Arthur Schnitzler Traumnovelle / Die Braut.

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Inhaltsangabe zu „Traumnovelle / Die Braut.“ von Arthur Schnitzler

Erzählerisch unheimlich interessant - und die Frage, die offen bleibt, ob die ganze Fridolin Handlung nur Traum oder Wirklichkeit ist.

— cheshirecatannett
cheshirecatannett

Ein Klassiker der aufbrechenden Wiener Moderne um 1900 - ein erzählerisch gekonnter Strudel zwischen Traum und Wirklichkeit.

— NicolasDierks
NicolasDierks
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  • Die Traumnovelle

    Traumnovelle / Die Braut.
    dominona

    dominona

    07. November 2014 um 13:12

    Man kennt das Buch aus der Kategorie Klassiker und Verfilmungen gibt es auch genug, aber nichts geht über die originale Vorlage. Natürlich denkt man beim Lesen sofort an Freud, was beim Autor aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Für uns sind sexuelle Fantasien auf die geschilderte Art nichts Neues, aber für die Literatur ist das ungewöhnlich und trotz des Themas liest es sich angenehm. Defintiv keine verschwendete Zeit.

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  • Wie immer eine reine Freude

    Traumnovelle / Die Braut.
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. June 2013 um 10:35

    Schnitzler ist schon lange einer meiner Lieblingsautoren. Niemals habe ich bereut eines seiner Werke gelesen zu haben und das gilt auch für dieses. Albertine und Fridolin sind bereits seit einigen Jahren verheiratet und haben eine kleine Tochter. Als Albertine ihrem Mann eines Nachts von einem Traum erzählt, in dem sie seelenruhig dabei zusah, wie Fridolin ans Kreuz geschlagen wird, während sie in den Armen eines anderen Mannes liegt. Aufgebracht beschließt Fridolin alle Gelegenheiten, die sich ihm am Vortag noch geboten haben, seine Frau zu betrügen zu nutzen. Meiner Meinung nach ist es besonders interessant, dass Untreue im Träume für Fridolin genauso schwer wiegt wie tatsächlicher Ehebruch. Dies ist sicherlich darauf zurück zu führen, dass zur Zeit des Erscheinens dieses Werks Freuds Traumdeutung heftig diskutiert wurde. Es ist bekannt, dass Schnitzler sich sehr für die Arbeiten seines Kollegen (denn beide waren Ärzte) interessierte.

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  • Rezension zu "Traumnovelle / Die Braut." von Arthur Schnitzler

    Traumnovelle / Die Braut.
    Cara_Elea

    Cara_Elea

    25. June 2011 um 20:39

    INHALT Fridolin und Albertine sind glücklich verheiratet, habe eine 6-jährige Tochter und leben ein gutbürgerliches Leben im Wien (circa um die Jahrhundertwende). Fridolin ist Arzt im Krankenhaus, seine Frau Albertine muss nicht arbeiten. Als sie eines Abends in ausgelassener Stimmung von einem Maskenball heimkehren, wendet sich das Gespräch ihren geheimen Wünschen in Sachen Partnerschaft zu. Doch das Gespräch endet abrupt, als Fridolin noch in der selben Nacht zu einem Patienten gerufen wird. Nach dem Patientenbesuch will Fridolin nicht heimkehren, zu sehr beschäftigt ihn scheinbar das Gespräch über Treue und Wünsche, dass er eben mit Albertine geführt hat. So treibt es Fridolin in der selben Nacht verschiedenen Frauen in die Arme und er bringt sich schließlich auch selbst in Gefahr. Wird Fridolin seine Frau betrügen? Wird er unbeschadet nach Hause kehren? REZENSION Arthur Schnitzler hat hier das doch sehr allgemeine Thema Treue auf sehr besondere Weise untersucht. Mit sehr wenigen Handgriffen hat er ein ganz spezielles Setting geschaffen: Wien im Winter, schmale Gassen, Kostüme, Dämmerung.....Die Hauptcharaktere Fridolin und Albertine sind beide glaubhaft dargestellt, allerdings merkt man bei genauerer Betrachtung auch, wie konstruiert sie sind. Albertine bleibt als Charakter teilweise flach, der Fokus der Novelle liegt klar auf Fridolin. Schnitzlers Schreibstil ist recht komplex und die ersten Seiten waren ziemlich gewöhnungsbedürftig. Man findet als Leser dann aber doch in die Schreibweise hinein und nach ein paar Seiten hat es mich nicht mehr gestört. Obwohl Charaktere, Handlung und Schreibstil teilweise konstruiert erscheinen, ist die Novelle dennoch spannend. Diese Spannung wird vor allem durch das interessante Setting und Fridolins Verhalten ausgelöst. Das Ende der Novelle ist jedoch keine Überraschung (und wird sogar im U4-Text verraten). Für mich ist die Traumnovelle definitiv einer der besseren Novellen, die ich bisher gelesen habe. Ich habe bei Novellen nämlich häufiger das Problem, dass ich das Gefühl habe, dass in der Geschichte fehlt. Das war hier nicht der Fall, was vielleicht daran liegt, dass die Erzählweise so stark auf Fridolins Charakter und Verhalten ausgerichtet ist. Dass die Novelle in oben genannten Aspekten recht konstruiert erscheint, fand ich auch nicht schlimm. Ich fand ich sogar eher bemerkenswert, wie Schnitzler es geschafft hat, die fiktionale Realität als möglichen Traum zu beschreiben, wie er in der Novelle eine parallele Welt schafft, die gleichzeitig Wirklichkeit und Traum sein kann. In dieser Reclam-Ausgabe findet sich im Anhang ein interessanter Aufsatz (wohl vom Hg. Michael Scheffel) zur Traumnovelle, in der noch einmal einige Komponenten der Novelle untersucht werden. Diesen Aufsatz fand ich sehr spannend und aufschlussreich und bestimmt auch für Nicht-Literaturwissenschaftler sehr interessant! FAZIT Eine interessante Geschichte mit nicht ganz einfachem Schreibstil. Für mich ist die Traumnovelle aber definitiv ein massentauglicher literarischer Klassiker, der zwar nicht durch Spannung auftrumpft, es aber schafft, allgemeingültige Themen (Treue, Liebe, Affären) auf sehr beeindruckende Weise darzustellen.

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  • Rezension zu "Traumnovelle / Die Braut." von Arthur Schnitzler

    Traumnovelle / Die Braut.
    Hallogen

    Hallogen

    25. April 2011 um 12:43

    "Die Traumnovelle" ist eine schöne Erzählung, die ihre ganze Wirkung erst im Nachhinein entwickelt. Ich fand es sehr überzeugend, wie hier das Innenleben der Figuren ausgeleuchtet wird, wobei ich im Mittelteil mal kurzzeitig den Eindruck hatte, nun werde es doch etwas unglaubwürdig, wie viele Chancen sich da so kurz aufeinander bieten. Schnitzler gelingt es aber - ohne Holzhammer und große Pointe - darzustellen, wie das wachsende Vertrauen in einer Beziehung auch zur Bürde werden kann. Gerade in der Unsinnigkeit einiger Verhaltensweisen liegt die Glaubwürdigkeit der Figuren.

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