Arturo Pérez-Reverte Der Preis, den man zahlt

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Inhaltsangabe zu „Der Preis, den man zahlt“ von Arturo Pérez-Reverte

Werden Loyalität und Liebe das letzte Wort haben? Oder Verrat und Gewalt? Der virtuose Geschichtenerzähler Arturo Pérez-Reverte hat einen packenden Spionageroman geschrieben und entführt uns in eine zwielichtige Welt, in der jeder seinen Preis zu zahlen hat… Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wässerchen gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Es ist das turbulente Jahr 1936, und er hat den Auftrag erhalten, im südspanischen Alicante einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien und vor dem sicheren Tod zu retten, eine kriegsentscheidende Aktion. Falcó hat drei Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Rengel. Man ist sich nie zuvor begegnet, muss sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel betreiben.

Spanien im Bürgerkrieg.Spion ohne Überzeugung zwischen den Fronten. Ein klug komponiertes Buch über Leben&Sterben,Täuschen&Trauen.

— franzzi

Anspruchsvoller Spionageroman mit historischem Setting

— milkysilvermoon

ohne Hintergrundwissen zum spanischen Bürgerkrieg schwer zu lesen, realtitätsnah,authentische, nicht unbedingt sympathische Charaktere

— katze267

Spanien im Bürgerkrieg

— buchernarr

Außergewöhnlich

— brauneye29

Ein klasse Buch - spannend bis zum Schluss!

— Charlea

Ohne Vorkenntnisse von Spaniens Franco Aera schwer zu lesen

— yana27

Wie ein Film Noir.

— SiriB

die Hauptfigur hat das Buch für mich unerträglich gemacht. Schade

— Alesk

Komplex, anspruchsvoll und abgründig. Man darf keinen strahlenden Helden erwarten, denn die gibt es im Krieg nicht.

— Kaito

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  • Authentischer Spionageroman im spanischen Bürgerkrieg

    Der Preis, den man zahlt

    katze267

    19. October 2017 um 19:33

    Der Roman spielt 1936 im bürgerkriegsgeplagten Spanien. Der Agent Falco Lorenzo wird mit einer wichtigen Mission betraut : er soll mithilfe einer ortsansässigen Widerstandsgruppe einen wichtigen Anführer der Falangisten aus dem Gefängnis in Alicante befreien. Zu dieser Gruppe gehört neben den Geschwistern Ceri und Gines Montero auch die charismatische Eva Renger. Zwischen Falco und Eva entwickelt sich eine Anziehungskraft. Doch wer spielt falsch, wem kann man trauen? Der Roman ist von Intrigen und taktischen Überlegungen geprägt. Leider verfüge ich über kein wirkliches Hintergrundwissen über den spanischen Bürgerkrieg, so dass mir manche Zusammenhänge fehlten, manche Logik unverständlich blieb. Da wäre eine kurze Einführung oder ein Glossar hilfreich gewesen, ebenso eine Karte, die die Wege Falcos verfolgen ließ. Nach anfänglich noch vielen von Gesprächen und Taktik geprägten Abschnitten entwickelt der Roman allmählich Spannung, besonders bei der Planung und Durchführung der Mission in Alicante Der überraschende letzte Abschnitt ist dann wirklich rasant zu nennen. Leider konnte ich keine große Sympathie zu Falco aufbauen. Dass er als Agent kaltblütig und grausam handelte, war zu erwarten, auch eine gewisse Gefühlsarmut , aber er weist auch keinerlei Überzeugung für eine Sache auf, sein Engagement für die Seite der Falangisten ist eher zufällig, er vertritt die Sache seines Mentors, des Admirals, Leiter des Geheimdienstes SNIO. Auch sein frauenverachtendes Verhalten nahm mich nicht sonderlich für ihn ein. Jedoch sind die beiden Hauptprotagonisten, Falco Lorenzo und Eva Renger realistisch und authentisch charakterisiert, auch die teils von Armut, Angst und Gewalt, teils vom Luxus der Machthaber geprägte Bürgerkriegsatmosphäre ist sehr gut und einfühlsam beschrieben. Insgesamt sicher ein atmosphärisch gelungener Roman , für den mir aber Hintergrundinfomationen fehlten, um dem Geschehen konsequent folgen zu können und mit deren Hauptcharakter Falco Lorenzo mich zunächst wenig Sympathie verband., erst gegen Ende konnte ich mich mehr mit ihm identifizieren.

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  • Ein Wolf im Schatten

    Der Preis, den man zahlt

    milkysilvermoon

    18. October 2017 um 14:42

    Spanien zur Zeit des Bürgerkriegs im Jahr 1936: Der 37-jährige Spion Lorenzo Falcó soll einen hochrangigen politischen Gefangenen vor dem Tod retten. Bei der Befreiungsaktion für den Faschistenführer unterstützen ihn mehrere Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Renger. Ihr kommt Falcó sehr nahe. Doch darin liegt auch eine Gefahr, denn die Beteiligten verfolgen ein doppeltes Spiel. Und dann überschlagen sich auch noch die Ereignisse…„Der Preis, den man zahlt“ von Arturo Pérez-Reverte ist der Auftakt einer Serie um den Spion. Meine Meinung:Die Handlung mit einigen Wendungen wirkt auf mich stimmig. Nach einer sehr spannenden Einstiegsszene braucht die Geschichte zwar eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Je mehr man liest, desto mehr verwandelt sich das Buch jedoch zu einem fesselnden Spionageroman, der mich nach den Anlaufschwierigkeiten in seinen Bann ziehen konnte.Die Idee, die Handlung während des spanischen Bürgerkriegs spielen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen. Positiv finde ich nicht nur, dass das Buch auf historischen Gegebenheiten basiert, sondern auch, dass darin einmal die Sichtweise der Franco-Anhänger gezeigt wird. Viele Orte, Organisationen und Personen tauchen schon in den ersten Kapiteln auf, sodass ich zunächst an einigen Stellen verwirrt war. Hinzukommt, dass der Autor die komplexe politische Situation nicht näher erläutert. Ohne Hintergrundwissen war es daher vor allem anfangs schwierig, den Kontext zu verstehen. Für historisch Interessierte ist das Buch allerdings besonders reizvoll.Der Schreibstil ist angenehm. Die Geschichte ist dabei nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich ziemlich anspruchsvoll. Deshalb ist es ein Buch, das man konzentriert lesen muss.Authentisch geschildert wurde die Figur des Spions. Der „Wolf im Schatten“ ist kein typischer sympathischer Romanheld, wird aber – passend zu seiner Rolle – interessant und realitätsnah dargestellt. Neben Protagonist Lorenzo Falcó blieben die übrigen Charaktere eher etwas blass – was aber durchaus beabsichtigt sein dürfte und mich nicht gestört hat. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Zugesagt haben mir auch die Kapitelüberschriften, die sehr treffend gewählt wurden.Mein Fazit:Mit „Der Preis, den man zahlt“ ist Arturo Pérez-Reverte ein anspruchsvoller Spionageroman mit historischem Setting gelungen, der dem Leser einiges abverlangt, aber gut unterhält. Empfehlenswert ist er vor allem für Geschichtsfans.

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  • Spanien im Bürgerkrieg

    Der Preis, den man zahlt

    buchernarr

    17. October 2017 um 00:12

    Die Handlung des Buches spielt in der Zeit des spanischen Bürgerkrieges 1936 und der Spion Lorenzo Falko bekommt einen komplexen Auftrag : er soll im Namen der Franco Regierung nämlich einen hochrangigen politischen Gefangenen aus Alicante befreien. Wir erfahren so einiges über seine Person im Laufe des Buches, seinem Charme vor allem gegenüber Frauen und seine unerschrockenen Handlungen. Falco bekommt auch eine mehr oder weniger Verbündete, für die er auch Gefühle entwickeln wird. Als sie in Gefahr gerät muss er sich entscheiden. Trotzdem konnte ich den Protagonisten mit seinem aalglatten Stil nicht ans Herz schliessen. Grosses Kino bietet das Buch trotz seiner Werbung nicht gerade, man kann es lesen ja, muss aber nicht.

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  • Neutrale Oberflächlichkeiten inmitten eines Krieges

    Der Preis, den man zahlt

    emma_vandertheque

    16. October 2017 um 14:57

    Puh, was für falsche Vorstellungen man doch von einem "Agententriller" aus den Spanischen Bürgerkrieg haben kann... Erwartet habe ich ein tiefes, rasantes Eintauchen in die "Unterwelt" der Kriegsschauplätze und Einblicke in die Machenschaften der gegnerischen Mächte, alles schön verpackt in einer unterhaltsamen, spannungsgeladenen Geschichte.Bekommen habe ich eine sehr an der Oberfläche und mit Plänkeleien beschäftigte Superhelden/Agentengeschichte im Stil von 007 die über alles, auch über Tiefgang erhaben scheint. Dabei würde ich noch nicht mal von "gefühllos" reden, denn Agenten dürfen sich diese wohl offenkundig nur in ganz geringem Maße leisten, aber "neutral" trifft es wohl ganz gut. "Neutral" war auch meine Haltung als Leser, bis zum Schluss. Schade.Ich gebe zu, ich weiß nicht wirklich viel über die damaligen Geschehnisse. Da das Buch aus dem Spanischen übersetzt wurde, kann man sicher davon ausgehen, dass der spanische Leser diese Geschichte sehr viel besser in den Kontext setzen kann und ich verstehe, dass am Text nichts für die unwissenden fremdsprachigen Lesern ergänzt werden sollte. Allerdings empfinde ich es als Versäumnis, die für das Verständnis relevanten Daten und Ereignisse nicht in Fußnoten oder in einem Anhang zusammengefasst wurden. Von einem Roman erwarte ich ehrlich gesagt, dass ich ihn auch ohne vorherige Recherche "verstehe". Hierfür wäre vielleicht auch eine Karte Spaniens mit den Frontverläufen nützlich gewesen.

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  • Außergewöhnlich

    Der Preis, den man zahlt

    brauneye29

    15. October 2017 um 15:11

    Zum Inhalt: Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wassern gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Im südspanischen Alicante soll er einen hochrangigen politischen Gefangenen befreien und vor dem sicheren Tod retten – eine kriegsentscheidende Aktion. Meine Meinung: Ich habe mich am Anfang extrem schwer getan mit dem Buch. Ich fand sowohl den Schreibstil, die handelnden Personen als auch die Story schwerfällig. Aber wenn man sich auf das Buch einlässt, verschwindet diese Schwerfälligkeit und man hat ein außergewöhnliches Buch in Händen. Mit Fortgang der Geschichte fand ich die Geschichte immer interessanter und auch die Protagonisten sehr gut und zum Teil sehr sympathisch. Besonders gut hat mir auch das Ende gefallen, dass auch ganz anders hätte aussehen können. Ich hätte am Beginn des Buches wirklich nicht gedacht, dass mich dieses Buch so einfangen würde. Was vielleicht die Geschichte noch besser gemacht hätte, wäre, wenn man selbst mehr Kenntnisse über die spanische Geschichte hätte. Fazit: Außergewöhnliche Geschichte.

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  • Ein klasse Buch - spannend bis zum Schluss!

    Der Preis, den man zahlt

    Charlea

    15. October 2017 um 02:14

    Cover / Artwork / Aufbau des RomansDas Cover hat mir richtig gut gefallen, da ich die Mischung aus schwarz-weiß Fotografie und in roten Lettern gehaltenen Text als echten Hingucker empfinde. Das Schriftbild, die flüssige Schreibe des Autors und auch die Tatsache, dass das Buch gerade mal ca. 300 Seite umfasst, haben mich das Buch auch relativ schnell durchschmökern lassen. Der Roman ist in Kapiteln unterteilt, welche alle vom Protagonisten Lorenzo Falcó handeln.InhaltDer Roman spielt im Spanien im November 1936. Der Protagonist Falcó erhält den Auftrag, einen wichtigen politischen Gefangen aus einem Gefängnis im Süden des Landes zu befreien. Dazu muss er sich in die "rote Zone" begeben - ein ebenso gefährliches wie unvorhersehbares Unterfangen. FazitIch habe das Buch wirklich gerne gelesen, auch wenn der Charakter Lorenzo Falcó die Gemüter in zwei Lager gespalten hat - die einen Leser meiner Leserunde haben in ihm einen überzogenen Macho gesehen, ich persönlich fand ihn einfach nur klasse. Er hat Ecken und Kanten, ist nicht perfekt, weiß, dass er als Spion einen sehr guten Job macht und dennoch lassen ihn die Dinge die er tut nicht kalt, ohne ihn jedoch zu einem melancholischen Schwerenöter zu machen. Er tut was er tut und weiß um die Konsequenzen.Ganz generell fand ich am Buch wirklich klasse, dass die Geschichte wirklich durchgezogen wurde und konsequent zu Ende gedacht wurde. Ein Zitat hat mir besonders gut gefallen, das Lorenzo im ersten Drittel des Buches sagt: "Ich habe nur dieses eine Leben. Einen kurzen Moment zwischen zwei Nächten. Und die Welt ist ein großartiges Abenteuer, das ich mir nicht entgehen lassen will."Getreu diesem Motto lebt er und entscheidet er. Er lebt nicht für den übernächsten Tag. Warum habe ich dem Buch dann nicht die volle Punktzahl gegeben - dies liegt ausschließlich in der Tatsache begründet, dass der Autor meiner Meinung nach bestimmte politische Begebenheiten als bekannt vorausgesetzt hat. Ich hatte irgendwann wirklich ein Buch aus der Sekundärliteratur auf dem Schoß, um nachzulesen, wer in den 30ern in Spanien das Sagen hatte, wie es sich mit der Monarchie und Franco verhielt und was genau Lorenzo Falcó in diesem Wirrwarr eigentlich bewirken soll. Nicht falsch verstehen - ich mag es eigentlich, wenn Autoren historischer Romane einfach einen flüssigen Text schreiben, wo man nicht noch die Fußnoten oder den Anhang studieren muss. Aber in diesem Fall hätte mir eins von beiden sehr gut gefallen, da es mir die Recherche erspart hätte. Das hat mich persönlich nicht so gestört, aber ich denke für die Bewertung des Buches ist es dennoch ein Punkt, den ich erwähnen und mit einbeziehen muss.Dennoch - ich weiß, dass es bald einen zweiten Teil geben wird. Das Buch hier ist in sich abgeschlossen, aber es soll der Start einer Reihe sein und ich werde auf alle Fälle weiterlesen, da ich es wirklich klasse fand!

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  • Ohne Vorkenntnisse von der spanischen Franco Aera schwer zu lesen

    Der Preis, den man zahlt

    yana27

    14. October 2017 um 23:21

    Das Buch "Der Preis den man zahlt" spielt im Jahre 1936, wo Franco in Spanien die Macht ergriffen hat und Spanien sich mitten im Bürgerkrieg befindet. Senor Lorenzo Falcó, seines Zeichen ein spanischer Spion, Frauenheld, Vagabund und Dandy  begegnet bei einer geheimen Mission die unbekannte Eva Rengel. Ich habe angefangen dieses Buch zu lesen, weil mir die Franco Äera völlig unbekannt ist und ich gehofft habe, daß dieses Buch meine Wissenslücke diesbezüglich schließen würde. Leider muß ich sagen, daß der Autor Arturo Pérez- Reverte sich gar nicht die Mühe macht, den Leser an die geschichtliche Hintergründe heranzuführen, damit man die Geschichte überhaupt versteht. Auch die geographischen Begebenheiten mußte ich erstmal googeln. Eine Landkarte von Spanien und wie es im Jahr 1936 von wem besetzt wurde wäre sehr hilfreich gewesen. Leider fehlte dies. Außerdem vermisste ich ein Nachwort, welches mir die geschichtliche Fakten aufklärt, beispielsweise das  Franco keinen Bruder namens José Antonio hat und er nur eine fiktive Figur ist. Dadurch wurde diese Geschichte für mich etwas sperrig zu lesen. 

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  • Leserunde zu "Der Preis, den man zahlt" von Arturo Pérez-Reverte

    Der Preis, den man zahlt

    Insel_Verlag

    Werden Loyalität und Liebe das letzte Wort haben? Oder Verrat und Gewalt? Wir befinden uns im turbulenten Jahr 1936: Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wassern gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Im südspanischen Alicante soll er einen hochrangigen politischen Gefangenen befreien und vor dem sicheren Tod retten – eine kriegsentscheidende Aktion. Unter Falcós drei Mitstreitern befindet sich auch die undurchsichtige Eva Rengel. Sie kennen sich nicht, müssen sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel treiben …»Man will so fieberhaft weiterlesen, so schnell kann man gar nicht umblättern.« The TimesMit Der Preis, den man zahlt eröffnet Arturo Pérez-Reverte seine vierteilige Reihe um den Spion Lorenzo Falcó und entführt Euch in eine zwielichtige Welt, in der jeder seinen Preis zu zahlen hat …Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »Wir laden Euch herzlich zu dieser Leserunde ein und freuen uns auf Eure Kommentare und Eindrücke. Wenn ihr also Lust auf ein aufregendes Leseabenteuer in den Wirren des spanischen Bürgerkriegs habt, dann bewerbt Euch einfach bis zum 13. September über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage: Würdest Du gegen gute Bezahlung einen Auftrag annehmen, der Deinen politischen oder moralischen Überzeugungen widerspricht? Über den Autor: Arturo Pérez-Reverte wurde 1951 im spanischen Cartagena geboren und ist einer der erfolgreichsten Autoren Spaniens. Sein Werk – darunter der Weltbestseller »Der Club Dumas« – wurde in 41 Sprachen übersetzt. Pérez-Reverte war 21 Jahre als Kriegsreporter tätig und ist seit 2003 Mitglied der Real Academia Española. Der Preis, den man zahlt ist der Auftakt seiner vierbändigen Reihe um Lorenzo Falcó, die sich über den gesamten Zeitraum des spanischen Bürgerkriegs erstreckt.PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 565
  • Lorenzo Falcó

    Der Preis, den man zahlt

    SiriB

    14. October 2017 um 20:15

    „Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wässerchen gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Es ist das turbulente Jahr 1936, und er hat den Auftrag erhalten, im südspanischen Alicante einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien und vor dem sicheren Tod zu retten, eine kriegsentscheidende Aktion. Falcó hat drei Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Rengel. Man ist sich nie zuvor begegnet, muss sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel betreiben.“ (Klappentext) Der Autor wirft seine Leser ohne Vorwort oder Begriffserklärungen mitten in die Wirren des Spanischen Bürgerkrieges. Wer wenigstens Hemingways „Wem die Stunde schlägt“ oder Orwells „Mein Katalonien“ kennt, ist klar im Vorteil. Wer sich mit den historischen Fakten jedoch nicht oder nur vage auskennt, dem bleibt nichts anderes übrig, als erst einmal die wichtigsten Eckdaten zu googeln.Das Besondere an diesem Buch ist nicht nur, dass es seine (zumindest die deutschen) Leser herausfordert sich zu informieren (spanische Leser werden sich mit der eigenen Geschichte besser auskennen), sondern auch, dass es aus der Perspektive der Faschisten, der Nationalisten und Falangisten erzählt wird.Der Held, Lorenzo Falcó, eine Mischung aus James Bond und Sam Spade, scheint einem Film Noir entsprungen. Das in schwarz-weiß gehaltenen Original-Cover der spanischen Ausgabe vertieft diesen Eindruck noch. Es zeigt einen Mann mit hochgeschlagenem Trenchcoatkragen und Hut, der sich eine Zigarette ansteckt. Dashiell Hammett und Humphrey Bogart lassen grüßen. Sicher kein Zufall bei einem Roman, der im Jahr 1936 angesiedelt ist. So ist Lorenzo Falcó denn auch als typischer Antiheld mit den entsprechenden Eigenschaften angelegt: ein desillusionierter, gutaussehender, dazu kaltschnäuziger und egoistischer, selbstverliebter Casanova, ohne politische Überzeugung. Er ist ein erfolgreicher Killer, einer der besten in seiner Branche, der skrupellos denen dient, die ihm am meisten zahlen und der auch vor Grausamkeiten nicht zurück schreckt. Eine Figur, die perfekt in das erzählte Szenario passt. In eine aus den Fugen geratene Welt, gefangen in einem grausamen Bürgerkrieg, in der Freunde von heute bereits morgen Feinde sein können. Falcó weiß, dass Vertrauen tödlich ist. Gefühle sind für ihn ein Luxus, den er sich nicht leisten kann. In diesem brutalen Universum hat Falcó es zur Perfektion gebracht, denn er weiß, „nur wer Wolf ist, überlebt“. Aber, auch die "femme fatal" fehlt in dieser Geschichte nicht. Ihr Name ist Eva Renger.Zugegeben, es fällt schwer mit diesem (Anti-) Helden warm zu werden. Dennoch hat mir dieses Buch gut gefallen. Die Geschichte ist sprachlich anspruchsvoll, flüssig und spannend erzählt. Auch die Protagonisten fand ich sehr gut gezeichnet und glaubwürdig. "Falcó" ist als Serienheld angelegt.  Der 2. Band der Reihe erscheint bereits im November in Spanien unter dem Titel "Eva". Arturo Pérez-Reverte ist im deutschsprachigen Raum vor allem durch seinen Roman „Der Club Dumas“ und dem darauf basierenden Film „Die neun Pforten“ bekannt geworden. Darüber hinaus hat er zahlreiche weitere Romane verfasst, mit denen er weltweit erfolgreich ist.Arturo Pérez-Reverte„Der Preis, den man zahlt“, Insel Verlag, geb. Ausgabe, 22 EuroISBN 978-3458177197

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  • altmodischer Spionageroman

    Der Preis, den man zahlt

    Alesk

    12. October 2017 um 15:41

    Der neue Roman von Arturo Pérez-Reverte, „Der Preis, den man zahlt“, spielt mitten im spanischen Bürgerkrieg im Jahre 1936.Lorenzo Falcó ist ein gefragter Spion und Geheimagent,  der einen Auftrag für die Faschisten annimmt. Dieser führt ihn auf die Seite der Kommunisten.Falcós Auftrag verläuft nach Plan, bis er die geheimnisvolle Eva Rengel trifft und ihm klar wird, daß viele der Personen ein Doppelspiel spielen, welches für alle tödlich enden könnte.Pérez-Reverte schuf mit Falcó eine Figur nach einem, für die heutige Zeit veraltetem Rezept. Ein Geheimagent der an einen frühen James Bond erinnert: geschmackvoll angezogen, den Damen zugeneigt, lautlos und tödlich mit markigen Machosprüchen.Am Anfang fand ich ihn amüsant, nach den ersten Kapiteln eher öde.Ich konnte trotzdem mit Falcó mitfiebern. Die Zustände im Spanien der Kriegsjahre waren für mich glaubwürdig beschrieben, zuweilen brutal und beklemmend . Allerdings verfüge ich wohl über zu wenig geschichtliches Hintergrundwissen, um das Handeln aller Parteien nachvollziehen zu können. Das Buch basiert auf realen Ereignissen, die Hauptfigur Falco ist für mich nicht greifbar, da sie sich selbst nicht positioniert. Das gehört wohl zu seinem Charakter, aber für mich war es unglaubwürdig und auf Dauer zu langweilig. „Der Preis, den man zahlt“, der Originaltitel lautet  „Falcó“, ist der Auftakt zu einer Spionageserie. Der zweite Teil trägt im Original den Titel „Eva“ und lässt erahnen, daß es darin um  Falcós Gegenspielerin gehen wird.Leider war das Buch nicht nach meinem Geschmack, so daß ich kein Interesse an einer Fortsetzung habe.Wer jedoch altmodische Spionageromane, die im II Weltkrieg spielen mag, ist bei dieser Serie gut aufgehoben.

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  • Historischer Spionage-Roman mit zwiespältigen Charakteren und komplexer Handlung

    Der Preis, den man zahlt

    Kaito

    10. October 2017 um 11:32

    Eines sollte den geneigten Leser von Beginn an klar sein: Dies ist kein Action-Thriller à la Bourne oder Mission:Impossible. Es handelt sich hier um einen historischen Roman über die Zeit des Bürgerkriegs in Spanien um 1936. Durch den Protagonisten Falcó wird daraus ein Agenten-Roman im Stile der alten James Bond Geschichten. Alkohol, Zigaretten und Frauen, gepaart mit Gewalt und Verrat.Wahrheit und Lüge vermischen sind, Moral und Ehre werden hier mit anderen Maßstäben betrachtet. Gewalt und Folter sind Teil einer alltäglich lauernden Gefahr.Sowohl Falcó selbst, als auch die anderen Charaktere spiegeln anschaulich die Mentalität und die Gepflogenheiten des Spaniens der 1930er wider. Alkohol, exzessives Rauchen und das mitführen von Waffen sind absolut normal.Es handelt sich bei den Buch um den ersten Teil einer Reihe, in dem der Fokus besonders auf den Spion Lorenzo Falcó gerichtet ist. Dabei ist der deutsche Titel wohl eine malerische Interpretation des Verlages. Im Original heißt das Buch schlicht „Falcó“. Womit klar wird, auf was das Buch den Fokus legt.Allerdings will und soll der Protagonist dem Leser zu keiner Zeit sympathisch werden. Er verfolgt seine Aufträge mit kaltblütiger Berechnung und schreckt nicht vor massiver Gewalt zurück. All das läuft allen unseren gewohnten Moralvorstellungen zu wider. Aber es beschreibt auch, meiner Meinung nach, ernsthaft und sehr realistisch, wie das Leben und Wirken eines Spions im Bürgerkrieg verläuft.Entscheidungen werden getroffen, Spielzüge gemacht und das einzige Ziel ist die Erfüllung des Auftrags. Wenn man ihn überlebt, umso besser.Die Handlung ist von Beginn an ziemlich undurchsichtig. Aber das erwarte ich von einem Spionageroman, der sich mit einem politischen Auftrag befasst. Selbst für die einzelnen Beteiligten wird solch ein Auftrag nie vollkommen zu durchschauen sein. Der Autor vermittelt dem Leser ein detailreiches Bild von der Situation, in der sich die Figuren befinden.Und wenn man sich diese vor Augen ruft, kann man ihre Handlungen absolut nachvollziehen.Die Beschreibungen der Handlungsorte versetzten einen anschaulich und sehr bildhaft nach Spanien.Der Schreibstil des Autors macht es dem Leser allerdings nicht immer leichte. Verschachtelte Sätze und eine sehr konzentrierte und ernste Ausdrucksweise machen das Buch anspruchsvoll zu lesen.Fazit:Wer einen strahlenden und heldenhaften Spion mit glänzender Moral erwartet, der nehme dieses Buch bitte nicht zu Hand!Hier erlebt man die Abgründe der Menschheit in der Zeit eines beginnenden Weltkriegs. Die Handlung ist verzwickt und fordert hohe Aufmerksamkeit vom Leser. Die Darstellung ist, meiner Meinung nach, sehr gut gelungen. Sowohl Charaktere, als auch Schauplätze lassen die damalige Zeit in Kopf aufleben.Ein sehr interessantes und spannendes Buch!

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  • Spanischer Spion

    Der Preis, den man zahlt

    irismaria

    09. October 2017 um 15:13

    Das spanische Volk ist hin und hergerissen zwischen verschiedenen politischen Gruppen, niemand weiß wie man trauen kann und wo die Zukunft des Landes liegt. Dieses Geschehen ist nicht nur aktuell zu beobachten sondern liegt auch dem Roman "Der Preis, den man zahlt" von Arturo Perez-Reverte zugrunde, der 1936 im spanischen Bürgerkrieg spielt. Da gibt es zum einen die Franco Truppen zum anderen Kommunisten und auch ausländische Geheimdienste mischen mit. In dieser Situation versucht der Spion Lorenzo Falcó seine Aufträge auszuführen, immer auf seinen Vorteil bedacht und darauf, wem er trauen kann und wem nicht. Mir hat das Buch mittelgut gefallen. Es hätte allerdings etwas spannender sein können auch die vielen Personengruppen waren etwas verwirrend.

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  • Spanischer James Bond

    Der Preis, den man zahlt

    julemausi89

    09. October 2017 um 14:47

    Wer die alten James Bond-Filme mag, wird dieses Buch lieben. Es spiegelt perfekt den Stereotyp Mann wieder, der ohne Rücksicht auf Verluste seine Ziele verfolgt (wobei nicht immer ganz klar ist, welches seine Beweggründe sind), loyal zu einer starken Führungsperson steht (und ansonsten keine emotionalen Bindungen aufbaut) und von Frauen und auch anderen Männern im Allgemeinen eher gering denkt.Genau so ein Mann ist Lorenzo Falcó, der als Spion auf Seiten der Faschisten im Spanischen Krieg 1938 arbeitet und sich dafür immer wieder in lebensgefährliche Situationen bringt. Sein neuester Auftrag, ein Befreiungsschlag auf feindlichem Gebiet, scheint besonders gefährlich; er weiß bald nicht mehr, wem er noch trauen kann.Das klingt doch nach einem 007-Film par excellence, oder?Das Buch überzeugt neben diesem stimmungsvollen Setting über eine Fülle an historischen Informationen, die den Leser zu Beginn erst einmal etwas überfordern könnten (zumal, wenn man nicht gerade in der spanischen Geschichte bewandert ist).Die Handlung scheint anfangs etwas schleppend, der Hauptprotagonist vollkommen unsympatisch, aber das muss er ja auch nicht sein, um mit ihm mitzufiebern.Meiner Meinung nach spiegelt dieses Buch einfach nur auf beängstigende Art und Weise die Situation zu Kriegszeiten wieder: Das allgemeine Misstrauen der Menschen, das Bemühen jedes EInzelnen, für sich selbst das Beste aus der Situation zu machen und in Falcós Fall, das Leben so lange auszukosten wie möglich, ohne Rücksicht auf Verluste.Fazit:"Der Preis, den man zahlt" ist ein authentisches Zeitzeugnis eines der grausamsten Abschnitte der jüngeren Weltgeschichte, das nicht gefallen, sondern eher abschrecken und ermahnen will.

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  • Spanischer Bürgerkrieg 1936

    Der Preis, den man zahlt

    Buecherwurm1973

    08. October 2017 um 19:38

    Beginn des Spanischen Bürgerkrieges 1936: Lorenzo Falcó ein gewissenloser Söldner. Sein Job ist es unliebsame Gegner aus dem Weg zu räumen. Im Krieg dient er einer Organisation, die an der Seite von Franco agiert. Er ist ein Genussmensch und liebt die Frauen. Aber im Job ist er der einsame Wolf, der die Beute erlegt. Nun soll er mit einer Truppe der Falagne eine Mission erfüllen. Sie sollen einen politischen Gefangenen befreien. In der Truppe trifft er auf die Spionin Eva Rengel. Eine Frau von seinem Kaliber. Doch er hat keine Zeit für Liebesgeplänkel, denn schon bald überschlagen sich die Ereignisse. Der Sprachstil ist kurz und prägnant, aber auch der Humor kommt durch die pointierten Dialoge nicht zu kurz. Ohne fundierte Vorkenntnisse über den Spanischen Bürgerkrieg ist der Leser zu Beginn heillos überfordert. Der Autor, der 21 Jahre als Kriegsreporter gearbeitet hat, nennt so ziemlich jede Gruppierung und Partei, die in diesen Krieg involviert war. Auch die politischen Persönlichkeiten waren mir kein Begriff. In der zweiten Hälfte wird der Überblick einfacher, da es nur noch um die Befreiung geht, welche übrigens keine Fiktion ist. Ein Glossar hätte für mehr Durchblick gesorgt. Die Geschichte wirkte für mich manchmal etwas halbfertig. Der Leser begleitet nur Lorenzo Falcó und daher weiss er nicht mehr als der Söldner. Mir als Leser hat das Dazwischen sehr gefehlt. Irgendwas wurde ihm Hintergrund gemauschelt. Da es Falcó nicht wissen darf, weiss es der Leser auch nicht und lässt den unbefriedigt zurück. Ich mag es, wenn ich auch noch etwas mitspekulieren kann, aber hier fehlen mir die Informationen dazu. Dieses Buch ist der Auftakt für eine Reihe. 

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  • Spion trifft Spionin im Spanischen Bürgerkrieg

    Der Preis, den man zahlt

    blaustrumpfine

    08. October 2017 um 02:34

    Im Roman um den Agenten Lorenzo Falcó wird man ins politisch zerrissene Spanien der 1930er Jahre zu Zeiten des Bürgerkriegs katapultiert. Falcó ist der klassische Antiheld: ehemaliger Waffenhändler, gefühlloser Agent ohne eigene Überzeugungen, der für die Faschisten den Söldner gibt und Frauen wahlweise mit Schmeicheleien umgarnt oder sich mit Gewalt gefügig macht. Es ist schwierig, sich mit diesem gewissens- und skrupellosen Macho zu identifizieren, was zugleich die größte Herausforderung beim Lesen des Romans darstellt. Eine weitere Herausforderung ist die verworrene politische Gemengelange zur damaligen Zeit: Alle möglichen verschiedenen Geheimdienste und politischen Gruppierungen sind in Spanien aktiv und bespitzeln und bekämpfen sich gegenseitig, was allerdings vermutlich ziemlich realistisch ist. Im Zuge eines großen Auftrags, bei dem er einen Gefangenen aus einem Gefängnis der spanischen Republik befreien soll, ist Falcó zur Zusammenarbeit mit einer Gruppe Falangisten gezwungen. Dabei lernt er Eva Rengel kennen, eine Frau, die nicht in sein übriges Beuteschema passt, ihn aber dennoch (oder gerade deshalb?) besonders fasziniert. In einer unglaubwürdigen und gewalttätigen Liebesszene kommen sie sich näher. Diese intuitive Faszination beruht möglicherweise darauf, dass auch sie eine Spionin ist, was er allerdings erst später erfährt, und zwar für die russische Seite. Sie stehen also auf diametral entgegengesetzten Seiten, sind allerdings gezwungen zusammenzuarbeiten. Dies bringt natürlich Situationen hoher Anspannung mit sich – aufbautechnisch ist es für uns als LeserInnen gut gelöst, weil wir der Perspektive Falcós folgen und daher am Ende genauso überrascht sind wie er, als er von Evas doppeltem Spiel erfährt. Inhaltlich bordet das Buch vor Gewalt über vor Gewalt- und Folterdarstellungen, was nicht immer leicht verdaulich ist. Gut gelungen sind die Schilderungen der Atmosphäre der damaligen Zeit, das Retroflair der Dampflokomotivenzeit, als man noch Hispano-Suiza gefahren ist und pausenlos geraucht hat und alles irgendwie eleganter war. Für mich waren nicht alle Charakterdarstellungen stimmig – die Entwicklung Falcós vom gewissenlosen Chauvinisten zum verliebten Idioten habe ich ihm nicht ganz abgenommen und auch Eva Rengel, die vorgibt, aus idealistischen Gründen zu handeln und sich dann aber trotzdem für Falcó einsetzt, wirkt nicht ganz überzeugend. Empfehlenswert für Fans von Agententhrillern, die keine Scheu vor Gewaltdarstellungen haben und auch vor komplizierten politischen Situationen nicht zurückschrecken – enthält interessante historische Einsprengsel über die Rolle Hitler-Deutschlands zu Beginn der Franco-Diktatur.

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