Arthur Miller Brennpunkt, Sonderausgabe

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Inhaltsangabe zu „Brennpunkt, Sonderausgabe“ von Arthur Miller

New York, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs: Newman, Personalchef einer angesehenen Firma, unterliegt dem Verbot, Juden einzustellen. Weil eine neue Brille sein Aussehen verändert hat, gerät er in Schwierigkeiten: so stellt sich das "gesunde Volksempfinden" einen Juden vor. Als er daraufhin auf einen untergeordneten Posten versetzt wird, kündigt er und gibt sich nach langer vergeblicher Stellensuche mit einem einfachen Job zufrieden. Doch die Brille, das Symbol seines beruflichen und gesellschaftlichen Abstiegs, beginnt, ihm den Blick zu schärfen. (Quelle:'Flexibler Einband/01.08.1995')

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  • Rezension zu "Brennpunkt" von Arthur Miller

    Brennpunkt, Sonderausgabe
    marcelsarman

    marcelsarman

    Newman, ein leitender Angestellter in New York, hat ein Problem: seine Sehkraft lässt nach. Er muss fortan eine Brille tragen, um seine Arbeit korrekt erledigen zu können. Durch diese Brille verändert sich sein Aussehen, seine markante Nase tritt nun deutlich hervor und er sieht nach meiner Meinung seiner Mitmenschen nun wie ein Jude aus. Durch diese optische Veränderung ändert sich das Verhalten seiner Mitmenschen ihm gegenüber. Seine Taten und Worte erscheinen plötzlich in einem anderen Licht und werden negativ interpretiert und in Zusammenhang mit seiner vermeintlichen Religion gebracht. Newman, der ebenfalls Vorurteile hat, wird das Leben durch allerlei kleine Schikanen zur Hölle gemacht. Er bekommt Schwierigkeiten im Job, ihm wird ein Hotelzimmer verwehrt und seine Mülltonne wird regelmäßig umgekippt. Der Prototyp des absoluten Durchschnittsamerikaners erlebt nun am eigenen Leib was es heißt zu einer Minderheit zu gehören. In der aufgeheizten Atmosphäre New Yorks in der Zeit des zweiten Weltkriegs bekommt er als vermeintlicher Jude am eigenen Leib zu spüren, was Intoleranz und Hass anrichten können, obwohl er sich nichts sehnlicher wünscht als genau wie alle anderen zu sein. Aber die Schikanen werden immer schlimmer und eines Tages fasst Newman einen folgenschweren Entschluss, der sein Leben radikal verändert. Bewertung: Die Darstellung der Vorgänge ist sehr realistisch und die Sprache in diesem Buch ist kristallklar und das Buch ist daher sehr gut zu lesen. Dieses Buch verdeutlicht auf eindringliche Weise wie Hass auf Minderheiten entsteht und verdeutlicht durch die raffinierte Konstruktion die Sinnlosigkeit von Vorurteilen. Newman hat selbst Vorurteile, ist aber gleichzeitig Vorurteilen ausgesetzt - dieser Widerspruch wird inhaltlich und sprachlich hervorragend verdeutlicht. Ein absolut lesenswerter Klassiker des großen amerikanischen Dramatikers Arthur Miller: 5 Sterne.  

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