Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller 
3,5 Sterne bei48 Bewertungen
Tod eines Handlungsreisenden
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Ein Mikrokosmos des Scheiterns. Großartig.

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Willy Loman = low man, d.h. daß Willy nie groß werden wird.

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Inhaltsangabe zu "Tod eines Handlungsreisenden"

Tod eines Handlungsreisenden, uraufgeführt am 10.2.1949 in New York, erlebt eine Renaissance. Die erfolgreiche Inszenierung des Stücks 1984 am Broadway mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle diente Volker Schlöndorff als Grundlage für seine Verfilmung. Das Scheitern des Handelsvertreters Willy Loman an einem inhumanen Wirtschaftssystem sowie an seiner persönlichen Lebenslüge steht heute für das Scheitern einer Gesellschaftsordnung. Die Orientierungslosigkeit einer ganzen Kultur, die ihres Glaubens an einen ewigen Fortschritt beraubt ist und der es verwehrt bleibt, an Traditionen und Lebensmodelle früherer Zeiten anzuknüpfen, spiegelt sich im Schicksal Willy Lomans und seiner Familie. Die Absurdität des Selbstmordes von Loman, der den Schein eines Glücks zu retten versucht, und ein einziges Mal zu sich selbst findet, indem er sich auslöscht, ist zu verstehen als Appell an den einzelnen und die Gesellschaft, sinnvolle Wertordnungen und humane Lebensformen zu entwickeln.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596270958
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.01.1987

Rezensionen und Bewertungen

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    Matalina85s avatar
    Matalina85vor 6 Jahren
    Rezension zu "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller

    Viel und nichts hat sich geändert in der amerikanischen Wirklichkeit, seit der 'Handlungsreisende' zum ersten Mal seine Musterkoffer auf die Bühne schleppte. Entlassen würde er heute wohl früher als mit 63, Biff wäre auch mit 32 noch arbeitslos, wenn er den Wettkampf mit seinem Nächsten ablehnt, ein Haus abzuzahlen dauert länger als 25 Jahre, und mit 40 Dollar die Woche käme keiner mehr über die Runde. Und doch gibt es den amerikanischen Traum noch, den Traum, dass jeder es zur Nummer Eins bringen kann. Obwohl wir ihn durchschauen, verhalten wir uns noch danach.

    Ich habe dieses Buch damals in der Schule lesen müssen, aber im Gegensatz zu den bisherigen Schullektüren fand ich dieses Buch sehr interessant. Erzählungen gibt es keine. Das gesamte Buch ist wie ein einziges Gespräch aufgebaut und sehr tragisch wie die Inhaltsangabe schon unter Beweis stellt.

    Fazit: Wenn es in der Schule auseinander gepflückt wird, macht es weniger Spaß dieses Buch zu lesen, aber wenn man es sich nach ein paar Jahren mal wieder hervorholt, ist es ein kurzes Lesevergnügen wert.

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    Maximilian_Schlesiers avatar
    Maximilian_Schlesiervor 7 Jahren
    Rezension zu "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller

    - ergreifendes Drama über die scheinbar so einfachen Fragen des Lebens und des "American Dream"

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    MargitMvor 7 Jahren
    Rezension zu "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller

    Es handelt von dem einem Handlungsreisenden(Willy), dem es nicht gelingt sich auf die neuen Umstände nach dem Krieg einzustellen und damit seinem wirtschaftlichen Ruin zu entgehen. Dazu kommen noch private Probleme mit seinen Söhnen und das altbekannte Problem, nicht das Gesicht zu verlieren.
    Willys Söhne, sind Biff und Happy. Biff, der Ältere, ist unter dem Druck des Vaters und dem eigenen Anspruch zusammengebrochen. Als er seinen Vater in den Armen einer fremden Frau findet, bricht die heile Welt zusammen. Er wendet sich enttäuscht vom Vater ab, stiehlt und treibt rastlos durch das Land.
    Happy, der Jüngere, ist "wie sein Bruder verloren, doch auf eine andere Art, da er sich niemals erlaubt hat, dem Scheitern ins Auge zu blicken, weshalb er verwirrter und abgebrühter ist, obwohl er zufriedener wirkt".

    Arthur Miller entblößt die Schattenseite des amerikanischen Traums, doch er negiert ihn nicht, weil er weiß, dass ein Mensch ohne Träume auch ein Mensch
    Tod eines Handlungsreisenden ist das bekannteste Drama von Arthur Millers aus dem Jahre 1949, für das er noch im selben Jahr mit dem Pulitzer-Preis für Theater ausgezeichnet wurde.

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    Duffyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller

    Dieses Buch, verfilmt und als Theaterstück, darf als Klassiker bezeichnet werden. Tragikomisch, erschütternd, ergreifend fasst es die Mär vom amerikanischen Traum zusammen, an den so viele heute noch glauben. Und das ist die erstaunlichste Konsequenz ,man glaubt ihn noch, trotzdem man es besser weiß. Auch in unserem Land wird dieses Pseudo-Ideal gerne noch bemüht und mit Parolen wie "Leistung muss sich wieder lohnen" zu Tode geritten. Auf der Strecke bleiben die, die sowieso keine Chance haben und all die Werte zwischenmenschlicher Beziehungen, die eine Welt im wirtschaftlichen Wachstumswahn zusammenhalten könnten. Zugegeben, eine sehr subjektive Interpretation und Übertragung in die heutige Zeit, dennoch meines Erachtens legitim, was für das Buch spricht. In der Übersetzung von Volker Schlöndorff mit Florian Hopf eine gelungene Veröffentlichung, abgerundet mit einem Nachwort des Übersetzers.

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    Holdenvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Willy Loman = low man, d.h. daß Willy nie groß werden wird.
    Rezension zu "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller

    Haben wir in der Schule gelesen, aber trotzdem schön.

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    cfreyervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Mikrokosmos des Scheiterns. Großartig.
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