Arthur Schnitzler Das dramatische Werk. Tl.1

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Inhaltsangabe zu „Das dramatische Werk. Tl.1“ von Arthur Schnitzler

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  • Gesellschaftsstudie um die Jahrhundertwende

    Das dramatische Werk. Tl.1
    awogfli

    awogfli

    13. June 2017 um 14:52

    Theaterstücke haben ohnehin einen schwierigen Stand in Buchform, weil man sich die Schauspielleistung dazudenken muss, insofern ist das Buch auch das falsche Rezeptionsmedium. Sowas gehört auf die Bühne oder in den Film. Deshalb bin ich auch milder in der Beurteilung.In diesem Sammelband sind mehrere Dramen Schnitzlers vereint, die von unterschiedlicher Qualität sind.Der Anatol Zykklus: 2 Sterne.Ist die erste Szene noch sehr amüsant - Anatol will sein Mädl hypnotisieren, damit sie ihm ob der Treue endlich die Wahrheit sagt, und dann traut er sich doch nicht fragen bzw. er wills gar nicht so genau wissen 😂 - so  ereignet sich anschließend ewig das gleiche gähnend laangweilige Beziehungsdramolette in kleinen Variationen: Ringelpietz mit Anfassen im großen Swingerclub der Vorstadt um die Jahrhundertwende, aufgeführt von einem lamentierenden Schwerenöter. Das ist teilweise sehr schwer zu ertragen.  Liebelei: 3,5 SterneGanz gute Charakterstudie von dem süßen liebenden Wiener Mädl Christine und Fritz mit schlechtem Ausgang. Hier muss ich den oben genannten Theaterbonus einrechnen, denn ehrlich gesagt gefallen mir Romy Schneider und Alain Delon in der Liebelei Adaption Christine besser.Das Märchen: 2,5 SterneIrgendwie zwar so ähnlich wie Anatol, aber viel mehr aus der Frauenperspektive und deshalb weitaus besser. Hier wird die unterschiedliche Anwendung von Moral auf Männer und Frauen um die Jahrhundertwende ganz schön kritisch thematisiert. Außerdem sind einige Szenen weitaus ernster aber teilweise auch witziger als bei Anatol. "Fanny: Was willst denn spielenRobert: Nichts gar zu Melancholisches - wie?Witte: Ich bitt schön, Fräulein - nur nichts in Moll! Wenn I der Kaiser wär, i lassert die Moll überhaupt abschaffen."2 ganz kurze Einakter: Die überspannte Person, Halbzwei: 3 Sterneganz kurze Fingerübungen aber teilweise sehr witzigFazit: Insgesamt ganz gut, aber sicher besser auf der Bühne - Anatol ist entbehrlich.

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