Arthur Schnitzler

 3.8 Sterne bei 1.096 Bewertungen
Autor von Traumnovelle, Leutnant Gustl und weiteren Büchern.
Autorenbild von Arthur Schnitzler (©)

Lebenslauf von Arthur Schnitzler

Arthur Schnitzler ist das Älteste von vier Kindern. Er stammt aus einer angesehenen Arztfamilie. Sein Vater und Großvater waren beide Ärzte. Nach seiner Matura, die er mit Auszeichnung bestand studierte er an der Universität Wien ebenfalls Medizin. Bereits während dieser Zeit war er schriftstellerisch aktiv. Sein erstes Gedicht "Liebeslied der Ballerine" veröffentlichte er in der Zeitschrift "Der freie Landbote." Anschließend war er zunächst nur im Medizinischen Bereich, schriftstellerisch tätig. Er veröffentlichte Rezensionen zu Sachbüchern und medizinische Artikel. Schnitzlers Vater war Herausgeber der Zeitschrift "Internationalen Klinischen Rundschau" für welche Arthur Schnitzler zahlreiche Artikel verfasste. Nach dem Tod seines Vaters 1893 eröffnet Schnitzler seine eigene Praxis und wird schriftstellerisch immer mehr tätig. Gemeinsam mit seinen Freunden Hugo von Hofmannsthal und Richard Beer-Hofmann zählt Schnitzler zu den Hauptvertretern des Jungen Wien. 1903 heiratet er die 21-jährige Schauspielerin Olga Gussmann, zu diesem Zeitpunkt hatten sie einen einjährigen Sohn zusammen. 1921 ließ er sich von seiner Frau scheiden und erzog die beiden Kinder Heinrich und Lilli alleine. Als seine Tochter 7 Jahre später sich Selbstmord beging, verfiel er in eine Depression. Zur Zeit des 1.Weltkriegs ging sein Ruhm zurück, da er die Kriegseuphorie der Menschen nicht teilte. Zu dieser Zeit zog er sich auch aus dem öffentlichen Leben zurück und verfiel in Depressionen. Er starb a, 21. Oktober 1931 in Wien und liegt auf dem jüdischen Friedhof begraben.

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Fräulein Else

Neu erschienen am 24.05.2019 als Hardcover bei Reclam, Philipp.

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Cover des Buches Traumnovelle (ISBN:9783746767505)

Traumnovelle

 (342)
Erschienen am 04.10.2018
Cover des Buches Fräulein Else (ISBN:9783423417761)

Fräulein Else

 (104)
Erschienen am 23.08.2013
Cover des Buches Leutnant Gustl (ISBN:9783746715162)

Leutnant Gustl

 (114)
Erschienen am 09.04.2018
Cover des Buches Reigen (ISBN:9783872912329)

Reigen

 (68)
Erschienen am 03.02.2012
Cover des Buches Reigen / Liebelei (ISBN:9783596270095)

Reigen / Liebelei

 (26)
Erschienen am 08.02.1989
Cover des Buches Liebelei (ISBN:9783150181577)

Liebelei

 (25)
Erschienen am 01.01.2001

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Neue Rezensionen zu Arthur Schnitzler

Neu

Rezension zu "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler

Traumnovelle von Arthur Schnitzler
festatypevor 7 Monaten

Für die 93 Seiten der Traumnovelle habe ich 2 Tage gebraucht... Wenn ich ein "Einfaches" Buch von dem Volumen von 200 an einem TAG durchlesen kann, heißt es dass der Stil zeitgemäß, nich wirklich einfach ist... Es ist eine philosophische Geschichte, welche 1999 von Meisterregisseur Stanley Kubrick als "Eyes Wide Shut" mit Tom Cruise und Nicole Kidman verfilmt wurde, und aus Deutschland in den 20-ern nach N.Y. City in den 90-ern verlegt wurde... Ein Juwel der Literaturgeschichte über Traum, Realität, Ehe, Sex, Liebe und viel mehr erzählt ...

Mit einigen Zitaten die ich mir laut vorlesen musste, um sie wirklich zu genießen...

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Rezension zu "Traumnovelle: Reclams Universal-Bibliothek" von Arthur Schnitzler

Szenen einer zerrütteten Ehe
awogflivor 2 Jahren

Prinzipiell hat Arthur Schnitzler hier eine sehr gute Geschichte begonnen, diese Ehe voller Nadelstiche, kleiner Kränkungen und gegenseitiger Entfremdung. Leider steht in diesem Fall der literarische Typ der Novelle wieder mal gegen eine wirklich ausgezeichnete Aufarbeitung des angerissenen Themas. Ich finde einfach eine bzw. diese Beziehung ist viel zu vielschichtig und komplex, um derart kurz abgehandelt zu werden. Das merkt man auch beim Ende, als der Ehemann alles beichtet und dann ist alles wieder gut. Wirklich? Das ist mir einfach zu platt, wird viel zu hastig abgehandelt und das Finale kommt mir dadurch auch als unlogischer Handlungssprung vor. Eine Paartherapie einer Ehe mit jahrelangen kleinen Verletzungen und massiver Entfremdung kann auch nicht in einer Sitzung erfolgreich absolviert werden.

Daran krankt aber meiner Meinung nach die Gattung der Novelle sehr oft. Sie nimmt sich zu komplexe Themen vor, die einfach nur für einen Roman geeignet sind.  Lediglich beim Lieutnant Gustl  und bei der Schachnovelle kam mir die Geschichte hinreichend erzählt und konsistent abgeschlossen vor.

Die Traumszenen der Ehefrau sind wundervoll in die Handlung eingefügt. Diese Dame versteht es wirklich, Ihren Mann zwar nicht körperlich zu betrügen, aber ihm durch die Erzählung ihres Traumes unmissverständlich klarzumachen, dass sie es erstens könnte und dass sie es zweitens aus Verachtung sehr gerne tun wollte. Eine ganz perfide Manipulatorin, die dann auch noch ein paar sehr subtile Tötungsfantasien in den Traum einbringt. Hier zeigt sich auch der Einfluss von Freud, Jung und Konsorten, die sich zur Zeit Schnitzlers mit der Traumdeutung befasst haben. Auch die Figur des Ehemanns und Arztes Fridolin ist sehr gut und konsitent entwickelt. Schnitzler zieht dies konsequent bis zur ärztlich angehauchten Sprache durch. Die außerehelichen Abenteuer Fridolins, die nie zum Abschluss kommen, sind erstens sehr spannend konzipiert (nämlich ein jedes ist völlig unterschiedlich), zeugen aber durch ihren gemeinsamen Coitus Interruptus-Charakter durchaus von sehr bösartigem Humor. Die Ehefrau betrügt und verletzt ihren Mann im Traum mehr als dieser - zu allen Schandtaten bereit - imstande ist, die ihm dargebotenen Gelegenheiten wirklich am Schopf zu packen. Fridolin hat ein derart schlechtes Timing und die Tendenz, in gewissen Situationen immer genau das Falsche zu tun, dass ich oft schmunzeln musste. Letztendlich bleiben sich die beiden Partner in ihrem kleinen Ehegefecht nichts schuldig. Diese Szenen einer Ehe hätte ich aber gerne noch ein bisschen länger, intensiver betrachtet und nicht mit so einem derart abrupten unglaubwürdigen Happy End versehen.

Fazit: 3,5 Sterne wohlwollend aufgerundet auf 4 weil die Geschichte natürlich sehr gut geschrieben ist, aber viel zu kurz abgehandelt wurde.

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Rezension zu "Das dramatische Werk. Tl.1" von Arthur Schnitzler

Gesellschaftsstudie um die Jahrhundertwende
awogflivor 2 Jahren

Theaterstücke haben ohnehin einen schwierigen Stand in Buchform, weil man sich die Schauspielleistung dazudenken muss, insofern ist das Buch auch das falsche Rezeptionsmedium. Sowas gehört auf die Bühne oder in den Film. Deshalb bin ich auch milder in der Beurteilung.

In diesem Sammelband sind mehrere Dramen Schnitzlers vereint, die von unterschiedlicher Qualität sind.

Der Anatol Zykklus: 2 Sterne.
Ist die erste Szene noch sehr amüsant - Anatol will sein Mädl hypnotisieren, damit sie ihm ob der Treue endlich die Wahrheit sagt, und dann traut er sich doch nicht fragen bzw. er wills gar nicht so genau wissen 😂 - so  ereignet sich anschließend ewig das gleiche gähnend laangweilige Beziehungsdramolette in kleinen Variationen: Ringelpietz mit Anfassen im großen Swingerclub der Vorstadt um die Jahrhundertwende, aufgeführt von einem lamentierenden Schwerenöter. Das ist teilweise sehr schwer zu ertragen.  

Liebelei: 3,5 Sterne
Ganz gute Charakterstudie von dem süßen liebenden Wiener Mädl Christine und Fritz mit schlechtem Ausgang. Hier muss ich den oben genannten Theaterbonus einrechnen, denn ehrlich gesagt gefallen mir Romy Schneider und Alain Delon in der Liebelei Adaption Christine besser.

Das Märchen: 2,5 Sterne
Irgendwie zwar so ähnlich wie Anatol, aber viel mehr aus der Frauenperspektive und deshalb weitaus besser. Hier wird die unterschiedliche Anwendung von Moral auf Männer und Frauen um die Jahrhundertwende ganz schön kritisch thematisiert. Außerdem sind einige Szenen weitaus ernster aber teilweise auch witziger als bei Anatol.
"Fanny: Was willst denn spielen
Robert: Nichts gar zu Melancholisches - wie?
Witte: Ich bitt schön, Fräulein - nur nichts in Moll! Wenn I der Kaiser wär, i lassert die Moll überhaupt abschaffen."


2 ganz kurze Einakter: Die überspannte Person, Halbzwei: 3 Sterne
ganz kurze Fingerübungen aber teilweise sehr witzig

Fazit: Insgesamt ganz gut, aber sicher besser auf der Bühne - Anatol ist entbehrlich.

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Arthur Schnitzler wurde am 14. Mai 1862 in Wien (Österreich) geboren.

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