Arthur Schnitzler

 3.8 Sterne bei 1,077 Bewertungen
Autor von Traumnovelle, Leutnant Gustl und weiteren Büchern.
Arthur Schnitzler

Lebenslauf von Arthur Schnitzler

Arthur Schnitzler ist das Älteste von vier Kindern. Er stammt aus einer angesehenen Arztfamilie. Sein Vater und Großvater waren beide Ärzte. Nach seiner Matura, die er mit Auszeichnung bestand studierte er an der Universität Wien ebenfalls Medizin. Bereits während dieser Zeit war er schriftstellerisch aktiv. Sein erstes Gedicht "Liebeslied der Ballerine" veröffentlichte er in der Zeitschrift "Der freie Landbote." Anschließend war er zunächst nur im Medizinischen Bereich, schriftstellerisch tätig. Er veröffentlichte Rezensionen zu Sachbüchern und medizinische Artikel. Schnitzlers Vater war Herausgeber der Zeitschrift "Internationalen Klinischen Rundschau" für welche Arthur Schnitzler zahlreiche Artikel verfasste. Nach dem Tod seines Vaters 1893 eröffnet Schnitzler seine eigene Praxis und wird schriftstellerisch immer mehr tätig. Gemeinsam mit seinen Freunden Hugo von Hofmannsthal und Richard Beer-Hofmann zählt Schnitzler zu den Hauptvertretern des Jungen Wien. 1903 heiratet er die 21-jährige Schauspielerin Olga Gussmann, zu diesem Zeitpunkt hatten sie einen einjährigen Sohn zusammen. 1921 ließ er sich von seiner Frau scheiden und erzog die beiden Kinder Heinrich und Lilli alleine. Als seine Tochter 7 Jahre später sich Selbstmord beging, verfiel er in eine Depression. Zur Zeit des 1.Weltkriegs ging sein Ruhm zurück, da er die Kriegseuphorie der Menschen nicht teilte. Zu dieser Zeit zog er sich auch aus dem öffentlichen Leben zurück und verfiel in Depressionen. Er starb a, 21. Oktober 1931 in Wien und liegt auf dem jüdischen Friedhof begraben.

Neue Bücher

Traumnovelle
 (335)
Neu erschienen am 04.10.2018 als Taschenbuch bei epubli.
Fräulein Else
 (11)
Neu erschienen am 01.09.2018 als Hörbuch bei Hierax Medien.
Arthur Schnitzler - Gesammelte Werke
Neu erschienen am 31.08.2018 als Hardcover bei Anaconda Verlag.

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Arthur SchnitzlerTraumnovelle
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Traumnovelle
Traumnovelle
 (335)
Erschienen am 04.10.2018
Arthur SchnitzlerLeutnant Gustl
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Leutnant Gustl
Leutnant Gustl
 (113)
Erschienen am 09.04.2018
Arthur SchnitzlerReigen
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Reigen
Reigen
 (65)
Erschienen am 03.02.2012
Arthur SchnitzlerTraumnovelle / Die Braut.
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Traumnovelle / Die Braut.
Arthur SchnitzlerReigen / Liebelei
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Reigen / Liebelei
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 (25)
Erschienen am 01.02.1989
Arthur SchnitzlerLiebelei
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Liebelei
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 (24)
Erschienen am 01.01.2001
Arthur SchnitzlerAnatol. Anatols Grössenwahn. Der grüne Kakadu
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Anatol. Anatols Grössenwahn. Der grüne Kakadu
Arthur SchnitzlerTherese
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Therese
Therese
 (19)
Erschienen am 01.06.2012

Neue Rezensionen zu Arthur Schnitzler

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Rezension zu "Später Ruhm" von Arthur Schnitzler

Die Selbsttäuschung
Duffyvor 7 Monaten


Über 30 Jahre ist her, dass Eduard Saxberger seinen Gedichtband "Wanderungen" veröffentlichte, bevor er in ein unauffälliges Beamtenleben verschwand. Nun entdeckt ihn eine Gruppe junger Poeten und lädt ihn ein, sich an ihrem Schriftstellerverein zu beteiligen. Die Bewunderung der jungen Leute weckt in Saxberger wieder die Vergangenheit und seinen Hang zur Poesie. So ist es nicht schwer, ihn für eine Veranstaltung zu gewinnen. Doch als er für dieses Programm etwas Neues verfassen soll, kommt er an seine Grenzen. Doch nicht nur das. Er muss feststellen, dass die Bewunderung des jungen Schriftstellerkreises nicht die Bedeutung hat, die er vermutete.
Schnitzlers Novelle hat etwas Humoristisches und die Tragik, der manchmal eine gewisse Schadenfreude innewohnen kann. Wie bei ihm nicht anders zu erwarten, lassen sich einige seiner Protagonisten seinem wahren Umfeld zuordnen.
Die gradlinig strukturierte Novelle bietet die große Überraschung am Ende, die alles erklärt, was man vorher vermuten kann. Schnitzler nimmt sich der Literaturszene hier mit wissender Genauigkeit an und vermeidet bewusst jede Polemik, wo er mit Satire und Ironie viel weiter kommt.
Ein Werk, dass erst nach seinem Tod erschien und glücklicherweise nicht der ordnenden Hand seiner Nachlassverwalter entkommen ist. Wer gar Schnitzler-Einsteiger ist, dem sei versichert, dass es ein ausgezeichneter Anfang der Erforschung dieses fleißigen Autors ist. Obwohl er so etwas wie eine Ikone geworden ist, sollte man keine Scheu haben, seine Werke zu lesen. Als nächstes dann vielleicht die "Traumnovelle".

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awogflis avatar

Rezension zu "Traumnovelle: Reclams Universal-Bibliothek" von Arthur Schnitzler

Szenen einer zerrütteten Ehe
awogflivor einem Jahr

Prinzipiell hat Arthur Schnitzler hier eine sehr gute Geschichte begonnen, diese Ehe voller Nadelstiche, kleiner Kränkungen und gegenseitiger Entfremdung. Leider steht in diesem Fall der literarische Typ der Novelle wieder mal gegen eine wirklich ausgezeichnete Aufarbeitung des angerissenen Themas. Ich finde einfach eine bzw. diese Beziehung ist viel zu vielschichtig und komplex, um derart kurz abgehandelt zu werden. Das merkt man auch beim Ende, als der Ehemann alles beichtet und dann ist alles wieder gut. Wirklich? Das ist mir einfach zu platt, wird viel zu hastig abgehandelt und das Finale kommt mir dadurch auch als unlogischer Handlungssprung vor. Eine Paartherapie einer Ehe mit jahrelangen kleinen Verletzungen und massiver Entfremdung kann auch nicht in einer Sitzung erfolgreich absolviert werden.

Daran krankt aber meiner Meinung nach die Gattung der Novelle sehr oft. Sie nimmt sich zu komplexe Themen vor, die einfach nur für einen Roman geeignet sind.  Lediglich beim Lieutnant Gustl  und bei der Schachnovelle kam mir die Geschichte hinreichend erzählt und konsistent abgeschlossen vor.

Die Traumszenen der Ehefrau sind wundervoll in die Handlung eingefügt. Diese Dame versteht es wirklich, Ihren Mann zwar nicht körperlich zu betrügen, aber ihm durch die Erzählung ihres Traumes unmissverständlich klarzumachen, dass sie es erstens könnte und dass sie es zweitens aus Verachtung sehr gerne tun wollte. Eine ganz perfide Manipulatorin, die dann auch noch ein paar sehr subtile Tötungsfantasien in den Traum einbringt. Hier zeigt sich auch der Einfluss von Freud, Jung und Konsorten, die sich zur Zeit Schnitzlers mit der Traumdeutung befasst haben. Auch die Figur des Ehemanns und Arztes Fridolin ist sehr gut und konsitent entwickelt. Schnitzler zieht dies konsequent bis zur ärztlich angehauchten Sprache durch. Die außerehelichen Abenteuer Fridolins, die nie zum Abschluss kommen, sind erstens sehr spannend konzipiert (nämlich ein jedes ist völlig unterschiedlich), zeugen aber durch ihren gemeinsamen Coitus Interruptus-Charakter durchaus von sehr bösartigem Humor. Die Ehefrau betrügt und verletzt ihren Mann im Traum mehr als dieser - zu allen Schandtaten bereit - imstande ist, die ihm dargebotenen Gelegenheiten wirklich am Schopf zu packen. Fridolin hat ein derart schlechtes Timing und die Tendenz, in gewissen Situationen immer genau das Falsche zu tun, dass ich oft schmunzeln musste. Letztendlich bleiben sich die beiden Partner in ihrem kleinen Ehegefecht nichts schuldig. Diese Szenen einer Ehe hätte ich aber gerne noch ein bisschen länger, intensiver betrachtet und nicht mit so einem derart abrupten unglaubwürdigen Happy End versehen.

Fazit: 3,5 Sterne wohlwollend aufgerundet auf 4 weil die Geschichte natürlich sehr gut geschrieben ist, aber viel zu kurz abgehandelt wurde.

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awogflis avatar

Rezension zu "Das dramatische Werk. Tl.1" von Arthur Schnitzler

Gesellschaftsstudie um die Jahrhundertwende
awogflivor einem Jahr

Theaterstücke haben ohnehin einen schwierigen Stand in Buchform, weil man sich die Schauspielleistung dazudenken muss, insofern ist das Buch auch das falsche Rezeptionsmedium. Sowas gehört auf die Bühne oder in den Film. Deshalb bin ich auch milder in der Beurteilung.

In diesem Sammelband sind mehrere Dramen Schnitzlers vereint, die von unterschiedlicher Qualität sind.

Der Anatol Zykklus: 2 Sterne.
Ist die erste Szene noch sehr amüsant - Anatol will sein Mädl hypnotisieren, damit sie ihm ob der Treue endlich die Wahrheit sagt, und dann traut er sich doch nicht fragen bzw. er wills gar nicht so genau wissen 😂 - so  ereignet sich anschließend ewig das gleiche gähnend laangweilige Beziehungsdramolette in kleinen Variationen: Ringelpietz mit Anfassen im großen Swingerclub der Vorstadt um die Jahrhundertwende, aufgeführt von einem lamentierenden Schwerenöter. Das ist teilweise sehr schwer zu ertragen.  

Liebelei: 3,5 Sterne
Ganz gute Charakterstudie von dem süßen liebenden Wiener Mädl Christine und Fritz mit schlechtem Ausgang. Hier muss ich den oben genannten Theaterbonus einrechnen, denn ehrlich gesagt gefallen mir Romy Schneider und Alain Delon in der Liebelei Adaption Christine besser.

Das Märchen: 2,5 Sterne
Irgendwie zwar so ähnlich wie Anatol, aber viel mehr aus der Frauenperspektive und deshalb weitaus besser. Hier wird die unterschiedliche Anwendung von Moral auf Männer und Frauen um die Jahrhundertwende ganz schön kritisch thematisiert. Außerdem sind einige Szenen weitaus ernster aber teilweise auch witziger als bei Anatol.
"Fanny: Was willst denn spielen
Robert: Nichts gar zu Melancholisches - wie?
Witte: Ich bitt schön, Fräulein - nur nichts in Moll! Wenn I der Kaiser wär, i lassert die Moll überhaupt abschaffen."


2 ganz kurze Einakter: Die überspannte Person, Halbzwei: 3 Sterne
ganz kurze Fingerübungen aber teilweise sehr witzig

Fazit: Insgesamt ganz gut, aber sicher besser auf der Bühne - Anatol ist entbehrlich.

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Zusätzliche Informationen

Arthur Schnitzler wurde am 14. Mai 1862 in Wien (Österreich) geboren.

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