komme ich nicht umhin, Anton auch ein wenig cool zu finden. Warum? Weil ich eigentlich kaum glauben kann, dass jemand so durchs Leben geht. Wie kann es sein, dass ihm wichtiger ist die Oper zu besuchen, als auf Missstände zu reagieren, die er zum Beispiel bei einem seiner beruflichen Besuche in der Ukraine miterlebt?  Auch, dass er die oben zitierte Ausgangssperre ignoriert und dann auch noch frech deswegen rumdiskutiert, als er auf dem Weg in seine Wohnung angehalten wird – ja, das muss man erst mal bringen. Wird er dem Titel "Blasse Helden" gerecht – jein. Einerseits ist Anton in der Tat ein blasser Mensch (Held ist mir in dem Zusammenhang nicht passend), dem bis auf wenige Dinge alles egal zu sein scheint, andererseits macht ihn aber gerade diese Art dann doch ein wenig bunter, als man zunächst annehmen mag.

    Arthur Isarin hat mit Anton aber nicht nur eine ungewöhnliche Figur geschaffen, sondern gibt auch Einblick in das Russland der 90er Jahre. Er beschreibt die Zeit des Umbruchs und bedient sich gerne gängiger Klischees, die für mich teilweise überzeichnet wirkten. Einzig das Ende hat mir nicht ganz so gut gefallen, da es ein wenig zu hektisch kam und Anton die Entscheidung, die er treffen musste, zu leicht gemacht wurde. Hier hätte ich mit mehr Widerstand gerechnet, dem er sich erst noch widersetzen muss. Insofern hatten die letzten Seiten bei mir den Eindruck erweckt, dass der Autor schnell fertig werden wollte oder ihm eine gute Idee gefehlt hat, um einen passenden Abschluss zu finden. 

    Fazit
    "Blasse Helden" ist ein interessanter Blick in das Russland der 90er Jahre mit einem wirklich anderen Protagonisten, als man ihn üblicherweise in Romanen vorfindet. Mir hat die Zeitreise in die russische Vergangenheit größtenteils sehr gut gefallen, weshalb ich gerne 4 Sterne vergebe.

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    Wiebke_Schmidt-Reyers avatar
    Wiebke_Schmidt-Reyervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzgeschichten-artige, lose zusammenhängende Kapitel verbunden durch einen wahrlich blassen Protagonisten. Als Roman nicht überzeugend.
    Wenigstens ist das titelgebende "Blass" stringent durchgezogen

    Kann man es einem Buch mit dem Titel "Blasse Helden" zum Vorwurf machen, dass sein Protagonist farblos und nichtssagend bleibt? Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, ob ich die mir gänzlich fernbleibende Hauptfigur Anton nun gelungen – weil einen wahrlich blassen "Helden" – oder einfach nur langweilig finden soll.

    Anton, einen jungen deutschen Rohstoffhändler, zieht es nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Russland – warum wird zwar erwähnt (er hofft, dort eine Freiheit zu finden, die er im Westen vermisst), aber richtig nachvollziehbar wurde es für mich als Leserin nie. Antons Beweggründe wurden mir in knappen Worten vorgesetzt wie eine nebensächliche Tatsache, die ich beim Lesen mitbedenken soll, von der sich der Autor aber nicht die Mühe gemacht hat, sie authentisch auszuarbeiten. Dieser Charakterzug sowie auch andere – Antons große Liebe zur Kultur, besonders zur russischen Kultur – blieben mir bis zum Schluss fern. Für mich entstand nie eine "runde" Person; Anton wirkte auf mich stets wie eine grobmotorisch zusammengeschusterte Romanfigur, der der Autor Eigenschaften anhängte, die seiner Geschichte dienlich sind, und alles, was für die Geschichte keine direkte Relevanz hat, auslässt. Das Ergebnis ist eine wahrlich farblose Figur, die ich nie ganz greifen konnte; ich bin jedes Mal regelrecht erschrocken, wenn Anton etwas Kulturelles unternahm, weil ich diesen Zug seiner Person immer wieder vergessen habe – weil ich ihn nicht für voll genommen habe.

    Die Geschichte dreht sich um Antons Leben in Moskau und ein paar Reisen durchs Land, wobei er – v.a. in seinem Beruf – eine Reihe recht haarsträubender und skurriler Dinge erlebt und außerdem ziemlich wahllos mit allen möglichen Frauen schläft. Die Handlung wird in wenigen recht langen Kapiteln erzählt, und es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass die Ereignisse der Kapitel nicht unmittelbar aufeinander folgen, sondern teilweise in großen zeitlichen Abständen geschehen. In diesen Kapiteln trifft Anton auf immer wieder andere Personen; nur wenige tauchen mehrfach auf. Im Ganzen wirkt dieser so genannte Roman eher wie eine Sammlung von Kurzgeschichten, die durch einen Protagonisten, seine bestehenbleibende berufliche Tätigkeit und ein paar wiederkehrende Figuren lose miteinander verbunden sind.

    Bei mir blieb der Eindruck zurück, dass der Autor, der Russland wohl selbst gut kennt, ein paar Anekdoten zu erzählen hatte, die für viele westliche Leser schwer zu glauben sind – über Korruption, Gesetzlosigkeit, das Chaos der post-sowjetischen Zeit und die Kapriolen der neureichen Russen. Aus irgendeinem Grund hat er dazu die Romanform gewählt, die ihm in meinen Augen wenig gelungen ist. Ich habe ein paar isolierte Lacher gehabt, aber nichts gefunden, was mich länger beschäftigt hätte, Spannung oder Gefühle in mir geweckt hätte.

    Lediglich im letzten Kapitel blitzen ein paar Möglichkeiten auf, die dieser Roman gehabt hätte – als so eine Art skurriler Agentenroman oder leider realistischer (Berufs)Abenteuerroman aus einer gefährlichen Branche. Das kam für meinen Geschmack zu spät und rettete das Leseerlebnis auch nicht mehr. Bis zum letzten Kapitel habe ich mich ziemlich durchgequält. Für meinen Geschmack wäre der Autor mit einem Enthüllungs- oder Sachbuch besser beraten gewesen. Für einen Roman verlässt er sich zu sehr auf die Unglauben (vielleicht auch Entsetzen) hervorrufende Wirkung einiger merkwürdiger Ereignisse, ohne wirklich eine authentische Geschichte zu erzählen.  

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    Ravenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr atmosphärisch, authentisch und interessant. Allerdings schwieriger, trockener Schreibstil, den man mögen muss.
    Russland der 90er

    Das Buch "Blasse Helden" von Arthur Isarin hat einen Umfang von 320 Seiten und ist bei Albrecht Knaus Verlag erschienen.

    Das Buch ist als Ebook und Hardcoverausgabe erhältlich. Als Hartcover hat es einen abnehmbaren Schutzumschlag und mitteldicke, recht robuste Leseseiten und eine gute Bindung.

    Anton zieht Anfang der 90er Jahre nach Moskau um Geschäfte zu machen, wegen den Frauen und Geld. Als blasser Held führt er ein abenteuerliches, gefährliches und recht bizarres Leben.

    Die Geschichte begleitet Anton in vielen Kurzgeschichten über einige Jahre durch das Russland der 90er. Authentisch und sehr atmosphärisch schafft es der Autor die Extremen zwischen Arm und Reich hervorzuheben, die Schönheit des Landes, die hohe Kultur und die Missstände von illegalen Geschäften, Prostitution, Mord, Machtmissbrauch, Drogen, Alkoholismus, Partys bis hin zur alltäglichen Gewalt und einer gewissen Normalität von extremen uns undenkbaren Zuständen. Der Prunk und die Gosse, Freude und Verzweiflung geben sich die Hand. Es ist unglaublich mit wie viel Hintergrundwissen der Autor geschichtliche und gesellschaftliche Ereignisse, Normen und Zustände verwebt. Leider hat er eine sehr nüchterne, sachliche, fast schon emotionslose Schreibweise, die dicht und interessant schildert, aber auch zäh und trocken sein kann. Das Buch ist definitiv kein Werk für nebenher, sondern man muss sich schon sehr konzentrieren und am Ball bleiben. Hauptsächlich stehen Geschäfte und Geschäftsbeziehungen sowie daraus resultierende Zwischenfälle (erinnert mich teilweise an die Mafia) im Vordergrund. Das ist sicherlich nicht Jedermanns Sache. Wer sich allerdings für Russland und die russische Geschichte und Kultur interessiert, dem sein dieses Werk ans Herz gelegt.

    Fazit: Authentische, atmosphärische, interessante Geschichte, die viel Wissen vermittelt, allerdings auch in einem sehr nüchternen, sachlichen, dichten Schreibstil verfasst ist, der sich trocken ziehen kann. Kein Buch für Zwischendurch. Gespickt mit geschichtlichen Ereignissen, Normen und viel russischer Kultur. Lesenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    "Eine merkwürdige Form von Dekadenz, ausgerechnet das heutige Russland zu preisen."

    Während die Einwanderungswelle aus Russland nach Deutschland in den 90er Jahren immer und immer zunahm, entscheidet sich der junge Deutsche Anton für den umgekehrten Weg: Er zieht nach Moskau. Was treibt ihn ausgerechnet nach Russland, in ein Land, das gerade zu der Zeit politisch und wirtschaftlich seine wildeste Zeit durchlebt? Das erzählt uns Arthur Isarin in seinem ersten Roman "Blasse Helden".

    Mit "Blasse Helden", dem vierten Titel im LovelyBooks Literatursalon, entführt uns Arthur Isarin nach Russland. Wir sehen Land und Leute durch Antons Augen und vergnügen uns mit schlagfertigen Dialogen und schwarzem Humor.
    Wer das wahre Russland kennenlernen möchte, kommt an diesem Roman nicht vorbei!

    In unserem LovelyBooks Literatursalon warten außerdem weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben auf euch.

    Zum Inhalt
    Der romantische Deutsche Anton zieht zu Beginn der 1990er Jahre nach Moskau. Hier hofft er jene Leichtigkeit und Freiheit zu finden, die er im Westen vermisst. Engagiert wird der 32-Jährige Deutsche von einem Rohstoffhändler, der für seine riskanten Geschäfte in der rapide zerfallenden Sowjetunion einen zuverlässigen Mr Fix-it sucht. Anton ist dafür der ideale Mann: Er hat keine politische Haltung, stellt keine moralischen Fragen und beherrscht die Kunst lässig-dionysischen Gleitens. Es verlangt ihn nach schönen Frauen, der hohen Kultur und, natürlich, Geld. Schnell erhält Anton Zugang zu den neuen Eliten des Landes. Er lässt sich treiben und führt als "blasser Held" ein bizarres Leben unter kultivierten Banditen, Künstlern, Geheimdienstleuten, Betrügern, korrupten Unternehmern, Kokotten und mittellosen Schönheiten. Sein lustvoller Gleitflug endet jäh, als Putin ein Jahrzehnt später die Szene betritt. Anton muss sich entscheiden.

    Bereit für eine Leseprobe?

    Der Autor
    Der Name Arthur Isarin ist ein Pseudonym. Der Autor wurde 1965 in München geboren. Er hat Philosophie, Politik und Ökonomie studiert und in England, USA, Russland und Kasachstan gearbeitet. Heute lebt er in Queensland, Australien. "Blasse Helden" ist sein erster Roman.

    Möchtet ihr einen Roman lesen, der euch garantiert begeistern wird?
    Zusammen mit Knaus verlosen wir 30 Exemplare von "Blasse Helden" unter allen, die sich über das Russland der 90er Jahre im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Wenn ihr neugierig geworden seid, bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 11.03. und antwortet auf folgende Frage:

    Wie stellt ihr euch das Russland der 90er Jahre vor? Was, denkt ihr, wartet dort auf Anton?

    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

    Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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