Arttu Tuominen

 4,1 Sterne bei 228 Bewertungen
Autor von Was wir verschweigen, Was wir verbergen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Arttu Tuominen (©Mikko Rasila)

Lebenslauf

Arttu Tuominen, geboren 1981, wurde für seinen Kriminalroman Was wir verschweigen in Finnland vielfach ausgezeichnet. Kritiker und Leser waren begeistert von den geschickt in die Story verwobenen Rückblenden in die Kindheit der Protagonisten sowie der sensiblen Zeichnung der komplexen Charaktere. Arrtu Tuominen lebt mit seiner Familie in der Küstenstadt Pori, in Mittelfinnland, dem Schauplatz des vorliegenden Krimis. Neben dem Schreiben hervorragender Kriminalromane arbeitet der Autor auch als Ingenieur für Umwelttechnik.                     

Quelle: Bastei Lübbe

Alle Bücher von Arttu Tuominen

Cover des Buches Was wir verschweigen (ISBN: 9783404188505)

Was wir verschweigen

(112)
Erschienen am 30.09.2022
Cover des Buches Was wir verbergen (ISBN: 9783404192168)

Was wir verbergen

(46)
Erschienen am 27.10.2023
Cover des Buches Was wir nie verzeihen (ISBN: 9783404193820)

Was wir nie verzeihen

(33)
Erschienen am 29.11.2024
Cover des Buches Was wir ihnen antun (ISBN: 9783404194919)

Was wir ihnen antun

(11)
Erschienen am 26.09.2025
Cover des Buches Was wir nicht sehen wollen (ISBN: 9783757701468)

Was wir nicht sehen wollen

(7)
Erschienen am 31.10.2025
Cover des Buches Was wir verschweigen/Was wir verbergen (ISBN: 9783751782890)

Was wir verschweigen/Was wir verbergen

(0)
Erschienen am 01.11.2024
Cover des Buches Was wir verschweigen (ISBN: 9783838799506)

Was wir verschweigen

(7)
Erschienen am 26.11.2021
Cover des Buches Was wir verbergen (ISBN: 9783785784433)

Was wir verbergen

(3)
Erschienen am 28.10.2022

Videos

Neue Rezensionen zu Arttu Tuominen

Cover des Buches Was wir nicht sehen wollen (ISBN: 9783757701468)
Lesezauber_Zeilenreises avatar

Rezension zu "Was wir nicht sehen wollen" von Arttu Tuominen

Lesezauber_Zeilenreise
Gewalttaten an Obdachlosen geben Rätsel auf

Inhaltsangabe Verlag: 
Ein Mord an einem Obdachlosen in der Innenstadt von Pori. Das Opfer wurde mit Benzin übergossen und angezündet. Eine entsetzliche Tat. Der Verdacht richtet sich sogleich auf eine Gruppe von Jugendlichen, die dafür bekannt ist, hilflose Menschen zu schikanieren. Aber würden die Randalierer so weit gehen und einen Menschen auf dermaßen brutale Weise umbringen? Die Ermittlungen in diesem heiklen Fall übernimmt Kommissarin Susanna Manner. Die Spur führt sie schon bald in die Welt der Ausgegrenzten, in Drogenhöhlen und Waldlager, unter Brücken und in Nachtunterkünfte. Und sie sieht ihren anfänglichen Verdacht mehr und mehr bestätigt: Ihr eigener Sohn ist womöglich in den Mord verwickelt ...

Meine Inhaltsangabe:
Die Gewalt an Obdachlosen in Pori nimmt zu, offensichtlich von einer Bande Jugendlicher begangen. Als es dann aber eskaliert und Obdachlose mit Benzin übergossen und angezündet werden, wirft ein Video aus einer Überwachungskamera, dass einen der Anschläge gefilmt hat, viele Fragen auf. Diese führen das Team von Chefin Susanne Manner, allen voran Juri Paloviita, Oksman und Linda, in die Obdachlosenszene, wo ihnen vom sogenannten Erlöser erzählt wird. Während das Team ermittelt, versucht Susanne Manner ihren auf die schiefe Bahn geratenen Sohn zu schützen, der in den organisierten Drogenhandel gerutscht ist. Wie weit wird sie dafür gehen?   

Erster Satz: »Der Erlöser legte Harri die Hand auf die Schulter.«

Mein Eindruck:
Jeder der inzwischen fünf Bände widmet sich einem der Figuren, diesmal steht Susanne Manner im Vordergrund. Ihr Interessenkonflikt (einerseits das Gesetz und ihr damit verbundener verantwortungsvoller Job, andererseits die Liebe zu ihrem Kind) ist fast schon körperlich spürbar und nimmt einen großen Teil der Handlung ein, ohne diese zu dominieren. Vielmehr wird auch jetzt wieder jeder der Charaktere beleuchtet, hat seine Momente und Auftritte, die letztlich zu einem spannenden, fesselnden und berührenden Krimi führen. Der stille, unaufgeregte Schreibstil Arttu Tuominens steht nur scheinbar im Konflikt mit der Brutalität der Gewalt gegen die Obdachlosen. Tatsächlich empfinde ich diese gerade dadurch noch viel eindrücklicher und unter die Haut gehend. Das ist schon kein leichtes Thema und ich habe richtig mitgelitten. Letztlich geht es um Macht in all ihren Facetten: Macht ausüben, Macht ausgeliefert sein, Macht missbrauchen. Ich mochte die beiden Schienen (die Obdachlosenmorde und die Drogensituation) sehr und auch wie die Figuren sich weiterentwickeln (mein heimlicher Favorit Oksman wird glatt ein wenig menschlicher und nahbarer) hat mir super gefallen. Ich hoffe, sie noch das eine oder andere Mal auf ihrem jeweiligen Weg weiter begleiten zu dürfen. Ein ruhiger, aber nicht minder an die Nerven gehender und spannender Krimi, der mich auf falsche Fährten gelockt und aller bestens unterhalten hat. 5/5 Sterne.

Cover des Buches Was wir nicht sehen wollen (ISBN: 9783757701468)
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Rezension zu "Was wir nicht sehen wollen" von Arttu Tuominen

Renken
Der Erlöser lässt die Schwachen in Flammen aufgehen

In Pori, einer finnischen Küstenstadt, kommt es zu Fällen der Selbstverbrennung, die sich zu einer Serie zu entwickeln scheint. Welche Rolle spielt der ominöse Erlöser? Und was haben die Jugendgang und der Drogendealer Dragan mit den Vorfällen zu tun? 

* Atmosphäre: bedrohlich und ausweglos 

* Kernthema: Obdachlosigkeit und das Übersehen 

* Spannung: hochgradig und auf starken Figuren betont 

* Für Fans von: nordische Spannungsliteratur 

WORUM ES GEHT:

Obdachlose übergießen sich selbst auf Anweisung des Erlösers mit Benzin und zünden sich an. Jugendgang und Drogendealer überziehen die Stadt mit Gewalt und Terror. Die Polizei in Pori kämpft neben der Kriminalität auch um ihre ganz eigenen privaten Sorgen und Ängste. 

MEIN EINDRUCK:

“Was wir nicht sehen wollen” von Arttu Tuominen bringt die Obdachlosigkeit in den Fokus. Er klagt förmlich an, dass sie als Menschen zweiter Klasse oft übersehen werden und in seiner Geschichte nicht einmal mehr als Opfer von Gewaltverbrechen wahrgenommen werden. 

Die bereits in den vier vorherigen Bänden eingeführten Charaktere sind in all ihrer Liebenswürdigkeit wieder dabei. Auch die Chefin Susanna Manner wird mit einer Verknüpfung zwischen Ermittlung und Privatleben konfrontiert. Dies verleiht der Figur eine eindrucksvolle, tiefe Bedeutung und macht sie zu einem besonderen Teil der Geschichte. 

Damit haben die in den bereits erschienenen Büchern vorgestellten Ermittler ihre ganz eigenen Geheimnisse, die sich direkt auf Ermittlungen auswirken. Auch Manner kommt in die Versuchung, die Ermittlung aus Gründen aus ihrem Umfeld zu beeinflussen. Erneut ein spannender und gewiefter Interessenkonflikt. 

Die Story besticht durch ein gutes Tempo und eine hohe Spannung. Das Finale hat mich leider nicht ganz überzeugt, da es dieses Mal für mich zu konstruiert und eskalierend erschien.

MEIN FAZIT:

Der fünfte Band setzt fort, was die ersten Bände bereits ausgezeichnet hat. Die Versuchung das eigene Amt zu nutzen, um sich selbst in einer bedrohlichen Situation einen Vorteil zu verschaffen, ergänzt die Kriminalhandlung enorm.. Die Charaktere sind lebendig und durchdacht. Die Geschichte absolut lesenswert. 

Cover des Buches Was wir ihnen antun (ISBN: 9783404194919)
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Rezension zu "Was wir ihnen antun" von Arttu Tuominen

Renken
Wenn Teenager sich von den Eltern freistrampeln und mit Peter Pan fliegen lernen.

In sozialen Netzwerken schmeichelt Peter Pan sich bei Wendy ein. Doch Wendy ist eine 13-jährige Schülerin , die erst vermisst und wenig später tot aufgefunden wird. Wird es Linda Toivonen trotz ihrer eigenen Probleme schaffen, diesen Mord aufzuklären und der Polizei in Pori gelingen, weitere Opfer zu verhindern ? 

  • Atmosphäre: düster und beängstigend real
  • Kernthema: Missbrauch von Kindern, Alkoholkonsum, Mutter-Tochter-Beziehungen
  • Spannung: realistisches Szenario mit gutem Tempo.
  • Für Fans von: Nordic Noir

WORUM ES GEHT:

In Pori, einer finnischen Küstenstadt, verschwindet die 13-jährige Laura. Zunächst geht man von einer weggelaufenen Jugendlichen aus, doch schnell wird daraus ein Vermisstenfalls, der von Linda Toivonen übernommen wird. Als dann in einer Fischreuse der leblose Körper des Teenagers aufgefunden wird, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Handelt es sich um einen Täter aus dem Umkreis von Laura oder ist es vielleicht sogar die Tat eines Serientäters?

MEIN EINDRUCK:

Der Kriminalroman “Was wir ihnen antun” von Arttu Tuominen um das Verschwinden von Laura und den Ermittlungen von Linda hat mich sehr schnell gepackt. Die offensichtlichen Verdachtsmomente springen sowohl dem Leser als auch dem Ermittlerteam sofort ins Auge. Natürlich liegen die Lösung und die Hintergründe sehr viel tiefer verborgen. 

Das Tempo und der Lesefluss sind hervorragend. Ich hatte Schwierigkeiten das Buch zur Seite zu legen. Arttu Tuominen gelingt es auch in dem vierten Band dieser Reihe, ein Bild einer finnischen Mittelstadt zu beschreiben, in der die Polizei sowohl mit grausamen Ereignissen, aber auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Das Thema Alkohol bleibt auch in diesem Band ein bestimmendes Element. 

Den Wechsel der Protagonisten in dieser Reihe finde ich herausragend. Während bisher Jari Paloviita und Henrik Oksman im Mittelpunkt standen, kommt nun Linda vollends an die Oberfläche. Sie bekommt hier eine ganz besondere Tiefe. Die Rückblenden in ihre eigene Jugend und ihre Mutter-Kind-Beziehung zu ihrer Mutter und zu ihrer Tochter geben Linda eine psychologische Tiefe und stimmen den Leser nachdenklich.

Der Fall an sich ist spannend konstruiert und für sich halte ich das Szenario für überaus realistisch. Damit übt die geschilderte Brutalität eine sehr beängstigende und haarsträubende Stimmung aus. Die Auflösung lag für mich recht nahe, bleibt aber in ihrer Erklärung und im Tempo spannend und lesenswert.

MEIN FAZIT:

Mich hat der vierte Teil der River-Delta-Reihe ebenso gefesselt wie seine Vorgänger. Der Wechsel der Protagonisten aus den Reihen der Polizei in Pori halte ich für sehr bemerkenswert. Alle Ermittler bekamen so ihre eigenen dunklen Geheimnisse und ihre eigene Vergangenheit, was sie sehr interessant macht, zumal dies immer verheimlicht und vertuscht wird.

Die Story ist absolut nachvollziehbar und könnte jederzeit genauso passieren. Hierdurch wird - auch durch die Schreibweise des Autors - ein realistisches und erschreckendes Szenario aufgebaut. Sehr empfehlenswert.  

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Was wir verschweigen
lisa_marie806s avatar
lisa_marie806

Ein typisch finnischer Mord? Der Tod eines erstochenen Mannes in einem Holzhaus scheint schnell aufgeklärt, da ein Verdächtiger im nahe gelegenen Wald festgenommen werden kann. Doch Kommissar Jari Paloviita kennt den Festgenommenen: Wie weit geht Jari, um seinen unter Mordverdacht stehenden besten Freund zu retten?

Habt ihr Lust auf nervenaufreibende Spannung, vielschichtige Charaktere und
den besten Kriminalroman Finnlands 2020? Dann bewerbt euch für unsere
neue Crime Club Leserunde.

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