Arundhati Roy

 3,9 Sterne bei 451 Bewertungen

Lebenslauf von Arundhati Roy

Arundhati Roy wurde 1961 in Indien geboren. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten indischen politische Aktivisten und Globalisierungskritiker. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, studierte sie in Delhi Architektur. Durch das Kennenlernen ihres zweiten Ehemannes, einem Produzenten, wurde ihr Interesse am Film geweckt. 1992 aber begann sie mit der Schriftstellerei, vier Jahre später wurde ihr erstes Buch "Der Gott der kleinen Dinge" veröffentlicht. Die dadurch erlangte Bekanntheit nutzte Roy zum Aufmerksammachen ihrer politischen Anliegen. 2004 wurde sie für ihr soziales Engagement und ihr Eintreten für Gewaltfreiheit mit dem Sydney Peace Prize ausgezeichnet. 2017 erschien ihr zweiter Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks" und wurde für die Longlist des Booker-Preises 2017 nominiert.

Alle Bücher von Arundhati Roy

Cover des Buches Der Gott der kleinen Dinge (ISBN: 9783596521685)

Der Gott der kleinen Dinge

 (293)
Erschienen am 22.02.2018
Cover des Buches Das Ministerium des äußersten Glücks (ISBN: 9783596522286)

Das Ministerium des äußersten Glücks

 (65)
Erschienen am 26.06.2019
Cover des Buches Die Politik der Macht (ISBN: 9783442729876)

Die Politik der Macht

 (8)
Erschienen am 01.03.2002
Cover des Buches Azadi heißt Freiheit (ISBN: 9783103971132)

Azadi heißt Freiheit

 (3)
Erschienen am 27.10.2021
Cover des Buches Wahrheit und Macht (ISBN: 9783442733040)

Wahrheit und Macht

 (2)
Erschienen am 01.11.2004
Cover des Buches Aus der Werkstatt der Demokratie (ISBN: 9783100660664)

Aus der Werkstatt der Demokratie

 (0)
Erschienen am 11.03.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Arundhati Roy

Cover des Buches Der Gott der kleinen Dinge (ISBN: 9783596521685)
Sandra_Halbes avatar

Rezension zu "Der Gott der kleinen Dinge" von Arundhati Roy

Zu viele Personen, zu viele Rückblenden - Verwirrung garantiert
Sandra_Halbevor einem Monat

Estha und Rahel stehen sich als Kinder so nahe, doch dann passiert etwas, durch das die beiden sich auseinanderleben.

So oder so ähnlich könnte man die Geschichte der beiden Protagonisten in diesem Buch zusammenfassen.

Denn sorry, eine richtige Handlung gibt es nicht. Ich habe mich bis zum Ende durchgequält, weil ich ständig dachte: Da muss doch noch was kommen, sonst wäre der Roman doch nicht mit dem Booker Prize ausgezeichnet worden! Doch da kam nichts, außer

**ACHTUG SPOILER** ein sexueller Missbrauch eines Kindes, den Kapitel vorher schon erahnen konnte, und die Zwillinge, die einmal Sex haben.**SPOILER ENDE**

Jede Menge Charaktere verschwinden, sobald sie aufgetaucht sind, und ständig gibt es Rückblenden, um den Leser erst so richtig zu verwirren.

Die Autorin hat versucht, ein Familienepos zu schreiben, doch es fehlt einfach der Faden, der die verschiedenen Geschichten zusammenführt. Zudem wirkt der Erzählstil gezwungen poetisch. Es gibt viel zu viele Beschreibungen, die die Geschichte nicht einen Deut emotionaler machen, sondern lediglich dafür sorgen, dass das Buch dicker wird.

Vielleicht bin ich nicht clever genug für dieses Buch, aber ich kann ihm leider nichts abgewinnen,.

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Cover des Buches Das Ministerium des äußersten Glücks (ISBN: 9783596522286)
Josseles avatar

Rezension zu "Das Ministerium des äußersten Glücks" von Arundhati Roy

Für meinen Geschmack zu wirr, grotesk und teilweise auch skurril
Josselevor einem Monat

Dieser Roman der indischen Schriftstellerin erschien 2017 unter dem Originaltitel „The Ministry of Utmost Happiness“. Prägendes Element des Buches ist der Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan, zwischen Hindus und Muslimen. Die Hauptfiguren sind Anjum, eine Hijra, so der Name für Indiens drittes Geschlecht, die Transgender-Personen sowie das Liebespaar Musa und Tilo, die jedoch die meiste Zeit aufgrund äußerer Umstände nicht zusammenleben können. Musa ist ein muslimischer Aufständischer, der das im Grund nur wurde, weil das Militär seine Frau und Tochter eher versehentlich tötete. Tilo, seine Geliebte, eine Hindu-Frau landet schließlich auf dem Friedhof, auf dem Anjum gleichsam als Fanal einer klassenlosen Gemeinschaft um sie herum vorsteht.

Die Autorin greift viele vergangene reale Ereignisse, vor allem Unglücke, Katastrophen und Verbrechen auf, so z.B. die Terroranschläge auf das WTC am 11.09.2001, die Pogrome in Gujarat nach dem Zugbrand am 27.02.2002, die fortdauernden Unruhen und Zusammenstöße in Kaschmir und das Unglück von Bhopal 1984. Der seit 1947 brodelnde Kaschmir-Konflikt „überdacht“ alle einzelnen Geschichten und Personen, deren Vielzahl bemerkenswert ist. Es ist nicht leicht, bei den vielen Namen die Orientierung nicht zu verlieren, zumal sie für den nicht-indischen Leser nicht ganz einfach auseinanderzuhalten sind.

Nur ganz selten hatte ich das Gefühl, etwas von diesem Buch verstanden zu haben, wie z.B. die Kritik am hinduistischen Kastenwesen, die aus den Zeilen über Ärzte und Reinigungskräfte in einer Leichenhalle durchscheinen (Fischer Tb, November 2018, S. 98/99). Manche Zeile klingt zugleich sehr fremd und doch witzig: „Mrs. Gupta, die sich als Gopi betrachtete, als Verehrerin von Lord Krishna, durchlebte laut ihrem Handleser gerade ihre siebte und damit letzte Wiedergeburt. Das erlaubte ihr, sich zu benehmen, wie es ihr gefiel, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie im nächsten Leben für ihre Sünden bezahlen müsste.“ (ebd., S. 88) Das meiste ist mir völlig unverständlich und fremd geblieben, es wirkte auf mich wahllos zusammengestückelt, grotesk und wirr.

Krieg, Zerstörung, Mord und Totschlag, Bürgerkrieg sind allgegenwärtig. Die Autorin kritisiert die ethnischen und religiösen Auseinandersetzungen, aber auf mich wirkt die Schilderung der Brutalitäten wie eine ziemlich emotionslose Aufzählung. Das ändert sich ein wenig, als die Autorin von den Ereignissen in Kaschmir nach dem Tod des Universitätsdozenten Usman Abdullah 1995 (ebd. ab S. 387) erzählt. Nun gewinnt der Roman an Stringenz, Nachvollziehbarkeit und die dramatische Situation in Kaschmir wird mit teils drastischen Worten geschildert. Ein Beispiel: „An jedem Ort im legendären Kaschmirtal befand sich jeder, gleichgültig, was er tat - ob er ging, betete, sich wusch, Witze macht, Walnüsse knackte, mit jemanden schlief oder mit dem Bus nach Hause fuhr – in Schussweite eines Gewehrs." (ebd., S. 433)

Zusammenfassend ein Roman, zu dem ich in großen Teilen keinen sinnvollen Zugang gefunden habe. Ich war seit längerem mal wieder nah dran, ein Buch abzubrechen und habe im Grunde nur durchgehalten, weil ich dachte, ein so hochgelobtes Buch, kann doch mir nicht größtenteils unverständlich bleiben. Am Ende muss ich feststellen: doch, das geht. Zwei Sterne, wegen der Steigerung nach ca. zwei Dritteln.

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Cover des Buches Das Ministerium des äußersten Glücks (ISBN: 9783596522286)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Das Ministerium des äußersten Glücks" von Arundhati Roy

Eine Hymne auf das Leben.
dunkelbuchvor 10 Monaten

Eine Stimme für die Vertriebenen und die Außenseiter, ein Gesellschaftsporträt, Ruin, Gewalt, Armut. Roy nimmt uns mit auf eine Reise durch Indien, die Ihnen über weite Strecken den Atem rauben wird. Der Roman ist komplex, fordert einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration, aber belohnt mit starken, unabhängigen Frauenfiguren, Einblicke in die indische Gesellschaft und dem Brechen aller Tabus.

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Gespräche aus der Community

Diesen Monat haben wir etwas ganz Besonderes für all diejenigen, die sich an literarischen Texten im englischen Original freuen. 

Vor 20 Jahren hat Arundhati Roy ihren Roman THE GOD OF SMALL THINGS veröffentlicht und viele Leserherzen begeistert. Ihr neuer Roman THE MINISTRY OF UTMOST HAPPINESS wird nicht nur ihre Fans aber auch viele neue Leser begeistern können!


BOOK DESCRIPTION
'How to tell a shattered story? By slowly becoming everybody. No. By slowly becoming everything.'

In a city graveyard, a resident unrolls a threadbare Persian carpet between two graves. On a concrete sidewalk, a baby appears quite suddenly, a little after midnight, in a crib of litter. In a snowy valley, a father writes to his five-year-old daughter about the number of people that attended her funeral. And in the Jannat Guest House, two people who've known each other all their lives sleep with their arms wrapped around one another as though they have only just met.

Here is a cast of unforgettable characters caught up in the tide of history. Told with a whisper, with a shout, with tears and with laughter, it is a love story and a provocation. Its heroes, present and departed, human and animal, have been broken by the world we live in and then mended by love -- and for this reason, they will never surrender.

AUTHOR
Arundhati Roy is the author of The God of Small Things, which won the Booker Prize in 1997 and has been translated into more than forty languages. Since then Roy has published several works of non-fiction, including The Algebra of Infinite Justice, Listening to Grasshoppers and Broken Republic. She lives in Delhi.


HIER geht's zu einem exklusiven Q&A 


Wenn ihr neugierig auf das neue Buch geworden sein – einfach bewerben und der Lostopf wird entscheiden.


Have a lovely day!

All the best from London,
Ulrike @ PRH UK

384 BeiträgeVerlosung beendet
Allesleserins avatar
Letzter Beitrag von  Allesleserinvor 5 Jahren
Ich hab nun endlich auch meine Rezension geschrieben. Eigentlich habe ich das Buch ja schon lange zu Ende gelesen, aber ich wollte es erst noch ein wenig sacken lassen. Das Sacken lassen hat jetzt allerdings etwas länger gedauert als beabsichtigt. https://www.lovelybooks.de/autor/Arundhati-Roy/The-Ministry-of-Utmost-Happiness-1460175677-w/rezension/1504714440/ Ich bin wirklich dankbar, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte. Auch wenn der Roman sicherlich keine leichte Kost war, hatte ich Spaß daran und Kashmir wird ab jetzt für mich immer mit den Bildern aus diesem Buch verknüpft sein. Eine unglaubliche Informationsquelle, von der ich nicht wusste, dass ich sie brauchte.

"Wie erzählt man eine zerbrochene Geschichte?
Indem man sich langsam in alle verwandelt.
Nein.
Indem man sich langsam in alles verwandelt."

20 Jahre lang hat die literarische Welt auf dieses Werk gewartet. Aber die lange Wartezeit hat sich gelohnt: Mit "Das Ministerium des äußersten Glücks" kehrt die indische Autorin Arundhati Roy zurück und erobert weltweit die Bestsellerlisten innerhalb kürzester Zeit.
In ihrem neuen Roman stellt sie uns ganz besondere Charaktere vor und nimmt uns auf eine faszinierende Reise quer durch den indischen Kontinent mit.
Wieder einmal beweist Arundhati Roy, dass sie eine großartige Schriftstellerin ist. Sie überzeugt mit ihrem grandiosen Schreibstil und die Liebe zu ihrer Heimat spürt man auf jeder Seite.

Rechtzeitig vor dem Erscheinungstermin habt ihr die Möglichkeit, in einer exklusiven Leserunde diesen außergewöhnlichen Roman der Booker Prize Gewinnerin Arundhati Roy zu lesen.

Zum Inhalt
Arundhati Roy, die Autorin des Weltbestsellers "Der Gott der kleinen Dinge", kehrt zurück! Ihr lange herbeigesehnter Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks" führt uns an den unwahrscheinlichsten Ort, um das Glück zu finden. Eine Reihe ausgestoßener Helden ist hier mit ihrem Schicksal konfrontiert, aber sie finden eine Gemeinschaft, sie bilden eine Familie der besonderen Art.
Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang.
Voller Inspiration, Gefühl und Überraschungen beweist der Roman auf jeder Seite Arundhati Roys Kunst. Erzählt mit einem Flüstern, einem Schrei, mit Freudentränen und manchmal mit einem bitteren Lachen ist dieser Roman zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das Leben.


Seid ihr bereit für eine Leseprobe?

Zur Autorin
Arundhati Roy wurde 1959 geboren, wuchs in Kerala auf und lebt in Neu-Delhi. Den internationalen Durchbruch schaffte sie mit ihrem Debüt "Der Gott der kleinen Dinge", für das sie 1997 den Booker Prize erhielt. Aus der Weltliteratur der Gegenwart ist er nicht mehr wegzudenken. In den letzten zehn Jahren widmete sie sich außer ihrem politischen und humanitären Engagement vor allem ihrem zweiten Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks".

Möchtet ihr eine ganz neue Welt kennenlernen? Wollt ihr ganz besondere Romancharaktere treffen, die mit ihren Schicksalen unter die Haut gehen?
Wenn die Antwort auf diese Fragen "ja" ist, dann dürft ihr diese exklusive Leserunde nicht verpassen.

Zusammen mit S. FISCHER verlosen wir exklusiv und noch vor dem Erscheinungstermin 25 Exemplare von "Das Ministerium des äußersten Glücks" unter allen, die sich im Rahmen unserer Leserunde über diesen überwältigenden Roman austauschen und eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 25.07. und antwortet auf folgende Frage:

Warum seid ihr die Richtigen für die Teilnahme an unserer exklusiven Leserunde?

Überzeugt uns!

Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
1391 BeiträgeVerlosung beendet
TochterAlices avatar
Letzter Beitrag von  TochterAlicevor 5 Jahren
Ich finde das auch super! Gerade, wenn ein Autor in die Auswahl so involviert war wie im vorliegenden Fall! Ich habe jetzt auch den Artikel gelesen und fand es sehr interessant!
Und es geht weiter mit Buchraettins Leserunden im Rahmen ihres "SuB-Aufbaus mit Niveau".

Wir lesen im August/September "Der Gott der kleinen Dinge" von Arundhati Roy.

Während der Leserunde zu "Das Ministerium des äußersten Glücks" (von der selben Autorin) kam sie auf die Idee, dass man im Anschluss Roys ersten Roman lesen könnte.
 
Jede/r, die/der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

Ich wünsche allen viel Spaß! Das Buch habe ich schon gelesen und kann ich natürlich empfehlen. Es ist etwas ganz Anderes als ihren zweiten Roman.

Eine Anmerkung zu Arundhati Roys Romanen:

Zwischen "Der Gott der kleinen Dinge" und "Das Ministerium des äußersten Glücks" sind 20 Jahre vergangen. Das bedeutet nicht, dass Frau Roy 20 Jahre lang an einem Roman geschrieben hat.

"Das Ministerium des äußersten Glücks" ist ihr zweiter Roman, aber keinesfalls ihr zweites Buch. Sie hat in den 20 Jahren viel geschrieben: Essays, Sachbücher, jede Menge Publikationen in verschiedenen Zeitungen, hat Filme gemacht und Reportagen gedreht, etc. Und ist politisch sehr aktiv.

Viel Spaß!
32 Beiträge
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
Ich schaffe es leider zeitlich tatsächlich nicht. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß.

Zusätzliche Informationen

Arundhati Roy wurde am 24. November 1961 in Shillong, Meghalaya (Indien) geboren.

Community-Statistik

in 827 Bibliotheken

auf 93 Merkzettel

von 13 Leser*innen aktuell gelesen

von 10 Leser*innen gefolgt

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