Die Politik der Macht

von Arundhati Roy 
3,6 Sterne bei8 Bewertungen
Die Politik der Macht
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Inhaltsangabe zu "Die Politik der Macht"

Nach dem Welterfolg ihres Romandebüts »Der Gott der kleinen Dinge« widmet sich Arundhati Roy zwei Themen der Politik, die ihr als engagierter Autorin am Herzen liegen: dem umstrittenen Narmada-Staudamm im indischen Bundesstaat Gujarat, einem gigantischen Projekt mit verheerenden humanitären und ökologischen Folgen, und den indischen Atombombenversuchen, die zu einer neuen Eskalation des Grenzkonflikts mit Pakistan geführt haben. »Wer weiß, vielleicht ist es das, was das 21. Jahrhundert für uns auf Lager hat: die Demontage des Großen. Großer Bomben, großer Staudämme, großer Ideologien, großer Widersprüche, großer Länder, großer Kriege, großer Helden, großer Fehler. Vielleicht wird es das Jahrhundert der kleinen Dinge sein. Vielleicht macht sich gerade jetzt, in diesem Augenblick, droben im Himmel der kleine Gott für uns bereit.«

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442729876
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:312 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:01.03.2002

Rezensionen und Bewertungen

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    Liisas avatar
    Liisavor 11 Jahren
    Rezension zu "Die Politik der Macht" von Arundhati Roy

    Nach ihrem Erstling "Der Gott der kleinen Dinge" hat Arundhati Roy durch politische Essays von sich Reden gemacht. Mit "Die Politik der Macht" liegt eine Sammlung dieser ihrer Essays vor.

    Leidenschaftlich äußert sich Roy zu politischen Themen wie den großen Staudammprojekten in Indien und deren Folgen für Natur und die Menschen, die davon betroffen sind, der Tatsache, dass Indien bzw. dessen herrschende Schicht, die Atombombe will, dem Thema der Globalisierung, dem Terrorismus und dem Krieg gegen den Terrorismus.

    Sie wagt es, Stellung zu beziehen, sich auf eine Seite zu stellen und macht sich damit selbstverständlich höchst angreifbar. Ich persönlich hege großen Respekt vor Roy und ihrem Mut. Ich hege Respekt dafür, dass sie hinschaut und nicht wegschaut, dass sie ihre Stimme erhebt - selbst auf die Gefahr hin, sich hier oder da zu irren.

    Hochinteressant finde ich es, zu erfahren, wie ein Mensch, der in einer mir fremden Kultur in der sog. Zwei-Drittel-Welt zuhause ist, diese Welt sieht und erlebt, seine Perspektive und seine Denkansätze. So etwas erweitert den eigenen Horizont, macht aber ebenso klar, dass wir tatsächlich viel weniger wissen von dieser Welt und wie sie "funktioniert", wer die Fäden wo warum wohin zieht, als wir gemeinhin annehmen.

    Ich würde mir wünschen, es gäbe mehr Stimmen wie die von Arundhati Roy. In klarem Stil, teilweise pointiert aber nie übertrieben zeigt sie Zusammenhänge auf, hinterfragt die gegenwärtigen Machtstrukturen dieser Welt und enttarnt scheinbare Wohltätigkeit, "Entwicklungshilfe" oder "zum-Wohl-des-Volkes/der Nation-Ideologien". Hier und da scheint die Resignation überhand gewinnen zu wollen, aber nur scheinbar, hier schreibt ein Mensch, der die Hoffnung auf eine bessere Welt und Zukunft noch nicht aufgegeben hat, ja nicht aufgeben will, so aussichtslos diese Hoffnung auch erscheinen mag.

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    Denniz
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    Sokratesvor einem Jahr
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