Artur Rosenstern Planet Germania

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Inhaltsangabe zu „Planet Germania“ von Artur Rosenstern

»Hascht du viele PS, bischt du was, hascht du wenig PS, bischt du nix!« Kurz nach seiner Ankunft in Deutschland bekommt Andrej aus Kasachstan diesen Satz zu hören. Von nun an setzt er alles daran, etwas zu werden: ein Auto muss her und Deutsch will er lernen, damit er bald ein echter Wessi ist. In Hannover, wo angeblich das beste Deutsch gesprochen wird, soll er einen Sprachkurs machen. Überra­schend trifft er dort seinen früheren Schulfreund und Nachbarn Murat. Murat hat auch Ziele, auch er will etwas werden: zunächst Millionär und später Präsident von Kasachstan. – Doch bis aus den beiden etwas wird, müssen sie lernen, sich in der fremden Heimat zurechtzufinden. Mehr als einmal kommen sie sich wie Außerirdische vor, die den unbekannten Planeten Germania erkunden müssen: nicht nur die Sprache bietet Stolpersteine, auch Sitten und Gebräuche der Deutschen halten so manche Merkwürdigkeit für die beiden Freunde bereit. – Artur Rosenstern kam selbst 1990 aus Kasachstan nach Deutsch­land, dem Land seiner schwäbischen Vor­fah­ren. Auch wenn diese Erzählung nicht autobiographisch ist, schließt er Ähnlichkeiten mit eigenen Erlebnissen nicht aus. Und lässt uns so mit seinem Buch an Erfahrungen von Menschen teilhaben, die als Fremde nach Deutschland kommen.

Ein sehr kurzes Buch, das von der Integration zweier "Ausländer" in Deutschland handelt. Guter Ansatz, jedoch noch ausbaufähig.

— camilla1303
camilla1303

Sehr bemühter Humor. Konstruierte Protagonisten, die nicht wirklich lebendig werden und nichts Großartiges erleben.

— wandablue
wandablue

Ein wunderbares Buch! Eine tolle Geschichte zweier Einwanderer, die zum Nachdenken regt und sich schön flüssig lesen lässt.

— Aurora1209
Aurora1209

Fremdsein als Kasache im Deutschland der 90er, in unterhaltsamen Anekdoten erzählt. Nachdenklich stimmend, aber etwas zu knapp.

— vanessabln
vanessabln

Einblicke in die Gedanken zweier russischen Einwanderer im Jahr 1990 - super geschrieben, lustig und leicht zu lesen; etwas kurz

— Claire20
Claire20

Eine humorvolle Perspektive auf Integration.

— Larischen
Larischen

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    Planet Germania
    mrsapplejuiice

    mrsapplejuiice

    17. March 2016 um 08:58

    Zum Cover:Ich weiss ehrlich gesagt nicht, welches Cover mir besser gefällt. Das "Alte", mit einem 80-90er Jahre Flair der einen sofort in die Zeit des Buches wirft, oder das "Neue" mit den Marsmännchen auf dem Weg nach Deutschland. Beide Cover passen zu dem Buch und obwohl ersteres etwas ernsthafter rüberkommt, zieht letzteres wahrscheinlich deutlich mehr Blicke auf sich.Zur Geschichte:Andrej, ein junger Kasache mit schwäbischen Vorfahren, kommt quasi ohne ein Wort Deutsch zu können, nach Deutschland. Dort ist einer der ersten Sätze die er hört: "Hascht du viele PS, bischt du was, hascht du wenig PS, bischt du nix". Andrej nimmt sich also vor ein Auto zu kaufen. Vorher müssen aber noch ein paar Dinge geklärt werden. Das Ziel: ein echter Wessi zu werden. In Hannover, wo angeblich das beste Deutsch gesprochen wird, trifft er auf seinen ehemaligen Schulkameraden Murat, der es auch zu etwas bringen möchte: erst Millionär, dann Präsident von Kasachstan.Doch bevor sie ihre Pläne umsetzen können, müssen die beiden sich mit der neuen Kultur, der neuen Sprache und den neuen Menschen auseinandersetzen. Es beginnt ein mal lustiges, mal bewegendes und mal nervenaufreibendes Abenteuer in der fremden, neuen Heimat namens Deutschland.Meine Meinung:Als ich das Buch vom Autor angeboten bekam, habe ich nicht zweimal überlegt. Als Tochter eines nicht-Deutschen, als Deutsche in Spanien, als Wiedereinwanderin, als Freundin eines Sohnes zweier Russlands-Deutscher (lustigerweise auch aus Kasachstan), MUSSTE ich das Buch einfach lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht!Die Geschichte von Andrej wird durch den Autor so toll erzählt, dass er einem sofort sympathisch ist ohne viel getan zu haben. Seine irgendwie kindliche Naivität, wie man im Westen zu etwas wird, trifft auf einen doch starken Kampfgeist, der zwar manchmal etwas gedrückt wird, aber meistens die Hürden auf sich nimmt. Der Kulturschock ist nicht ohne. Deutschland wurde in seiner Heimat ganz anders dargestellt als es eigentlich ist und Andrej hat oft Probleme mit der sehr öffentlichen Darstellung deutscher und internationaler (westlicher) Werte.Bei Murat hatte ich oft das Gefühl, ein kleines Kind vor mir zu haben. Er ist quasi die Verkörperung eines am ökonomischen und sozialen Aufstieg orientierten-Sowjet, die ein bisschen durch den Kakao gezogen wurde. Dies geschieht jedoch nicht im negativen Sinne! Ganz und gar nicht! Trotz Murats etwas anderen Einstellung wird er sehr liebevoll dargestellt.Die weiteren Charaktere sind nicht unheimlich rund, was aber kein Problem ist, denn es geht nur um Andrej und Murat und wie sie sich nach und nach besser in diesem Tohuwabohu an Gesellschaft zurechtfindet. Dabei entsteht einiges an Situationskomik die den Leser auch in etwas schwereren Situationen an der Stange hält.Artur Rosenstern hat es in seinem Debüt geschafft eine Brücke zwischen komischen Situationen und den Gefühlen eines "Neuen" herzustellen ohne Vorurteilen noch weiteres Holz zum Brennen zu liefern. Er hat mir wieder vor Augen geführt was für ein tolles Erlebnis und was für eine tolle Chance es ist einmal wirklich fremd zu sein. Nicht für 1 Woche oder 1 Monat, sondern auf unbestimmte Zeit.Fazit:Der Autor schafft es, trotz Kritik am Umgang der Westdeutschen mit den sowjetischen Einwanderern, nicht den Humor zu verlieren. So wirkt diese Geschichte nicht wie eine Moralpredigt, sondern ist spannend zu lesen und regt zum Nachdenken an, was gerade in der jetzigen Situation ein toller Stoss in die richtige Richtung ist.

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  • Leserunde zu "Planet Germania" von Artur Rosenstern

    Planet Germania
    rosenstern

    rosenstern

    Hallo liebe Leser, ich starte die erste Leserunde mit "Planet Germania" aus dem Bereich Cross Culture und Komische Literatur.   Die Geschichte handelt von zwei ungleichen Freunden, die nach Deutschland kommen und das für sie fremde Land nach und nach erkunden. Weil sie vieles nicht verstehen,  kommt es oft zu Missverständnissen und Zusammenstößen mit den Vertretern der "germanischen" Spezies (den Wessis, welche angeblich die besten Brötchen auf der Welt backen und die schnellsten Autos fahren...)  Alles in allem ein Buch, das helfen soll, die Einwanderer besser zu verstehen ... Doch auch die Deutschen ... von den Einwanderern ... :-)  Hier der ganze Klappentext: Hascht du viele PS, bischt du was, hascht du wenig PS, bischt du nix! Kurz nach seiner Ankunft in Deutschland bekommt Andrej aus Kasachstan diesen Satz zu hören. Von nun an setzt er alles daran, etwas zu werden: ein Auto muss her und Deutsch will er lernen, damit er bald ein echter Wessi ist. In Hannover, wo angeblich das beste Deutsch gesprochen wird, soll er einen Sprachkurs machen. Überra­schend trifft er dort seinen früheren Schulfreund und Nachbarn Murat. Murat hat auch Ziele, auch er will etwas werden: zunächst Millionär und später Präsident von Kasachstan. Doch bis aus den beiden etwas wird, müssen sie lernen, sich in der fremden Heimat zurechtzufinden. Mehr als einmal kommen sie sich wie Außerirdische vor, die den unbekannten Planeten Germania erkunden müssen: nicht nur die Sprache bietet Stolpersteine, auch Sitten und Gebräuche der Deutschen halten so manche Merkwürdigkeit für die beiden Freunde bereit. Hier findet ihr die Leseprobe:  http://www.book2look.com/book/yMhPrgl9Zx Leser können sich um 10 Printexemplare der neuen Ausgabe und fünf eBooks (Kindle) bis zum 31. Dezember 2015 bewerben.    !!!Die Gewinner stehen nun fest! S. den Beitrag von mir am 2.01.2016!!! 

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  • Von der Chance fremd zu sein... Zwei "Ausländer" und ihre Integration in Deutschland

    Planet Germania
    camilla1303

    camilla1303

    05. February 2016 um 21:34

    "Hascht du viele PS, bischt du was, hascht du wenig PS, bischt du nix!" ,so beginnt der Klappentext zum Buch „Planet Germania – Über die Chance, fremd zu sein“ von Artur Rosenstern. In dem Buch aus dem Verlag Monika Fuchs lernt man den Protagonisten Andrej kennen, der aus kasachstan nach Deutschland gekommen ist, um ein echter Wessi zu werden. Vom Arbeitsamt wird er zu einem Deutschkurs nach Hannover geschickt, wo er auf seinen früheren Schulfreund Murat trifft, der ebenfalls aus Kasachstan nach Deutschland gekommen ist, um zunächst Millionär und später Präsident von Kasachstan zu werden. In „Planet Germania“ erhält der Leser einen kleinen Einblick, wie es Ausländern in Deutschland ergehen kann, mit welchen Hürden sie kämpfen müssen, wie schwierig es ist eine neue Sprache zu lernen und wie schwer es ist anerkannt zu werden. Mehr als einmal kommen sich Andrej und Murat wie Außerirdische vor, die den unbekannten Planeten Germania erkunden müssen. Der erwartete Humor blieb in den meisten Kapiteln aus und der Schreibstil des Autors ist, obwohl leicht zu lesen, sehr gewöhnungsbedürftig und hat mich leider nicht überzeugt. Das Buch hat einen guten Ansatz, wäre aber noch ausbaufähig. In den meisten Kapiteln hätte ich mir gewünscht, dass einzelne Szenen ausführlicher erläutert worden wären.

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  • Planet Germania

    Planet Germania
    Blaustern

    Blaustern

    03. February 2016 um 16:17

    Kurz nach der Wiedervereinigung siedelt Andrej nach Deutschland über, nach Westdeutschland und möchte nichts sehnlicher, als ein echter Wessi werden. Doch die Sache gestaltet sich schwierig, denn so einfach schüttelt man die eigene Kultur nicht ab und schon mit der Sprache hapert es da mächtig. So wird ihm vom Arbeitsamt zunächst einmal ein Sprachkurs in Hannover angeboten, wo er dann auf seinen alten Kumpel Murat aus der Heimat trifft. Was ist die Welt doch klein. So haben sich die Freunde wiedergetroffen und meistern die Sache nun gemeinsam. Doch Murat hat ganz andere Vorstellungen von einem Leben im Deutschland. Er will nämlich einfach nur Millionär werden und damit dann der Präsident von Kasachstan werden. In diesem Buch erhalten wir einen kleinen Einblick, wie es Ausländern in Deutschland ergehen kann, mit welchen Hürden sie kämpfen müssen und wie schwer es ist, anerkannt zu werden bzw. eine neue Sprache zu lernen. Auf eine humorvolle und verständliche Art wird es hier wiedergegeben, und besonders Murat wächst einem hier ans Herz mit seiner unbekümmerten Art eines Wiederaufstehmännchens. Er macht viel Quatsch und manches ist sicherlich übertrieben, aber man kann sich darüber köstlich amüsieren. Andrej, der diese Geschichte erzählt, ist da eher der Vernünftige, der viel philosophiert. Obwohl er trotzdem bei Murats Art, Geld zu verdienen mit reingefallen ist. Durch die vielen philosophischen Stellen in diesem Buch, die die beiden teils mit dem Psychotherapeuten diskutieren, kommt man schon ins Nachdenken. Der Schreibstil lässt sich aber leicht lesen.

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  • Aus dem großen Vaterland in die kleine Bundesrepublik

    Planet Germania
    TochterAlice

    TochterAlice

    03. February 2016 um 11:55

    Aus dem großen Vaterland, nämlich der Sowjetunion, in die kleine - allerdings vor kurzem durch die Wende durchaus angewachsene - Bundesrepublik verschlägt es den deutschstämmigen Kasachen Andrej und er fühlt sich schon ein bisschen verloren, wenn auch durchaus Willens, das Land zu erobern. Gut, dass er kurz nach seiner Ankunft seinen alten Kumpel Murat trifft - zu zweit lässt es sich leichter mit all dem Neuen zurecht kommen. Wirklich? Nicht ganz, denn Murat ist um einiges anders gepolt als Andrej, man könnte sagen, um einiges experimentierfreudiger. Gemeinsam geraten sie in das ein oder andere Abenteuer. Wer hätte gedacht, dass das behäbige Deutschland so etwas bietet. Tut es ja auch nicht bzw. nur in Maßen. Leider muss ich sagen, dass die Erlebnisse von Andrej und Murat nur mäßig spannend waren und der umständliche Erzählstil des Autors Artur Rosenstern, selbst 1990 aus Kasachstan nach Deutschland gekommen, sein Übriges tat. Ich hatte mir spritzige kleine Geschichten so im Stil des frühen Kaminer erhofft. "Russendisco" und mehr noch "Militärmusik" haben mir außerordentlich gut gefallen und ich dachte mir, dass Rosenstern in die gleiche Richtung geht. Leider nicht - auch wenn durchaus ein paar gute Ansätze, lustige Ideen vorhanden sind, bleibt es belanglos. Wenn ich ganz fies wäre, würde ich sagen "langweilig'". Tue ich aber nicht... dennoch: leider keine Empfehlung von mir.

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  • Aktuelles Thema der Einwanderer

    Planet Germania
    kris006

    kris006

    24. January 2016 um 01:51

    Im Jahr 1990 kommt der Zirkusmusiker Andrej von Kasastan nach Hannover. Gelockt vom deutschen Wohlstand möchte er ein echter Wessi werden. Gemeinsam mit seinem Nachbarn Murat kämpft Andrej sich durch die deutsche Sprache und deutsche Gepflogenheiten. Schnell werden die zwei, die nicht unterschiedlicher sein können, zu Freunden und meistern so einige gute und schlechte Zeiten auf dem Weg zum echten Wessi. Ich finde das Cover sehr lustig gestaltet und den Titel gut gewählt. Ich hatte großes Interesse an dem Buch, da das Thema nicht aktueller hätte sein können. Ich mag die Geschichte von Andrej und Murat die zusammen als Einwanderer Deutschland und die Sprache kennen lernen. Schade finde ich das die Kapitel sehr schnell abgearbeitet wurden sind, ich hätte mir in einigen Themen mehr Tiefgang gewünscht. Der erwartete Humor blieb in den meisten Kapiteln aus, es gab nur wenige Schmunzelmomente. Alles in allem finde ich das Buch mit seinen Kernaussagen gut aber auch ausbaufähig.

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  • Rezension: "Planet Germania" (Artur Rosenstern)

    Planet Germania
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    23. January 2016 um 17:02

    Zum Inhalt: Der junge Kasache Andrej wandert 1990 nach Deutschland aus, um dort sein Glück zu finden. Um ein echter "Wessi" zu werden, besucht er in Hannover, der Brutstätte des Hochdeutschen, einen mehrmonatigen Sprachkurs und versucht nicht nur, sich mit den deutschen Eigenheiten zurechtzufinden, sondern auch im Geschäftsleben Fuß zu fassen. Denn nur, wer etwas hat, ist auch etwas, so lautet der Volksmund. Doch was ist überhaupt dieses "etwas"? Andrejs bester Freund Murat ist sich da ganz sicher: Geld - denn nur als Millionär bist du etwas! Und deshalb arbeitet er unermüdlich an diversen Geschäftsmodellen und zieht Sergej dabei in so manch skurrile Situation mit hinein. Meine Meinung: Es ist schwierig, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen. Auf dem Cover steht "Erzählungen", und das trifft es vielleicht am besten. Episodenhaft wird erzählt, wie sich Andrej und Murat in Deutschland zurechtfinden. Artur Rosenstern ist selbst 1990 als Sohn von Russlanddeutschen aus Kasachstan nach Deutschland ausgewandert. Sicherlich gibt es hier ein paar Parallelen zum Protagonisten und das ein oder andere autobiographische Element, aber "Planet Germania" ist keine Autobiographie und soll auch nicht als solche angesehen werden. Das von Andrejs schwäbischem Onkel dahingesagte Lebensmotto "Hascht du viele PS, bischt du was, hascht du wenig PS, bischt du nix!" wird Andrej, Murat und Murats behandelnden Psychiater das ganze Buch hindurch beschäftigen. Hier werden ein paar interessante Gedankenansätze zu den Themen Fremdsein, Integration und Identität angesprochen, die jedoch - vermutlich aufgrund des Umfangs des Buches - weitestgehend oberflächlich bleiben. Entweder bemüht sich der Leser, sich seine eigenen Gedanken zur Thematik zu machen - oder eben nicht... Allgemein fiel es mir bei manchen Szenen eher schwer, einen Sinn dahinter zu sehen. Die meisten Erlebnisse von Andrej und Murat sind wenig zielführend, und auch die durch den Klappentext gesetzten Erwartungen blieben für mich weitestgehend unerfüllt. Ich hatte mehr über die deutschen Eigenarten erwartet und über die Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropäern, aber Andrej und Murat bleiben meist unter sich bzw. anderen Osteuropäern und mischen sich nicht oft unter die Einheimischen. Bis auf die typischen Kaffeefahrten und den Bierkonsum der Deutschen wird hier eher wenig auf die auf Immigranten befremdlich wirkenden deutschen Eigenarten eingegangen. Das fand ich persönlich ziemlich schade. Vielleicht habe ich hier einfach den Klappentext falsch interpretiert. Ich hatte das Glück, das Buch im Rahmen einer Leserunde kennenzulernen, bei der es viele Erläuterungen und Ergänzungen durch den Autor gab, die mir etwas halfen, seine Intentionen besser nachvollziehen zu können. Schade, dass nicht jeder Leser diese Möglichkeit hat, denn ich denke, dass manche Szenen einfach besser angekommen wären, wenn manche Dinge anders oder ausführlicher erzählt worden wären. Rosensterns Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, wenngleich mich der Humor nicht so ganz überzeugen konnte. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass ein paar Szenen ausführlicher gewesen oder erläutert worden wären. Durch die Dünne des Buches ist man durch Andrejs und Murats Abenteuer recht schnell durchgeflogen, und zur bloßen Unterhaltung ist das Buch sicherlich gut geeignet, da es recht kurzweilig ist. "Planet Germania" ist Rosensterns erstes belletristisches Werk. Alles in allem ist es ihm gut gelungen, hat aber noch einige Schwächen. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, und deshalb freue ich mich auf weitere Werke dieses Autors.

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  • Über die Chance, fremd zu sein...

    Planet Germania
    Aurora1209

    Aurora1209

    Buch: Planet GermaniaVerlag: Monika FuchsAutor: Artur Rosenstern Cover:Die Illustration gefällt mir sehr, da sie sich auf den Titel bezieht, der Planet Germania heißt. Deutschland, ein neuer Planet, ja, so fühlt man sich, wenn man sich in einem völlig neuen Land zurechtfinden muss. Inhalt: In dem Buch geht es um Andrej und Murat, zwei Einwanderer, die beide nach Deutschland ausgewandert sind und sich hier zurechtfinden müssen. Die beiden Schulfreunde treffen sich zufällig bei einem Sprachkurs in Hannover. Zusammen erkunden sie Deutschland, lernen die merkwürdigen Sitten der Deutschen kennen und meistern gemeinsam die vielen Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen. Sie lernen viele Menschen kennen und haben eine wundervolle Zeit gemeinsam. Meine Meinung; Ein solches Buch habe ich in der Art noch nie zuvor gelesen. Das Buch erzählt in der "Er-Perspektive", wie Murat und Andrej sich ihn Deutschland zurechtfinden. Die Perspektive zweier Einwanderer zu erfahren, war sehr interessant. Die beiden Protagonisten Andrej und Murat sind zwei unterschiedliche Charaktere, die beide tolle Eigenschaften an sich haben. Andrej ist eher der ruhige und philosophische Typ und Murat ist der witzige und teils naive Typ. Beide Charaktere kommen sehr sympathisch rüber. Die Kapitel erzählen jeweils eine andere Situation, die teilweise autobiographisch ist, mit der sich aber auch ganz viele Einwanderer identifizieren können. Die Schreibweise ist sehr angenehm. Die Kapitel sind ziemlich kurz, doch dadurch ließ sich das Buch schnell und flüssig lesen. Man konnte alles gut verstehen und nachvollziehen. Die Kapitel waren alle sehr unterhaltsam und humorvoll. Ich musste an vielen Stellen schmunzeln und manche Stellen haben mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Ich fand interessant zus lesen, wie sich die beiden Einwanderer fühlen und wie sie die deutschen Sitten wahrgenommen haben. Das Motto der beiden/die Frage die sie die ganze Zeit begleitet hat, lautete ja"Bist du etwas, hast du etwas". Besonders Murat, der die Million anstrebt(und sie tatsächlich erreicht!), ist der Ansicht, dass nur Geld wichtig ist. Durch Dr.Dudinger aber, erkennen sie, dass Werte wie Freundschaften viel wichtiger sind. Mir hat sehr gut gefallen, wie die Idee dieses Buches im Buch angesprochen wurde. Auch wenn das Buch sich 1990 abspielt, spricht es die aktuellen Probleme an. Die Integration, leichter gesagt, als getan und genau das ist es, was dieses Buch ausmacht. Es regt zum Nachdenken und hinterfragt die Chancen der Integration.  Ein tolles Buch, was sich auch auf die aktuelle Lage bezieht. Mit viel Humor erzählt dieses Buch wie Murat und Andrej sich auf dem "Planeten Germania" zurecht finden. 5 Sterne für ein lesenswertes Buch!

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    • 3
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    23. January 2016 um 16:41
  • Mischmasch

    Planet Germania
    wandablue

    wandablue

    Belangloser Mischmasch Erlebnisbericht oder Satire? Leider keines von beidem. Der Autor, 1990 als Russlanddeutscher (?) nach Deutschland eingewandert, versucht anhand seiner beiden Protagonisten Murat, der unbedingt Millionär werden will und dem gutmütigen musischen Andrej, die Schwierigkeiten zu verdeutlichen, die ein Zuwanderer aus einer anderen Kultur zu meistern hat. Darunter fällt natürlich der Gang aufs Arbeitsamt und die Begegnung mit der deutschen Bürokratie. Was nicht in Paragraphen gefasst ist, existiert gar nicht. Die beiden erleben unseriöse Verkaufspraktiken auf Kaffeefahrt, staunen über die Wegwerfgesellschaft, stoßen überraschend auf die Nacktbadekultur (nicht gar so typisch), begeben sich in Psychotherapie und dgl. mehr. Die kurzen Geschichten und Kapitel sind indes recht belanglos sowie ungenügend aufbereitet. Sie sind weder witzig genug auf der einen Seite noch authentisch genug auf der anderen, sie bleiben in jedem Fall an der Oberfläche. Ich erkenne den Planeten Germania darin nicht wieder und kann deshalb nicht über mich selbst lachen, noch kann ich mir vorstellen, dass irgendein Einwanderer Gewinn daraus ziehen könnte, von daher ist das Büchlein ausser für den, der die Geschichten erlebt hat, nicht von Interesse. Irgendetwas erlebt zu haben und darüber zu schreiben, z.B. dass einem die Badehose vom Po rutscht, reicht nicht aus, um ein fesselndes oder gar berührendes Buch auf den Tisch zu legen. Fazit: Belangloser Mischmasch. Doch bedenken wir das Büchlein dennoch wohlwollend mit zwei Punkten als einen der ersten Schritte im schriftstellerischen Bereich. Jeder fängt mal klein an. Verlag: Monika Fuchs, 2015 Kategorie: leichte Unterhaltung

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    • 2
  • Unterhaltsame Anekdoten zweier Kasachen

    Planet Germania
    vanessabln

    vanessabln

    20. January 2016 um 14:14

    Das Buch "Planet Germania" greift ein immer wieder aktuelles Thema auf, denn nicht nur in den 90ern kamen/kommen Einwanderer nach Deutschland. In diesem Falle sind es im gerade wiedervereinigten Land die beiden Kasachen Andrej und Murat, die sich zufällig in der neuen Wahlheimat wiedertreffen. Ganz so einfach ist es dann doch nicht mit dem neuen Leben. Nicht nur die andere Kultur und Sprache machen es ihnen zunächst schwer. Aber sie sind zu allem bereit, kämpfen sich durch die Sprachschule, anfangs vielversprechende Jobs, Vorurteile und deutsche Hausparties. Die beiden Protagonisten zeigen, wie Freundschaft geht, auch wenn man recht unterschiedliche Charaktere hat, und dass auch Einwanderer (genauso wie Einheimische) verschiedene Ziele im Leben haben können. Murat ist in seiner optimistischen, manchmal etwas naiven Art fest entschlossen, Millionär zu werden, während Andrej sich vermehrt mit philosophischen Überlegungen und den Feinheiten der deutschen Kultur und Mentalität befasst. Dabei ist zufällig ein Psychotherapeut sehr nützlich, den Murat eigentlich aus einem ganz anderen Grund aufsuchen muss. Das Buch besteht aus recht unterschiedlichen Kapiteln, die teilweise überspitzte Anekdoten aus dem Alltag der beiden erzählen sowie auch nachdenklich stimmen bzw. die Problematik und Chancen dieses Themas (wie bereits das Cover sagt) aufzeigen. Ich fand manches ein wenig zu kurz abgehakt, was aber sicher an der Kürze des Buches liegt, das ja kein Sachbuch, sondern eine unterhaltsame Lektüre sein soll. An manchen Stellen hätte ich gerne noch mehr gewusst über die beiden Freunde und ihren Alltag, so dass es noch etwas "runder" hätte sein können.

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  • Russische und Deutsche Seele

    Planet Germania
    Claire20

    Claire20

    Was für ein Zufall, dass Andrej beim Sprachkurs in Hannover seinen alten Freund und Nachbarn Murat wieder trifft. Andrej ist der Protagonist dieses Buches, aber auch Murat nimmt neben ihm die größte Rolle ein. Es ist erstaunlich, was die beiden alles erleben; es sind ganz ausgefallene Situationen dabei, wie ein Hallenbadbesuch mit besonderen "Zeitzonen" :) Dieser Roman wird von einem auktorialen Erzähler aus der Perspektive von Andrej geschildert. Dieses Buch war leicht, flüssig und gut zu lesen. Ich habe einen Einblick bekommen, wie sich ein Kasache fühlen kann, wenn er nach Deutschland einwandert. Die Philosophischen Anteile haben mir besonders gut gefallen und ich werde noch weiter über sie nachdenken. Gelungen fand ich auch einen Abschnitt, wo das Buch auf sich selbst Bezug nimmt. Nun sind schon einige Jahre vergangen, und es ist nicht mehr das Jahr 1990, doch glaube ich, dass viele Punkte auch noch heute aktuell sind. - Wenn euch das jetzt neugierig gemacht hat - kann ich dieses Buch empfehlen zu lesen. Ich fand es fast zu kurz, aber somit vielleicht auch etwas für Lesemuffel, wie Murat auch einer ist :)

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    • 2
  • Über Integration und die Deutschen

    Planet Germania
    Larischen

    Larischen

    11. January 2016 um 14:54

    Deutschland, 1990: Der kasachische Zirkusmusiker Andrej wandert nach Deutschland aus - in den vermeintlich goldenen Westen. Sein Ziel ist es ein "echter Wessi" zu werden und so versucht er sich schnell zu integrieren. In der Sprachschule trifft er auf seinen ehmaligen Nachbarn Murat, der sein Glück (oder vielmehr seine Million) ebenfalls in Deutschland sucht. Eine Schicksalsgemeinschaft, aus der langsam aber sicher eine Freundschaft wird. Die beiden meistern die Hürden der Integration gemeinsam - egal ob es sich um Sprache, Beruf, Frauen oder Kultur handelt. Artur Rosenstern erzählt in "Planet Germania" humorvoll verschiedene Geschichten rund um die beiden Neudeutschen Andrej und Murat. Die kurzen Kapitel erzählen kleine Episoden der Integration und kratzen dabei leider oft nur an der Oberfläche. Ich hätte mir gewünscht, dass es vielleicht weniger Anekdoten erzählt werden, diese dafür ausführlicher ausgearbeitet werden. Mit manchen Kapitel wusste ich nämlich auch nicht so viel anzufangen. Dennoch werden viele wichtige Aspekte thematisiert. Die besondere Stärke des Buches ist dabei wohl der Humor, mit dem das durchaus ernste Thema abgehandelt wird. Durch den schnellen Erzählstil kann man sich nicht so sehr in die Figuren hinein versetzen. Da blebit die ein oder andere Entwicklung für den Leser nicht nachvollziehbar. Ein unterhaltsames Büchlein über Integration, dass man schnell durchgelesen hat und dem Leser die ein oder andere neue Perspektive eröffnet.

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  • Planet Germania

    Planet Germania
    seschat

    seschat

    08. January 2016 um 17:07

    INHALTDie Kasachen Andrej und Murat kommen in den 90er-Jahren nach Deutschland. In Hannover hoffen sie, ein neues, besseres Leben zu finden. Doch im goldenen Westen ist längst nicht alles so golden, wie gedacht. Denn es gilt, Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede zu erkennen und zu umschiffen... MEINUNGArtur Rosensterns Erzählung "Planet Germania" könnte aktueller nicht sein. Es geht um das Thema Integration, die damit verbundenen Chancen und Stolperfallen. Die gegenwärtige "Flüchtlingskrise" in Deutschland beherrscht seit Sommer 2015 die Medien. Viele deutsche Bürger sind deswegen verunsichert und haben regelrecht Angst vor den Fremden. Rosensteins Buch könnte hierbei nötige Aufklärungsarbeit leisten.Denn am Beispiel der beiden Protagonisten Andrej und Murat wird gezeigt, wie es Einwanderern in Deutschland ergeht und was diese umtreibt. Andrej und Murat suchen ihr persönliches Glück in einem fremden Land, müssen dafür eine andere Sprache und eine andere Mentalität verstehen lernen. Das ist nicht immer einfach, kann aber für beide Seiten durchaus vorteilhaft sein. Als Leser fühlt man mit den Charakteren mit, wenn deren Diplome in Deutschland nicht anerkannt, ihnen überteuerte Versicherungen angedreht oder sie Opfer von Verständnisproblemen werden. Inhaltlich verfolgt dieses Buch einen ehrbaren Auftrag. Es plädiert für mehr Mitmenschlichkeit und Verständnis. Als Deutscher bekommt man einen guten Einblick in die Alltagswelt der Migranten, kann also einmal die Perspektive wechseln; was zu vielfältigen Erkenntnissen führt. Aus erzählerischer Sicht konnte mich Rosensterns Werk leider nicht überzeugen. Hier geriet vieles zu zäh und etwas zu klischeehaft. Sicherlich wurde vieles innerhalb der Argumentation auf die Spitze getrieben und sollte dadurch komisch wirken - bei mir kam dies aber leider nicht an. FAZIT In diesem Buch wird Integration sehr anschaulich und gut nachvollziehbar erklärt, doch hat mir innerhalb der Geschichte das gewisse Etwas gefehlt.

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  • Ein Buch, für das man sich Zeit zum Nachdenken nehmen sollte!

    Planet Germania
    Die-wein

    Die-wein

    15. August 2015 um 16:36

    Als Andrej kurz nach dem Mauerfall aus Kasachstan übersiedelt nach Westdeutschland, wünscht er sich nichts sehnlicher, als ein richtiger Westdeutscher zu werden. Viel gehört hat er seit seiner Kindheit über die Verhaltensweisen der Deutschen und so hat er sich vorgenommen, genauso zu werden wie sie, sowie Freunde und Anerkennung zu finden in der neuen Heimat. Dass er in der Fremde ausgerechnet auf seinen ehemaligen Nachbarn und Schulfreund Murat trifft, damit hat er jedoch nicht gerechnet und schnell stellt er fest, dass dieser ganz andere Vorstellungen vom Glücklichsein hat als er. Gemeinsam versuchen die beiden Freunde Fuß zu fassen in der neuen Heimat und ETWAS zu werden. Bevor ich mit dem Lesen dieses Buches begann, war ich eigentlich sehr sicher, dass ich es aufgrund der geringen Seitenanzahl innerhalb eines Tages durchlesen könnte, doch bereits auf den ersten Seiten merkte ich schnell, dass es sich nicht um ein Buch handelt, dass man schnell mal zwischendurch wegliest. Obwohl die Geschichte auf humorvolle und leicht verständliche Weise die Schwierigkeiten der Integration schildert, hat es mich doch gleichzeitig oftmals zum Nachdenken gebracht und ich musste ab und zu zurückblättern und Textstellen erneut lesen. Andrej ist intelligent und war in Kasachstan als Zirkusmusiker tätig. Sein Diplom wird jedoch in Deutschland nicht anerkannt und so wird ihm stattdessen erstmal zu einem langwierigen Sprachkurs in Hannover geraten. Dort trifft er schließlich auf Murat und sie werden wie damals wieder Nachbarn. Murat mochte ich mit seiner unbekümmerten Art fast noch lieber als Andrej. Er kommt voller Pläne nach Deutschland und möchte so schnell wie möglich Millionär werden, um dann nach Kasachstan zurückzugehen und Präsident zu werden. Dabei lässt er nichts aus und versucht es mit dem Verkauf von Versicherungen, Kaffeefahrten sowie Gesundheitsartikeln. Es war alles so typisch für die Zeit nach dem Mauerfall und oftmals ahnte ich schnell, was als nächstes kommt. Wahrscheinlich bin ich da jedoch durch meine Großeltern, die sich all diese Dinge ebenfalls aufschwatzen ließen, vorbelastet. Während die beiden Freunde versuchen ihre Zukunftsträume in die Tat umzusetzen, haben sie gegen viele Vorurteile anzukämpfen und lassen sich mit ihrer Gutmütigkeit viel zu leicht ausnutzen. Der Schreibstil ist eine gelungene Mischung aus Humor, Tiefsinnigkeit, Melancholie und sympathischen Charakteren. Obwohl ich das Buch nicht unbedingt spannend fand, wollte ich stets wissen, wie es weitergeht und kam oftmals in's Grübeln über das Thema Ingegration sowie Ausländerfeindlichkeit, das ja momentan aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen aktueller denn je ist. Besonders gefallen hat mir dabei das Ende, denn es beschreibt im Namen von Andrej, wie mit fremden Kulturen umgegangen werden sollte. Mein Fazit: Planet Germania ist ein unterhaltsamer Kurzroman, der sich mit dem ernsten Problem, der Eingliederung von Fremden, auf humorvolle Weise auseinandersetzt. Mich hat es gut unterhalten, und ich ziehe lediglich einen Punkt ab, da ich einige Stellen etwas zu übertrieben fand. Die hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Da ich jedoch nicht spoilern möchte, werde ich jetzt gar nicht näher darauf eingehen. Alles in allem konnte mich die Geschichte dennoch überzeugen und auch ein Stück weit zurückversetzen, in die aufregende Zeit nach dem Mauerfall.

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  • Sehr humvorvoll trotz diesem ersten Thema,

    Planet Germania
    Sonne1960

    Sonne1960

    20. July 2015 um 17:47

    Das Buch erzählt die Geschichte der Protagonisten Andrej und Murat, die sich zufällig nach langer Zeit in Westdeutschland wieder treffen. Anhand dieser Erzählung kann man sich vorstellen, mit was für Schwierigkeiten Einwanderer hier bei uns zu kämpfen haben. Es geht aber hier nicht um die großen Hürden im Alltag, sondern um ganz einfache Dinge, die die beiden erleben. Andrej möchte das Hochdeutsch so perfekt sprechen wie die Bewohner von Hannover (um ein perfekter Wessi zu werden) und Murat möchte ganz schnell zur Million kommen. So schließen sich beide also zusammen und erleben einige Schwierigkeiten des Alltags, die aber so humorvoll beschrieben sind, dass man zwischendurch immer ein Lächeln auf das Gesicht bekommt. Der Schreibstil von Artur Rosenstern ist bei dem eigentlich doch sehr ernsten Thema sehr humorvoll. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Das Buch lässt sich von Anfang bis Ende gut durchlesen, da der Schreibstil flüssig ist. Das Cover möchte ich auch nicht vergessen. Perfekt passt der einsame Koffer dazu, denn einsam sind ja unserer Einwanderer auch manchmal, wenn sie ohne Familie hier ankommen. Sehr zu empfehlen dieses Buch.

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