Der wunderbare Massenselbstmord

von Arto Paasilinna 
3,7 Sterne bei232 Bewertungen
Der wunderbare Massenselbstmord
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (142):
Snowshadows avatar

Einfach wunderbar, ein großartiger Roman

Kritisch (26):
Beusts avatar

hölzern, vorhersehbar und bisweilen geschmacklos.

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Inhaltsangabe zu "Der wunderbare Massenselbstmord"

"Denkst du an Selbstmord? Du bist nicht allein!" So lautet ein ungewöhnlicher Anzeigentext, der auf überraschend heftiges Interesse stößt. Niemals hätte der gescheiterte Unternehmer Onni Rellonen mit der Existenz so vieler Gleichgesinnter gerechnet, als er beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen. Aus einem zunächst vagen Vorhaben entwickelt sich ein konkreter Plan: Ein Bus wird gechartert, um an einsamer Stelle gemeinschaftlich das Leben zu beenden. Am verabredeten Tag besteigen die unternehmungslustigen Selbstmordkandidaten schließlich guten Mutes das gemietete Gefährt - und starten ihre einzigartige Reise ohne Wiederkehr ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404170708
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:16.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.03.2007 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Jary_Dittmannvor einem Monat
    Ein Selbsthilferoman

    Warum sich alleine töten, wenn man das auch in der Gruppe erledigen kann? Könnte doch eine interessante Erfahrung sein, auf dem Weg dorthin kann man sich unterstützen und gemeinsam einen Weg finden, ehrenvoll zu sterben.

    Take-away: Diverse Wege glücklich zu werden, humorvoll verpackt. Zwei/drei Wege, Selbstmord zu begehen. Ein Buch für: potenzielle Selbstmörder, Leute mit dunklem Humor

    Habe das Buch ratzfatz durchgerockt: angenehmer Stil, zurückhaltend, relativ sachlich aber mit diesem trockenen, zaghaften Humor, lakonisch gesetzt. Übermäßig düster ist das alles gar nicht mal. Aber das Thema ist natürlich eher schwer. Und dieser Schwere lässt Paasilinna sogar relativ viel Platz, zum Beispiel, wenn er einige Einzelschicksale der Selbstmördergruppe beschreibt – und auch ernst nimmt. Kein lustiges Wort in diesen Textabschnitten.

    Humor entsteht eher durch die unpersönliche, distanzierte Beschreibung dessen, was die gesamte Gruppe tut. Während alle Einzelpersonen tieftraurig sind, ist die Gruppe üblicherweise gut gelaunt und wächst über sich heraus, etwa als sie eine Gruppe zahlenmäßig überlegener Hooligans verprügeln.

    Die Geschichte ist in zwei Teile geteilt, der erste spielt in Finnland, der zweite im restlichen Europa. Richtig zwingend ist die Entwicklung im zweiten Teil nicht mehr. Die Grundzüge der Geschichte, die Motive und Gedanken gab es allesamt im ersten Teil schon. Auf mich wirkt das, als ob aus einem guten Schluss seitenmäßig möglichst viel herausgeholt werden sollte – und dieser dadurch arg verwässert wurde.

    Die Selbstmörder lernen auf ihrer gemeinsamen Fahrt und ohne es selbst zu merken, zahlreiche Wege kennen, mit ihrer Traurigkeit umzugehen:

    Unter Leute gehen, soziale Kontakte knüpfen und pflegen Reflektieren und über seine Probleme reden Sich ablenken Anderen helfen Dinge genießen Heute-ist-der-letzte-Tag-Einstellung

    Dadurch ist das Buch tatsächlich mehr, als nur ein lustiger Roman mit schwarzem Humor.

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    BuecherKaterTees avatar
    BuecherKaterTeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der beste Paasilinna überhaupt......
    Der beste Paasilinna überhaupt......


    Vermeintlich letzte Fragen:

    "Hätte er einen Abschiedsbrief auf dem Tisch zurücklassen sollen? Um was zu schreiben? Adieu, liebe Kinder, versucht klarzukommen, euer Vater hat seinen Entschluss gefasst ...? Und an seine Frau gerichtet: Tadle mich nicht ...?
    Onni Rellonen stellte sich die Reaktion seiner Frau vor, während sie die Worte las. Ihr Kommentar wäre vielleicht:
    -Krmh.-"

    Onni Rellonen unglücklich verheirateter Bauunternehmer, Walzblechfabrikant und Wäschereibesitzer, ist fertig mit dem Leben. Während sich das übrige Finnland den exzessiven Johannisnachtfeiern hingibt, sucht Rellonen missmutig seine Scheune auf, um sich dort ungestört erschießen zu können. Das klappt nicht, denn kaum durch das Tor gegangen, findet er einen anderen Selbstmordkandidat. In letzter Sekunde rettet Rellonen den verwitweten Oberst Hermanni Kemppainen vor dem Tod am selbstgeknüpften Strick. Wie das wohl in Finnland so ist, gehen sie auf den Schrecken erst einmal einen Trinken und dann in die Sauna.

    Die beiden Männer kommen ins Gespräch, und weil es den beiden zufallsbekannten Selbstmördern eine gute Idee erscheint, beschließen sie, anderen Gleichgesinnten die Möglichkeit zum gemeinsamen Massenselbstmord zu geben.

    „Man könnte die letzten Stunden in angenehmer Gesellschaft verbringen und vielleicht gäbe es ja sogar Rabatt auf die Todesanzeigen ...“

    Auf ihr Inserat antworten mehr als 600 selbstmordbereite Finnen, was nur der Beginn vieler logistischer und anderer Schwierigkeiten für den Plan mit einem Luxusbus einen Ort für den gemeinsamen Selbstmord zu finden.
    Je länger die Fahrt dauert, umso mehr Zeit haben die Reisenden sich gegenseitig kennenzulernen und Alternativen für ihre in Veränderung befindlichen Pläne zu entwickeln.
    Mit „Der wunderbare Massenselbstmord“ schlägt Arto Paasilinna dem Fass der skurrilsten Geschichten den Deckel und den Boden aus. Der Roman strotzt vor Situationskomik, er ist überbordend irrsinnig und lustig -

    Kaufen, lesen und nochmal lesen!!

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gute Idee, aber Umsetzung irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch
    Gute Idee, aber Umsetzung irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch

    Das Buch "Der wunderbare Massenselbstmord" von Arto Paasilinna wollte ich schon seit längerer Zeit lesen, da mich der ungewöhnliche Titel aufmerksam gemacht hat (und weil ich mich sehr für Finnland interessiere und dort auch schon im Urlaub war).

    Die Idee fand ich auch sehr spannend, zwei selbstmordgefährdete finnische Männer wollen sich zufällig in der gleichen Scheune umbringen und vereiteln so gegenseitig ihr vorzeitiges Ableben. Im Anschluss kommen sie auf die Idee per Zeitungsannonce andere selbstmordgefährdete finnische Menschen zusammen zu trommeln (wie man hört spielen Depressionen und Selbstmord in der finnischen Gesellschaft ja tatsächlich eine große Rolle) , um sich gegenseitig beizustehen und letztendlich gemeinsam Selbstmord zu begehen (zugegeben klingt nicht nach einem Gute-Laune-Buch, aber nach einem Stoff aus dem man viel machen kann).

    Leider konnte das Buch mein Interesse nicht halten und ich musste mich vor allem gegen Ende richtig durchquälen, was meine angepeilte 3-Sterne Bewertung dann sogar noch weiter nach unten gedrückt hat. Irgendwie ist es mir nicht gelungen einen Draht zu diesem Buch zu finden. Der Schreibstil ist zwar ganz gut, aber irgendwie war er mir dann doch zu harmlos, für eine richtige Groteske war mir das Ganze zu realistisch, für schwarzen Humor zu hoffnungsvoll und für einen Roman hatte es zu wenig Handlung und überhaupt keine Charakterentwicklung (weswegen sämtliche Protagonisten in dem Buch bis zum Ende komplett blass und austauschbar bleiben, ich denke sie dienen auch nur als Träger für die gesellschaftskritischen Beschreibungen des Buches). Eigentlich besteht das Buch im Grunde nur aus Wiederholungen, gespickt mit kleinen Episoden und Gedanken über die finnische Gesellschaft und die Menschen. Diese sind zwar für sich gut zu lesen und man lernt auch Einiges über die finnische Mentalität (zumindest darüber wie der Autor die Finnen sieht), aber im Endeffekt war das für mich dann nur ein sehr langgezogenes Buch mit ein paar brillanten Momenten.

    Vielleicht handelt es sich bei dem Buch um eine Art Roman, die man wirklich nur als Finne zu 100% verstehen kann, ich hatte jedenfalls die ganze Zeit das Gefühl nicht zu wissen, was der Autor mir damit eigentlich sagen will.

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    sparks88s avatar
    sparks88vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Es konnte mich nicht ganz überzeugen. Es ist zwar eine schöne, sehr humorvoll überspitzte, aber auch langatmige Geschichte. An sich okay.
    Ein Muss für Fans der finnischen Literatur

    Der Inhalt in aller Kürze:

    "Denkst Du an Selbstmord? Du bist nicht allein!" - ein ungewöhnlicher Anzeigentext, der auf überraschend großes Interesse stößt. Der gescheiterte Unternehmer Onni Rellonen plant Selbstmord zu begehen. Als er dies an einem abgelegenen Ort in die Tat umsetzen möchte, stößt er auf Oberst Hermanni Kemppainen, der denselben Plan verfolgen wollte. Gemeinsam finden sie über die skurrile Anzeige noch mehr Gleichgesinnte und chartern einen Bus um an einsamer Stelle gemeinschaftlich das Leben zu beenden.
    Dieses Buch erzählt die witzige und zugleich traurige Geschichte der Gruppe der Selbstmordentschlossenen.

    Die Protagonisten:

    Onni Rellonen schließen sich mehrere Selbstmordkandiaten an, die alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben. Einige lernt man auf dieser Reise näher kenne, andere sind nur da um die Gruppe zu vervollständigen. Man erlebt die Wandlung der Charaktere, die anfangs so entschlossen waren und sich im Laufe der Geschichte überlegen ob Selbstmord wirklich die beste Lösung für sie ist. Zu keinem der Charaktere kann man eine engere Bindung aufbauen, aber die bestehende Bindung ist ausreichend um diese Reise zusammen mit ihnen erleben zu wollen.

    Der Schreibstil und die Wirkung des Buchs:

    Dank diesem Buch habe ich gemerkt, dass finnische Bücher nicht ganz meinem Humor entsprechen. Beim Lesen hatte ich stellenweise Probleme mit den für mich exotischen Namen und auch der finnischen Charakterisierung der Protagonisten. Trotzdem führt das Buch lustig und leicht überspitzt durch die Reise der Selbstmordwilligen. Stellenweise ist es etwas langatmig, auch wenn der Autor es probiert an einigen Stellen entweder Humor oder Melancholie einzubauen und die Geschichte in angenehmerem Tempo voranzutreiben.

    Abschließendes Fazit:

    Ein Muss für Fans der finnischen Literatur und Leser, die lachen möchten. Es ist ein sehr lebensbejahendes Buch, auch wenn der Titel das nicht vermuten lässt.

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    A
    Auberginevor 5 Jahren
    Die Finnen und der Feedback-Burger

    Da wir in der Schule gelernt haben, einen "Feedback-Burger" zuzubereiten, muss ich wohl mit etwas Positivem starten: Die Idee ist originell.

    Hoffentlich haben Sie Hunger, denn der Belag wird etwas umfangreicher.
    Zum Einen wäre da das Ende: Also bitte, Herr Paasilina, wer eine so morbide und absurde Geschichte schreibt, muss dann doch keinen derart banalen und vorhersehbaren Schluss anhängen!
    Das jedoch nur am Rande.

    Engländer, die das ganze Jahr über auf einer einsamen, verregneten Insel festsitzen, entwickeln einen skurrilen schwarzen Humor, der das Zeug zur weltweiten Berühmtheit hat. Da sollte man doch erwarten, dass die Finnen, die schließlich die Hälfte des Jahres überhaupt kein Wetter sehen und das in noch viel einsamerer Lage, das Ganze noch ein wenig skurriler, schwärzer und witziger hinbekommen. Weit gefehlt.
    Die Sprache ist eine Qual. Es liest sich wie ein schief gegangener Jonas Jonasson. Wenn Paasilina sich wenigstens die wörtliche Rede im Konjunktiv abgeguckt hätte! Für die Dialoge ist furchtbar noch gar kein Ausdruck.

    Allerdings muss ich sagen, und das ist die dünne Scheibe Brötchen obendrauf: DIe Formulierungen klingen derart unnatürlich, dass ich fast geneigt bin dem Übersetzer die Schuld zu geben. Gerade weil es Parallelen zu Jonasson gibt, halte ich es für möglich, dass die Ausdrucksweise der skandinavischen Sprachen bei unvorsichtiger Übersetzung ins Deutsche einfach seltsam wirkt.

    Finnisch zu lernen, um das zu beurteilen, ist mir aber zu aufwändig.

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    monja1995s avatar
    monja1995vor 5 Jahren
    Naja, lustig ist anders

    Klappentext:

    Am allerwichtigsten in diesem Leben ist der Tod, und auch der ist nicht wirklich wichtig. Volksweisheit

    „Denkst du an Selbstmord? Du bist nicht allein!“
    So lautet ein ungewöhnlicher Anzeigentext, der auf überraschen heftiges Interesse stößt. Niemals hätte der gescheiterte Unternehmer Onni Rellonen mit der Existenz so vieler Gleichgesinnter gerechnet, als er beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen.
    Aus einem zunächst vagen Vorhaben entwickelt sich ein konkreter Plan: Ein Bus wird gechartert, um an einsamer Stelle gemeinschaftlich das Leben zu beenden. Am verabredeten Tag besteigen die unternehmungslustigen Selbstmordkandidaten schließlich guten Mutes das gemietete Gefährt – und starten ihre einzigartige Reise ohne Wiederkehr….

    Mein Umriss:

    Unternehmer Onni Rellonen will sich das Leben nehmen. Als er eine Scheune betritt, um sich dort zu erschießen trifft er auf Oberst Kempainen, der gerade im Begriff war, sich aufzuhängen. Sie beginnen eine Unterhaltung und somit ist beider Selbstmord erstmal ad acta gelegt.
    Sie wissen aus diversen Berichten, dass die Selbstmordrate in Finnland sehr hoch ist und entwickeln daher eine nie dagewesene Geschäftsidee. Sie schalten eine Anzeige in der Zeitung, in der sie weitere Gleichgesinnte für einen gemeinschaftlichen Selbstmord suchen. Schon bald melden sich die künftigen Selbstmörder und erscheinen zu einem Seminar, das Rellonen und Kempainen initiiert haben. Pläne werden über das Wie und Wo geschmiedet, es kommt auch zu Meinungsverschiedenheiten, aber am Ende des Tages steht fest, dass alle gemeinsam diesen Weg gehen wollen.
    Es beginnt eine Irrfahrt durch Finnland, auf der sie ihre Pläne immer wieder über den Haufen werfen, Gleichgesinnte treffen, ihnen der eine oder andere ins Jenseits voraus geht und ihnen diverse Hürden im Weg stehen….

    Mein Eindruck:

    Arto Paasilinna knüpft in gewohnter Manier an seine anderen Werke an. Zumindest versucht er es und schießt meiner Meinung nach weit übers Ziel hinaus. Holprig, langatmig und nicht zuletzt langweilig erzählt er die Geschichte eines Massenselbstmordes, dem viele Diskussionen, Irrungen und Wirrungen voraus gehen. Der Einstieg in dieses Buch war sehr erfolgversprechend, spätestens auf Seite 50 verrannte sich der Autor jedoch so in Unwichtigkeiten, dass das Überblättern nicht lange auf sich warten ließ. Die Langeweile steigerte sich wie ein Luftballon, der unendlich aufgepustet werden kann, bevor er platzt. Nur dieses Platzen konnte und wollte ich nicht abwarten und so brach ich dieses Buch nach zwei Dritteln enttäuscht ab.
    Klar haben die Finnen einen anderen Humor als die Deutschen, aber die beiden Bücher, die ich bereits von ihm gelesen habe, gefielen mir entschieden besser.

    Fazit:

    Seltsamer Humor um eine Gruppe Selbstmörder den man sich nicht geben muss

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Interessante Geschichte


    Der wunderbare Massenselbstmord
    von Arto Paasilinna

    Verlag: BLT
    Seiten: 283

    Erscheinungsjahr: 2002
    ISBN: 3-404-92168-2


    Inhalt:

    Am allerwichtigsten in diesem Leben ist der Tod, und auch der ist nicht wirklich wichtig. Volksweisheit

    "Denkst du an Selbstmord? Du bist richtig allein!" So lautet ein ungewöhnlicher Anzeigetext, der auf überraschend heftiges Interesse stößt. Niemals hätte der gescheiterte Unternehmer Onni Rellonen mit der Existenz so vieler Gleichgesinnter gerechnet, als er beschließt, seinem leben ein Ende zu setzen. Aus einem zunächst vagen Vorhaben entwickelt sich ein konkreter Plan: Ein Bus wird gechartert, um an einsamer Stelle gemeinsam das Leben zu beenden. Am verabredeten Tag besteigen die unternehmungslustigen Selbstmordkandidaten schließlich guten Mutes das gemietete Gefährt - und starten ihre einzigartige Reise ohne Wiederkehr ...
    "Arto Paasilinna schreibt so irrwitzig und lustig, wie man es seit dem Kaurismäki-Brüdern von den Finnen erwartet." Brigitte

    Meine Zusammenfassung:

    Diesmal möchte ich weiter dazu nichts sagen, weil ich nicht zu viel verraten will und der Inhalt alles recht gut abgedeckt und getroffen hat.

    Meine Meinung:

    Das Buch ist aus der Erzähler-Perspektive geschrieben. Den Schreibstil empfand ich meist als emotions- und spannungslos und mittelmäßig gut zu lesen. 

    Das Buch konnte mich leider so gut wie nie richtig fesseln und ich bin einfach nicht so richtig in die Geschichte rein gekommen. Ich empfand die Geschichte als sehr nüchtern erzählt und hätte mir doch mehr Emotionen gewünscht, da das Potenzial dafür definitiv vorhanden war. Die Spannung und der Drang zum Weiterlesen, hat mich ganze zwei mal in diesem Buch gepackt, diese zwei Mal waren aber sehr heftig und mitreisend. Schade das es davon nicht mehr gab.

    Die Geschichte an sich fand ich einfach großartig. Der Aufgriff des Themas Selbstmord und diese irrwitzige Umsetzung, einfach toll. Es war sehr schön zu sehen, wie die Menschen und ihre Vorhaben waren und sich dann im Laufe des Buches entwickelt haben.

    Von den am häufigst agierenden Personen hatte man auch immer erfahren, was der Grund für ihre Selbstmordabsichten ist. Die Ursachen waren genauso breit gefächert, wie die Arten der Leute die sich zusammengeschlossen haben.

    Trotz der Information, die man gerade über die Hauptpersonen bekam, konnte ich keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen und war einfach immer ein bisschen außen vor.

    Eine Sache die mich wirklich noch sehr gestört hat, ist das die Personen meist mit Vor- und Zunamen betitelt werden und das die ganze Zeit über. Auch kommen sehr oft Ortsbezeichnungen vor, wo ich der Meinung war, dass auch etwas weniger ausreichend gewesen wäre.


    Fazit:

    Eine gute Geschichte in die ich einfach nicht hinein gefunden habe. Empfehlen kann ich das Buch an jemanden, dem o.g. nichts ausmacht. Drei Sterne kriegt es dennoch, da die Geschichte an sich einzigartig ist.







    LG Franzi

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 6 Jahren
    Paasilinna kann es besser

    Um die Bücher von Paasilinna zu mögen, muss man auch ein wenig den finnischen Humor mögen, nämlich einen sehr trockenen, dunklen, fast schon sarkastischen Humor. Auch in „Der wunderbare Massenselbstmord“ erzählt Paasilinna in äußerst nüchternem Tonfall, eine skurrile Geschichte. Trotzdem ist es kein Buch, bei dem man sich von vorne bis hinten krumm lachen kann, denn immer wieder bekommt die Geschichte auch einen ernsten Zug. Die Sprache ist einfach und angenehm. An sich mag ich die Bücher von Paasilinna ganz gern – wegen des Humors, weil man mit ihnen so schön durch Finnland reisen kann und weil sie so treffend die Eigenheiten der Finnen und deren melancholische Seele beschreiben. „Der wunderbare Massenselbstmord“ hat mich allerdings nicht vollständig begeistern können und gehört definitiv zu den schwächeren Werken des Autors. Das mag daran liegen, dass die Geschichte fast zu nüchtern erzählt wird und sich der Autor zu oft in unwichtigen Details und Beschreibungen verrennt und somit einiges an Erzählpotential verschenkt. Es kommen - für dieses dünne Buch - auch zu viele Charaktere vor und man verliert irgendwann einfach den Überblick. Generell hat es zu lange gedauert, bis der Funke auf mich übergesprungen ist. Also ein ganz nettes Buch, das sich schnell weg lesen lässt, der Autor kann es aber ganz klar besser.

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    Lissys avatar
    Lissyvor 6 Jahren
    Ein wundervoll tiefsinniges, aber auch lustiges Buch

    Der wunderbare Massenselbstmord erzählt von einer Gruppe Finnen, die sich findet, um sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Es ist fast lustig, zu lesen, wie sie den Tod planen und was man ihrer Meinung nach machen darf, wenn man sterben will und was nicht. Überraschenderweise finden die Selbstmörder in der Gruppe Freunde und Freude und die Reise in den Tod entwickelt sich anders, als es geplant war. 

    Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. Noch besser war es aber, es vorgelesen zu bekommen... auf einer Lesung des WDR 5. Man kann sich wirklich mit dem Sinn des Lebens auseinander setzen und es muntert in dunkeln Zeiten auf. Ein tolles Buch. 

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    hexhexs avatar
    hexhexvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der wunderbare Massenselbstmord" von Arto Paasilinna

    Zwei Finnen treffen sich zufällig in einer Sommerhütte, um Selbstmord zu begehen. Aber zu zweit geht das natürlich nicht und so kommen beide erst einmal wieder von ihrem Vorhaben ab und schließen Freundschaft. Sie beschließen noch andere Gleichgesinnte zu finden, mit denen man dann einen Massenselbstmord zelebrieren kann.

    Ich hatte mich auf ein skurriles Lesevergnügen gefreut, dass so leider nicht in Erfüllung ging. Die Idee gefiel mir sehr gut, aber die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht sehr gelungen. Für einen nicht Finnen sind die Namen sehr schwierig und ich kam bald völlig durcheinander mit den Personen und Orten. Auch die Sprache des Buches war mir irgendwie zu platt.

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