Vom Himmel in die Traufe

von Arto Paasilinna 
2,7 Sterne bei18 Bewertungen
Vom Himmel in die Traufe
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dümmlich

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Schrecklich langweilig! Wenn man sich nicht gerade brennend für Kriegsführung interessiert: Finger weg von diesem Buch!

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Inhaltsangabe zu "Vom Himmel in die Traufe"

Bei ihrer Bruchlandung mit einem Heißluftballon in der lappländischen Ödnis hat die steinreiche Lena Lundberg Glück im Unglück. Hermanni Heiskari sitzt gerade sinnend am Eisloch, als die vornehme Dame vor ihm vom Himmel fällt. Er rettet Lena und schleppt sie durch die nordische Wildnis. Als Dankeschön schenkt Lena ihm ein ganzes Jahr Leben in Saus und Braus. Und es kommt wie es kommen muss: Lena verliebt sich in den rauen Burschen. Schließlich ist er ein Prachtstück von einem Mann. Zugegeben, nicht gerade ein Gentleman, aber ein ungeschliffener Diamant ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404160310
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:13.04.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.11.2010 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Beusts avatar
    Beustvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: dümmlich
    Naiv und ärgerlich

    Die Story geht so: Arbeitsloser "fliegender Holzfäller" namens Hermanni Heiskari rettet reiche Ballonfahrerin und Unternehmerin Lena Lundmark nach einem Absturz. Sie verspricht ihm, ein Jahr lang alle Kosten der alltäglichen Lebensführung zu übernehmen, und verliebt sich in den Naturburschen. Als Schoßhund und Butler fungiert Lenas Onkel Ragnar, mit dem Hermanni nun auf eine zwölfmonatige Sause durch Finnland und die Welt geht. Zum Zeitvertreib - und weil Hermanni seit Jahren eh nichts anderes macht - planen sie den Aufstand der Arbeitslosen. Am Ende heiraten Hermanni und Lena, Ragnar bricht sich ein Bein und die Aufstandspläne stürzen aus dem Hochzeitsballon.

    Der Klappentext (der auch Lundmark fälschlich Lundberg nennt) legte noch nahe, dass sich die Geschichte um den Naturburschen dreht, der auf dem Parkett der wohlanständigen Gesellschaft für herzhafte Peinlichkeiten sorgt. Es hätte also eine hübsche Eulenspiegelei werden können. Stattdessen entblödet sich der Autor nicht, seinen Holzfäller mit ausgefeilten, vollkommen idiotischen und nur den eingefleischten Pegida-Mitläufer in fromme Wallung versetzenden Aufstandsplänen auszustatten, nämlich einer Revolte der Arbeitslosen gegen das finnische und internationale Schweinesystem, damit sie endlich zu ihrem Recht kämen. Ragnar, dessen falscher Obristenrang am Ende gar keine humoristische Auflösung mehr erfährt, und Lena, die als gestandene Businessfrau viel zu hausmütterlich und passiv rüberkommt, reden Hermanni den Schwachsinn aber nicht aus. Im Gegenteil: Sie planen mit.

    Abgesehen von diesem umstürzlerischen Zeitvertreib tun die Protagonisten Paasilinnas das, was Paasilinna seine Protagonisten immer tun lässt: Sie reisen. Warum? Weil nur die Fortbewegung von einem Ort zum anderen dem Buch den Anschein von Bewegung geben kann. Die Handlung ist nämlich stets eher kümmerlich. Mit dem ständigen Wechsel des Ausblicks durch unmotivierte, aber fortwährende Kulissenschieberei simuliert Paasilinna wenigstens eine Handlung. In „Vom Himmel in die Traufe“ begleiten wir Hermanni und Ragnar zunächst in jeden unaussprechlichen Ort Lapplands (die die Sprache kann man den Autoren nicht verantwortlich machen; umgekehrt mögen deutsche Ortsnamen dem Landesfremden genauso verwirrend vorkommen), wo gesoffen wird, was die Holzfällerleber aushält. Dann geht es in die weite Welt: Schweden, Irland (ein anderes Säufer-Dorado, wie es scheint), Tahiti und Portugal.

    Die ganze Zeit hofft man auf witzige, entlarvende Begegnungen des natürlichen Menschen, der sich die unschuldige Einfalt bewahrt hat, mit der Zivilisation und ihren falschen Masken. Das passiert aber nicht: Es bleibt beim Wechsel der Kulissen wie im Reiseführer und dem geplanten Aufstand. Allen handelnden Personen ist zudem eine die Wirklichkeit verzerrende, unterkomplexe Naivität zueigen, die womöglich eine Grundhaltung des Autors darstellt. Auch die dialektische Diskrepanz zwischen dem intensiven Kriegsspiel und dem Lotterleben in Lundmarks Schlaraffenland wird nicht aufgegriffen, genutzt oder vorgeführt; wahrscheinlich von Paasilinna nicht einmal bemerkt, und das ist das Schlimmste!

    Mir ist vollkommen schleierhaft, wie Paasilinna zu seinem Erfolg gekommen ist. Die immer wieder auftretenden, wirklich originellen und lustigen Details können den Mangel an Handlung, Literarität und Witz (!) nicht aufwiegen. Drei Romane von Paasilinna habe ich gelesen, dabei bleibt es.

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    Celticvor 7 Jahren
    Rezension zu "Vom Himmel in die Traufe" von Arto Paasilinna

    Bei ihrer Bruchlandung mit dem Heißluftballon in der Ödnis Lapplands hat die reiche Lena Lundberg Glück im Unglück. Hermanni Heiskari sitzt gerade fischend am Eisloch, als sie vor ihm vom Himmel fällt. Als Dank schenkt Lena ihrem Retter ein Jahr Leben in Saus und Braus. Es kommt, wie es kommen muss: Sie verliebt sich in ihn. Er ist zwar kein Gentleman, aber ein ungeschliffener Diamant. Um Hermanni salonfähig zu machen, soll ihr Onkel ihm Manieren beibringen. Fast scheint es unmöglich, diesen Diamanten zu schleifen. Was ist aus Herr Paasilinna geworden? Mit Büchern wie "Der heulende Müller, Die Rache des glücklichen Mannes und Die Giftköchin" habe ich ihn kennen und lieben gelernt. Einmal soweit, mag man es kaum erwarten bis der nächste Paasilinna erscheint. Dann das! Das ganze Buch eine totale Enttäuschung. Langeweile vom Anfang bis zum Schluss. Ich hoffe, dass es sich bei diesem Werk um einen Ausrutscher handelt und er mit dem nächsten Buch zu alter Stärke zurück findet. Dieses Buch ist absolut ungeeignet um den wahren Arto Paasilinna entdecken oder kennen zu lernen!

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    WinfriedStanzickvor 7 Jahren
    Rezension zu "Vom Himmel in die Traufe" von Arto Paasilinna

    Der 1942 geborene finnische Journalist und Schriftsteller Arto Paasilinna ist das, was man einen serienmäßigen Vielschreiber nennen könnte. Über vierzig Romane hat er bisher veröffentlicht und ist damit einer der populärsten Autoren Finnlands geworden. Doch das war nicht immer so. Lange blieben seine, mit viel schwarzem Humor gespickten, eigenwilligen Bücher in seinem Heimatland weitgehend unbeachtet. Erst als sie in zunehmend mehr Sprachen übersetzt und im Ausland, z. T. mit großem Erfolg publiziert wurden, erfuhr Arto Paasilinna auch in seinem Heimatland größere Beachtung. Mittlerweile wartet eine große Fangemeinde ungeduldig auf sein jährlich erscheinendes neues Buch und auch auf den neuesten Film, denn immer mehr seiner Romane werden verfilmt.

    Nachdem Paasilinna durch mehrere Romane bei Lübbe auch in Deutschland einen Namen bekommen hat, ist der Verlag dazu übergegangen, dem deutschen Publikum auch ältere Werke von ihm zu präsentieren. Zuletzt war das unter anderem das witzige Buch „ Adams Pech, die Welt zu retten“, das .voller schwarzen Humors, um den ehrgeizigen Versuch ging, mit einem neuartigen Akku die Energieprobleme der Welt zu lösen.

    Das hier anzuzeigende Buch „Vom Himmel in die Traufe“ ist dem eben erwähnten Buch eng verwandt, und das nicht nur, weil es ebenfalls in Finnland schon in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts erschienen ist. Auch dieses Mal träumt der Protagonist des Buches von einer gigantischen Rettungsaktion.

    Hermanni Heiskari heißt die Hauptperson des Buches und er ist zu Beginn des Romans gerade dabei, an einem Eisloch zu fischen. Er ist ein Mann der Wälder, hat lange als Holzfäller sich durchgeschlagen, ist aber nun arbeitslos. Auch sonst war ihm das Schicksal in den letzten Jahren nicht gerade hold. Aber heute hat er sozusagen doppeltes Glück. Während an seinem Angelhaken ein riesiger Fisch zappelt, muss in seiner direkten Nähe ein Heißluftballon notlanden. Ihm entsteigt die Gestalt der reichen Dame Lena Lundberg, die sich auf der Stelle in den rauen Holzarbeiter Hermanni verliebt.

    Doch bevor sie ihn ehelichen kann, muss er, wie sie findet, sowohl für seine lebensrettenden Tat belohnt werden, als auch gleichzeitig auf ein Leben mit ihr vorbereitet werden. Ihr schwuler Onkel Ragnar bekommt die Aufgabe, auf einer Reise, die die beiden quer durch die Welt führt, Hermanni die nötige „Kultur“ beizubringen. Schon bald weiht Hermanni Ragnar in einen Plan ein, den er schon lange in der Schublade hat: er will die Arbeitslosen Finnland zu einer Revolte bringen. Ragnar ist begeistert und mitten unter strahlender südlicher Sonne, bei Champagner und Kaviar planen sie einen Aufstand, der in ihrer Fantasie immer absurdere Formen annimmt. Als auch Lena sich darauf einlässt, und trotz großer finanzieller Probleme in ihrem Firmenimperium aus Russland Waffen zu kaufen und zu verstecken beginnt, spitzt sich die Lage zu...

    Dieser Humor, der auch in den Filmen von Aki Kaurismäki zu bestaunen ist, ist voller grotesken, düsteren und schwarzen Szenen, die man nur schwer in Worte fassen kann. Man muss die Bücher von Arto Paasilinna lesen, um ihn so richtig genießen und belachen zu können. Man kann diesem Autor nur wünschen, dass er in Deutschland noch bekannter wird.

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    Kamilavor 7 Jahren
    Rezension zu "Vom Himmel in die Traufe" von Arto Paasilinna

    "Bei ihrer Bruchlandung mit einm Heißluftballon in der lappländischen Ödnis hat die steinreiche Lena Lundberg Glück im Unglück. Hermanni Heiskari sitzt gerade fischend am Eisloch, als die vornehme Dame vor ihm vom Himmel fällt. Er rettet Lena und schleppt sie durch die nordische Wildnis. Als Dankeschön schenkt Lena ihm ein ganzes Jahr Leben in Saus und Braus. "

    Mein drittes Buch dieses Autors; nicht ganz so schräg wie "Ein Bär im Betstuhl", aber absurd und witzig genug. Besonders gefällt mir der Running Gag, dass in allen von Paasillinnas Büchern der jeweilige Arzt den selben Namen trägt. Und - in diesem Buch taucht auch der Pfarrer mit seinem Bären wieder auf.

    LESEPROBE (über die Cook-Inseln):
    Die hohen Palmen wiegten sich im herrlichen Wind des Stillen Ozeans. Alles war so unglaublich schön, dass die Reisenden das Gefühl hatten, in ein wirkliches, irdsches Paradies gekommen zu sein,. Wie es heiß, war der derzeitiger König ein fetter Kerl, der von morgens bis abends Palmwein trank und vermutlich höchstens noch bis zur nächsten Regenzeit leben würde. Turavinga hatte außer dem Flugplatz und den beiden Hotels mehr als fünfzig Missionsstationen und Kirchen. Das ließ darauf schließén, dass die wilden Ureinwohner der Südsee weit sündiger waren als die schlimmsten Schrken in der übrigen Welt und dass deshalb massenweise aufopferungsvolle westliche Missionare gebraucht wurden, um ihre schwarzen Seelen zu retten.

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    Duffyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Vom Himmel in die Traufe" von Arto Paasilinna

    Hermanni Heiskari, ein arbeitsloser finnischer Holzfäller, hat viel Zeit, einen Aufstand der Arbeitslosen zu planen. Eines Tages will es das Schicksal, dass ein Heißluftballon mit der steinreichen Lena Lundberg vor ihm abstürzt. Er rettet die Dame, die er später auch heiraten wird und bekommt als Belohnung ein sorgloses Jahr geschenkt, dass er mit dem Onkel von Lena durch die Welt reisend verbringt. Dabei sollen nicht nur auf Kosten von Lena der Volksaufstand detailliert geplant, sondern auch an Hermannis Manieren gefeilt werden. Fast ereignislos lässt Paasilinna seine Helden durch die Welt reisen, es ist viel von Aufstandstrategien und gutem Essen die Rede. 270 Seiten dauert das und der Leser, der wie immer auf ein neues Werk des finnischen Autoren gewartet hat, wartet weiter, nämlich darauf, dass irgendwas passiert. Tut es nicht und im Zusammenhang mit Paasilinna ist das einfach nur traurig. Wenn man sagen muss, dass das Buch einfach langweilig ist. Die paar Momente, in denen er zur gewohnten Form findet, sind selten. Nach den vielen großartigen Romanen, die der Mann geschrieben hat, ereilt ihn wohl dasselbe Schicksal wie seinen englischen Kollegen Tom Sharpe: Die Luft ist raus. Jammerschade.

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    BeautyBooksvor 8 Jahren
    Rezension zu "Vom Himmel in die Traufe" von Arto Paasilinna

    >>Doch immer öfter überkam ihn das Gefühl, dass es viel lustiger sein müsste, das Leben eines reichen Mannes zu führen.. Eines Mannes, der es sich leisten konnte, in einem warmen Land am Swimmingpool zu liegen, und der sich nur körperlich anstrengen musste, um sich auf die andere Seite zu wälzen, wenn ihm die Sonne zu sehr den Pelz verbrannte.. Hermanni war nun schon fast anderthalb Jahre ohne Arbeit.. Das leistungsbezogene Tagegeld war nur noch wehmütige Erinnerung.. Als armer Wanderarbeiter besaß er keinen Motorschlitten, und so konnte er nicht vor dem Sturm flüchten und rasch ans Ufer fahren.. Also blieb er einfach vor seinem Eisloch sitzen und dachte, dass es letztlich egal war, ob er hier draußen erfror oder an Land verhungerte..<<

    Bei ihrer Bruchlandung mit einem Heißluftballon in der lappländischen Ödnis hat die steinreiche Lena Lundberg Glück im Unglück. Hermanni Heiskari sitzt gerade fischend am Eisloch, als die vornehme Dame vor ihm vom Himmel fällt. Er rettet Lena und schleppt sie durch die nordische Wildnis. Als Dankeschön schenkt Lena ihm ein ganzes Jahr Leben in Saus und Braus. Und es kommt wie es kommen muss: Lena verliebt sich in den rauen Burschen. Schließlich ist er ein Prachtstück von einem Mann. Zugegeben, nicht gerade ein Gentleman, aber ein ungeschliffener Diamant..
    Meine persönliche Meinung:
    Durch meine Schwiegermum wurde ich auf Arto Paasilinna aufmerksam.. Sie hat schon mehrere Bücher von ihm gelesen & hat es mir ans Herz gelegt, doch auch mal ein Buch von ihm zu lesen, da sie einem wirklich zum schmunzeln bringen.. :) Nun wollte ich mich selbst überzeugen .. Dies war also mein erstes Buch von Arto Paasilinna und mir hat es wirklich gut gefallen (: Und siehe da, ich musste wirklich des öfteren schmunzeln ^^ Wie lustig ist das denn: ein arbeitsloser Mann sitzt vor einem Eisloch und angelt.. In seiner Nähe stürzt eine reiche Frau mit einem Heißluftballon ab, die er rettet und in eine Klinik bringt.. Natürlich verlieben sich die 2 ineinander.. Doch was sie alles erleben, welche Pläne die 2 mit ihrem Butler schmieden, müsst ihr selbst erfahren ;) Wirklich ein lustiges Buch für zwischendurch !!

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schrecklich langweilig! Wenn man sich nicht gerade brennend für Kriegsführung interessiert: Finger weg von diesem Buch!
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    Aoibheanns avatar
    Aoibheannvor 3 Jahren
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    wan_tedvor 3 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

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