Arthur Schnitzler Therese

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Inhaltsangabe zu „Therese“ von Arthur Schnitzler

Zum 150. Geburtstag Arthur Schnitzlers wieder im Programm: Die Geschichte der jungen Therese Fabiani begeisterte bereits bei Erscheinen 1928 die Zeitgenossen. Erst kurz vor seinem Tod verfasste der Schriftsteller die ›Chronik eines Frauenlebens‹, die zu seinen reifsten und besten Werken zählt.

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  • Rezension zu "Therese" von Arthur Schnitzler

    Therese
    Sokrates

    Sokrates

    03. April 2011 um 10:16

    In trauriger, die schwierigen Verhältnisse der Therese Fabiani fast in dokumentarischem Stil schildernder Objektivität erzählt Schnitzler hier die Geschichte eines "Frauenlebens", das sein Leben irgendwie nicht in sichere Bahnen lenken will. Therese, Tochter eines mit den Jahren verrückt gewordenen und schließlich in der Irrenanstalt landenden Offiziers, soll zunächst - betrieben durch die adlige Mutter - mit einem reichen Grafen verkuppelt werden. Das Unterfangen misslingt; den geliebten Jugendfreund hingegen verlässt Therese und beginnt seltsame, ebenso erfolglose Beziehungen zu Männern. Sie wird Lehrerin und Gouvernante;doch auch hier eher ungücklich. Eines ihrer Abenteuer führt zu einer ungewollten Schwangerschaft; sie quält sich durch die Schwangerschaft und sieht zu, dass das Kind alsbald nach der Geburt in die Obhut von Menschen auf dem Lande kommt. Doch, so muss Therese erkennen: der Sohn wird ein Missratener, er wird Straffälliger; und: der Sohn wird der Mutter am Ende der Geschichte noch zur Gefahr... - Schnitzler hat in diesem Buch eine sehr tragische Frauengestalt gezeichnet, der einfach überhaupt nichts gelingen will, deren Glück auf allen Ebenen immer wieder zunichte gemacht wird. Dass am Ende auch noch der ungeliebte, eigentlich nicht gewollte uneheliche Sohn zum ärgsten Feind wird, bringt die Absurdität dieses Lebens auf die Spitze. Inwieweit Ähnliches in Wiener Verhältnissen um 1900 vorzufinden war, bleibt fraglich; in geringerer Abschwächung wird es hin und wieder ähnliche Fälle im Kleinbürgertum gegeben haben,denn uneheliche Kinder, das erfolglose Streben nach persönlichem Glück mit ebensolchen Abstürzen sind allgegenwärtig gewesen. Schnitzler schreibt klar, streng, unverblümt offen über die Gedanken, Handlungen und Ausdrucksformen der Protagonisten und entlarvt auf diese Weise - auch ohne ihre Gedanken auszubreiten - ihre Motivation und innere Einstellung. Der Stil erinnert eher an einen Dokumentarfilm, der eine Entwicklung ohne Wertung in ihren Nuancen darstellt. Und dennoch kann man ein klein wenig Sympathie Schnitzlers für Therese empfinden, der in all dem arg übel mitgespielt wird. Es will eben einfach nicht gelingen, ihr Leben.

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  • Rezension zu "Therese" von Arthur Schnitzler

    Therese
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    29. October 2010 um 10:18

    Therese ist die Geschichte einer Tochter aus gutem Hause in Salzburg. Sie bricht aus den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit aus und reist nach Wien um dort als Gouvernante mehr schlecht als recht zu leben. Ihr Leben verläuft unglücklich und endet tragisch. Ständig beginnt sie neue Liebschaften, die doch zu keiner festen Bindung führen; ständig wird sie geküngit oder kündigt sie selbst und steht vor einer unsicheren Zukunft. Auf der Suche nach Verliebtheit ist ihr kein Mann, der ihr den Hof macht, gut genug, so manche Chance sich einen Ehemann zu angeln lässt sie ungenutzt. Die Beständigkeit in ihrem Leben ist ihr Sohn Franz, der wiederrum zu einem Kleinkriminellen heranwächst, wofür sich Therese selbst die Schuld gibt. Der Roman gibt Einblick in das Leben der gutbürgerlichen Gesellschaft Wiens und deckt so manchen dunklen Abgrund auf. Das Leben Thereses wird sehr realistisch dargestellt, die Einsamkeit und Existenzängste werden für den Leser greifbar und das in einer nüchternen, schnörkellosen Sprache.

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