Artjom Maier

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Cover des Buches Meister der Pyramiden: Ein Wuxia-Science-Fiction Roman (ISBN: B08NT17K6B)
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Rezension zu "Meister der Pyramiden: Ein Wuxia-Science-Fiction Roman" von Artjom Maier

In den Tiefen des Altai
Frank1vor 2 Jahren

Klappentext:

Eine Gruppe von hochrangigen Freimaurern führt, auf der Suche nach Wissen, ein ur­altes Ritual durch. Kurz darauf erhält die NASA merk­würdige Satel­liten­bilder von einem ihrer Mars­orbiter, auf denen ein unbe­kannter, fremder Planet auf der anderen Seite der Sonne zu sehen ist. Ist das nur Zufall?

Gleichzeitig macht sich ein daoistischer Meister aus den Wu­dang Bergen in China, zusam­men mit seinem Schüler und einer neuen Schülerin, auf den Weg um die Har­monie im Uni­versum wieder­herzu­stellen. Auf diesem Weg lernen die Schüler viel über die Geschichte des Planeten, über sich selbst und darü­ber, dass es mehr zwi­schen Him­mel und Erde gibt als wir auf den ersten Blick erken­nen können.

Doctor Strange trifft Tiger and Dragon!

Das Buch ist ein Wuxia-Science-Fiction Roman, mit dem der Autor gekonnt ein neues Genre der Lite­ratur kreiert und eine Brücke zwi­schen Ost und West schlägt.


Rezension:

NASA-Mitarbeiter entdecken auf Bildern einer Marssonde einen Plane­ten, der sich der Erde direkt gegen­über auf der anderen Seite der Sonne befin­det. Sofort begin­nen hek­tische Maß­nahmen. Auch die anderen raum­fahren­den Natio­nen werden aufge­schreckt. Unter­dessen ruft ein alter Dào-Meister in China seinen Schüler drin­gend zu sich. Er behaup­tet, ‚die Dinge‘ wären aus dem Gleich­gewicht gera­ten. Nur eine Reise nach Ägyp­ten, die unbe­dingt in Tibet begin­nen müsste, könnte letz­teres wieder her­stellen.

Artjom Maiers Roman fällt etwas aus dem Rahmen, indem er SciFi und Fantasy tief mitein­ander ver­flicht. Area 51, ein streng gehei­mes rus­sisches Mars­projekt und chine­sische Mystik werden darin zu einem über­raschend rund wirken­den Ganzen ver­woben. Wäh­rend sich die Hand­lungs­stränge in den USA und Russ­land recht schnell ver­einen, bleibt der um den chine­sischen Dào-Meister bis zum Ende des Buches völlig unab­hängig. Ob­wohl sie am selben Pro­blem arbeiten, erfah­ren die Mili­tärs und Wissen­schaft­ler einer­seits sowie der Dào-Meister und seine beiden Schüler anderer­seits nichts von­ein­ander. Und dabei bleibt es auch. Dabei sind die ver­folgten Ansätze ver­ständ­licher­weise voll­kom­men gegen­sätz­lich. Wäh­rend die eine eine reine SciFi-Hand­lung ist, ist die andere ein­deutig Fantasy-orien­tiert. Genau diese weit­gehend unab­hängig ‚neben­ein­ander­her‘ ablau­fenden Genres machen den beson­deren Reiz dieses Buches aus. Ver­flech­tungen von Science Fiction und (Urban) Fantasy sind natür­lich nichts Neues, der hier beschrit­tene paral­lele, aber unab­hängige Hand­lungs­weg ist mir aber in dieser oder ähn­licher Form noch nie begeg­net.

Dass es in China ein eigenständiges Genre namens Wuxia oder korrek­ter Wǔxiá gibt, war mir bis­her voll­kom­men unbe­kannt. Erst der Klappen­text dieses Buches brachte mich zum Nach­forschen. Die Beschrei­bung, die die Wiki­pedia über dieses Genre liefert, ent­spricht aller­dings nicht ganz dem, was der Fantasy-Part dieses Buches bietet. In der Wiki heißt es bei­spiels­weise: „Der Wǔxiá-Roman und der Wǔxiá-Film beschrei­ben chine­sische Schwert­kämpfer, Schlach­ten, Soldaten- und Reiter­kämpfe, die über­wiegend an histo­rischen oder pseudo­histo­rischen Schau­plätzen spielen.“ Kämpfe irgend­einer Art fehlen im Fantasy- beziehungs­weise Wǔxiá-Hand­lungs­strang dieses Buches aber völlig.

Der Autor erzählt seine gelungene und (meiner Kenntnis nach) einzig­artige Geschichte aus der Perspek­tive eines aukto­rialen Erzäh­lers. So­wohl experi­mentier­freudigen SciFi- als auch eben­solchen Fantasy-Fans kann ich dieses Buch nur empfeh­len.


Fazit:

Science Fiction trifft mystische Urban Fantasy – und das auf eine beein­druckend unge­wöhn­liche Weise.


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Cover des Buches Meister der Pyramiden: Ein Wuxia-Science-Fiction Roman (ISBN: B08NT17K6B)
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Rezension zu "Meister der Pyramiden: Ein Wuxia-Science-Fiction Roman" von Artjom Maier

Taiji! Gesundheit!
Runnibalvor 2 Jahren

Die Regierungsmächte auf der Erde wirken zu Beginn des Buches "Meister der Pyramiden" planlos, als sie einen neuen Planeten entdeckten. Dieser war plötzlich aufgetaucht. Oder war dieser schon immer da? Der Leser verfolgt scheinbar unendliche Wiederholungen des immer gleichen beobachteten Sachverhalts, hinweg über alle Hierarchieebenen und Landesgrenzen. Dabei wird stets das Unwissen der Nationen in nette Worte gepackt. Ganz anders agiert der daoistische Meister, der nach einer Vision einen konkreten Plan hat. Seine Schüler nimmt er mit und dankenswerterweise auch mich als stiller Beobachter und Rezensent.

"Alles was wir hören, ist es eine Meinung, nicht ein Faktum. Alles was wir sehen, ist es eine Perspektive, nicht die Wahrheit."

Marcus Aurelius

Was sich an Perspektiven durch die Handlung hinzugewonnen habe: 

  • Regierungen regieren zwar auf die Bedrohung unmittelbar, aber sie tun sich schwer, zu überlegen, wie sich ein Gleichgewicht herstellen lässt. Das hat sich bis heute, als ich diese Zeilen schrieb, nicht geändert.
  • Dienstleistungen können auch ohne Geld erfolgen.
    Nicht alles was man weiss sofort erzählen. Das erhöht die Spannung und die Motivation zur Mitwirkung.
  • Frauen in Stöckelschuhen sind reisetauglich.
  • Ich brauche nun eine Schildkröte, die mein Haus schützt.
    Ich mag den Daoismus, da er für Ausgleich sorgt und sich mit der Heilkunst beschäftigt. Der Humor kommt auch im Daoismus nicht zu kurz. Ein Talisman kann nicht davor schützen.
  • Vertrauen ist gut, aber der Grad zur Leichtgläubigkeit ist schmal.
  • Wissen ohne Weisheit ist gefährlich.
  • Jede Nation hat noch ein Ass im Ärmel für ein sich anbahnendes Pokerspiel.

In dem Buch kommt einfach alles vor, worüber wir uns schon einmal gewundert haben. Damit kommen Liebhaber von Ausserirdischen, Area 51, Theorien einer Menschheit/Spezies noch vor der bekannten Menschheitsgeschichte,  Paralleluniversen, Raumschiffe, Weltraum, Waffensysteme, Magie, Tore zu anderen Welten, Stein- und Kornkreise. Mama Miu, macht Euch keine Sorgen.

Alle versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen die Erde zu retten. Es wird keine Zeit verloren. Welche Strategie ist erfolgreicher - alle zusammen, eine oder keine?

Egal wie, ich werde mir ab heute jede gräuliche Statue genauer anschauen. Möglicherweise steckt ein Meister des Versteckens dahinter. Gute Gedanken können einiges bewegen. Lest das Buch, wartet nicht auf eine Vision, verliert Euch nicht in den unendlichen weiten des Weltraums, vergesst die Zeit und konzentriert Euch auf diesen Planet. Wir haben nur den einen, oder?

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