Arthur W. Upfield

 3.7 Sterne bei 36 Bewertungen
Autor von Ein glücklicher Zufall, Bony und die Maus und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Arthur W. Upfield

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Das rote Flugzeug

Das rote Flugzeug

 (2)
Erschienen am 01.04.2000
Bony stellt eine Falle

Bony stellt eine Falle

 (2)
Erschienen am 01.01.1998
Gefahr für Bony.

Gefahr für Bony.

 (2)
Erschienen am 01.01.1995
Bony und die Maus. Kriminal- Roman.

Bony und die Maus. Kriminal- Roman.

 (1)
Erschienen am 01.01.1961
Der neue Schuh.

Der neue Schuh.

 (0)
Erschienen am 01.01.1983

Neue Rezensionen zu Arthur W. Upfield

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Bony übernimmt den Fall" von Arthur W. Upfield

Mord im Outback
TheRavenkingvor einem Jahr

Der südaustralische Farmer William Lush ist ein Säufer und brutaler Schläger, der seine Frau und Tochter in Schrecken hält, vor allem seine unglückselige Ehefrau lebt in ständiger Angst vor dem groben Mann.

Irgendwann kann es die Tochter Jill nicht mehr länger ertragen, nachdem ihre Mutter halbtot geprügelt wurde, verbarrikadiert sie den Eingang des Hauses und wartet, mit einem Gewehr auf die Rückkehr des verhassten Vaters, der sich auf eine weitere Sauftour begeben hat, als er mitten in der Nacht auftaucht und um Einlass bittet schießt sie durch die Tür auf ihn und scheint ihn dabei zu verletzen, doch am nächsten Morgen ist Lush verschwunden, es findet sich zwar eine Blutspur, doch der Mann scheint vom Erdboden verschluckt. Ist er geflohen oder war die Schussverletzung vielleicht sogar tödlich, aber wenn dem so ist, wo ist dann sein Leichnam?

Als die Mutter an den erlittenen Verletzungen stirbt, fürchtet die Tochter man würde sie für den Mord am Vater zur Rechenschaft ziehen und versucht die Sache zu vertuschen.

Detektivinspektor Napoleon Bonaparte indes ahnt, dass mehr hinter der Sache steckt. Er quartiert sich auf der Farm ein und versucht herauszufinden, was mit William Lush geschehen ist.  Bony ist ein Halbblut, halb Aborigine halb Weißer, er versteht sich hervorragend auf die Spurenlese, teilt aber auch gleichzeitig den Aberglauben vieler australischer Ureinwohner. Andererseits hat er aber eine hervorragende westliche Bildung genossen und ist ein perfekter Gentleman. Dank seiner Ermittlungserfolge und seines freundlichen Auftretens genießt er in den Kreisen der Polizei weitreichenden Respekt und wurde im Laufe der Jahre fast zu einer Art Legende, weshalb man ihn immer wieder mit den schwierigsten Fällen betraut. (Seinen eigenartigen Namen erhielt er übrigens daher, dass er, als man ihn als Knirps in der Wildnis fand, gerade in einer Biographie des französischen Kaisers blätterte.)

Im Folgenden werden wir Zeugen wie Bony sich um die Tiere auf der Farm kümmert er füttert die Kookaburras und melkt die Kühe, ja, Bonaparte ist ein perfekter Detektiv, der wirklich alles kann. Wegen eines Hochwassers gestaltet sich die Suche nach Spuren als knifflig, aber schließlich findet der Ermittler doch noch Antworten auf seine Fragen.

Eine Kritik bezeichnete das Buch als inverted locked-room mystery, und tatsächlich geschieht der Mord hier außerhalb des Hauses, während die potenziellen Täter innen eingesperrt sind. Allerdings weiß Upfield aus dieser interessanten Prämisse überhaupt kein Kapital zu schlagen und mit dem Fortschreiten der Handlung versinkt „Madman’s Bend“ (so der Originaltitel) in purer Langeweile. Liegt es vielleicht daran, dass es sich hier um den vorletzten Titel der Reihe handelt und dem Autor die Ideen ausgegangen sind? Jedenfalls kann die Auflösung des Kriminalfalles kaum überzeugen.

Bony übernimmt den Fall besticht zwar durch gelungene Landschaftsbeschreibungen ist aber als Detektivgeschichte ein absoluter Rohrkrepierer.

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ShadowOfBlues avatar

Rezension zu "Der streitbare Prophet" von Arthur W. Upfield

~ Wetterfrosch nach Saufgelage ermordet ~
ShadowOfBluevor 5 Jahren

Wieder mal ist es geschehen – wieder mal war die Versuchung stärker als ich. Trotz etlicher noch ungelesener Bücher konnte ich nicht widerstehen in der Wühlkiste bei Real zuzuschlagen. Dort findet sich eine immense Auswahl an „Mängelexemplaren“ die von der Preisbindung befreit sind. Darunter befand sich auch das Buch, welches ich im folgenden etwas näher bringen möchte, nämlich

Arthur W. Upfield – Der streitbare Prophet
Ein Australien-Krimi

Nun ist jedoch nicht Arthur W. Upfield dieser Prophet und der Titel nicht „Ein Australien-Krimi“, sondern letztes nur ein Untertitel, der wohl Neugierde wecken soll. Bei mir hat dies jedenfalls perfekt gewirkt, denn gerade dieser Untertitel hat mich dazu bewegt, dieses Buch genauer zu betrachten.


In dem Buch geht es um den australischen Inspektor Napoleon Bonaparte, der sich nach einem Einsatz am anderen Ende des Kontinentes dort ein paar Tage Urlaub gönnen möchte. So ganz ohne beruflichen Hintergedanken nistet er sich jedoch nicht in Cowdry, einem recht verschlafenen Örtchen ein. Schliesslich ist dort erst vor kurzem der Meteorologe Ben Wickham unter ungeklärten Ursachen nach einem Saufgelage ums Leben gekommen. Für den Arzt und die Polizei gab es keinerlei Zweifel, dass Ben Wickham durch Herzversagen in Folge von zu viel Alkohol gestorben ist – schliesslich war er auch nicht mehr der Jüngste. Sein Freund und Nachbar John Luton allerdings sieht dies anders. Für ihn war es ein klarer Mord, der nun, nach der Verbrennung von Bens Leiche, nicht mehr nachweisbar ist. Schliesslich hatte Ben Wickham nicht nur Freunde. Seine auf die Stunde genau stimmenden Wettervorhersagen, auch für lange Zeit im Voraus, haben ihn bei den Farmern beliebt gemacht, den Geschäftsleuten war er jedoch ein Dorn im Auge. Durch die ausbleibenden Investitionen der Farmer konnte aus deren Unglück während Dürreperioden kein Gewinn geschaffen werden.
Während seines Aufenthaltes lernt Inspektor Bonaparte, kurz Bony genannt, einige skurrile, aber auch einige recht sympathische Einwohner kennen, die sehr unterschiedlich auf seine Anwesenheit reagieren. Als Bony dann plötzlich von seinem Chef wieder nach Hause gerufen wird merkt er, dass in Cowdry etwas nicht so ganz stimmt. Dieser Verdacht soll sich auch bestätigen, denn hier sind viele unterschiedliche „Mächte“ am Werk, die alle nur hinter einem her zu sein scheinen – Ben Wickhams Formeln. Doch der Verbleib dieser muss ebenfalls erst mal geklärt werden.
Während seiner Anwesenheit und seinen mehr oder weniger verdeckten Ermittlungen bekommt Bony Einblick in manch interessante Verbindungen und Beziehungen, in Freundschaften und Feindschaften und scheint der Lösung immer nur Stückchenweise näher zu kommen, die den Leser am Ende eher überraschen wird.


Zu viel zum Inhalt und der Handlung möchte ich hier nicht preisgeben, da ein Krimi immerhin von der Spannung lebt. Diese baut sich Seite für Seite immer ein Stückchen mehr auf. Zieht sich der Anfang recht stark hin, wobei man öfters geneigt ist, das Buch zur Seite zu packen, so ist es ca. ab der Mitte so mitreißend, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Arthur W. Upfield versteht sich darin, den Leser in die Geschichte versinken zu lassen. Detaillierte Beschreibungen lassen ein genaues Bild der Umgebung entstehen, so dass man sich richtig in die Umgebung hineinversetzen kann. Jeder mag hier zwar noch genügend Platz für seine eigene Auslegung haben, jedoch wird es dem Leser schon fast aufgezwungen sich irgendein Bild von Cowdry, den Bewohnern und der Landschaft zu machen.
Teils ist es erstaunlich, aber auch erschreckend wie aktuell dieses Buch zu sein scheint, wo die Geschichte bereits fast 50 Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch hängt man nirgendwo an Beschreibungen seltsamer Bräuche oder Gegenstände, die heute nicht üblich sind. Es könnte eine Geschichte aus dem hier und jetzt sein, da sie absolut real wirkt. Hier erkennt man deutlich die Erfahrungen, die Arthur W. Upfield – ein gebürtiger Engländer – nach seiner Auswanderung nach Australien gemacht hat. Er hat den Vorteil, er kennt Australien, so wie die Europäer es sehen, aber er kennt es auch als Einheimischer und vermutlich ist es diese Verbindung unterschiedliche Blickwinkel, die die Geschichte so real erscheinen lässt.

Trotz alle dem ist die Story an manchen Stellen wahrlich etwas übertrieben. Würde ich Beispiele nennen, würde ich schon wieder mehr von der Story verraten, als ich eigentlich möchte, ich kann aber getrost sagen, dass die Wahl der „Bösewichte“ etwas unrealistisch ausgefallen ist. Wie bereits erwähnt wird jedoch das Ende den Leser trotzdem überraschen.

Probleme bereitet dieses Buch allerdings an manchen Stellen beim Lesen. Hier erkennt man doch das Alter der Geschichte, da manche Formulierungen einfach nicht mehr ganz so gebräuchlich sind. Dies mag eventuell auch an dem Schauplatz auf der anderen Seite der Erde liegen, letztlich ist der Grund jedoch zweitrangig dem Ergebnis gegenüber. Dies stoppt den Lesefluss ein wenig, da man manche Sätze, teilweise auch ganze Absätze 2-3 Mal durchlesen muss, bevor man richtig durchblickt. Dem geübten Bücherwurm mag dies kein Problem bereiten, für mich als mittlerweile aus der Übung gekommenen ist es manchmal nervig.

Nun stellt sich wie so häufig noch die Frage, ob dies Buch empfehlenswert ist. Nun, wer es nicht bereits zwischen den Zeilen heraus gelesen hat, der bekommt es nun schwarz auf weiss, es ist definitiv sehr zu empfehlen. Es ist nicht nur spannend – zumindest später – sondern zaubert einem auch noch an manchen Stellen ein Lächeln oder sogar ein Lachen zwischen die Mundwinkel. Ebenfalls diese Verbindung von Spannung und Humor meistert Arthur W. Upfield meisterhaft, ohne dabei zu sehr ins Lächerliche zu rutschen. Es ist eher die Cleverness und Gewitztheit der Titelfigur seine Romane, die diesen Zustand herbeiführt. Die teilweise etwas schrulligen Charaktere, auf die Bony trifft tragen natürlich auch ihren Teil dazu bei.

Abschliessend bleibt nur ein Urteil im Bereich des Möglichen – 5 Sterne und eine vollkommende Empfehlung, durch die hakeligen Stellen mit komplizierter Formulierung leichte Abzüge in der B-Note und meinerseits aus mal wieder ein Treffer ins Schwarze bei der richtigen Wahl der Lektüre. Lasst es euch nicht entgehen, die paar Euros ist das Buch definitiv wert :-)

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leserattebremens avatar

Rezension zu "Der Pfad des Teufels" von Arthur W. Upfield

Rezension zu "Der Pfad des Teufels" von Arthur W. Upfield
leserattebremenvor 7 Jahren

Kommissar Bonaparte, genannt Bony, ermittelt rund um das australische Melbourne in den unterschiedlichsten Fällen. Dieses Mal wird er in ein Gästehaus in den Bergen geschickt, um inkongnito einen Mann zu beobachten, der angeblich Kriegsgeheimnisse aus Deutschland schmuggelt. Doch kaum ist Bony da, ist der Mann tot und ihm folgen weitere Leichen. Was hat es mit diesen Morden auf sich? Geht es wirklich um die Geheimwissen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland weggeschafft werden soll? Und was hat der berühmte Autor, der zwei Häuser weiter wohnt, mit den Morden zu tun? Bony nutzt seine besondere Intuition und Fähigkeiten im Spurenlesen, die er während seiner Zeit im australischen Busch erworben hat, um die Morde aufzuklären.
Das ganze Konzept erinnert sehr an die Detektivromane von Agatha Christie. Auch bei Arthur W. Upfield gibt es mit mit Bonaparte einen sympathischen, wenn auch eigenwilligen Ermittler, der durch besondere Beobachtungsgabe Fälle löst, bei denen die klassische Polizeiarbeit an ihre Grenzen kommt. Die Geschichten sind relativ kurz und lassen sich gut lesen und bis zum Schluss kann man als Leser rätseln, wer wohl der Täter ist und wie Bony ihn überführt. Ganz erreicht der Autor die Klasse von Agatha Christie nicht, dennoch ist "Der Pfad des Teufels" ein sehr guter Detektivroman, der sich besonders durch den Ort der Ermittlung von anderen unterscheidet. Geschichten, die in England spielen, gibt es viele, in Australien sind sie seltener angesiedelt.

Rund um den Ermittler Bonaparte gibt es 28 Kriminalromane, so schnell geht der Lesestoff also nicht aus, wenn man die Bücher mag.

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