Arturo Pérez-Reverte Dreimal im Leben

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Inhaltsangabe zu „Dreimal im Leben“ von Arturo Pérez-Reverte

"Ein junges schönes Paar, erfasst von einer Leidenschaft, so drängend wie das Leben, sieht sich in die Augen und tanzt einen noch ungeschriebenen Tango im stillen, verlassenen Salon eines Überseedampfers, der über das nächtliche Meer gleitet."§Es ist das Jahr 1928, als der Eintänzer Max, jung und von wildem Charme, der aparten Schönheit Mecha auf einem Ozeandampfer begegnet. Sie ist gebunden, ein Tanz die einzige Möglichkeit, ihr näherzukommen. Als sie kurz darauf in Buenos Aires durch die zwielichtigen Tangobars der Stadt ziehen, beginnt für Max und Mecha das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält ... §"Dreimal im Leben" erzählt eine Geschichte voller Sehnsucht und Leidenschaft. Durchweht von der Erinnerung an eine Welt, deren Glanz verblasst und deren Melodie verklungen ist, beschwört der Roman den Zauber verstrichener Gelegenheiten und die lebenslange Liebe zweier Menschen.

Gefühlvoller und melancholischer, sprachlich überzeugender Roman zwischen Ocean's Twelve und Gatsby-Flair ;)

— Isaopera

Sehr emotionale, gut erzählte Geschichte

— Langeweile

anspruchsvoll und atmosphärisch dicht

— annewiegner

Ein Stilvoller Roman der mich jedoch nicht ganz mitreißen konnte.

— beccy

Ein spannender und emotional kluger Roman.

— JulesBarrois

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  • Die Geschichte einer großen aber tragischen Liebe ...

    Dreimal im Leben

    engineerwife

    28. September 2017 um 15:36

    Großartig und atmosphärisch sehr dicht. Beim Lesen sah ich in Max immer eine Mischung aus dem „talentierten Mr. Ripley“ und dem großen Gatsby vor mir obwohl Max ja als heißblütiger Argentinier recht dunkel war. Das „erste Mal im Leben“ der beiden jungen Menschen Max und Mecha steht ganz unter dem Zauber des Tangos. Des traditionellen Tangos, wie ihn nur noch wenige kennen und der mit dem heute bekannten „Tango Milonga“ wenig gemein hat … Beim „zweiten Mal im Leben“ verschlägt es den Leser nach Nizza kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Hier wird Max in eine Handlung verwickelt, die ihn zur Flucht zwingt und unweigerlich damit auch zum Verlust der wunderbaren Mecha führt. Doch viele, viele Jahre später gibt es ein „drittes Mal“ im Leben der Beiden, die sich doch wohl ihr ganzes Leben lang geliebt haben. In diesem Teil, der vom Thema „Schach“ beherrscht wird, fallen mir einige Längen auf, die den Roman für mich leider die Bestnote kosten.Nichtsdestotrotz bin ich begeistert von der Geschichte und dem Autor. Er lässt es am Schluss offen, ob es je ein „viertes Mal im Leben“ geben wird … das Buch hallt nach, soviel ist sicher! 

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  • Leserunde zu "Der Preis, den man zahlt" von Arturo Pérez-Reverte

    Der Preis, den man zahlt

    Insel_Verlag

    Werden Loyalität und Liebe das letzte Wort haben? Oder Verrat und Gewalt? Wir befinden uns im turbulenten Jahr 1936: Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wassern gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Im südspanischen Alicante soll er einen hochrangigen politischen Gefangenen befreien und vor dem sicheren Tod retten – eine kriegsentscheidende Aktion. Unter Falcós drei Mitstreitern befindet sich auch die undurchsichtige Eva Rengel. Sie kennen sich nicht, müssen sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel treiben …»Man will so fieberhaft weiterlesen, so schnell kann man gar nicht umblättern.« The TimesMit Der Preis, den man zahlt eröffnet Arturo Pérez-Reverte seine vierteilige Reihe um den Spion Lorenzo Falcó und entführt Euch in eine zwielichtige Welt, in der jeder seinen Preis zu zahlen hat …Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »Wir laden Euch herzlich zu dieser Leserunde ein und freuen uns auf Eure Kommentare und Eindrücke. Wenn ihr also Lust auf ein aufregendes Leseabenteuer in den Wirren des spanischen Bürgerkriegs habt, dann bewerbt Euch einfach bis zum 13. September über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage: Würdest Du gegen gute Bezahlung einen Auftrag annehmen, der Deinen politischen oder moralischen Überzeugungen widerspricht? Über den Autor: Arturo Pérez-Reverte wurde 1951 im spanischen Cartagena geboren und ist einer der erfolgreichsten Autoren Spaniens. Sein Werk – darunter der Weltbestseller »Der Club Dumas« – wurde in 41 Sprachen übersetzt. Pérez-Reverte war 21 Jahre als Kriegsreporter tätig und ist seit 2003 Mitglied der Real Academia Española. Der Preis, den man zahlt ist der Auftakt seiner vierbändigen Reihe um Lorenzo Falcó, die sich über den gesamten Zeitraum des spanischen Bürgerkriegs erstreckt.PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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  • Das echte Leben kennt kein Happyend

    Dreimal im Leben

    Biene759

    27. June 2017 um 10:20

    Inhalt: Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal, es ist das Jahr 1928. Max, jung und von wildem Charme, arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre aparte Schönheit, der weltberühmte Komponist an ihrer Seite, das funkelnde Perlencollier um ihren schlangek Hals. Es folgt ein Tanz, ein nichtssagender Smaltalk, der verheißungsvoller nicht sein könnte. In Buenos Aires angekommen, führt Max das Paar durch die zwielichtigen Tangobars seiner Geburtsstadt. Doch in dieser Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, und für Max und Mecha beginnt das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält. Meinung: Bei diesem Buch hab ich mich sofort in das Cover verliebt. Da stimmt einfach alles, die Farben, die Frau, die an der Schiffsreling lehnt und in die Ferne schaut. Als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, hatte ich an das Buch völlig andere Erwartungen, als es mir dann geben konnte. Nachdem ich mich von diesen Erwartungen gelöst hatte, war es aber durchaus interessant. An den Schreibstil des Autors musste ich mich erst gewöhnen. Nach dieser Gewöhnungsphase konnte ich das Buch aber flüssig lesen. Ich kann auch nicht sagen, was mich zu Beginn gestört hat.Der Autor springt im Buch zwischen der Geschichte in der Gegenwart und Max (und Mechas) Geschichte in der Vergangenheit hin und her. Am Anfang muss ich immer erst mal rausfinden, in welcher Zeit wir uns denn gerade befinden. Irgendwann hatte ich dann aber raus, dass die Geschichte in der Vergangenheit auch in der Vergangeheitsform geschrieben ist und die Geschichte jetzt in der Gegewart.Die Geschichte an sich, egal ob in der Vergangeheit oder Gegenwart, fand ich interessant und die hab ich auch gerne gelesen. Allerdings hat der Autor teilweise sehr lang und sehr viel über den Tango und seine Geschichte und über Schach geschrieben. Ich muss ehrlich sagen, das interessiert mich beides nicht wirklich, hat mich auch eher gelangweilt, und, gerade was Schach angeht, bin ich jetzt auch nicht schlauer als vorher. Meiner Meinung nach waren diese Teile für das Buch nicht wichtig. Dass Mechas Mann einen Tango komponiert hat, ja, aber die ganze Geschichte vom Tango hätte ich nicht gebraucht. Genau wie die Fachsimpelei vom Schach.Trotz allem hab ich das Buch gerne gelesen. Sowohl Max als auch Mecha mochte ich eingerseits irgendwie, andererseits hatten beide Züge, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Bei Max natürlich wie er mit den Frauen gespielt hat. Mecha konnte ich nicht verstehen, was ihren ersten Mann anging. Vorlieben hat jeder seine eigenen, so soll sie auch ihre haben. Aber wenn sowohl Max als auch Mecha wussten, dass sie den jeweils anderen lieben ... ich finde es so schade, dass sie ihre Leben nicht zusammen verbringen konnten. Nicht mal zum Schluss. Aber wie Max gesagt hat, das echte Leben kennt kein Happyend.

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  • Ocean's Twelve trifft Gatsby-Feeling

    Dreimal im Leben

    Isaopera

    21. January 2017 um 15:35

    "Dreimal im Leben" ist für mich ein überzeugender Roman, der in einer besonderen Weise Melancholie und Gefühle einfängt. Der Protagonist Max Costa und seine Liebe für Mecha, die ihm dreimal im Leben, nämlich auf einem Kreuzfahrtschiff, später in Nizza und zuletzt in Sorrent begegnet, eigentlich aber sein halbes Leben mitbestimmt, haben mich oft bewegt und konnten mich packen.Der Schreibstil des Autors ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach. Gerade zu Anfang brauchte ich eine längere Eingewöhnungsphase. Wenn man aber einmal in der Geschichte drin ist, liest es sich flüssig und interessant. Gerade diese Ausflüge in die Kriminalität und der Einblick in das Leben eines "Meisterdiebes" vor der Kulisse des beginnenden 20. Jahrhunderts fand ich sehr gelungen. Später kommt das Thema Schach dazu, was ich ebenfalls sehr bereichernd fand.Für mich war es teilweise ein wenig schwierig, den vielen Zeitsprüngen zu folgen. Man kriegt zwar ganz gut raus, an welchen Merkmalen man die einzelnen Phasen unterscheiden kann (später ist es zum Beispiel so, dass immer im Präsens aus Sorrent und im Präteritum aus Nizza berichtet wird), aber gerade in Kombination mit den vielen ausländischen und teilweise schwer zu merkenden Namen liest es sich dadurch einfach komplizierter. Ich persönlich hätte mir an manchen Stellen eine geradlinigere (nicht einfachere!) Erzählweise gewünscht.Insgesamt für mich ein lesenswerter Roman, der mit einer leisen Melancholie zu packen weiß.

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    • 2
  • Man sieht sich immer zw- DREImal im Leben

    Dreimal im Leben

    Jisbon

    20. May 2016 um 17:35

    Das Konzept der Liebesgeschichte, die hier erzählt wird, ist auf den ersten Blick nicht neu: ein Mann und eine Frau treffen sich, schlafen miteinander und werden durch das Schicksal getrennt, bis sie sich schließlich nach langen Jahren wieder sehen. In gewöhnlichen Geschichten wäre dieses zweite Treffen allerdings das Happy End, während Max und Mecha sich erneut verlieren und für neunundzwanzig Jahre nicht mehr sehen. Und als sie sich zum dritten Mal sehen, bedeutet dies keineswegs, dass nun alles gut wird...Max Costa ist ein sehr sympathischer Protagonist, obwohl man ihn durchaus als Hochstapler und Kleinkriminellen bezeichnen kann. Mecha Inzunza ist ebenfalls recht sympathisch, auch wenn sie im Vergleich zu Max etwas blass bleibt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass wir hauptsächlich IHN auf seinem Weg begleitet.Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein - dennoch ist vom ersten Moment an eine seltsame Anziehung zwischen den beiden. Dem Autor ist es dabei vortrefflich gelungen, diese Gefühle glaubwürdig darzustellen und so zu präsentieren, dass der Leser mit den beiden fühlt und versteht, wieso sie genau so und nicht anders handeln.Die Liebesgeschichte ist alles andere als süß oder ruhig. Sie ist zunächst von Leidenschaft geprägt, von körperlicher Anziehung. Dennoch ist ihre Geschichte, die "Beziehung" der beiden sehr faszinierend und fesselnd. Sie wirkt authentisch, glaubhaft. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass Max und Mencha sich wirklich 1928 kennen gelernt haben könnten. Man fühlt sich hineinversetzt in die Zeit der Tangos, der Eintänzer und der zwielichtigen Gestalten, die Pérez-Reverte hier heraufbeschwört.Leider stockte ich, gerade am Anfang, ständig im Lesefluss. Dies liegt zum einen am häufigen Einsatz des Konjunktivs. Pérez-Reverte fasst oft längere Passagen, die im Dialog gesprochen werden würden, in der indirekten Rede zusammen. Dies kürzt zwar die Handlung und ich bin mir nicht sicher, ob ein endloser Monolog besser zum Lesen gewesen wäre, aber diese Abschnitte luden mich sehr dazu ein, sie nur zu überfliegen.Zu Beginn des Romans sind zudem mehrere spanische Worte (scheinbar zusammenhangslos) in den Fließtext eingestreut, die nicht übersetzt werden. Es waren zwar keine wichtigen Stellen und das Verständnis der Handlung blieb unbeeinträchtigt, dennoch stolperte ich immer darüber, weil ich versuchte, mir die Bedeutung zusammenzureimen.Insgesamt hat mir "Dreimal im Leben" aber sehr, sehr gut gefallen. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht, die handelnden Charaktere sind weder übertrieben perfekt noch handelnde Klischees und die Erzählung ist perfekt in die realen Geschehnisse zwischen 1928 und 1966 eingebettet.Für die oben erwähnten Probleme mit dem Lesefluss würde ich einen halben Stern abziehen, ansonsten kann ich das Buch wärmstens empfehlen.__________________Herzlichen Dank an den Verlag und Vorablesen für den Gewinn.

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  • Tango, Schach, Gigolos und die Liebe

    Dreimal im Leben

    winter-chill

    12. May 2016 um 22:15

    Es beginnt mit einem glühenden Tango auf einem Kreuzfahrtschiff Richtung Buenos Aires und endet mit einem Schachturnier in Sorrent. Dazwischen entspinnt sich eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die alle Zeit zu überdauern scheint. Arturo Pérez-Reverte hat mit seinem Roman „Dreimal im Leben“ einen wunderschönen, sehnsuchtsvollen Roman geschaffen, der einen in die abenteuerliche Welt der Liebe, der Leidenschaft, der Gigolos und des Verbrechens entführt. Die beiden Protagonisten heißen Max und Mecha. Als sie sich das erste Mal begegnen, schreiben wir das Jahr 1928. Er, gutaussehend, charmant, heißblütig, arbeitet als Eintänzer auf einem Ozeandampfer. Sie, jung, elegant, betörend schön, ist die Frau eines berühmten Komponisten. Der Tango bringt die beiden zusammen. In Buenos Aires angekommen soll Max dem Ehepaar den unverfälschten, ursprünglichen Tango zeigen und so landet das Trio in einer anrüchigen Bar. Doch diese Nacht ändert alles. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg laufen sich Max und Mecha unter völlig anderen Umständen in Nizza über den Weg. Doch es müssen nochmal fast 40 Jahre vergehen, ehe die Geschichte der beiden bei der Schachweltmeisterschaft in Sorrent ein Ende nimmt. Pérez-Reverte erzählt sehr elegant, atmosphärisch und bildgewaltig. Man spürt regelrecht die Kraft der Musik und gerade die Szenen in der etwas zwielichtigen Bar in Buenos Aires sind sehr stimmungsvoll beschrieben. Sehr gelungen fand ich auch die Charaktere, die doch sehr außergewöhnlich und – für eine Liebesgeschichte – auch etwas ungewöhnlich waren. Max der undurchsichtige Gigolo, der es faustdick hinter den Ohren hat, ein Gentleman, aber auch ein Gauner. Mecha, die abgebrühte Schöne, die einerseits so verletzlich wirkt, sich aber nicht verletzen lässt. Nebenbei erfährt man auch noch einiges über die Geschichte des Tangos und Schach. Ein toller Roman voller wehmütiger Nostalgie, sinnlich und melancholisch.

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  • Mecha und Max

    Dreimal im Leben

    Langeweile

    03. February 2016 um 11:34

    Dreimal im Leben ist die wechselvolle Geschichte von Mecha und Max. Im Jahre 1928 begegnen sich die beiden Protagonisten zum ersten Mal.Mecha macht mit ihrem Mann, dem bekannten Komponisten Armando de Troye, eine Serreise,Max Costa ist auf dem Schiff der Eintänzer. Er ist ein gutaussehender Mann und begnadeter Tänzer,besonders der Tango hat es ihm angetan.Er ist von Mecha sofort hingerissen und läßt keine Gelegenheit aus mit ihr zu tanzen.Armando und Mecha führen eine offene Ehe ,sodaß Mecha und Max kaum Grenzen gesetzt sind. Bei der Ankunft in Buenos Aires bittet Armando Max ihnen die einschlägigen Lokale zu zeigen,um mehr über die Geschichte des Tango zu erfahren.Sie besuchen ziemlich anrüchige Etablissements,dort kommt es zu sexuellen Ausschweifungen. Danach trennen sich die Wege .Neun Jahre später treffen die Beiden sich zufällig in Nizza wieder, es kommt erneut zu einer kurzen Affäre.Max ist in zwielichtige Machenschaften verstrickt und muß fliehen. Nach 28 Jahren entdeckt Max seine einzige wirkliche Liebe auf der Promenade in Nizza.Er hat ein wechselvolles Leben hinter sich mit vielen Aufs und Abs und immer wieder Verstrickung in kriminelle Machenschaften.Vom einstigen Glanz ist nichts übrig ,er arbeitet als Chauffeur. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse,darüber möchte ich aber nichts verraten ,um die Spannung zu erhalten. Die Geschichte wurde sehr gefühlvoll erzählt und hat mich von Anfang an fasziniert.Lediglich der Wechsel in die verschiedenen Zeitebenen hat mich anfangs etwas verwirrt. Ich möchte für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Buchtitel: Dreimal im Leben

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  • Rezension zu "Dreimal im Leben"

    Dreimal im Leben

    lisibooks

    11. January 2016 um 14:15

    1928 – Max Costa arbeitet als Eintänzer auf einem Kreuzfahrtschiff und die Damenwelt liegt dem jungen, attraktiven Mann zu Füßen. Als wahrer Charmeur und Filou erleichtert er dabei so manche gut betuchte Dame um mehr als ein paar unerfüllte Hoffnungen auf die große Liebe. Als Max die wunderschöne Mecha, Ehefrau eines berühmten Komponisten, trifft und mit ihr den Tango tanzt, wird er von ihrer unverblümten Art vollkommen in den Bann gezogen. Max soll dem Ehepaar den wahren, ursprünglichen Tango und die dazugehörigen Etablissements zeigen und so findet sich das Trio in rauchigen, zwielichtigen Bars in Buenos Aires wieder. Diese Nacht verändert vieles…Jahre später treffen sich Max und Mecha unter abenteuerlichen Bedingungen in Nizza wieder. Abermals rund dreißig Jahre später laufen sich die nun Anfang Sechziger bei einem bedeutenden Schachturnier über den Weg. Der Roman “Dreimal im Leben” hat mich sehr erstaunt. Vom Klappentext hatte ich hauptsächlich eine Liebesgeschichte mit verstrichenen Gelegenheiten und viel Gefühl erwartet, doch der Roman trumpft noch mit ganz anderen Themen und einigen Überraschungen auf, die genau meinen Geschmack getroffen haben. Bildgewaltig lässt der Autor Arturo Pérez-Reverte den Tango vor den Augen der Leser zum Leben erwachen. Obwohl ich selbst nicht tanze, habe ich die Kraft der Musik gespürt und die besondere Verbindung von Tänzer und Tänzerin wahrgenommen. Den Ausflug zum Ursprung des Tangos in die eher anrüchigen, teils gefährlichen Etablissements und die schon kindlich wirkende Begeisterung von Mecha und ihrem Ehegatten fand ich spannend und sehr atmosphärisch beschrieben. Zwischenzeitlich war es sehr amüsant zu erleben, wie Max die Kontrolle bei dem doch gefährlichen Ausflug behalten musste, während das Ehepaar immer übermütiger wurde. Neben dem Tango spielt auch Schach eine größere Rolle im Roman, da ein bedeutendes Schachturnier stattfindet, an dem Mechas Sohn teilnimmt. Intrigen, Betrug, aber vor allem die anspruchsvolle Seite dieses Sports und die hohen kognitiven Leistungen der Spieler verknüpft der Autor beeindruckend miteinander. Die Charaktere werden anschaulich skizziert und besonders für Max konnte ich große Sympathien aufbringen. Vom Klappentext war nicht zu erahnen, dass es Max so faustdick hinter den Ohren hat und auch vor kleineren und größeren Gaunereien nicht zurückschreckt. Sein Charme macht dabei so manche Übeltat wieder wett, weshalb ich verstehen kann, dass Max bei den Frauen so gut ankommt. Mecha wurde mir vor allem in der “Gegenwart” sympathisch, weil ich sie dort vielschichtiger beschrieben fand. Die Geschichte von Max und Mecha wird in drei Zeitspannen erzählt, wobei die “Gegenwart” der Zeit der dritten Begegnung, den Sechziger Jahren entspricht. Der Wechsel zwischen den Zeitspannen erfolgte für mich zunächst abrupt, denn es gibt außer einem Absatz keine Markierung, wie zum Beispiel eine Datumsangabe. Lediglich die Zeitform ändert sich, hier hätte ich mir eine deutlichere Abgrenzung gewünscht. Man gewöhnt sich jedoch schnell an die Übergänge, was auch darauf zurückzuführen ist, dass es dem Autor gelungen ist, Parallelen in den drei Begegnungen zu konstruieren, die einen fließenden Übergang und eine Verbindung zwischen den Ebenen schaffen. Besonders gefallen hat mir, dass alle drei Zeitebenen interessant und spannend sind. Sonst habe ich oft einen Favoriten, doch hier hat jede Zeit ihre Anziehung. Der Spannungsbogen wird durch die vielen Zeitwechsel den ganzen Roman über hoch gehalten, wodurch sich die Geschichte sehr zügig hat lesen lassen. Besonders im letzten Viertel fand ich die Spannung so groß, dass ich unbedingt wissen musste, wie die Geschichte ausgeht und den letzten Teil in einem Rutsch beendet habe. Alles in allem ist “Dreimal im Leben” ein lesenswerter Roman, der den Leser in authentisch beschriebene vergangene Zeiten entführt und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte erzählt ohne ein typischer Liebesroman zu sein.

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  • Tolle Charaktere und lebendige Atmosphäre

    Dreimal im Leben

    Minoo

    10. September 2015 um 11:27

    Das Cover finde ich, ebenso wie den Klappentext, absolut gelungen und passend zu der Geschichte. Leider hatte ich zu Beginn einige Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil ist recht komplex und zu Beginn gewöhnungsbedürftig. "Dreimal im Leben" ist somit kein Buch, dass man "mal eben kurz" liest. Auch größere Pausen sollte man beim Lesen vermeiden, da es sonst schwer werden könnte, wieder hineinzufinden. Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre, die Arturo Pérez-Reverte in "Dreimal im Leben" schuf. Als Leser fühlt man sich an verschiedenste Orte versetzt und spürt das Leben in der jeweiligen Zeit. Und ich spürte es wirklich, sah die beschriebenen Orte, tanzte den Tango und lernte die Charaktere kennen. Denn auch diese sind unglaublich gut gezeichnet und authentisch. Auch wenn ich die beiden Protagonisten nicht unbedingt in mein Herz schloss - Mecha war mir viel zu kühl, Max hingegen zu arrogant - konnte ich mir die beiden sehr gut vorstellen. Eine gute Geschichte muss ja nicht zwangsläufig sympathische Charaktere beinhalten. Die Liebesgeschichte, die der Klappentext verspricht, konnte ich in diesem Buch nicht finden. Die beiden haben eine unglaubliche Anziehungskraft aufeinander, was auch die vielen Jahre in welchen sie sich nicht sahen, nicht verändert. Diese Anziehungskraft konnte ich fühlen. Doch eine starke Liebe konnte ich während des Lesens nicht ausmachen. Auch der Schreibstil konnte mich nicht ganz überzeugen. Viel zu oft wiederholten sich Worte oder Beschreibungen. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass der Autor mit aller Gewalt versuchte, einen Satz möglichst poetisch klingen zu lassen oder diesen unnötig verschachteln wollte. Der Schreibstil wirkte nicht immer natürlich sondern an einigen Stellen sehr gewollt. Wie bereits erwähnt ist er zudem nicht einfach zu lesen, sondern anspruchsvoll, was jedoch nicht als Kritik aufgefasst werden soll. Der Hauptgrund, weshalb ich in der Endwertung zwei Sterne abziehe, liegt an der Handlung selbst. Stellenweise konnte mich diese mitreissen. Ich liebte das Gefühl das ich beim Lesen hatte ebenso wie die Atmosphäre. An anderen Stellen widerum war ich von zu detailreichen Beschreibungen wie bspw. die genaue Einführung in den Tango, gelangweilt. Zudem verlor sich der Autor noch in zahlreichen Beschreibungen, Erklärungen und Fachsimpeleien eines Schachspiels. Fazit: Ein toller Roman der insbesondere durch die Zeichnung der Charaktere und der besonders dichten Atmosphäre begeistert. Die Handlung sowie der Schreibstil hingegen, konnten mich jedoch nicht ganz überzeugen. Empfehlenswert ist dieses Buch insbesondere, für Personen die Interesse an Tango oder Schach - oder im besten Fall sogar an beidem - haben.

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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    • 261
  • Die drei Leben von Max

    Dreimal im Leben

    Insel56

    30. July 2015 um 20:50

    Max arbeitet als junger Mann als Eintänzer auf einem Passagierschiff - dies in den 20ziger Jahren. Dort lernt er Meecha kennen, die Frau eines Komponisten. Max führt sie beide in zwielichte Ecken, da der Komponist den unverfälschten Tango kennenlernen möchte. Max lebt sein Leben ohne die große Liebe an seiner Seite, doch er trifft Meecha wieder und zwar weitere zwei Mal. Max selber ist zwielichten Geschäften nachgegangen und war mal ganz reich, dann ganz arm. Als er die Frau zufällig nach vielen Jahren wiedertrifft ist sie die "alte" Mutter eines Schachgenies und Max ein angestellter Chauffeur. Die Geschichte ist sehr vielschichtig aufgebaut. Sie hat mir einerseits sprachlich sehr gut gefallen andererseits konnte ich mich mit den Figuren des Buches überhaupt nicht identifizieren, so dass ich das Buch wiederherum leicht aus der Hand gelegt habe. Das einzige was ich wirklich mitgenommen habe, ist das man sich im Leben entscheiden muss und Chancen nutzen sollte.

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  • Eine Liebe, die die Zeiten überdauert

    Dreimal im Leben

    annewiegner

    16. July 2015 um 12:57

    Reverte erzählt eine raue Liebesgeschichte, fernab aller Klischees, in der sich die Leidenschaft einer großer Liebe entfaltet und persönliche Abgründe auftun. Die Konstruktion der Geschichte bewegt sich auf drei Zeitebenen, verknüpft diese auf sehr anspruchsvolle Weise und unterlegt die Ereignisse mit einem atmosphärisch dichten Zeitkolorit der 20er, 30er und 60er Jahre. Die beiden Hauptfiguren sind sehr außergewöhnlich, psychologisch tief ausgelotet und zudem sympathisch. Zu den Themen Leidenschaft und Liebe fügt der Autor zwei weitere hinzu: Tango und Schach – eine ungewöhnlich, aber interessante Kombination und die zudem gut erzählt wird, auch wenn für meinen Geschmack an manchen Stellen zu umfangreiche Sachinformationen eingestreut werden, über die ich dann auch gern mal hinweg geblättert habe. Wirklich getrübt haben mein Lesevergnügen nur die sich ständig wiederholenden Beschreibungen, z.B. die Anzeichen des Alterns, das Rauchen, Blicke, Kleidung, die sich fast identisch durch den gesamten Roman ziehen. Und dennoch hat mir diese anspruchsvolle und dennoch spannende Liebesgeschichte alles in allem gut gefallen.

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    • 2
  • Ein Stilvoller Roman der mich jedoch nicht ganz mitreißen konnte.

    Dreimal im Leben

    beccy

    25. January 2015 um 09:39

    Inhalt: Mecha und Armando de Troeye reisen auf einem Überseedampfer nach Buenos Aires. Auf dem Schiff lernt Mecha Max kennen, ein Stilvoller Mann und Chameur der in der ersten Klasse als Eintänzer arbeitet. Sie tanzen zusammen und verstehen sich auf anhieb gut. Als sie in Buenos Aires angekommen sind kommen sich Max und Mecha immer näher. Die beiden Verlieben sich und die große Leidenschaft zwischen Sex und Tanz beginnt. Wie das Schicksal so will müssen sich die beiden trennen und sie treffen sich erst nach einigen Jahren wieder. Aber auch dieses Zusammentreffen hält nich für die Ewigkeit. Die beiden sehen sich nochmals ganze 29 Jahre nicht. Aber ob das 3. Treffen den beiden nun endlich ein ruhiges Leben beschert?... Meine Meinung: Mich hat das Buch total angesprochen. Das Cover sieht wunderschön aus und ich habe mich gefreut das es entlich ein Buch übers Tanzen gibt. Der Klappentext klingt als erwartet man ein sehr leidenschaftliches Buch. Stellenweise fand ich das Buch auch leidenschaftlich, jedoch nicht ganz so wie ich mir das vorstellt habe. Zeitweilen fand ich das Buch wirklich langweilig. Der Schreibstil ist sonderbar. Zum einen ist der Stil sehr klassisch und elegant gehalten, zum anderen sind die Sätze zum Teil sooo lang das die ganze Geschichte etwas schwierig zu lesen ist. Es handelt sich hier also um ein Buch wo man sich beim lesen richtig Zeit nehmen sollte. Am Anfang des Buches wurde das ein oder andere Spanische Wort mit eingebracht, da ich kein Spanisch kann hatte ich zum Teil ein großes Fragezeichen im Kopf :D. Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Max Costa ist ein Gentelman wie er im Buche steht. Sein Charakter ist geheimnissvoll. Was sehr gut durchkommt ist sein temprament. Mecha ist im Gegensatz zu Max weniger reizvoll. Eigentlich ist sie das komplette gegenteil zu Max. Für mich kam die Geschichte sehr glaubwürdig rüber. Was mir zudem ganz gut gefallen hat, das man Einblicke über Schach und Tango kennen lernt. Da ich selbst sehr gerne Tanze fand ich es mal ganz interessant über die Entstehung des Tangos gelesen zu haben. "Dreimal im Leben" hat mir alles in allem gut gefallen. Die Idee der Geschichte an sich finde ich richtig super. Leider wurde mir beim Lesen immer wieder langweilig was meiner Meinung nach bei einem Buch nicht sein darf. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sterne. "Dreimal im Leben ist im Insel Verlag erschienen. Das Buch ist im Hardcover (22,95€) und im Taschenbuch (9,99€) Format erschienen. http://www.suhrkamp.de/perez-reverte/dreimal-im-leben_1062.html

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  • Tango de la Guardia Vieja

    Dreimal im Leben

    Gruenente

    17. December 2014 um 18:46

    Max Costa ist ein eleganter, sehr gut aussehender Mann mit perfekten Manieren. Davon lebt er. Er nutzt seine positiven Attribute um Geld aus Frauen herauszulocken. Sehr gut geht das auf mondänen Schiffen und so heuert er als Eintänzer auf einer Fahrt von Europa nach Südamerika an. Mecha Inzunza ist eine wunderschöne Frau und von Geburt an wohlhabend. Das perfekte Opfer für Max. Oder wird er zu ihrem Opfer? Sie begegnen sich dreimal im Leben, das Buch wird nicht kontinuierlich erzählt, sondern wechselt zwischen den Zeiten um die Unterschiede und auch die sich wiederholende Geschichte zu unterstreichen. Dadurch wird ein hoher Spannungsbogen aufgebaut. Die Sprache fließt stilvoll und elegant wie ein perfekter Tänzer durch die Zeiten, Max ist wie der Tango, den Mechas erster Mann mit seiner Hilfe schreibt: von der alten Garde. Sich mit den modernen Zeiten anzufreunden gelingt ihm nicht. Deshalb versucht er bei der letzten Begegnung die Vergangenheit erneut herauf zu beschwören. Für Mecha ist er die große Liebe, sie wird ihm zum Verhängnis.

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  • Schöner Gigolo, armer Gigolo - eine ungewöhnliche Liebe

    Dreimal im Leben

    JulesBarrois

    02. December 2014 um 08:45

    Ein Mann und eine Frau treffen sich, schlafen miteinander und werden durch das Schicksal getrennt, bis sie sich schließlich nach langen Jahren wieder sehen. In gewöhnlichen Geschichten wäre dieses zweite Treffen allerdings das Happy End, während Max und Mecha sich erneut verlieren und für neunundzwanzig Jahre nicht mehr sehen. Und als sie sich zum dritten Mal sehen, bedeutet dies keineswegs, dass nun alles gut wird... Immer wieder reist auch der Leser hin und her zwischen der Zeit des Kennenlernens und späteren Wiedersehen. Durch diesen ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Erzählgegenwart entsteht eine interessante Erzählstruktur. So entsteht eine wundervolle Liebesgeschichte, voller Schönheit, Eleganz und Sehnsucht. Chaotisch, liebevoll und brutal zugleich. Eine perfekt konstruierte Geschichte um die amour fou zwischen dem armen Eintänzer Max und der aparten schönen Mecha, eine extravagante, sexuell sehr freizügige und doch auf sehr kalte Art leidenschaftliche Frau der Upperclass. Gentlemen-Gauner, Tangotänzer, Kokainschnupfer und Schachgenies bevölkern diesen Roman voller Sehnsucht und Eleganz und öffnet eine Welt der feinen Tanzschritten, teurem Schmuck und düsteren Geheimnissen, aber auch moralische Abgründe und ungeahnte Begierden. Eine angenehme Spannung zieht sich durch das gesamte Buch, ein Buch mit vielen Geheimnissen, die am Ende aufgedeckt werden. Es ist eine Hommage an alte Zeiten, in denen der Tango noch unverfälscht und eine wunderbare Einführung in diesen argentinischen Tanz. Arturo Pérez Reverte schreibt sehr ruhig, irgendwie besonnen und geschmeidig. Detailreich zeichnet er sehr deutliche Bilder, manchmal braucht er ganze Abschnitte, um Inneneinrichtungen und die Bekleidung zu beschreiben, was insgesamt zur dichten Atmosphäre des Buches beiträgt. Elegant und geschliffen wie die Welt, die er darstellt, so ist auch die Sprache von Arturo Pérez-Reverte. Ein raffiniert komponierter Liebesroman, der sich dann wie ein spannender Thriller entwickelt. Eine packende Story, faszinierende Schauplätze, ein rasanter Erzählstil, authentische Figuren – all das sind die Zutaten für einen großen, fesselnden und unterhaltsamen Roman über die Sehnsucht und verpasste Gelegenheiten. So traurig und so schön, wie ein Tango sein muss.  Ein spannender und emotional kluger Roman. Arturo Pérez Reverte, schreibt nicht für Jedermann. Er nimmt den Leser mit auf eine unglaubliche Reise, verliert sich in sprachlichen Feinheiten und raubt einem mit sprachlicher Gewalt den Atem. Man muss diesen Rausch der Sprache mögen.

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