Arturo Pérez-Reverte Der Preis, den man zahlt

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Inhaltsangabe zu „Der Preis, den man zahlt“ von Arturo Pérez-Reverte

Werden Loyalität und Liebe das letzte Wort haben? Oder Verrat und Gewalt? Der virtuose Geschichtenerzähler Arturo Pérez-Reverte hat einen packenden Spionageroman geschrieben und entführt uns in eine zwielichtige Welt, in der jeder seinen Preis zu zahlen hat…
Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wässerchen gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Es ist das turbulente Jahr 1936, und er hat den Auftrag erhalten, im südspanischen Alicante einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien und vor dem sicheren Tod zu retten, eine kriegsentscheidende Aktion. Falcó hat drei Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Rengel. Man ist sich nie zuvor begegnet, muss sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel betreiben.

„Der Preis, den man zahlt“ ist ein solider Spionagethriller.

— Botte05

Pérez-Reverte ist einer der besten Erzähler unserer Zeit

— Orest

Sprachlich sehr gut, die Story hatte leider ein, zwei kleine Haken

— victoriaskrams

Spannender Agenten-Thriller zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges. Ein gelungener Auftakt zur Serie um den post-moralischen Spion Falcó.

— Ulf_Borkowski

Schriftstellerisch eine recht gute Leistung. Aber emotional gepackt hat mich so gar nichts.

— rumble-bee

Zwar spannend, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck

— Pergamentrascheln

Spanien im Bürgerkrieg.Spion ohne Überzeugung zwischen den Fronten. Ein klug komponiertes Buch über Leben&Sterben,Täuschen&Trauen.

— franzzi

Anspruchsvoller Spionageroman mit historischem Setting

— milkysilvermoon

ohne Hintergrundwissen zum spanischen Bürgerkrieg schwer zu lesen, realtitätsnah,authentische, nicht unbedingt sympathische Charaktere

— katze267

Spanien im Bürgerkrieg

— buchernarr

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  • Nichts im Leben ist "umsonst"

    Der Preis, den man zahlt

    Botte05

    02. May 2018 um 18:49

    „Wir befinden uns im turbulenten Jahr 1936: Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wassern gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Im südspanischen Alicante soll er einen hochrangigen politischen Gefangenen befreien und vor dem sicheren Tod retten – eine kriegsentscheidende Aktion. Unter Falcós drei Mitstreitern befindet sich auch die undurchsichtige Eva Rengel. Sie kennen sich nicht, müssen sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel treiben …“ - Zitat Buchbeschreibung 1936 sind unruhige Zeiten. Freund und Feind sind nicht immer klar voneinander zu unterscheiden. Als Agent, der gerne alleine arbeitet, muss Lorenzo sich unbedingt einer kleinen Gruppe anschließen, die besagten Gefangenen befreien wollen. Leider sind hier auch Übermut, Fanatismus und wenig Erfahrung am Start. Allein Eva scheint anders zu sein, sicherer, mutiger, besonnener. Schnell müssen alle lernen, dass Arbeit im Untergrund extrem gefährlich ist.  Bis zum geplanten Termin der Befreiungsaktion ist die politische Geschichtsschreibung so weit gediehen, dass Deutschland General Franco anerkennt, was die instabile Situation in den Reihen der Falange zur Explosion bringen könnte. Ein weiteres unkalkulierbares Risiko. „Der Preis, den man zahlt“ ist ein solider Spionagethriller. Falcó ist charismatisch, charmant im Umgang mit der Damenwelt, kompromisslos hinsichtlich seiner Arbeit. Die Rahmenbedingungen, in denen diese Geschichte spielt, scheinen mir hinsichtlich der tatsächlichen, geschichtlichen Gegebenheiten jener Zeit gut recherchiert, so dass ich den Eindruck gewinne, so könne es sich wirklich zugetragen haben. Das Buch nimmt mich gefangen, die Protagonisten sind so gezeichnet, dass sie mir sympathisch werden und ich auf ein gutes Ende für alle hoffe. Das vorliegende Buch ist der Auftakt zu einer Serie um Lorenzo Falcó, bildet jedoch eine für sich scheinbar abgeschlossene Geschichte. Das Buchcover ist m. E. gelungen, zeigt es doch für mich eine „typische Agentenszene“; einen Zug im Zwielicht mit einer einzelnen Person… Rezension: Arturo Pérez-Reverte, der Preis, den man zahlt, Roman, Insel Verlag, gebundene Ausgabe, 295 Seiten, 22,00 €, Erscheinungsdatum: 11.09.2017

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1813
  • Ein Charakterschwein als Hauptfigur

    Der Preis, den man zahlt

    wampy

    13. December 2017 um 13:11

    Buchmeinung zu Arturo Perez-Reverte – Der Preis, den man zahlt„Der Preis, den man zahlt“ ist ein Roman von Arturo Perez-Reverte, der 2017 in der Übersetzung von Petra Zickmann im Insel Verlag erschienen ist. Der spanische Originaltitel lautet „Falco“ und ist 2016 in Spanien erschienen.Zum Autor: Arturo Pérez-Reverte, geboren 1951 im spanischen Cartagena, ist einer der erfolgreichsten Autoren Spaniens. Sein Werk wurde in 41 Sprachen übersetzt, sein Roman Der Club Dumas ist ein Weltbestseller und wurde von Roman Polanski mit Johnny Depp in der Hauptrolle unter dem Titel Die neun Pforten verfilmt. Arturo Pérez-Reverte arbeitete 21 Jahre als Kriegsreporter. Seit 2003 ist er Mitglied der Real Academia Española.Klappentext:Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wässerchen gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Es ist das turbulente Jahr 1936, und er hat den Auftrag erhalten, im südspanischen Alicante einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien und vor dem sicheren Tod zu retten, eine kriegsentscheidende Aktion. Falcó hat drei Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Rengel. Man ist sich nie zuvor begegnet, muss sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel betreiben. Meine Meinung:Lorenzo Falco ist ein überzeugter Spion, aber nicht wegen seiner Überzeugungen, sondern wegen der Möglichkeiten, die ihm dieser Beruf bietet. Er ist ein Opportunist und moralische Hemmungen hat er nicht. Wenn es so sein soll, dann tötet er Menschen, weil es der Auftrag erfordert oder auch nur, weil diese zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Er arbeitet für die Nationalen im spanischen Bürgerkrieg, aber es könnte auch die andere Seite sein. Das interessiert ihn nicht besonders. Er ist ein Profi und fühlt sich den Idealisten, mit denen er es zu tun hat überlegen. Seine Sicht auf die Dinge ist schonungslos und doch nachvollziehbar. Die Idealisten auf beiden Seiten bringen Gefühle und Hass ins Spiel. Für jeden eigenen Toten, muss ein Anhänger der Gegenseite sterben. Dies ist für den kalten Profi sinnlos. Er weiß, dass sein Beruf jederzeit zu seinem Tod führen kann und er akzeptiert das. Für ihn ist sein Leitoffizier fast so etwas wie eine Vaterfigur, der man allerdings nicht immer vertrauen kann. Verrat gehört zum Job und es kann auch ihn jederzeit erwischen. Eine Stärke des Buches ist die atmosphärisch dichte Beschreibung der Zustände im bürgerkriegsgeplagten Spanien. Allgegenwärtig sind Leid und Tod und der Freund von gestern kann schon heute dein größter Feind sein. Falco ist wie gemacht, um in diesen Sumpf zu überleben. Er ist ein Scheusal und doch kann man ihn akzeptieren. Durch sein besonderes Verhältnis zu seinem Leitoffizier erhält man auch einen Einblick in die Angelegenheiten der Führungsoffizierre. Sie sind vielleicht noch verkommener wie die einfachen Spione und mit Eva ändert sich für Lorenzo Falco einiges. Dem Autor gelingt es bei mir sogar so etwas wie Sympathie für seine Hauptfigur zu wecken, auch wenn diese kurze Zeit später einer harten Prüfung unterzogen werden muss. Und tatsächlich handelt Lorenzo für mich nachvollziehbar. Man fiebert mit ihm mit und merkt, dass nicht Alles, war er tut, von ihm für gut gehalten wird. Sehr gefallen haben mir die Stellen, an denen Lorenzo über die Verhältnisse in Spanien nachdenkt und seine Sicht der Dinge offenbart. Auch gelingt es dem Autor Mechanismen zu beschreiben, die im Bürgerkrieg wohl nicht vermeidbar sind. Und der Autor zeigt, dass in einem Bürgerkrieg beide Seiten behaupten, die Guten zu sein und doch das Böse tun. Die Sprache ist einfach und klar, so als ob eine belanglose Geschichte erzählt wird. Die steht im Gegensatz zu den geschilderten Gräueltaten und passt doch vorzüglich. Fazit:Dieser Roman hat mich von Anfang an gefangen genommen. Die charismatische Hauptfigur, die atmosphärisch dichte Darstellung und die schonungslose Darstellung der Abläufe machen es zu einem Highlight. Ich vergebe fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und spreche eine dicke Empfehlung für den historisch interessierten Leser aus.

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  • Review

    Der Preis, den man zahlt

    goldenbookworld

    26. November 2017 um 17:48

    Dieses Buch ist einfach so schön ♥ Jedoch anfangs war ich mir nicht sicher ob ich das Buch anfragen sollte, weil ich Das Vermächtnis der Spione gelesen habe und es mir einfach nicht so gefiel. Wahrscheinlich fragt ihr euch was an den Büchern gleich ist, oder irgendetwas anderes. Beide Bücher haben etwas mit unsere Historie zu tun und es geht um Spione. Trotz aller Zweifel hat mein Bücherherz gesagt, dass ich es anfragen soll und nun ist es da    Das Cover passt einfach so doll zu der Zeit, in der das Buch spielt. Arturo Pérez-Reverte hat eine andere Art zu schreiben. Ich musste mich erst mal dran gewöhnen, bevor ich in der Geschichte versinken kann. Trotzdem ist der Schreibstil nicht unangenehm. Er ist nur ungewohnt, aber auf eine positive Art und Weise. Jetzt mal zum Inhalt… Das Genre verrät einem schon, dass die Geschichte in unserer Historie spielt. Teilweise wurde sie verändert, damit alles zum Inhalt des Buches passt. Jedoch ist dies auch alles auf den vordersten Seiten vermerkt. Die Spannung ist, nicht sehr hoch,aber immer da. Auch die Charaktere sind gut getroffen und am Verlauf des Buches gibt es nicht zu meckern. Mehr kann ich gar nicht sagen, da es einfach nur schön ist… Ich finde es schön, dass diese Geschichte uns unterbewusst auch etwas über die Vergangenheit erzählt. Auch das Cover passt sehr gut zu dem Buch. Wem ich dieses Buch empfehlen würde, weiß ich gar nicht so genau. Falls es einen nächsten teil geben wird, was ich sehr hoffe, landet er auf jeden Fall bei mir im Regal.

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  • Stell Dir vor es ist Krieg - und Du kämpfst gegen dich selbst

    Der Preis, den man zahlt

    franzzi

    25. November 2017 um 19:34

    Eine Frau hatte ihn einmal danach gefragt. Immer waren es Frauen, die nach solchen Dingen fragten. Warum tust du das, wollte sie wissen. Warum lebst du auf diese Weise, immer auf Messers Schneide. Und sag jetzt nicht für Geld. [...]Nach einer Weile zuckte er mit den Schultern und fasste seine Antwort in knappen Worten zusammen. Ich habe nur dieses eine Leben, sagte er. Einen kurzen Moment zwischen zwei Nächten. Und die Welt ist ein großartiges Abenteuer, das ich mir nicht entgehen lassen will. (S. 89)Da spricht er: Lorenzo Falcó. Spion. Söldner. Krieger im Spezialeinsatz. Falcó ist der neue Held von Bestseller-Autor Arturo Pérez-Reverte. Wer denkt: Häh, kenn ich nicht?!, sollte sein Gedächtnis oder seine Filmsammlung auf "Die sieben Pforten" hin durchforsten. Ja, diese düstere Jagd nach einem Buch mit Johnny Depp. Beim Autor hieß das Abenteuer noch "Der Club Dumas" und hatte aus meiner Sicht deutlich weniger zu bieten als dieser neue Roman: "Der Preis, den man zahlt". Das liegt vor allem am Setting, das Pérez-Reverte gewählt hat: wir schreiben das Jahr 1936. Der Faschismus breitet sich in Europa aus. In Spanien kämpft er im Bürgerkrieg noch um den Sieg - und zwar in Gestalt von Franco und seinen Anhängern. Das Land ist gespalten, ganz wortwörtlich. Es gibt faschistisch besetzte Gebiete und solche, die unter der eigentlich regulären kommunistischen Regierung stehen. Falcó steht aus verschiedenen Gründen auf der Gehaltsliste der Franquisten. Aber eine Mission bringt ihn auch die die andere Seite. - Und auf welcher Seite er tief im Inneren steht, das lässt Falcó sich nicht entlocken.Mit diesem Buch hat Pérez-Reverte etwas gewagt. Die Bücher, die ich bisher von ihm las, waren allesamt rasante Pageturner. Immer gab es Ermittler und Agenten, in "Die Jagd nach Matutin" hieß er sogar ebenfalls Lorenzo. Stets waren sie unterkühlt und die Frauen lagen ihnen zu Füßen, ein bisschen zu viel Bond, aber aus irgendeinem Grund muss dieser Männertypus in Buch und Film ja funktionieren. Doch so wie Daniel Craigs Bond im Vergleich zu seinen Vorgängern an Tiefe, Verletzlichkeit und starken Frauen in seinem Umfeld gewinnt, bekommt Pérez-Revertes neuster Held auch ein Upgrade. Es geht neben der durchaus spannenden und haken schlagenden Agentenhandlung auch um grundsätzliche Fragen. Falcó arbeitet für jene Seite, die zwar siegreich sein wird, die wir als Nachwelt aber klar als die verabscheuungswürdigen Bösen ansehen. Pérez-Reverte, der selbst als Kriegsreporter gearbeitet hat, zwingt seinem Leser diesen Perspektivwechsel auf - und er perfektioniert ihn, als er seinen Agenten unter falscher Identität auf die kommunistisch regierte Seite Spaniens führt. Jetzt muss Falcó die Bombenangriffe seiner eigentlichen Verbündeten fürchten. Und mehr noch: Der Autor legt wie nebenbei tiefere Wahrheiten frei - und das ganz ohne moralinsauren Zeigefinger: Im Krieg gibt es kein Gut und Böse. Jeder erschießt den mutmaßlichen Feind - auch im Bürgerkrieg - und selbst dann, wenn er noch vor ein paar Jahren, vor dem Konflikt, Seit an Seit mit ihm die Schulbank gedrückt oder Nächte durchgesoffen hat. Das ist schmerzhaft. So wie einige Wendungen mehr, die Pérez-Reverte in seine Geschichte einbaut. Manche verstören, manche erschrecken, manche wärmen das Herz in all dem Schrecken. Doch jedes Mal dringt er damit durch. Dieses Buch lässt nachdenken. Gerade jetzt. Auch darüber, wie wenig wir über die Geschichte und Geschichten unserer europäischen Nachbarn wissen. Der Nachbarn, die uns doch noch die nächsten sind. Eine Lektüre, die nachhallt. Und erst der Anfang: Die Geschehnisse werden in weiteren Bänden weitererzählt. 

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  • Durchwachsen, doch noch gut

    Der Preis, den man zahlt

    victoriaskrams

    12. November 2017 um 13:29

    Der Preis, den man zahlt ist ein wirklich toller Spionageroman, der sprachlich sehr überzeugen kann. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Stimmung der damaligen Zeit kommt sehr gut rüber und beim Lesen hatte ich ein regelrechtes Sepia-Gefühl. Lorenzo Falcó ist ein eher unsympathischer Mann, der den Frauen nicht abgeneigt ist und viele Affären hat. Dieser Hang zu den Frauen wird auch am Ende sein Verhängnis sein. Und da ist auch für mich der Knackpunkt im Buch. Falcó ist immer Profi durch und durch und lässt bei seinen diversen Affären Gefühle immer außen vor. Und plötzlich verliebt er sich und riskiert sein ganzes Leben dafür? Das erscheint mir leider etwas unwahrscheinlich und ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Als hätte man unbedingt noch ein wenig Romantik gebraucht.

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  • Schwarz-Weiß-Drama im wörtlichen Sinne

    Der Preis, den man zahlt

    rumble-bee

    06. November 2017 um 19:49

    Was ist eigentlich ein gutes Buch? Doch sicherlich eines, das in gehobener Sprache verfasst und einigermaßen anspruchsvoll geschrieben ist. Aber muss man es dann auch automatisch mögen? Bei der Beantwortung dieser Frage bin ich mir schon weit weniger sicher. Erst recht nicht, wenn es um dieses Buch geht. Dass es ein "gutes Buch" im handelsüblichen Sinne ist, daran zweifle ich recht wenig. Der Autor hat Format, und ist mir persönlich aus anderen Büchern bekannt. Ich schätze an Arturo Pérez-Reverte seine Weltgewandtheit, seine Fähigkeit, komplexe Beziehungsmuster zu schildern, und seine Gabe, eine andere Zeit zum Leben zu erwecken. All das ist in diesem Buch erfüllt. Allerdings muss ich vorweg schicken, dass mich hier einiges - vielleicht zu viel - an das Buch "Dreimal im Leben" desselben Autors erinnert hat. Wiederum geht es um eine spezielle Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, bei der man einfach nicht entscheiden kann, ob das nun Liebe sein soll. Oder was auch immer sonst. Auch das Zeitkolorit ist dasselbe - eine glanzvolle, teils halbseidene Zeit im Schwarz-Weiß-Flair alter Agentenfilme. Vielleicht hat mich auch die Werbung des Verlags und der Klappentext auf eine falsche Fährte gelockt. Es handelt sich zwar um einen eiskalten Agenten, Falcò, der zur Zeit des spanischen Bürgerkriegs praktisch alle Aufträge annimmt, die irgendwie bezahlt werden. Aber ein "spannender Agenten-Thriller" ist es für mich nun nicht. Das Buch ist durchweg gekennzeichnet von einer weitestgehend ironielosen Distanz, einer Eiseskälte, was die Charaktere angeht. Und vor allem das geschilderte Frauenbild ist wenig geeignet, heutige Leserinnen zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Manche Leser stören sich an der Tatsache, dass zu viel Hintergrundwissen vorausgesetzt werde. Das war für mich nun weniger das Problem. Ich finde, ein Buch sollte aus sich heraus gut sein, oder eben nicht. Sonst könnte ich ja ein Sachbuch lesen. Ich habe mich von der Atmosphäre her sehr an den Film "Pans Labyrinth" erinnert gefühlt. Da habe ich auch "von der Sache her" nicht alles verstanden, wohl aber die Tatsache, dass ein Krieg auf allen Seiten Opfer fordert. Ich finde, man merkt diesem Buch an, dass es der erste Teil einer zukünftigen Trilogie sein soll. Der Spannungsbogen ist einfach zu kurz, um auf der Länge dieses einen Romans wirklich zu überzeugen. Und zu viele, vor allem moralische, Fragen bleiben offen. Die interessanteste Figur war für mich auch nicht Falcó, sondern sein weiblicher Gegenpart, Eva, die im zweiten Band die Hauptrolle spielen soll. Wenn ich nach meiner abschließenden Meinung gefragt werden sollte, so würde ich eine bedingte Empfehlung aussprechen. Für Fans von Arturo Pérez-Reverte. Für Leser mit unempfindlichem Magen und weitestgehend ideologiefreiem Weltbild. Aber keinesfalls für Fans von spannend getakteten Thrillern.

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  • Ein undurchsichtiges Spiel

    Der Preis, den man zahlt

    bootedkat

    02. November 2017 um 12:51

    Fálco. Lorenzo Fálco. Oder auch Rafael oder auf welchen Namen auch immer er gerade so hört. Fálco ist spanischer Spion. Es ist das Jahr 1936. In Spanien stehen sich Faschisten und Kommunisten gegenüber. Und je nachdem welche Interessen Fálco gerade verfolgt, wechselt er munter die Seiten. Auf welcher Seite Fálco politisch steht, bleibt dabei offen. Meistens steht er lediglich auf seiner eigenen. Als er den Auftrag erhält einen politischen Gefangenen aus dem Gefängnis von Alicante zu befreien, muss er gezwungenermaßen mit den Geschwistern Cari und Ginés Montero, sowie der Spionin Eva Rengel zusammenarbeiten. Während eindeutig ist, welches Ziel die drei verfolgen, die Befreiung des Gefangenen, bleibt unklar, was sich Fálco von dem Unternehmen verspricht. Arturo Pérez-Reverte erzählt Fálcos Mission schnörkellos und geradlinig, dafür aber mit der einen oder anderen überraschenden Wendung. Sein Erzähltempo ist hoch, die Ereignisse folgen direkt aufeinander, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Die Dialoge zwischen den Charakteren erwecken den Eindruck, kein Wort zu viel zu enthalten. Die Beschränkung auf das Wesentliche betont die Schwierigkeit der Mission und die Ausweglosigkeit der Situation insgesamt. Die Welt, in der die Geschichte angesiedelt ist, gleicht einem Pulverfass. Der kleinste Funke kann die Explosion bedeuten. Fálcos Verhalten zeugt ebenfalls davon. Dadurch, dass er sich der Gelegenheit entsprechend anpasst, sichert er sich sein Überleben. Der Leser folgt Fálco dabei und erfährt einiges über dessen Vergangenheit und Beziehungen, sowohl politische als auch sexuelle. Und auch wenn Fálco nichts anbrennen lässt und jede Beziehung für seine Zwecke nutzt, ist er ein Einzelgänger. Und bei Weitem nicht der Einzige, der sich anzupassen und Situationen für sich zu nutzen weiß. Das macht es interessant zu beobachten, mit welchen Charakteren der Spion in zukünftigen Geschichten zusammenarbeiten oder konfrontiert werden wird. „Der Preis, den man zahlt“ ist der Auftakt zu einer Reihe um Lorenzo Fálco. Genug Erzählstoff, an den Pérez-Reverte in weiteren Bänden anknüpfen kann, gibt es jedenfalls. Dadurch, dass einiges, durchaus bewusst, ausgelassen wird, wird der Handlung aber auch nichts vorweggenommen und die Spannung bleibt erhalten.

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  • Agententhriller aus der Zeit des spanischen Bürgerkrieges

    Der Preis, den man zahlt

    Gise

    25. October 2017 um 10:49

    Im November 1963 erhält Lorenzo Falcó einen ganz besonderen und gefährlichen Auftrag: Er soll einen hochrangigen politischen Gefangenen aus einer südspanischen Festung befreien. Dafür arbeitet er mit spanischen Falangisten zusammen, mit denen er die Befreiung vorbereiten soll. Eine Mitstreiterin der Falangisten ist Eva, der er sich bald enger anschließt. Doch die Zeiten sind unruhig und wenig vorhersehbar, überall lauert Gefahr, und so werden sich manche unvorhergesehene Änderungen ergeben. Wem kann Falcó wirklich vertrauen?Arturo Pérez-Reverte schreibt einen Roman über einen Spion, dessen Tätigkeit er in eine sehr unruhige Zeit in Spanien versetzt. Es herrscht Bürgerkrieg, die Bevölkerung hat nicht genügend Lebensmittel, und viele Tätigkeiten des Alltags drohen in gefährliche Situationen umzuschlagen. Leider setzt der Autor viele Hintergrundkenntnisse bereits voraus, so dass ich immer wieder das Gefühl hatte, wesentliche Informationen zu überlesen. Mit Lorenzo Falcó scheint er einen Spion nach Art des Agenten 007 erschaffen zu haben, jedenfalls ist er einerseits in seinen Aktionen sehr erfolgreich und andererseits den Reizen jeder Frau sehr zugetan. Damit schleichen sich jedoch viele Passagen ein, die mich als Frau eher abgeschreckt haben, denn Frauen scheinen in erster Linie Sexobjekte für ihn zu sein. Manche äußerst brutale Szene in diesem Buch hat mich abgeschreckt, ich finde, sie hätten nicht so ausführlich dargestellt werden müssen - auch wenn mir klar ist, dass Bürgerkrieg jede Menge Gewalt und Leid beinhaltet. So erscheint dieses Buch mit dem Thema des frauenliebenden Agenten doch eher eines für Männer zu sein, ich jedenfalls war sehr oft von diesem zugrundeliegenden Machogehabe eher abgestoßen. Möglicherweise deswegen konnte ich weder mit der Figur dieses Spions noch mit seinem Vorhaben warmwerden und mich nicht richtig in das Buch einfinden. Möglicherweise ging es dem Autor darum, den Irrsinn des Krieges zu zeigen, das ist ihm auch gelungen. Die Ausführung hat mich jedoch nicht überzeugt. Die Hauptdarsteller des Buches kommen allesamt nicht sympathisch herüber. Manche Passagen sind äußerst langatmig geraten, in der ersten Hälfte des Buches fehlte mir die Spannung, die kam erst später mit einigen verblüffenden Wendungen. Das Ende wiederum hat für mich überhaupt nicht gepasst.Mit dieser Geschichte hat der Autor ein Buch geschrieben, das nicht „einfach mal schnell“ zu lesen ist, sondern seinen Leser fordert. Hut ab jedoch davor, die Geschichte aus einem eher unüblichen Blickwinkel zu zeigen. Ich kann mich leider nicht zur richtigen Zielgruppe für diesen Roman zählen. 

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  • Auftakt eines Spionage-Falls in Zeiten des Spanischen Bürgerkriegs

    Der Preis, den man zahlt

    Pergamentrascheln

    22. October 2017 um 23:30

    Falcó ist ein „Auftrags-Spion“ in Zeiten des Spanischen Bürgerkriegs, unterwegs in geheimer Mission. Das Ziel, die Befreiung eines Gefangenen aus den feindlichen Lagern. Dabei hat er die Unterstützung einiger Verbündeter, die zunächst auf seiner Seite zu sein scheinen, jedoch trügt der Schein und Falcó muss feststellen, dass persönliche Interessen alles gefährden könnten.  Der Schreibstil Arturo Pérez-Reverte’s ist einfach und gut zu lesen, aber teilweise etwas flach. Mir hat hin und wieder eine detailreichere Beschreibung der Umgebung oder der Stimmung der Charaktere gefehlt, damit man sich besser in die Atmosphäre hineinversetzen kann. Gleiches gilt für den Charakter Falcó‘s. Er erscheint oberflächlich, ein brutaler Frauenheld, der aber nicht richtig vielschichtig gezeichnet ist. Vielleicht braucht die Geschichte das aber auch nicht für jeden Leser, stehen doch die Spannung und die Mission im Vordergrund. Gleichzeitig spiegelt Falcó die Kälte, Schmucklosigkeit und Brutalität des Krieges wider. Eva hingegen, obwohl sie einen sehr kalten Eindruck macht, hatte mein Interesse geweckt. Ich war gespannt, ihre Vergangenheit und ihre Geschichte kennenzulernen. Sie ist für mich der perfekte Gegenpart zu Falcó, der  etwas Komplexität in die Geschichte bringt. Leider war es hin und wieder auch schwer die Tragweite der Ereignisse zu verstehen, da ich mich mit der Franco-Zeit und dem Bürgerkrieg zu wenig auskannte, was für mich aber auch den Anreiz bildete, das Buch zu lesen. Das führte aber dazu, dass bei mir nicht wirklich ein flüssiges Leseerlebnis aufkam. Insgesamt hat mir der kurzweilige Ausflug in die spanische Bürgerkriegszeit gut gefallen, die Geschichte konnte Spannung vermitteln, hatte bei mir aber keinen wirklichen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ob ich die nachfolgenden Bände verfolgen werde? Da würde ich mich noch nicht direkt festlegen. 

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  • Authentischer Spionageroman im spanischen Bürgerkrieg

    Der Preis, den man zahlt

    katze267

    19. October 2017 um 19:33

    Der Roman spielt 1936 im bürgerkriegsgeplagten Spanien. Der Agent Falco Lorenzo wird mit einer wichtigen Mission betraut : er soll mithilfe einer ortsansässigen Widerstandsgruppe einen wichtigen Anführer der Falangisten aus dem Gefängnis in Alicante befreien. Zu dieser Gruppe gehört neben den Geschwistern Ceri und Gines Montero auch die charismatische Eva Renger. Zwischen Falco und Eva entwickelt sich eine Anziehungskraft. Doch wer spielt falsch, wem kann man trauen? Der Roman ist von Intrigen und taktischen Überlegungen geprägt. Leider verfüge ich über kein wirkliches Hintergrundwissen über den spanischen Bürgerkrieg, so dass mir manche Zusammenhänge fehlten, manche Logik unverständlich blieb. Da wäre eine kurze Einführung oder ein Glossar hilfreich gewesen, ebenso eine Karte, die die Wege Falcos verfolgen ließ. Nach anfänglich noch vielen von Gesprächen und Taktik geprägten Abschnitten entwickelt der Roman allmählich Spannung, besonders bei der Planung und Durchführung der Mission in Alicante Der überraschende letzte Abschnitt ist dann wirklich rasant zu nennen. Leider konnte ich keine große Sympathie zu Falco aufbauen. Dass er als Agent kaltblütig und grausam handelte, war zu erwarten, auch eine gewisse Gefühlsarmut , aber er weist auch keinerlei Überzeugung für eine Sache auf, sein Engagement für die Seite der Falangisten ist eher zufällig, er vertritt die Sache seines Mentors, des Admirals, Leiter des Geheimdienstes SNIO. Auch sein frauenverachtendes Verhalten nahm mich nicht sonderlich für ihn ein. Jedoch sind die beiden Hauptprotagonisten, Falco Lorenzo und Eva Renger realistisch und authentisch charakterisiert, auch die teils von Armut, Angst und Gewalt, teils vom Luxus der Machthaber geprägte Bürgerkriegsatmosphäre ist sehr gut und einfühlsam beschrieben. Insgesamt sicher ein atmosphärisch gelungener Roman , für den mir aber Hintergrundinfomationen fehlten, um dem Geschehen konsequent folgen zu können und mit deren Hauptcharakter Falco Lorenzo mich zunächst wenig Sympathie verband., erst gegen Ende konnte ich mich mehr mit ihm identifizieren.

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  • Ein Wolf im Schatten

    Der Preis, den man zahlt

    milkysilvermoon

    18. October 2017 um 14:42

    Spanien zur Zeit des Bürgerkriegs im Jahr 1936: Der 37-jährige Spion Lorenzo Falcó soll einen hochrangigen politischen Gefangenen vor dem Tod retten. Bei der Befreiungsaktion für den Faschistenführer unterstützen ihn mehrere Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Renger. Ihr kommt Falcó sehr nahe. Doch darin liegt auch eine Gefahr, denn die Beteiligten verfolgen ein doppeltes Spiel. Und dann überschlagen sich auch noch die Ereignisse…„Der Preis, den man zahlt“ von Arturo Pérez-Reverte ist der Auftakt einer Serie um den Spion. Meine Meinung:Die Handlung mit einigen Wendungen wirkt auf mich stimmig. Nach einer sehr spannenden Einstiegsszene braucht die Geschichte zwar eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Je mehr man liest, desto mehr verwandelt sich das Buch jedoch zu einem fesselnden Spionageroman, der mich nach den Anlaufschwierigkeiten in seinen Bann ziehen konnte.Die Idee, die Handlung während des spanischen Bürgerkriegs spielen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen. Positiv finde ich nicht nur, dass das Buch auf historischen Gegebenheiten basiert, sondern auch, dass darin einmal die Sichtweise der Franco-Anhänger gezeigt wird. Viele Orte, Organisationen und Personen tauchen schon in den ersten Kapiteln auf, sodass ich zunächst an einigen Stellen verwirrt war. Hinzukommt, dass der Autor die komplexe politische Situation nicht näher erläutert. Ohne Hintergrundwissen war es daher vor allem anfangs schwierig, den Kontext zu verstehen. Für historisch Interessierte ist das Buch allerdings besonders reizvoll.Der Schreibstil ist angenehm. Die Geschichte ist dabei nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich ziemlich anspruchsvoll. Deshalb ist es ein Buch, das man konzentriert lesen muss.Authentisch geschildert wurde die Figur des Spions. Der „Wolf im Schatten“ ist kein typischer sympathischer Romanheld, wird aber – passend zu seiner Rolle – interessant und realitätsnah dargestellt. Neben Protagonist Lorenzo Falcó blieben die übrigen Charaktere eher etwas blass – was aber durchaus beabsichtigt sein dürfte und mich nicht gestört hat. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Zugesagt haben mir auch die Kapitelüberschriften, die sehr treffend gewählt wurden.Mein Fazit:Mit „Der Preis, den man zahlt“ ist Arturo Pérez-Reverte ein anspruchsvoller Spionageroman mit historischem Setting gelungen, der dem Leser einiges abverlangt, aber gut unterhält. Empfehlenswert ist er vor allem für Geschichtsfans.

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  • Spanien im Bürgerkrieg

    Der Preis, den man zahlt

    buchernarr

    17. October 2017 um 00:12

    Die Handlung des Buches spielt in der Zeit des spanischen Bürgerkrieges 1936 und der Spion Lorenzo Falko bekommt einen komplexen Auftrag : er soll im Namen der Franco Regierung nämlich einen hochrangigen politischen Gefangenen aus Alicante befreien. Wir erfahren so einiges über seine Person im Laufe des Buches, seinem Charme vor allem gegenüber Frauen und seine unerschrockenen Handlungen. Falco bekommt auch eine mehr oder weniger Verbündete, für die er auch Gefühle entwickeln wird. Als sie in Gefahr gerät muss er sich entscheiden. Trotzdem konnte ich den Protagonisten mit seinem aalglatten Stil nicht ans Herz schliessen. Grosses Kino bietet das Buch trotz seiner Werbung nicht gerade, man kann es lesen ja, muss aber nicht.

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  • Neutrale Oberflächlichkeiten inmitten eines Krieges

    Der Preis, den man zahlt

    emma_vandertheque

    16. October 2017 um 14:57

    Puh, was für falsche Vorstellungen man doch von einem "Agententriller" aus den Spanischen Bürgerkrieg haben kann... Erwartet habe ich ein tiefes, rasantes Eintauchen in die "Unterwelt" der Kriegsschauplätze und Einblicke in die Machenschaften der gegnerischen Mächte, alles schön verpackt in einer unterhaltsamen, spannungsgeladenen Geschichte.Bekommen habe ich eine sehr an der Oberfläche und mit Plänkeleien beschäftigte Superhelden/Agentengeschichte im Stil von 007 die über alles, auch über Tiefgang erhaben scheint. Dabei würde ich noch nicht mal von "gefühllos" reden, denn Agenten dürfen sich diese wohl offenkundig nur in ganz geringem Maße leisten, aber "neutral" trifft es wohl ganz gut. "Neutral" war auch meine Haltung als Leser, bis zum Schluss. Schade.Ich gebe zu, ich weiß nicht wirklich viel über die damaligen Geschehnisse. Da das Buch aus dem Spanischen übersetzt wurde, kann man sicher davon ausgehen, dass der spanische Leser diese Geschichte sehr viel besser in den Kontext setzen kann und ich verstehe, dass am Text nichts für die unwissenden fremdsprachigen Lesern ergänzt werden sollte. Allerdings empfinde ich es als Versäumnis, die für das Verständnis relevanten Daten und Ereignisse nicht in Fußnoten oder in einem Anhang zusammengefasst wurden. Von einem Roman erwarte ich ehrlich gesagt, dass ich ihn auch ohne vorherige Recherche "verstehe". Hierfür wäre vielleicht auch eine Karte Spaniens mit den Frontverläufen nützlich gewesen.

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  • Außergewöhnlich

    Der Preis, den man zahlt

    brauneye29

    15. October 2017 um 15:11

    Zum Inhalt: Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wassern gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Im südspanischen Alicante soll er einen hochrangigen politischen Gefangenen befreien und vor dem sicheren Tod retten – eine kriegsentscheidende Aktion. Meine Meinung: Ich habe mich am Anfang extrem schwer getan mit dem Buch. Ich fand sowohl den Schreibstil, die handelnden Personen als auch die Story schwerfällig. Aber wenn man sich auf das Buch einlässt, verschwindet diese Schwerfälligkeit und man hat ein außergewöhnliches Buch in Händen. Mit Fortgang der Geschichte fand ich die Geschichte immer interessanter und auch die Protagonisten sehr gut und zum Teil sehr sympathisch. Besonders gut hat mir auch das Ende gefallen, dass auch ganz anders hätte aussehen können. Ich hätte am Beginn des Buches wirklich nicht gedacht, dass mich dieses Buch so einfangen würde. Was vielleicht die Geschichte noch besser gemacht hätte, wäre, wenn man selbst mehr Kenntnisse über die spanische Geschichte hätte. Fazit: Außergewöhnliche Geschichte.

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