Arthur Schnitzler Meistererzählungen

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Inhaltsangabe zu „Meistererzählungen“ von Arthur Schnitzler

Lebensmüdigkeit und Lebenslust, Schein und Wirklichkeit, Zufall und Notwendigkeit – Schnitzlers Erzählungen sind geprägt von der Stimmung der Dekadenz im Wien des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Als erster deutschsprachiger Schriftsteller wandte Schnitzler, unter dem Einfluss der aufkommenden Psychoanalyse, in der Erzählung ›Leutnant Gustl‹ die Methode des inneren Monologes an: die äußere Handlung entwickelt sich aus einem unkontrollierten Reflexionsstrom der Hauptfigur und ist demnach ganz auf dessen Denkwelt bezogen."

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  • Rezension zu "Meisterzahlungen" von Arthur Schnitzler

    Meistererzählungen
    Sokrates

    Sokrates

    06. March 2011 um 10:49

    Arthur Schnitzler (1832-1931) ist einer der bedeutensten Vertreter der sog. Wiener Moderne. Der mir vorliegende Band mit Erzählungen des Autors war meine erste Lektüre Arthur Schnitzlers. Erschienen bei Diogenes, enthält der Band die folgenden Erzählungen: Der Sohn, Der Witwer, Der Ehrentag, Die Toten schweigen, Leutnant Gustl, Die Fremde, Das Tagebuch der Redegonda, Spiel im Morgengrauen und Der Sekundant. Charakteristisch ist für alle Erzählungen die psychologische Sichtweise. Meist durch innere Monologe dargestellt, versucht Schnitzler auf diese Weise die Seele sowie die Beweggründe der Protagonisten darzustellen. Zentrale Themen sind die Ehe, der Ehebruch, Prostitution, illegale Kinder. Der mit diesen in einer Gesellschaft um 1900 verbundenen gesellschaftlich-moralischen Problemen kommt Schnitzler auf diese Weise am nächsten. Der Erzählstil ist gelungen, wenn auch nicht perfekt. Die Darstellung der Seelenlandschaften gelingt sehr einfühlsam und nachvollziehbar. Ein mahnender, anklagender Grundton wird nicht angestimmt; Schnitzler gestaltet seine Schicksale eher so, dass man sie besser verstehen kann und sogar ein Fünkchen Mitleid aufkommen könnte – ein für die damalige Zeit sicher nicht leichtes Unterfangen, denn der Leser um 1900 wird noch sehr viel mehr in den noch tradierten Rollenbildern und gesellschaftlichen Ansprüchen verfangen gewesen sein, um sich in diese von der Norm abweichenden Charaktere einzufühlen. Ein klein bisschen „Wienerisch“ ist auch dabei. Sehr zentral sind auch medizinische Darstellungen, Krankheiten; Schnitzler selbst war Dr. med. Parallelen lassen sich zur aufkommenden Psychoanalyse Dr. Sigmund Freuds‘ ziehen, der zur gleichen Zeit in Wien als Psychoanalytiker zu arbeiten begann und erste Schriften publizierte.

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