Nördlich des Weltuntergangs

von Arto Paasilinna 
4,0 Sterne bei57 Bewertungen
Nördlich des Weltuntergangs
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C

2015

knacks1965s avatar

Paasilinna in seiner unverwechselbaren Art ...

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Inhaltsangabe zu "Nördlich des Weltuntergangs"

Sie suchen das Paradies? Es liegt in Nordfinnland. Denn dort ist beim Bau einer Kirche ein autarkes Dorf entstanden, das sich in der krisengeschüttelten Welt zum begehrten Zufluchtsort entwickelt. Weltwirtschaftskrise, der Untergang New Yorks und der Ausbruch des dritten Weltkrieges - im Norden Finnlands lässt man sich nicht aus der Ruhe bringen. Und als die Sonne beginnt aus einer anderen Richtung zu scheinen, feiert man Weihnachten eben in Badehose, und Rudi das Rentier wird zum Flamingo.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404921928
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:20.09.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    andreasmks avatar
    andreasmkvor 6 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Asser Toropainen war sein ganzes Leben lang überzeugter Kommunist und Atheist. Nach seinem Tod hinterlässt er seinem Enkel Eemeli überraschenderweise die Aufgabe als Leiter einer Kirchenstiftung eine traditionelle Holzkirche zu errichten. Das solch ein Unternehmen zahlreiche Probleme mit sich bringt ist klar. Aber während in der "Außenwelt" immer chaotischere Zustände herrschen, entsteht um die neue Kirche von Ukonjärvi eine autarke Gemeinde. Leider verrät der Klappentext schon den Großteil der restlichen Handlung und den Höhepunkt am Ende des Romans.
    Insgesamt ist das Buch eine sehr schöne Satire, die all jene auf die Schippe nimmt, die gerne zurück zur Natur und Selbstständigkeit wollen und denen der Rest der Welt so ziemlich egal ist. In seinem humorvollen Schreibstil erzählt Arto Paasilinna aus seinem Heimatland und den skur­rilen Menschen dort. Leider zieht sich der Mittelteil doch etwas sehr in die Länge. Trotz kleinen Schwächen eine durchgängig unterhaltsame Lektüre.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 6 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Ein skurriles Buch, dass aber auch ein recht düsteres Szenario der Zukunft der Welt zeichnet.

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    rkuehnes avatar
    rkuehnevor 7 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Ein richtig schönes, skurriles Märchen. Irgendwo jenseits des Polakrkreises im finnischen Niemandsland baut Eemeli Toropainen mit dem Erbe seines Großvaters und Kirchenbrandstifters Asser zunächst eine Kirche und gründet daraufhin drumherum eine Gemeinde. Das Dorf entwickelt sich, trotz nahezu völliger Autartkie, prächtig und während drumherum der Rest der Welt vor die Hunde geht und im dritten Weltkrieg nahezu auseinanderbricht, herrscht im Dorf eitel Sonnenschein.

    Das war mal wieder so ein typischer Paasilinna, schön, skurril, absurd, aber in seiner Vorstellung einfach zu wünschenswert, als das man es nicht glauben mochte. Wunderbare leichte Unterhaltung, ohne seicht zu sein.

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    Kamilas avatar
    Kamilavor 7 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Das vierte Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, und bisher das, welches mir am wenigsten gefallen hat. Der Stil ist typisch wie sonst auch, auch einige köstliche Absurditäten und Gesellschaftskritik kommen wie immer vor. Allerdings war mein Eindruck, dass von den 315 Seiten mehr als 200 für die Einleitung draufgehen, bis es dann irgendwann schließlich zum Höhepunkt kommt, der keiner ist, weil der Titel des Buches (und der Klappentext sowieso) es ohnehin schon längst verraten haben (und wenn nicht, kann man sich´s irgendwann denken). Die eigentlich schöne Geschichte wäre besser in einer kleinen, feinen Novelle aufgehoben als in einem ausgewachsenen Roman, daher -> nur was für Hardcore-Fans!
    Leseprobe:
    "Es handelte sich um die ordnungsgemäß aufgesetzte Gründungsurkunde einer Stiftung und ein Testament, in dem der Stiftung achthundert Hektar4 Land und gut zwei Millionen Finnmark Vermögen vermacht wurden sowie Papiere von etwa einer Million. (...) Aus der Zweckbestimmung der Stiftung ging hervor, dass diese die Aufgabe hatte, mindestens eine (1) Holzkirche zu erbauen und zu unterhalten. Eemeli Toropainen, der ehemalige Direktor der Nordischen Holz-Haus AG, ahnte, dass sein Großvater ihn mit der praktischen Umsetzung der Stiftungsziele beauftragen wollte. Er betrachtete den künftigen Toten mit mitfühlenden Blicken. Da lag ein alter Kirchenbrandstifter, ein leidenschaftlicher und aktiver Kommunist, der mehrere Erdteile bereist hatte. Das Leben des Menschen war kurz, es dauerte höchstens kümmerliche hundert Jahre."

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Der letzte Wunsch des alten Kommunisten und Kirchenbrandstifters Asser Toropainen ist es, dass sein Enkel Eemeli für ihn eine Kirche errichten soll. Es trifft sich gut, dass Eemeli vom Fach und gerade arbeitslos ist - er sucht daher auf Assers Ländereien direkt nach dessen Tod ein geeignetes Plätzchen und wird auch sobald am Ukonjärvi in Nordfinnland fündig. Zusammen mit einigen Helfern wird eine kleine Holzkirche gebaut, die bald durch Rechtsstreitigkeiten mit der Protestantischen Kirche und dem finnischen Staat eine gewisse Berühmtheit erlangt. Einige Alternative (oder "Grüne", wie es im Buch heißt) lassen sich auf der Suche nach dem naturnahen Leben in der Gegend nieder, und so entsteht bald ein richtiges Dorf - denn nicht nur den Alternativen erscheint das Konzept eines Selbstversorgerlebens abseits der Zivilisation verlockend. Von der heraufziehenden Weltwirtschaftskrise lassen sich die Bewohner von Ukonjärvi nicht beeindrucken, da sie alles, was sie zum Leben brauchen, selbst anbauen und herstellen können: Die Felder bringen Getreide, Kartoffeln und Kräuter, der See Fische und im Wald leben Elche, die man schießen kann. Insofern ändert sich der Lauf der Dinge auch so gut wie nicht, als der Dritte Weltkrieg beginnt und die Welt schließlich durch einen Kometeneinschlag untergeht...

    Ja, in der Tat, eine sehr skurrile Geschichte. Lässt sich schnell und locker runterlesen - eine nette Lektüre für zwischendurch und nebenbei ein kleiner Einblick in die finnische Mentalität. War sicher nicht mein letztes Buch von Paasilinna.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Eemeli´s Opa stirbt, lt. seinem Testament soll ein großteil seines Vermögens in eine Stiftung gehen die den Bau einer Holzkirche vorsieht. Eemeli ist als Verwalter eingestetzt und soll den Bau begehen. So eine Kirche baut sich nunmal nicht alleine so das der Flecken Erde den er sich für den Bau der Kirche ausgesucht hat natürlich schon ein wenig bevölkert ist, aber es kommen immer mehr Menschen dazu. Und natürlich geht es von einer Katastrophe in die andere, allerdings kann der Kirche und den Dörfern die um die Kirche herum nach und nach entstehen
    nichts anhaben. Keine Steuereintreiber, keine Sekten, kein 3. Weltkrieg und nicht einmal der allgemeine Weltuntergang.

    Arto Paasilinna entwickelt sich so langsam wirklich zu einem meiner lieblingsautoren. Er hat ja schon einige Bücher herausgebracht und immer mehr werden nun auch ins Deutsche übersetzt, was mich sehr freut. All seine Bücher spielen in Finnland, seiner Heimat. Obwohl ich dort bisher noch nicht war kann ich mir nach dem 3. Buch, was ich übrigens wie die anderen beiden, mit vergnügen gelesen habe sehr gut vorstellen wie es in Finnland aussehen muss. Er beschreibt seine Orte sehr Bildlich und mit den Protagonisten kann man sich besten Identifizieren. Ich hoffe ich habe demnächst die Möglichkeit wieder ein Buch von ihm zu lesen.

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    BertieWoosters avatar
    BertieWoostervor 10 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Wie in vielen Paasilinna-Büchern kommt hier sein Leitthema wieder voll zum tragen. Zurück zur Natur. Nur eine finnische Gemeinde, die mit der finnischen Natur lebt, kann den Weltuntergang überleben. Aber dabei sind nicht irgendwelche Aussteiger gemeint, die vom Leben keine Ahnung haben. Vielmehr ist der praktische Mensch gefragt, der sich selbst zu helfen weiss.

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    Fletchers avatar
    Fletchervor 10 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Als Eemeli Toropainens Großvater Asser auf dem Sterbebett liegt, beauftragt er seinen Enkel eine Stiftung zu gründen und eine Kirche zu bauen. Eemeli beginnt diese Aufgabe mit wachsender Begeisterung und schnell wird aus dem Bau einer Kirche in Finnland eine Bewegung, die weit größer ist, als alles was Eemeli oder Asser sich je hätten vorstellen können. Arto Paasilinna spielt im lockeren Plauderton ein Weltuntergangsszenario durch, daß ich weder so humorvoll, noch so detailverliebt und schlüssig erzählt gelesen habe. Wie sich aus dem illegalen Kirchenbau eine Gemeinde entwickelt, die während einiger Komplikationen für Eemeli in Dänemark fast zusammenbricht, und sich während einer Weltwirtschaftskrise und dem dritten Weltkrieg mehr oder minder ungestört entwickelt und dabei Methoden entwickelt, die angesichts der beschränkten Ressourcen weit fortschrittlicher erscheinen, als man es von Weltuntergangsromanen gewohnt ist, ist nicht nur erfrischend, sondern auch spannend und unterhaltsam geschrieben. Ich habe das Buch in einem durchgelesen und werde mir sicher auch ein weiteres Buch dieses Autoren besorgen, denn wer mit so viel Optimismus in den Weltuntergang geht, weckt meine neugier auf mehr.

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    LxNRGs avatar
    LxNRGvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Ein Zufallskauf. Tiefgründiger Humor. Hat mir gut gefallen.

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    Joeys avatar
    Joeyvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nördlich des Weltuntergangs" von Arto Paasilinna

    Schräger gehts kaum! Ein unbedingtes Muss für Fans skurriler Bücher. Aus einer Testamentsanordnung, die einen einfachen Kirchenbau vorsieht, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine autarke Dorfgemeinschaft. Herrlich geschrieben. Unbedingt lesen!!!

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