Arthur Schnitzler Später Ruhm

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Inhaltsangabe zu „Später Ruhm“ von Arthur Schnitzler

Späten Ruhm erfährt Eduard Saxberger in vorgerücktem Alter. Ein junger Mann sucht ihn auf und gibt sich als Leser jenes schmalen Bandes zu erkennen, mit dem Saxberger einst für Furore sorgte; der Verehrer lädt ihn in einen Schriftstellerverein ein, denen er als Vorbild gilt. Zuerst beschämt, an das verlorene Vergangene erinnert zu werden, dann fasziniert von den Debatten um die wahre Kunst, schließt sich Saxberger den Literaten an. Aber Neues zu schreiben, bemerkt er bald, schafft er nicht mehr. Ein Jahr nach dem Erfolg von "Anatol" und ein Jahr vor dem Durchbruch mit "Liebelei" werden in diesem jetzt erstmals veröffentlichten frühen Porträt der literarischen Boheme die Ängste und Zweifel des 32-jährigen Arthur Schnitzler sichtbar.

Ein Buch, das ich jedem empfehlen würde, der selbst gerne schreibt :)

— juLyxx17

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  • Rezension zu Später Ruhm von Arthur Schnitzler

    Später Ruhm

    marcelsarman

    25. December 2016 um 11:29

    Begeisterung nennt sich die Gruppe junger Wiener Künstler, die sich Ende des 19. Jahrhunderts regelmäßig in einem Wiener Kaffeehaus trifft. Doch trotz aller Begeisterung der Künstler für ihr jeweiliges Metier (Schauspielerei, Gesang, Dichtung,...) mag den Mitgliedern der Gruppe der künstlerische Durchbruch nicht gelingen. Eines Tages fällt ihnen der Gedichtband "Wanderungen" von Eduard Saxberger in die Hände. Sie sind begeistert und beschließen den inzwischen greisen und in Wien lebenden Saxberger zu besuchen und als Gast in ihre Gruppe einzuladen. Der alte Saxberger, der der Schriftstellerei seit Jahrzehnten abgeschworen hat und einen gewöhnlichen Bürojob ausübt, ist über den Besuch sehr erfreut. Er kommt fortan regelmäßig zu den Treffen und genießt die Anerkennung und den Respekt der jungen Leute. Als jedoch ein Veranstaltungsabend angesetzt wird, bei dem die Künstler eineKostprobe ihres Könnens geben sollen, stellt Saxberger fest, dass er nicht mehr dichten kann und die vielen Jahre als Beamter seine Kreativität zerstört haben. Er trägt schließlich ein altes Gedicht vor und sein Auftritt und alle anderen  Auftritte des Abends werden in der Presse verrissen. Die Künstler sind wütend und enttäuscht und Saxberger macht eine Entdeckung über die jungen Künstlerund seinen Gedichtband, die seine Sicht auf die Welt für immer verändert.Bewertung:Die Sprache dieser Novelle ist sehr bildhaft und anschaulich, aber trotzdem nicht zu kitschig oder zu weitschweifend. Die Gedankenweltdes alten Saxberger wird sehr glaubhaft geschildert und die beschriebenen Themen sind von zeitloser Bedeutung. Dem jungen, damals noch weitgehend unbekannten, Arthur Schnitzler gelingtes sehr gut, das Problem der Entscheidung zwischen einem bürgerlichen, eventuell langweiligen aber gesicherten Leben und einem abwechslungsreichen Leben als Künstler zu verdeutlichen.Die menschlichen Eigenheiten der einzelnen Protagonisten werden sehr kunstvoll und mit feiner Ironie herausgearbeitet.Diese Novelle ist sowohl sprachlich als auch inhaltlich sehr gut gelungen und bekommt deshalb von mir 5 Sterne.      

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    • 2
  • Texte aus dem Nachlass großer Autoren sind nicht per se Meisterwerke

    Später Ruhm

    Schelmuffsky

    Die Bewertung (u. a.swr-Bestenliste Platz 1 und Klappentext) als vermeintliches Meisterwerk teile ich nicht. Für Schnitzler-Fans (wie mich) interessant, aber verglichen mit den großen Texten Schnitzlers eher unterdurchschnittlich. Wer Schnitzler nicht kennt, könnte dessen Bedeutung unterschätzen. Schnitzler-Neulingen sei also ausdrücklich ein anderer Einstieg empfohlen, z. B. Traumnovelle, Casanovas Heimkehr, Fräulein Else, Leutnant Gustl, Texte, die wahrlich Meisterwerke sind und Schnitzler als den literarischen Sparringspartner Sigmund Freuds zeigen.

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    • 4
  • Für jeden Schnitzler-Fan ein unverhoffter Genuss!

    Später Ruhm

    Monsignore

    16. June 2014 um 09:24

    Zuerst wollte ich es nicht glauben: Eine Novelle, die im Nachlass übersehen, ja sogar vergessen wurde? Doch im Nachwort wird der geradezu abenteuerliche Weg dieses Textes schlüssig erzählt. Und bereits nach der ersten Seite hatte ich keinen Zweifel mehr: ein echter Schnitzler! Denn die erste Seite macht neugierig, zieht den Leser in den Bann. So etwas konnten nur wenige ... Die Novelle über eine angeberische und verkrachte Gruppe von Möchtegern-Künstlern, die sich einem greisen Büroangestellten anbiedern, der vor 30 Jahren ein völlig unbedeutenden Lyrikband veröffentlichte, trägt wunderschöne parodistische Züge und zeigt, wie leicht Schnitzler schon in jungen Jahren die Zeichnungen menschlicher Seelenlandschaften von der Hand ging.

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  • Für jeden Schnitzler-Fan ein unverhoffter Genuss!

    Später Ruhm

    Monsignore

    16. June 2014 um 09:24

    Zuerst wollte ich es nicht glauben: Eine Novelle, die im Nachlass übersehen, ja sogar vergessen wurde? Doch im Nachwort wird der geradezu abenteuerliche Weg dieses Textes schlüssig erzählt. Und bereits nach der ersten Seite hatte ich keinen Zweifel mehr: ein echter Schnitzler! Denn die erste Seite macht neugierig, zieht den Leser in den Bann. So etwas konnten nur wenige ... Die Novelle über eine angeberische und verkrachte Gruppe von Möchtegern-Künstlern, die sich einem greisen Büroangestellten anbiedern, der vor 30 Jahren ein völlig unbedeutenden Lyrikband veröffentlichte, trägt wunderschöne parodistische Züge und zeigt, wie leicht Schnitzler schon in jungen Jahren die Zeichnungen menschlicher Seelenlandschaften von der Hand ging.

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