Arto Paasilinna Weltretten für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Weltretten für Anfänger“ von Arto Paasilinna

Alles muss man selber machen! Der Finne Surunen bricht auf, um in Mittelamerika den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Sonst macht es ja keiner. Die erste Etappe führt ihn jedoch nach Moskau, wo er die wodkareiche Gastfreundschaft des Pinguinforschers Lebkov genießt. Als er dann im zentralamerikanischen Diktaturstaat ankommt, hält man ihn für einen kommunistischen Terroristen. Ein Land namens Finnland existiere doch gar nicht. Surunen lässt sich nicht beirren und befreit Lopez schließlich aus der Haft.

Weltretten für Anfänger mit tollem Sprecher

— KerstinMC

Ein Finne befreit einen politisch Gefangenen. Wer gerne etwas tiefgründiges hört könnte damit gut fahren. Mir war es zu schwermütig.

— Sancro82

Leider nicht mein Humor. Mich hat es eher herunter gezogen.

— JessSpa81

Paasilinna und von der Lippe sind ein Dreamteam.

— Durga108

Skurrile Befreiungsaktion mit herrlich schwarzem Humor!

— c_awards_ya_sin

Auch wenn das Buch 1986 geschrieben wurde, das Thema ist immer aktuell. Aber definitiv nicht lustig.

— MissStrawberry

Menschenrechte sind ein ernstes Thema und dem Autor ist es nicht wirklich gelungen das Thema lustig umzusetzen. Der Sprecher ist klasse.

— campino246

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen.

— evafl

Ein politisches Buch voll mit tiefschwarzem Humor, das auch heute noch sehr relevant ist

— dieschmitt

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  • Das Buch hält nicht was es verspricht

    Weltretten für Anfänger

    RealMajo

    22. November 2017 um 13:37

    Der Finne Surunen macht sich auf den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Seine Reise beginnt in Russland wo er sich mit einem Pinguinforscher anfreundet. Danach geht es in das südamerikanische Land Kalmanien wo Lopez inhafttiert ist. Mit Tricks und der richtigen Kleidung befreit Surunen eine handvoll politischer Gefangener und anschließend geht es anstatt nach Hause zurück nach Russland und von dort aus in ein weiteres nicht reales Land, dieses mal ein sozialistisches. Im schnellverfahren werden nochmal politische Gefangene durch Tricks und der richtigen Kleidung befreit. Wenn man sich die Buchbeschreibung durchliest erwartet man eine Komödie oder eine Satire und wird böse entäuscht. Das Buch ist sehr ernst und traurig geschrieben und der Autor versucht durch sich ständig wiederholende Übertreibungen die Sache aufzulockern, was ihm aber nicht gelingt. Das Cover lässt auch auf eine lustige Geschichte schießen weswegen es meiner Meinung nach nicht gut passt, obwohl es eine Anspielung auf den Pinguinforscher ist. Jürgen von der Lippe hat das Buch sehr gut gelesen, abgesehen von den Betrunkenen. Bei denen hat er maßlos übertrieben, so dass man die Betrunkenen zum Teil gar nicht verstehen konnte. Mein Fazit fällt so aus, dass ich nicht komplett abrate von der Geschichte, man sich aber über das ernste Thema im Vorfeld bewusst sein muss.

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  • Der Sprecher ist das beste am Hörbuch

    Weltretten für Anfänger

    KerstinMC

    30. August 2017 um 08:54

    Das Cover zeigt im Vordergrund einen Pinguin. Im Hintergrund ist die Silhouette von einer Landschaft mit Bäumen zu sehen. Das Cover ist passend zum Pinguin in Blautönen gehalten. Vom Himmel scheint leise der Schnee zu rieseln. Nur wage kann ich eine Beziehung zwischen dem Cover und dem Inhalt des Buches herstellen. Vom Titel „Weltretten für Anfänger“ angezogen habe ich mich bei Bastei Lübbe für die Hörrunde entschieden. Der Sprecher ist für mich das beste am Hörbuch. Jürgen von der Lippe liest mit seiner markanten Stimme und gibt jedem Charakter eine ganz persönliche Note. Beim ersten Hören habe ich mehr auf die Stimme vom Sprecher gehört, als auf den Inhalt. Zu sehr ist für mich Jürgen von der Lippe mit Unterhaltung verbunden und nicht mit einem ernsten Text. So habe ich das Hörbuch gleich ein zweites Mal gehört, um auch dem Inhalt eine Chance zu geben. Arto Paasilinna veröffentlichte im finnischen Original das Buch bereits 1986. Mit dem Wissen lässt sich die Geschichte viel besser verstehen. In den Sommerferien verabschiedet sich Surunen von seiner Freundin und begibt sich nach Mittelamerika. Er hat sich in den Kopf gesetzt, dort den politisch Gefangenen Lopez zu befreien. Über Moskau und einen Zwischenstopp bei dem Pinguinforscher Lebkov gelangt Surunen nach Zentralamerika. Dort hat noch keiner etwas von Finnland gehört und Surunen muss sich als kommunistischer Terrorist beschimpfen lassen. Mit der Befreiung von Lopez beginnt das eigentliche Abendteuer von Surunen. Ich kam nur schwer in die Geschichte hinein. Zu skurril und sprunghaft war die Reise von Surunen von Finnland nach Mittelamerika. Mir fiel es schwer Zusammenhänge zu ziehen. Ich hatte an das Hörbuch eine sehr hohe Erwartung, denn von“Der wunderbare Massenselbstmord“ (2002) und“Der liebe Gott macht blau“ (2008) war ich absolut begeistert. Der schwarze Humor von Arto Paasilinna kam in den beiden Werken sehr gut zum Vorschein. In dem aktuellen Buch musste ich ein wenig danach suchen. Vielleicht bin ich auch einfach zu jung für das Buch. 1986, als es geschrieben wurde war ich gerade mal 5 Jahre alt. Dementsprechend habe ich keine Ahnung wie damals die politische Lage so war. Bei einem Abschnitt habe ich allerdings herzhaft gelacht. Die Szene in der Surunen schwimmen geht hat mich an Pipi Langstrumpf erinnert. Ich sag nur pass auf, wohin du deine Kleidung legst wenn du schwimmen gehst. Am Ende des Hörbuchs hab ich mich gefragt, wie hätte mir das Buch gefallen, wenn ich es selbst gelesen hätte? Dieses „was wäre wenn Spiel“ bringt mir zwar keine Lösung, denn ich habe das Buch ja gehört und nicht gelesen. Aber ich denke ohne die Ablenkung durch Jürgen von der Lippe hätte ich etwas mehr von dem Humor des Autors mitbekommen. Vielen Dank an den Lübbe Audio Verlag für das Rezensionsexemplar

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  • Surunen - Kämpfer gegen Ungerechtigkeit

    Weltretten für Anfänger

    wampy

    28. August 2017 um 10:50

    Buchmeinung zu Arto Paasilinna – Weltretten für Anfänger Die Originalausgabe erschienen 1986 unter dem Titel „Vapahtaja Surunen“, die deutsche Ausgabe erstmals 2016 in der Übersetzung von Regine Pirschel bei Ehrenwirth. Ich habe die gekürzte Lesung von Jürgen von der Lippe gehört, die 2017 bei Lübbe Audio erschienen ist. Autor: Arto Paasilinna wurde 1942 im lappländischen Kittilä/Nordfinnland geboren. Er ist Journalist und einer der populärsten Schriftsteller Finnlands. Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Inzwischen hat er rund 40 Romane mit großem Erfolg veröffentlicht, von denen einige verfilmt und in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Auch bei uns erwarten die Fans jedes Jahr ungeduldig eine neue skurrile Geschichte vom finnischen Kultautor. Klappentext: Alles muss man selber machen! Der Finne Surunen bricht auf, um in Mittelamerika den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Sonst macht es ja keiner. Die erste Etappe führt ihn jedoch nach Moskau, wo er die wodkareiche Gastfreundschaft des Pinguinforschers Lebkov genießt. Als er dann im zentralamerikanischen Diktaturstaat ankommt, hält man ihn für einen kommunistischen Terroristen. Ein Land namens Finnland existiere doch gar nicht. Surunen lässt sich nicht beirren und befreit Lopez schließlich aus der Haft … Meine Meinung: Surunen ist bei Amnesty und hat beschlossen einen politischen Gefangenen zu befreien. Dieser Idee folgt die ganze satirische Geschichte. Surunen ist durch und durch sympathisch, hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist ein Mann der Tat. Er geht überlegt und konsequent vor, hat aber auch ein Leben neben der Aktion. Er findet Freunde und feiert gerne mit ihnen. So hat er jede Menge Kontakte und Anlaufstellen. Da es für einen einfachen Bürger nicht so einfach ist, Personen aus einem Hochsicherheitsgefängnis oder einer geschlossenen Anstalt zu befreien, zeichnet der Autor die „Bösen“ oft als etwas einfältig und dem Bürokratismus ergeben. Surunen erweist sich als Meister im Ausnutzen dieser Schwächen. Die Personen, die er befreien will, sind natürlich harmlos und zu Unrecht verfolgt, und nicht selten sogar sympathisch. Auf dem Weg zur Befreiung begleiten Surunen glückliche Zufälle und jede Menge humorvoller Episoden. Bei einigen dieser Szenen kann dem Hörer bei genauerem Nachdenken aber das Lachen im Halse stecken bleiben. Besonders gekonnt widmet sich der Autor dem Amtsschimmel und dem Glauben an Obrigkeiten, während ihm bei der Schilderung der eigentlichen Befreiung schon mal der Gaul durchgeht. Aber es bleibt amüsant und es muss ja für Surunen weiter gehen. Es gibt auch Seitenhiebe auf Gruppen wie Tierschützer oder Politiker, die schon grenzwertig sind, aber der Autor bleibt seinem Stil treu. Zum Sprecher: Jürgen von der Lippe wurde 1948 als Hans-Jürgen Hubert Dohrenkamp geboren. Er ist ein deutscher Fernsehmoderator, Entertainer, Schauspieler, Musiker und Komiker. Sein Vortrag verleiht den Figuren einen Charakter, weil er nicht nur vorliest sondern auch noch „schauspielert“. Dies hilft beim Kopfkino, ist manchmal aber akustisch nicht leicht zu verstehen, z. B.bei Betrunkenen. Insgesamt werden die Figuren durch seinen Vortrag lebendiger. Fazit: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und der Autor bedient fast jede Art des Humors von feinsinnig bis derb. Dies wird durch den Sprecher sehr schön unterstützt, der ein Talent hat, den Figuren Leben einzuhauchen. Vor allem aber regt die Geschichte zum Nachdenken an. Obwohl der Schreibstil des Autors der flüssig und leicht lesbar ist, sollte man sich die Zeit zum intensiven Zuhören nehmen. Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und ich vergebe gern fünf Sterne (90 von 100 Punkten) und kann das Buch all jenen empfehlen, die nachdenklich stimmenden Humor mögen.

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  • Wer nicht sucht, der findet...

    Weltretten für Anfänger

    Buchgeborene

    28. August 2017 um 01:58

    Der finnische Schriftsteller Arto Paasilinna, der für seine Bücher mit einigen bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet wurde, wird häufig als „Meister des skurrilen Humors“ bezeichnet, deswegen wird in Verbindung mit dem Namen Jürgen von der Lippe, der für Sketche, welche ebenfalls die Skurrilität des Alltags zelebrieren, steht, die Erwartung erweckt, es handle sich hier um ein Hörbuch, bei dem ein Lacher dem nächsten folgt. Aber ich muss davon abraten mit Erwartungen an das Hörbuch zu gehen. Denn erst, wenn man das Hörbuch einfach nur auf sich wirken lässt, wird man es, meiner Ansicht nach, verstehen. „Weltretten für Anfänger“ ist lustig, kritisch, es ist skurril und nachdenklich, aber es ist auch traurig. Ich kann dieses Hörbuch nur empfehlen. „Weltretten für Anfänger“ war zum einen lustig, weil Jürgen von der Lippe seine Stimme den Charakteren anpasst. Besonders die Betrunkenen gelingen ihm gut. Er unterstreicht damit die Skurrilität der Situationen und der Menschen. Ich muss aber auch schreiben, dass manchmal das Verstellen der Stimme auch überhaupt nicht passt. Dann klingt es übertrieben und es ist schwierig weiter zuzuhören. Der Humor kommt jedoch oft nicht so offensichtlich daher. Er ist meist zwischen den Zeilen zu finden und hat einen nachdenklichen Nachhall. Mit Metaphern und Bildern, die der Hörer nur beim anschließenden Nachdenken über das Gehörte finden wird, wird subtil und auf skurrile Weise Kritik geübt. Allein, dass der Hauptcharakter mehr Glück als Verstand zu haben scheint, zeigt die Skurrilität der ganzen Geschichte. Diese Skurrilität ist mal subtil, mal offensichtlich, aber oft sehr schwarzhumorig. Doch dieser schwarze Humor täuscht nicht darüber hinweg, wie traurig die Geschichte auch ist. Die Armut der Menschen. Das Wegsperren der intellektuellen Kritiker. Die Macht der Soldatenverbände. Jürgen von der Lippe hat eine sehr schöne Erzählerstimme. Wenn das übertrieben humorvolle Vorlesen an Stellen, an denen es nicht passt, wegfallen würde, und die Geschichte nicht stellenweise wie nachträglich zusammengesetzt und ohne roten Faden daher kommen würde, dann würde „Weltretten für Anfänger“ fünf Sterne bekommen. Falls man jedoch diese Kritikpunkte ignorieren kann oder sie, wie bei mir, nicht so sehr ins Gewicht fallen, dann ist dies hier ein empfehlenswertes Hörbuch, welches zum Nachdenken anregt.

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  • Leider nicht meins...

    Weltretten für Anfänger

    KiddoSeven

    27. August 2017 um 23:26

    Das ist für mich eine der schwersten Rezensionen,weshalb ich mich auch bis zum Schluss davor gedrückt habe.Ich weiß einfach nicht wirklich, wie ich dieses Hörbuch bewerten soll, da ich einfach weiß, dass so viel vom Inhalt an mir vorbei gegangen ist, weil ich bei jeder CD irgendwann nicht mehr Folgen wollte, und einfach abgeschaltet habe.Ich habe durch die Hörprobe, die mir super gefallen hat, eine sarkastische Geschichte erwartet. Die letzte CD war dann auch die Beste und konnte mich ein paar mal zum Lachen bringen, die anderen CDs gingen dafür einfach an mir vorbei.Ich will hier jetzt nicht die Geschichte bewerten, da diese auch einfach vom Thema nichts ist, was ich normalerweise Lese oder Höre..aber ich sehe es schon als negativen Punkt, dass es für mich immer einen Punkt gab, in dem ich nicht mehr folgen / zuhören wollte.Jürgen von der Lippe gefällt mir als Vorleser super. Er hat dieses Hörbuch für mich auch gerettet. Seine Stimme und sine Art und Weise, wie er eine Geschichte vorträgt gefällt mir super. Ich liebe auch die Geschichten von Walter Moers und wie er diese Geschichten zum Leben erweckt.Deshalb kann ich auch ausschließen, dass mir die Stimme vielleicht nicht gefallen hat. Daran lag es definitiv nicht.Ich kann das Hörbuch für mich einfach nicht gut bewerten, möchte hier aber noch mal betonen, dass diese Bewertung für mich ist. Ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich es nicht empfehlen kann.Wenn sich jemand dafür interessiert, dann ist es sicher einen Versuch wert! Aber ich für meinen Teil konnte leider nicht viel damit anfangen.

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  • Ein Finne befreit einen politisch Gefangenen

    Weltretten für Anfänger

    Sancro82

    27. August 2017 um 16:24

    Der Finne Surunen beschließt eines Tages nach Mittelamerika aufzubrechen um den politisch Gefangenen Lopez zu befreien. Schließlich macht es ja keiner. Unterwegs auf seiner Reise lernt er den Pinguinforscher Lebkov kennen, der Surunen zu sich nach Moskau zu einem Zwischenstopp einlädt. Als Surunen endlich in dem zentralamerikanischen Diktaturstaat ankommt, hält man ihn für einen kommunistischen Terroristen. Denn für den Soldaten, der Surunen am Flughafen kontrolliert, existiert kein Land namens Finnland. Dennoch lässt Surunen nicht beirren und befreit Lopez schließlich aus seiner Haft... Es handelt sich bei dem Hörbuch um die bearbeitete Fassung und es hält 311 Hörminuten bereit verteilt auf 76 Tracks und 4 CDs. Ich kannte vorher kein Buch von Arto Paasilinna und war am Anfang etwas überrascht über den Schreibstil. Die Beschreibungen zu Personen waren oftmals sehr merkwürdig und auch die Stimmung in der Geschichte empfand ich eher beklemmend als witzig. Ich ging anhand der Beschreibung und des Sprechers des Hörbuchs nämlich von einer humorvollen Geschichte aus. Das ist „Weltretten für Anfänger“ in meinen Augen ganz und gar nicht. Die Geschichte stimmt eher nachdenklich und lässt vielleicht etwas hinter die Kulissen von diktatorisch geführten Ländern blicken. Jürgen von der Lippe macht seinen Job als Sprecher gut und hat mich auch ermuntert weiter zu hören, obwohl die Geschichte stellenweise einfach nur so vor sich hin gedümpelt ist. Hätte er das Hörbuch nicht so gut eingesprochen hätte ich wahrscheinlich spätestens nach der ersten CD das Hörbuch nicht mehr weiter gehört. Die Spannung kam erst wieder ab Mitte der dritten CD wieder auf. Wer was nachdenkliches und tiefgründiges sucht könnte mit „Weltretten für Anfänger“ richtig liegen. Meinen Geschmack hat es leider nicht so gut getroffen.

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  • Teils zu skurril

    Weltretten für Anfänger

    little_devil

    27. August 2017 um 08:11

    Von dem Hörbuch hatte ich mir eine Menge versprochen, insbesondere Humor. Doch dann kam alles ein wenig anders...Kurz zum Inhalt: Der Finne Surunen ist Menschenrechtler und reist ins südamerikanische Kalmanien, um dort den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Trotz aller Bemühungen stirbt Lopez auf der Flucht - aber immerhin hat Surunen ihn befreit. Auf dem Rückweg nach Finnland trifft Surunen im osteuropäischen Kytislawonien auf weitere politische Gefangene, die es auch wieder zu retten gilt, koste es, was es wolle...Im Grunde genommen liegt dem Buch ja ein sehr aktuelles und ernstzunehmendes Thema zu Grunde, weswegen ich auch entsprechend neugierig war, wie der Autor dieses wohl im Buch bzw. Hörbuch angeht. Die Antwort findet sich bereits nach den ersten Hörminuten: er geht mit purem Sarkasmus an das Thema heran, was ich persönlich gar nicht schlecht gelöst fand. Die Handlungen Surunens allerdings werden teils doch sehr skurril, oft driftet die Handlung auch ins Makabre ab, womit ich mich nicht ganz anfreunden konnte. Insgesamt gesehen hat mir die vierte CD noch am Besten gefallen, da man bei den Geschehnissen in Kytislawonien doch sehr häufig schmunzeln konnte, was bei den Erzählungen über die Befreiung von Lopez nicht so war.Vieles wurde dann für mich aber doch durch Jürgen von der Lippe wieder gutgemacht, der als Leser bei diesem Hörbuch eine grandios gute Arbeit geleistet hat. Man konnte ausnahmslos alle Charaktere gut auseinanderhalten, da er jedem enizelnen wirklich eine eigene Stimme (im wahrsten Sinne des Wortes) verliehen hat. Das Hörbuch wurde sehr lebendig, was mir sehr zugesagt hat - insbesondere die betrunkenen Personen fand ich dann doch beim Zuhören sehr amüsant. Insgesamt hat der oftmals doch sehr süffisante Ton in von der Lippes Stimme den sarkastischen Tonfall des Autors wunderbar unterstrichen.Unterm Strich habe ich mich mit der Bewertung des Hörbuches sehr schwer getan. Die Wahl des Themas fand ich aktuell, und auch die eher sarkastische Herangehensweise an das Thema gut gewählt. Jürgen von der Lippe war in meinen Augen als Leser bestens für dieses Buch geeignet. Allerdings war mir der Inhalt für meinen Geschmack teils schon zu skurril und abstrus, weswegen ich nach langem Hin und Her dann doch bei 3 Sternen bleibe.

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  • Nicht meine Art von Humor

    Weltretten für Anfänger

    JessSpa81

    23. August 2017 um 15:06

    Mir ist dieses Hörbuch als erstes durch das Cover aufgefallen, als es bei einer Hörrunde angeboten wurde. Durch den Pinguin und den Titel habe ich mit einem lustigen Buch gerechnet. Auch die Tatsache, dass es von Jürgen von der Lippe gelesen wird und natürlich der Werbeslogan „Sie werden sich vor lachen den Bauch halten“ hatten mich auf einige amüsante Stunden hoffen lassen. Leider wurde ich hier richtig enttäuscht. Das Gegenteil war der Fall. Es war teilweise so anstrengend zu hören, dass ich über jede Pause froh war. Die Geschichte hat mich stellenweise schon sehr runtergezogen. Das lag nicht an Jürgen von der Lippe, sondern an dem Inhalt selber. Da geht es um Folter, Mord und Totschlag. Das trifft nicht meinen Humor.Jürgen von der Lippe hat mir als Sprecher gefallen. Außer bei den betrunkenen Personen. Da hat er meines Erachtens sehr übertrieben. Ich zumindest habe ihn nicht richtig verstanden. 3 der 4 CDs waren für mich richtig anstrengend zu hören. Bei der vierten hat sich die Geschichte ein wenig geändert. Da musste ich auch schon mal schmunzeln. Aber das Hörbuch gerettet hat es nicht.Wenn man vielleicht mit anderen Erwartungen an die Geschichte ran geht und das Buch auch selber liest, ist es vielleicht keine schlechte Geschichte. Mich hat sie leider nicht erreicht.

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  • Weltretten für Anfänger

    Weltretten für Anfänger

    schlumeline

    23. August 2017 um 08:59

    Der Finne Surrunen versucht gemeinsam mit seiner Ehefrau schon seit längerem den in Mittelamerika inhaftierten politischen Gefangenen Lopez frei zu bekommen. Doch aus der Ferne scheint das schwierig. So entscheidet sich Surrunen in die Diktatur Kalmatien zu reisen und Lopez eigenhändig zu befreien. Bereits bei der Einreise gibt es die ersten Probleme, denn dort kennt man angeblich ein Land namens Finnland nicht. Nun, wen wundert das, denn schließlich herrschen im Staate Kalmatien ganz eigene Regeln. Surrunen muss seine Strategie ändern nachdem er verhaftet wird. Dies gelingt ihm, in dem er sich an die Machenschaften des Landes anpasst und die dort lebenden und handelnden Personen quasi mit ihren eigenen Waffen schlägt. „Weltretten für Anfänger“ ist eine sehr satirische Geschichte. An die Schreibweise des Autors und seine Herangehensweise an diese Thematik muss man sich wohl zunächst einmal gewöhnen. So ist doch vieles hier sehr überspitzt dargestellt, wenngleich es dem Autor natürlich so sehr deutlich gelingt die Machenschaften eines Landes bloßzustellen, dass die Rechte seiner Bewohner, wie Meinungsfreiheit, Menschenwürde, etc. mit Füßen tritt. Mir persönlich ist diese Art der Schilderung etwas zu weit hergeholt und zu übertrieben. Auch darf man sich sicher fragen, ob die Rettungsaktionen von Surrunen auch nur ansatzweise realistisch sind. Für meine Begriffe darf man das wohl eher verneinen, aber vermutlich ist das auch so gewollt. Wer zu diesem Hörbuch / Buch greift, sollte auch beachten, dass das Original bereits im Jahr 1986 in Finnland erschienen ist. Erst jetzt erfolgte die Übersetzung ins Deutsche. Viel verändern tut das aber nicht, denn auch heute gibt es noch Staaten, die Kalmatien oder dem auch noch im Buch auftauchenden Kytislawonien ähneln. Gesprochen wird die Hörbuchfassung von Jürgen von der Lippe. Er identifiziert sich sehr gut mit den jeweils sprechenden Charakteren, wenngleich einige Szenen sehr undeutlich gesprochen werden. Das ist sehr schade. Auch wenn es sich um Momente handelt, in denen gerade eine Menge Alkohol geflossen ist, möchte ich als Hörerin doch den Inhalt der Aussagen noch verstehen können. Die Intention des Autors den Menschen vor Augen zu führen, was in manchen Staaten auf der Welt so los ist, finde ich gut. Doch insgesamt gesehen bekommt „Weltretten für Anfänger“ keine Hörempfehlung von mir. Dafür ist es mit seinem Sarkasmus dann doch eine Spur zu skurril. Copyright © 2017 by Iris Gasper

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  • Ein Finne als Weltretter

    Weltretten für Anfänger

    AnnaMagareta

    20. August 2017 um 21:45

    Das Hörbuch „Weltretten für Anfänger“ von Arto Paasilinna wird von Jürgen von der Lippe gelesen. Im Original ist das Buch bereits vor über 30 Jahren erschienen, aber trotzdem ist es thematisch immer noch aktuell. Der finnische Professor Surunen will die Sommerferien effektiv nutzen. Er ist es Leid immer nur Petitionen zu unterschreiben und reist nach Mittelamerika um dort den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Dabei ist Surunen ausgesprochen ideenreich und es mangelt ihm nicht an ungewöhnlichen Einfällen. Über einige Umwege mit skurrilen Begegnungen und Ereignissen gelangt er zu Lopez, der inzwischen schwer erkrankt ist…. Die Geschichte ist – wie man es von Arto Paasilinna gewohnt ist – kurios und voller ungewöhnlicher Ideen. Kritisch beleuchtet er die Diktatur. Sein typischer Humor kommt ein wenig kurz auch wenn einige satirische Elemente vorhanden sind, ist diese Geschichte tiefgründiger und ernster als gewohnt. Trotzdem gab es einige Stellen, bei denen ich trotz des ernsten Hintergrundes schmunzeln musste, allerdings weniger über den Inhalt, sondern mehr über die Art und Weise, wie es gelesen wurde. Die Intonation und den Lesestil von Jürgen von der Lippe fand ich klasse. Die einzelnen Charaktere hat er zu großartigen Persönlichkeiten aufleben lassen und es macht einfach Spaß zuzuhören. Das Buch bietet viel mehr als man beim ersten Hören mitbekommt. Der ernste Hintergrund und die kritischen Informationen, die in der Geschichte stecken, haben mich nachdenklich zurückgelassen und ich werde es mir mit ein wenig Abstand nochmals anhören. Mein Fazit: Ein aktuelles Buch mit schwarzem finnischem Humor, das nachklingt und hörenswert ist.

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  • Ein etwas anderer Paasilinna

    Weltretten für Anfänger

    EvelynM

    18. August 2017 um 20:12

    Der Roman „Weltretten für Anfänger“ von Arto Paasilinna entstand bereits 1986 – also 4 Jahre vor meinem Lieblingsbuch „Der wunderbare Massenselbstmord“. Das hatte ich leider erst zum Ende des Hörbuchs hin herausgefunden. Wie auch bei seinen anderen Büchern bestechen schon der Titel und das Cover mit seiner Originalität. Surunen, seines Zeichens finnischer Sprachwissenschaftler, ist wahrlich ein Anfänger in Sachen Weltretten. Doch er ist wild entschlossen und verfügt über jede Menge Energie und Fantasie, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wie könnte ihn da ein unwissender Zollbeamter in Kalmanien (ein fiktives Land in Südamerika) aufhalten?! Der gute Mann denkt doch tatsächlich, dass es Finnland gar nicht gäbe. Mit seiner Freundin Anneli unterstützt Surunen seit Jahren politische Gefangene, so wie z. B. Ramon Lopez. Da allerdings die Obrigkeit in seinen Augen nichts unternimmt und nur wenig taugt, fühlt er sich geradezu berufen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. So bricht er zu einem aberwitzigen und gefährlichen Befreiungsunternehmen auf. Seine Reise führt ihn zunächst über Moskau, wo er mit dem russischen Pinguinforscher Lebkov so manche Flasche Whiskey leert. Dies ist der harmlose Anfang einer unglaublich skurrilen Reise nebst Erdbeben, Folter und Flucht durch ein diktatorisches Land. Vieles läuft nicht so wie geplant, doch der „kleine Magister“ Surunen weiß sich stets zu helfen und bleibt sich und seinem Vorhaben stets treu. Arto Paasilinna ist mit dem Roman „Weltretten für Anfänger“ eine Satire mit einer überspitzten, ironischen und wirklichkeitsfremden, aber auch bisweilen naiven Darstellung von Handlungen und Erlebnissen durch Surunen gelungen. Er reist dabei von einer Diktatur in die nächste – zwar nur fiktiv, aber erschreckend aktuell – und prangert das jeweilige Regime an. Sein Humor rutscht dabei oft in brutale Begebenheiten ab und der Leser sollte dies im Hinterkopf behalten, um nicht enttäuscht oder sogar entsetzt zu sein. In diesem Roman zählt nicht allein der überspitzte Humor des Autors. Jeder Charakter seiner Geschichte glaubt das, was ihm gerade passt und lässt sich von Titeln und einem entsprechenden Ambiente blenden. Das zeigt sich vor allem in Surunens Einladung zu einem Vortrag über die hellenistische Kultur, zu dem er die Frauen ranghoher Militärs und Politiker des südamerikanischen Landes Kalmanien einlädt. Letztlich lassen sich alle durch den Schein trügen, denn Surunen erzählt nur Mist. Er hat sich seinen Vortrag aus den Fingern gesogen und verkauft sich in einem ansprechenden Ambiente als Experte, um sich den Zugang zu hohen Kreisen zu verschaffen. Das mag in der Realität vielleicht nicht so gelingen, doch die Geschichte hat gezeigt, was alles möglich ist. Der Schreibstil des Autors ist stets einfach gehalten und sehr direkt. Durch Jürgen von der Lippe als Sprecher wird das Hörbuch sehr lebendig. Er gibt den Charakteren unterschiedliche Stimmen und eine ganz eigene Art zu sprechen, was dazu führt, dass innere Bilder entstehen. Besonders die letzte CD, die in Kytislawonien spielt, hat mich zum Lachen gebracht. Opa Flasza ist für mich ein typischer Paasilinna Charakter und war mir sofort sympathisch.  

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  • Immer muss man alles selber machen!

    Weltretten für Anfänger

    Durga108

    17. August 2017 um 10:36

    Ich habe dieses Hörbuch im Rahmen einer Hörrunde gehört, die wie folgt angekündigt war: "... Gute Laune garantiert! Ihr werdet euch vor Lachen den Bauch halten!" Diese Erwartung erfüllt das Hörbuch nicht. Das Thema ist ernst, von der Lippes humorvolle Art, jeder Person eine eigene Stimme zu verleihen sowie die skurrile Art des Autors Arto Paasilinna, die ganz gut zwischen der traurgen Realität hervorkriecht, haben mich jedoch oft zum Schmunzeln gebracht. Der finnische Gutmensch und Philologe Surunen macht sich auf nach Mittelamerika, in ein Land mit fiktivem Namen, um den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Auf dem Weg dahin trifft er in Russland auf den Pinguinforscher Sergej Lebkov, der einen Adler hat und viel Wodka trinkt. In der Diktatur Kalmatien angekommen, schafft es Surunen tatsächlich mit viel List politische Gefangene zu befreien. Unter ihnen war auch Lopez, der aber aufgrund der jahrelangen Folter und schlechten medizinischen Versorgung in der Gefangenschaft auf der Flucht stirbt. Den zweiten Gefangenen, einen Arzt, rettet Surunen jedoch, nimmt ihn mit zu seinem Freund Lebkov nach Moskau und findet sogar im kommunistischen Kytislawonien eine Stelle für ihn. Dem nicht genug, auch dort befreit der Philologe wieder kurzerhand zwei politische Gefangene, die in der psychiatrischen Abteilung eines kytislawonischen Krankenhauses zugrdöhnt mit Psychopharmaka vor sich hin vegitieren. Nach einer Odysee durch div. politische Regime kommt Surunen wohlbehalten nach Finnland zurück und findet ebenfalls sein Glück. Paasilinna hat das Buch bereits 1986 geschrieben, und lehnt sich an das damalige politische Weltgeschehen wie z.B. die Sowjetunion an. Erst 2016 wurde Weltretten für Anfänger ins Deutsche übersetzt; hat aber nichts an Aktualität und Brisanz verloren. Man denke nur an die politischen Gefangenen in der Türkei. Ich habe mir nicht vor Lachen den Bauch gehalten, dafür aber umso mehr geschmunzelt. Von der Lippe liest hervorragend, wenn auch oft leicht übertrieben und die Betrunkenen, die recht häufig in der Geschichte auftauchen, liest er mit so viel Inbrunst, dass sie manchmal sehr schlecht zu verstehen sind. Für mich ist Weltretten für Anfänger ein durchaus gelungener Hörgenuss.

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  • Surunnen als Weltretter

    Weltretten für Anfänger

    c_awards_ya_sin

    15. August 2017 um 14:51

    Weltretten für Anfänger ist als Hörbuch auf 4 CDs (311 Minuten) bei Bastei Audio erschienen und wird von Jürgen von der Lippe gelesen. Gewohnt skurril kommt diese Paasilinna-Geschichte daher und weißt einen sehr schwarzen, unterschwelligen Humor auf. Fast schon satirisch wird hier von Fremdsprachenlehrer Surunnen berichtet, der als Mitglied von Amnesty International in Finnland merken muss, dass sich so nichts bewegen lässt. Die Mühen die seine Partnerin Immonen und er in die Befreiung ihres Schützlings Lopez stecken sind vergebens.So beschließt Surunnen die Sommerferien zu nutzen und sich selbst auf in den Südamerikanischen Staat Kalmanien zu begeben.Einige herrliche Umwege führen den 'Retter Surunen', so der finnische Originaltitel zu seinem Ziel, der Befreiung Lopez' aus dem Gefängnis. Schwer erkrankt, aber immerhin frei verstirbt dieser, aber es konnten auch ein paar andere gerettet werden... Herrlich wird diese ganze Geschichte von Jürgen von der Lippe vorgetragen, der jeder Person ihren ganz eigenen Charakter verleiht und dies zu einem wahren Hörgenuss werden lässt. Wer den schwarzen finnischen Humor mag, der ist hier genau richtig!

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  • Bitterböse Satire, überzeugend interpretiert

    Weltretten für Anfänger

    solveig

    15. August 2017 um 09:20

      Welch eine Idee, die Sommerferien zu nutzen, um Menschenleben zu retten! Der finnische Sprachenlehrer Viljo Surunen und seine Freundin Anneli Immonen, beide engagierte Mitglieder bei Amnesty International, erkennen frustriert, dass sie mit Eingaben und Appellen an die kalmatische Regierung nichts erreichen: ihr Schützling Ramon Lopez bleibt in Haft. Surunen beschließt, selbst in das diktatorisch geführte Kalmatien zu fahren und ihn zu befreien. Während seiner Reise lernt der freiheitsliebende Finne die unterschiedlichsten Menschen kennen, gerät jedoch selbst in Lebensgefahr. Wie es dem mutigen Mann gelingt, Folter und Haft zu entkommen und trickreich die menschlichen Schwächen der Machthaber für seine Zwecke zu nutzen, erzählt Arto Paasilinna auf  sarkastische, tief schwarzhumorige Weise. Jürgen von der Lippe als Sprecher löst seine Aufgabe für mein Empfinden gut. Er interpretiert die einzelnen Charaktere lebendig, hebt den satirischen Charakter der Geschichte hervor, und doch spürt der Hörer hinter den Sätzen auch bitteren Ernst und die Realität. Paasilinna wählt die Satire als Mittel, um  Armut, Korruption, Folter und Unrecht anzuprangern. Seine Schilderungen der fiktiven Diktaturen  -   sowohl des südamerikanischen Staates Kalmatien, der den Kommunismus fürchtet, als auch des kommunistischen Kytislawonien (als Gegenpol)  -  zeugen von guter Kenntnis der Machtstrukturen und Unterdrückungsmechanismen und erinnern sehr stark an bekannte Staaten. Dabei muss erwähnt werden, dass Paasilinnas Roman bereits 1986 erschien, aber erst 2016 ins Deutsche übersetzt wurde; doch leider hat das Thema auch heute an Aktualität nicht verloren. Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack; der Roman trifft den Nerv, zwingt zum Weiterdenken. Surunens Rettungsaktion kann die Welt nicht verbessern und Unrechtssysteme abschaffen. Aber er ist wenigstens einer, der sich traut und beginnt, etwas zu unternehmen, ein „Anfänger“ im doppelten Wortsinn.

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  • Er wird befreit, koste es was es wolle – und sei es sein Leben!

    Weltretten für Anfänger

    MissStrawberry

    14. August 2017 um 17:42

    Der Finne Surunen macht sich auf den Weg, den seit vielen Jahren zu Unrecht in Haft sitzenden Lopez aus dem Gefängnis zu befreien. Dazu muss er nach Mittelamerika, nach Kalmatien. Sein Weg führt ihn jedoch zunächst nach Moskau zum Pinguinforscher Lebkov. Auf seinem Weg geschehen allerlei skurrile Dinge und Surunen geht sprichwörtlich über Leichen, um sein Ziel zu erreichen und sogar darüber hinaus zu schießen …Das Hörbuch wird von Jürgen von der Lippe gelesen. Allein dies entlockt dem Text ein wenig Humor. Zwar gibt es genug Stellen mit ironischem schwarzem Humor, doch finde ich vieles davon kein bisschen lustig oder zum Lachen. Im Gegenteil – besonders in der ersten Hälfte bleibt mir doch sehr oft das Lachen im Halse stecken. Wenn jemand auszieht, um einen Menschen aus der Gefangenschaft zu befreien und dabei keine Rücksicht auf Verluste nimmt, sogar selbst zum Mörder wird, dann kann ich da leider nicht lachen. Auch wenn man bedenkt, dass die Romanvorlage Mitte der 1980er Jahre geschrieben wurde, wird das für mich nicht besser.Von der Lippe holt raus, was rauszuholen ist, wenn auch seine – und davon gibt es genug – Passagen mit Betrunkenen kaum zu verstehen sind. Ein wiederkehrender Gag ist der Adler und schon da hört bei mir der Spaß einfach auf. Mag sein, dass ich überempfindlich bin und die Kernaussage einfach falsch verstehe, auch wenn ich ansonsten selten Probleme mit Interpretationen habe. Ein Fan des Autors wurde ich mit diesem Werk jedenfalls nicht. Das Buch ist recht sarkastisch und absolut skurril. Seine Aktualität wird wohl nie enden – politisch Gefangene gibt es auf der Welt viele und übereifrige Gutmenschen, die übers Ziel weit hinausschießen und vor lauter Weltrettung nicht sehen, was an Kollateralschäden entsteht, ebenso. Immerhin zeigt Paaslinna aber auch, dass sein Held mit seinen Heldentaten neue Probleme schafft. Zum Ausgleich lässt er ihn diese auch – vermeintlich – gleich zu lösen versuchen.Gegen Ende wird es dann etwas besser – da tauchen dann auch wirklich witzige Szenen auf, die zwar ebenfalls herrlich skurril sind, aber dennoch nicht makaber oder morbide. Hier hatte ich dann wirklichen Hörspaß.Es fällt mir schwer, dieses Hörbuch fair und sachlich zu bewerten. Emotionslos geht das nicht. Ich konnte es tatsächlich nur häppchenweise hören, brauchte dazwischen immer längere Pausen. Unterhaltung war es demnach nicht wirklich, sondern fast schon anstrengende Arbeit. Mir ist sehr wohl klar, dass Paaslinna mit dieser Story auf Missstände, die es auf der Welt gab, gibt und wohl leider auch noch lange geben wire, hinweisen möchte und versucht, den Leser aufzurütteln. Sein Weg ist nur leider in meinen Augen auf weiten Strecken denkbar ungeeignet.Auch nach einer Woche, in der das Hörbuch sacken konnte, bin ich noch so ratlos, wie direkt nach dem Ende. Es hat mich nicht überzeugt, aber wirkliche Zeitverschwendung war es auch nicht. So entscheide ich mich für die mittlere Bewertung: drei Sterne.

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