Arthur W. Upfield Der streitbare Prophet

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Inhaltsangabe zu „Der streitbare Prophet“ von Arthur W. Upfield

Der berühmte Meteorologe Ben Wickham ist tot. Seine Opposition zu kommerziell interessierten Gruppierungen und der Regierung lassen vermuten, dass man ihn aus politischen Gründen ermordete. Inspektor "Bony" gibt sich mit diesem Verdacht allerdings nicht zufrieden. Er reist in den Süden Australiens, wo Wickham sein Observatorium hatte, und macht eine erstaunliche Entdeckung ...

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  • ~ Wetterfrosch nach Saufgelage ermordet ~

    Der streitbare Prophet

    ShadowOfBlue

    16. August 2013 um 09:49

    Wieder mal ist es geschehen – wieder mal war die Versuchung stärker als ich. Trotz etlicher noch ungelesener Bücher konnte ich nicht widerstehen in der Wühlkiste bei Real zuzuschlagen. Dort findet sich eine immense Auswahl an „Mängelexemplaren“ die von der Preisbindung befreit sind. Darunter befand sich auch das Buch, welches ich im folgenden etwas näher bringen möchte, nämlichArthur W. Upfield – Der streitbare Prophet Ein Australien-Krimi Nun ist jedoch nicht Arthur W. Upfield dieser Prophet und der Titel nicht „Ein Australien-Krimi“, sondern letztes nur ein Untertitel, der wohl Neugierde wecken soll. Bei mir hat dies jedenfalls perfekt gewirkt, denn gerade dieser Untertitel hat mich dazu bewegt, dieses Buch genauer zu betrachten. In dem Buch geht es um den australischen Inspektor Napoleon Bonaparte, der sich nach einem Einsatz am anderen Ende des Kontinentes dort ein paar Tage Urlaub gönnen möchte. So ganz ohne beruflichen Hintergedanken nistet er sich jedoch nicht in Cowdry, einem recht verschlafenen Örtchen ein. Schliesslich ist dort erst vor kurzem der Meteorologe Ben Wickham unter ungeklärten Ursachen nach einem Saufgelage ums Leben gekommen. Für den Arzt und die Polizei gab es keinerlei Zweifel, dass Ben Wickham durch Herzversagen in Folge von zu viel Alkohol gestorben ist – schliesslich war er auch nicht mehr der Jüngste. Sein Freund und Nachbar John Luton allerdings sieht dies anders. Für ihn war es ein klarer Mord, der nun, nach der Verbrennung von Bens Leiche, nicht mehr nachweisbar ist. Schliesslich hatte Ben Wickham nicht nur Freunde. Seine auf die Stunde genau stimmenden Wettervorhersagen, auch für lange Zeit im Voraus, haben ihn bei den Farmern beliebt gemacht, den Geschäftsleuten war er jedoch ein Dorn im Auge. Durch die ausbleibenden Investitionen der Farmer konnte aus deren Unglück während Dürreperioden kein Gewinn geschaffen werden. Während seines Aufenthaltes lernt Inspektor Bonaparte, kurz Bony genannt, einige skurrile, aber auch einige recht sympathische Einwohner kennen, die sehr unterschiedlich auf seine Anwesenheit reagieren. Als Bony dann plötzlich von seinem Chef wieder nach Hause gerufen wird merkt er, dass in Cowdry etwas nicht so ganz stimmt. Dieser Verdacht soll sich auch bestätigen, denn hier sind viele unterschiedliche „Mächte“ am Werk, die alle nur hinter einem her zu sein scheinen – Ben Wickhams Formeln. Doch der Verbleib dieser muss ebenfalls erst mal geklärt werden. Während seiner Anwesenheit und seinen mehr oder weniger verdeckten Ermittlungen bekommt Bony Einblick in manch interessante Verbindungen und Beziehungen, in Freundschaften und Feindschaften und scheint der Lösung immer nur Stückchenweise näher zu kommen, die den Leser am Ende eher überraschen wird. Zu viel zum Inhalt und der Handlung möchte ich hier nicht preisgeben, da ein Krimi immerhin von der Spannung lebt. Diese baut sich Seite für Seite immer ein Stückchen mehr auf. Zieht sich der Anfang recht stark hin, wobei man öfters geneigt ist, das Buch zur Seite zu packen, so ist es ca. ab der Mitte so mitreißend, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Arthur W. Upfield versteht sich darin, den Leser in die Geschichte versinken zu lassen. Detaillierte Beschreibungen lassen ein genaues Bild der Umgebung entstehen, so dass man sich richtig in die Umgebung hineinversetzen kann. Jeder mag hier zwar noch genügend Platz für seine eigene Auslegung haben, jedoch wird es dem Leser schon fast aufgezwungen sich irgendein Bild von Cowdry, den Bewohnern und der Landschaft zu machen. Teils ist es erstaunlich, aber auch erschreckend wie aktuell dieses Buch zu sein scheint, wo die Geschichte bereits fast 50 Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch hängt man nirgendwo an Beschreibungen seltsamer Bräuche oder Gegenstände, die heute nicht üblich sind. Es könnte eine Geschichte aus dem hier und jetzt sein, da sie absolut real wirkt. Hier erkennt man deutlich die Erfahrungen, die Arthur W. Upfield – ein gebürtiger Engländer – nach seiner Auswanderung nach Australien gemacht hat. Er hat den Vorteil, er kennt Australien, so wie die Europäer es sehen, aber er kennt es auch als Einheimischer und vermutlich ist es diese Verbindung unterschiedliche Blickwinkel, die die Geschichte so real erscheinen lässt.Trotz alle dem ist die Story an manchen Stellen wahrlich etwas übertrieben. Würde ich Beispiele nennen, würde ich schon wieder mehr von der Story verraten, als ich eigentlich möchte, ich kann aber getrost sagen, dass die Wahl der „Bösewichte“ etwas unrealistisch ausgefallen ist. Wie bereits erwähnt wird jedoch das Ende den Leser trotzdem überraschen. Probleme bereitet dieses Buch allerdings an manchen Stellen beim Lesen. Hier erkennt man doch das Alter der Geschichte, da manche Formulierungen einfach nicht mehr ganz so gebräuchlich sind. Dies mag eventuell auch an dem Schauplatz auf der anderen Seite der Erde liegen, letztlich ist der Grund jedoch zweitrangig dem Ergebnis gegenüber. Dies stoppt den Lesefluss ein wenig, da man manche Sätze, teilweise auch ganze Absätze 2-3 Mal durchlesen muss, bevor man richtig durchblickt. Dem geübten Bücherwurm mag dies kein Problem bereiten, für mich als mittlerweile aus der Übung gekommenen ist es manchmal nervig.Nun stellt sich wie so häufig noch die Frage, ob dies Buch empfehlenswert ist. Nun, wer es nicht bereits zwischen den Zeilen heraus gelesen hat, der bekommt es nun schwarz auf weiss, es ist definitiv sehr zu empfehlen. Es ist nicht nur spannend – zumindest später – sondern zaubert einem auch noch an manchen Stellen ein Lächeln oder sogar ein Lachen zwischen die Mundwinkel. Ebenfalls diese Verbindung von Spannung und Humor meistert Arthur W. Upfield meisterhaft, ohne dabei zu sehr ins Lächerliche zu rutschen. Es ist eher die Cleverness und Gewitztheit der Titelfigur seine Romane, die diesen Zustand herbeiführt. Die teilweise etwas schrulligen Charaktere, auf die Bony trifft tragen natürlich auch ihren Teil dazu bei. Abschliessend bleibt nur ein Urteil im Bereich des Möglichen – 5 Sterne und eine vollkommende Empfehlung, durch die hakeligen Stellen mit komplizierter Formulierung leichte Abzüge in der B-Note und meinerseits aus mal wieder ein Treffer ins Schwarze bei der richtigen Wahl der Lektüre. Lasst es euch nicht entgehen, die paar Euros ist das Buch definitiv wert :-)

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