Eine schöne Geschichte. Den Ausgang hätte ich niemals erahnen können und finde ihn daher umso toller. Spannend gemacht mit einem Hauch von früheren Zeiten und so manch unerwarteter Überraschung. Agnes ist wirklich ganz schön ran genommen wurden, was ich mehr als nur heftig finde. Die Geschichte ist so gut umgesetzt worden, dass ich mir bildlich vorstellen konnte, was passiert sein muss.
Arthur Machen
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Arthur Machen
Der große Pan
Furcht und Schrecken
Der Berg der Träume
Der große Pan (Neue Übersetzung)
Der verborgene Sieg
Die drei Häscher
Der Schrecken
Die leuchtende Pyramide
Neue Rezensionen zu Arthur Machen
Im späten 19. Jahrhundert soll einer jungen Frau durch einen neurochirurgisches Experiment der Blick auf eine parallel existierende Geisterwelt ermöglichen werden. Sie erwacht katatonisch, bringt eine Tochter Pans zur Welt und stirbt nach der Entbindung.
Das zerstörerische Wirken, besonders auf die Männer in ihrem Leben, der Heranwachsenden und später Erwachsenen wird nie direkt erzählt. Der Leser erfährt davon aus den Beobachtungen Dritter und dem Gesellschaftsklatsch der Upper Class von London und bleibt damit in sicherer Entfernung zu dieser Femme Fatale. Interessant ist auch der dem Zeitgeist geschuldete Blick auf die Gesellschaft der damaligen Zeit und deren Werte. So ist der „Wissenschaftler“ der Meinung, das er beliebig über das Schicksal seiner Patientin verfügen kann, da er sie als Waisenkind vor dem Tod gerettet hat. Oder die Täter-Opfer- Umkehr mit der die Tochter, nicht jedoch der Arzt oder die nach Exzessen suchenden Männer verurteilt werden.
Eine spannende Geschichte, wundervoll erzählt mit interessanten Einblicken in die damalige Gesellschaft.
Was wissen wir – Leser – schon von der Qual und Pein einen Roman zu schreiben?! Und schon gar nichts davon wie es ist einen wirklich guten, allen Ansprüchen genügenden – vor allem denen des Autors – aufs Papier zu bringen. Wir können ihm allerdings beim Schaffensprozess tief ins Herz blicken. Zumindest, wenn wir Arthurs Machens „Der Berg der Träume“ tief und innig in uns aufsaugen.
Es ist sicherlich kein Leichtes dem Autor, der in diesem Fall der Protagonist des Buches ist, vollends folgen zu können. Wie gesagt: Wenn man selbst nicht Schreibender ist, kann man nur staunend folgen. Die Berge sollen Inspirationsquelle sein. Die Ruhe, die von diesen Erhebungen ausgeht, soll Quell unendlicher Erlösung sein. Das Mysterium der Ruhe, in dem die Sinne so geschärft sind, wie es sonst nirgendwo auf der Welt sein kann.
Als Gegenpol dient das monströse London. Ruhe hier zu finden ist zwecklos. Das will der Autor auch gar nicht. Er weiß, dass Gegensätze immer ein guter Ansatz für Großes sein können. Auch Verzweiflung und Verdammnis sind gute Ratgeber. Mit ihnen gehen zwangsläufig Schmerzen und Qualen einher. Es ist ein Kreuz mit der Kunst, wenn einem nicht alles in den Schoß fällt. Wenn es doch einmal passiert, dann ist es keine richtige Kunst…
Die Werksausgabe mit den wichtigsten Texten von Arthur Machen – dieser Roman stammt aus dem Jahr 1906 – beschließt eine Reihe von Werken, die so teils noch nie ins Deutsche übersetzte bzw. auf Deutsch veröffentlicht wurden. Arthur Machen zerreißt sich einmal mehr für den Leser und sein hehres Ziel mit Literatur nachhaltig zu wirken. Leider geriet er über die Jahre fast in Vergessenheit. Seine Werke waren nur einem exklusiven Zirkel bekannt. Diese sechsteilige Ausgabe setzt dem einen endgültigen Schlussstrich! Vergleiche mit Edgar Allan Poe beispielsweise, der dem gleichen Publikum zu Diensten ist, sind zulässig. Treffen aber bei Weitem nicht den Kern. Machen war ein Autor, der sich seiner selbst bewusst war. Pures Entertainment ist nicht sein Ziel. Poes sicher auch nicht. Aber die Marketingmaschinerie hinter Poe, die bis heute unaufhörlich läuft, ist Machen verwehrt geblieben.
Arthur Machen ist das Juwel der romantisch-schaurigen Geschichten. Bei ihm ist das Weiterlesen, das Zwischen-Den-Zeilen-Lesen unabdingbar. Hat man einmal den Dreh raus, taucht man in eine vollkommene unvollkommene Welt ein.
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