Arthur Miller Tod eines Handlungsreisenden, 1 DVD

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Inhaltsangabe zu „Tod eines Handlungsreisenden, 1 DVD“ von Arthur Miller

Willy Loman ist ein alternder Handlungsreisender, dem nach 36 Jahren treuer Dienste von seiner Firma unvermittelt gekündigt wird. Er versucht jedoch, weiterhin die Fassade des tüchtigen Familienvaters aufrecht zu erhalten. Als sein Sohn Biff jedoch von seiner Mutter erfährt, dass sein Vater seinen Job verloren und bereits mehrfache Selbstmordversuche unternommen hat, wird Willy schonungslos mit seinen Lebenslügen konfrontiert. Biff zwingt ihn dazu, den Tatsachen - erstmals in seinem Leben - ins Auge zu sehen. Da fasst Loman einen letzten Entschluss, um seiner schwer verschuldeten Familie nicht weiter zur Last zu fallen.

leider nicht mein Fall!

— _nifelheim
_nifelheim

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    Tod eines Handlungsreisenden, 1 DVD
    _nifelheim

    _nifelheim

    10. February 2016 um 12:31

    Arthur Millers Buch " Der Tod eines Handlungsreisenden" ist glaube ich allgemein ein Begriff, man hat schon mal davon gehört, einen Bericht im Fernsehen gesehen oder in einer Zeitschrift auf dem Weg in die Arbeit Bilder einer Aufführung des Theaterstücks erhascht. Andererseits ist das Buch selbst trotzdem nicht sehr verbreitet und wird auch nicht so oft gelesen. Hochgelobt wurde es trotzdem immer und ist ein Innbegriff der Amerikanischen Literatur. Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht sonderlich gefallen hat. Und dabei meine ich gar nicht die Textsorte, die in diesem Fall ein Drama ist. Viele Leser tun sich schwer Bücher zu lesen, die Texte mit verteilten Rollen beinhalten. Die Handlung wird dabei einfach in Dialogen dargestellt, die von einem Erzähler unterbrochen werden. Ich lese sehr gerne Dramen. Shakespeare, Brecht, Schiller uva habe ich sehr genossen. Bei Millers Drama wollte aber irgendwie der Funke nicht so überspringen. Zentrales Thema des Buches ist der Amerikanischen Traum. Die Vostellung, dass es jeder, der fleißig arbeitet, viel spart und das Ersparte gut investiert vom Tellerwäscher zum Millionär bringt, ist etwas sehr Amerikanisches und wird in diesem Drama eben kritisch behandelt. Eigentlich auch keine schlechte Idee, aber meiner Meinung nach scheitert es hier an der Umsetzung. Vielleicht fand ich das Buch auch deswegen so übertrieben und realitätsfremd, weil ich in Österreich groß geworden bin und wir hierzulande nicht so ein großes Wettbewerbsdenken pflegen. In Österreich leben wir eher nach dem Motto: Leben und leben lassen, die Regeln werden toleriert, aber gerne überschritten. Und niemand stört sich dran. Österreichische Gemütlichkeit halt. Ich konnte mich einfach nicht auf die Geschichte einlassen, wo ich doch normalerweise politische Themen mag, kritisches Denken sehr begrüße und gegen Kapitalismus bin. Obwohl das Buch sehr kurz ist, schienen mir die Dialoge endlos lang und ich war froh, als es endlich auf den Schluss zuging. Inhalt: Arthur Miller schreibt in seinem Buch vom Konflikt eines Vaters mit seinem ältesten Sohn. Willy Loman ist 63 Jahre alt und arbeitslos. Er erinnert sich leidenschaftlich und mit Melancholie an bessere Zeiten. Festgeklammert an diese Zeit hält er die Fassade so gut wie geht aufrecht. Vor seinen Söhnen will er vor allem nach wie vor der fleißige Familienvater sein. Er fährt täglich hinaus und sucht Arbeit und lässt seine Familie in dem Glauben, dass er schon bald wieder "oben" in der Gesellschaft sein wird. Der älteste Sohn Bif war einmal ein talentierter Football-Spieler bis er seinen Vater bei einem Seitensprung ertappte, den er nie verarbeiten konnte. Seitdem arbeitet er als Gelegenheitsarbeiter und schlägt sich durch. Sein jüngerer Bruder Happy ist ein kleiner Angestellter, der vom Vater nicht respektiert wird, weil er es zu nichts größerem gebracht hat. In den Augen des Vaters ein Schwächling. Willy Loman flüchtet sich in Tagträume, doch die Mutter gibt den Söhnen zu wissen, dass er arbeitslos ist und schon mehrere Selbstmordversuche hinter sich hatte. Biff konfrontiert den Vater mit der Realität und dann ensteht ein Konflikt, der in Dialogen im Haus, sowie Hinterhof und anderen verschiedenen Orten ausgetragen wird. Das Drama endet mit der Totenmesse für Willy, da sich dieser für seine Familie opfert. Meine Meinung: Ich konnte mich mit der Umsetzung der Story einfach nicht anfreunden. Sie erschien mir wie erwähnt einfach sehr übertrieben. Auch die Dialoge konnten mich nicht überzeugen. Sprachlich bewegt sich das Buch eher auf niedrigem Nievau. Die Dialoge sind sehr einfach. Es ist immer nur die Rede von der Vergangenheit, der man im Hier und Jetzt nachtrauert. Von allen 14 Personen, die im Drama mitspielen, fand ich Linda, die Mutter am sympathischsten. Vielleicht aber nur, weil sie am wenigsten sagt und die einzige ist, die begriffen hat, dass ein hohes Ansehen in der Gesellschaft noch kein Leben ausmacht. Pulitzer-Preis und gute Kritiken sind halt noch kein Garant für Lesefreude!

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