Arundhati Roy The Ministry of Utmost Happiness

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Inhaltsangabe zu „The Ministry of Utmost Happiness“ von Arundhati Roy

Anjum, who used to be Aftab, unrolls a threadbare carpet in a city graveyard that she calls home. A baby appears quite suddenly on a pavement, a little after midnight, in a crib of litter. The enigmatic S. Tilottama is as much of a presence as she is an absence in the lives of the three men who loved her.

The Ministry of Utmost Happiness is at once an aching love story and a decisive remonstration. It is told in a whisper, in a shout, through tears and sometimes with a laugh. Its heroes are people who have been broken by the world they live in and then rescued, mended by love-and by hope. For this reason, they are as steely as they are fragile, and they never surrender. This ravishing, magnificent book reinvents what a novel can do and can be. And it demonstrates on every page the miracle of Arundhati Roy's storytelling gifts.

Grandioses, komplexes, mitunter schwieriges Werk, auf das man sich einlassen muss. Aber es lohnt sich.

— Orisha

Zur Liebe und zum Leben gehören manchmal seltsame und emotional harte Kämpfe.

— Mauela

Ein Roman mit Höhen und Tiefen, über Liebe, Heimat und vor allem Bürgerkrieg

— Allesleserin

Definitiv eine harte und anspruchsvolle Lektüre, die Leseausdauer fordert!

— mona_lisas_laecheln

Ein anspruchsvoller Roman, dessen Fülle an gesellschafts-politischen Informationen über Indien die Story in den Hintergrund treten lässt

— MissMorley

WAS? Roman, Sachbuch oder doch nur Wörter? Bin mir unschlüssig über dieses Buch

— notthatkindofagirl

Es war sehr lehrreich über die Politik und die Geschichte Indiens, es bringt aber nichts es ohne Informationen darüber zu lesen.

— YasminStxles

Anspruchsvolle Lektüre, aber sehr poetisch und exotisch!

— banshee

Dicht gewoben mit vielen politischen und soziokulturellen Abschweifungen. Sprachlich extrem komplex, aber voller Poesie und Sarkasmus.

— MrsFraser

Der lange erwartete zweite Roman von Arundhati Roy!

— c_awards_ya_sin

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  • Der LovelyBooks Advent - Buchverlosung bis zum 24.12.2017 zu euren Wunschbüchern

    LovelyBooks Spezial

    Marina_Nordbreze

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    • 24. December 2017 um 23:59
  • Ein Roman über die Höhen und Tiefen Indiens

    The Ministry of Utmost Happiness

    Allesleserin

    10. November 2017 um 14:38

    In diesem Roman von Arundhati Roy geht es um mehrere Inder und ihre individuellen Lebensgeschichten, die von Brutalität und Kriegswirren gezeichnet sind, aber doch immer wieder zurück zum Glück finden.Ich habe lange gebraucht dieses Buch zu lesen und noch länger gebraucht es zu verarbeiten. Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich von ihm halten soll.Das Englisch ist nichts für blutige Anfänger. Es werden komplizierte Satzstrukturen verwendet und immer wieder indische Wörter eingestreut. Am Anfang habe ich noch versucht jedes einzelne Wort zu verstehen, aber nach ein paar Kapiteln habe ich aufgegeben und nur noch darauf geachtet, dass ich den Sinn des Satzes richtig erfasse. Dadurch kam ich erst richtig in einen Lesefluss.Aber nicht nur die Sprache ist komplex. Dadurch, dass man hier in Deutschland oder auch generell in Europa nicht viel über die Geschichte Indiens weiß oder über die kleinen kulturellen Kämpfe, muss man sehr aufpassen, dass man sich in den Ausführungen Roys nicht verirrt. Denn man wird in diesem Roman mit Wissen überflutet. Manchmal ist es wichtig, um bestimmte Handlungen nachvollziehen zu können, aber manchmal war es auch unnötig und hat das Buch nur zusätzlich in die Länge gezogen. Deswegen war die erste Hälfte des Buches auch eher trocken.In der zweiten Hälfte jedoch wurde eine Liebesgeschichte mit eingeflochten, wodurch man der Handlung besser folgen konnte. Als dann auch noch der Bürgerkrieg in Kashmir als weiterer Handlungsort aufgenommen wurde, war ich vollends gefesselt von der Geschichte. Ich konnte endlich mit den Charakteren fühlen und um sie bangen. Dieses Buch überflutet einen mit Informationen. Oft musste ich googeln. Wo liegt Kashmir überhaupt? Was sind die Konfliktparteien? Was ist dort im Moment los? Weiterempfehlen würde ich dieses Buch also nur an jemanden, der wirklich an Indien interessiert ist. Oder an jemanden, der daran interessiert ist was Jahrzehntelanger Bürgerkrieg mit der Bevölkerung macht. Für diese Personen ist dieses Buch auf jeden Fall ein Must-have! Wenn man allerdings nach kurzweiliger Unterhaltung oder nach einem Pageturner sucht, ist dieser Roman wohl kaum das richtige.

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  • Roys "Opus Magnum"?

    The Ministry of Utmost Happiness

    anushka

    01. October 2017 um 22:34

    Wie soll man die Handlung dieses Buches nur passend zusammenfassen? Die Beschreibung im Klappentext als zersplitterte Geschichte beschreibt es eigentlich am besten. Sie spielt in Indien und handelt sowohl von einer Transgender-Frau namens Anjum, die auf einem Friedhof ein Gästehaus betreibt, als auch von einem ausgesetzten Baby, einer Frau zwischen drei Männern als auch von eben diesen drei Männern. Aber gleichzeitig handelt die Geschichte vor allem von den vielen Gegensätzen, die in Indien herrschen wie dem Kastensystem, den verschiedenen Religionsgemeinschaften und dem Kaschmir-Konflikt. Dabei wird eines besonders deutlich: Indien ist ein riesiges Land, das viele verschiedene Menschengruppen umfasst und an sehr großen Problemen leidet. 20 Jahre liegen nun zwischen dem preisgekrönten ersten Roman der Autorin "Der Gott der kleinen Dinge" und diesem Werk. In der Zwischenzeit hat sich Arundhati Roy politisch engagiert und entsprechende Sachbücher und Essays geschrieben. Und das merkt man diesem Buch auch an. Mitunter ist es sehr schwer zu lesen und der Handlung schwer zu folgen und gleichzeitig schafft sie es trotzdem, dass man das Gefühl hat, ein wenig von Indiens Geschichte zu begreifen. Sicherlich würde man wahrscheinlich mehr von diesem Buch profitieren, wenn man schon Vorkenntnisse hätte und der ganze Duktus erweckt den Eindruck, dass dieses Buch nicht in erster Linie für eine westliche Leserschaft geschrieben wurde. Auch hätten die Geschichte und die Verständlichkeit davon profitiert, wenn die Autorin sich auf wenigere gesellschaftspolitische Themen beschränkt hätte. Insofern ist es manchmal schwierig, der Handlung zu folgen, Fremdwörter zu verstehen und Ansichten nachzuvollziehen. Und trotzdem hatte ich große Aha-Momente, wenn es beispielsweise um die politische Lage zwischen Indien und Pakistan ging oder auch darum, warum und wie islamistische Terroristen nach Indien kommen. Zum Ende hin steht vor allem der Kaschmir-Konfikt im Zentrum der Geschichte und wird durch drei verschiedene Männer aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Aber auch der Alltag mit seinen Problemen kommt nicht zu kurz und so werden auch ethnische und religiöse Konflikte innerhalb des Landes, wie beispielsweise die Verfolgung von Muslimen durch Hindus beleuchtet. Natürlich bekommt man dabei Roys politisches Engagement nie aus dem Kopf und das Buch ist mitunter sehr fordernd bezüglich Konzentration und Überblickbehalten. Und dennoch findet am Ende alles zusammen und man hat das Gefühl, bei diesen Figuren, vor allem bei Anjum in ihrem Gästehaus, zuhause zu sein. Ich habe mich durch dieses Buch gebissen und gekämpft, habe zwischendurch immer wieder Pausen eingelegt und hatte Mühe, mich wieder hineinzufinden. Und doch kann ich dieses Buch nicht schlecht bewerten, denn trotz aller Gewalt, die vor allem im Zusammenhang mit dem Kaschmir-Konflikt geschildert wurde, trotz aller Tragik und zwischenzeitlicher Trostlosigkeit, trotz Längen und schwer zu lesenden Passagen, trotz einer fast unüberschaubaren Vielzahl an gesellschaftspolitischen Themen, hatte ich am Ende das Gefühl, dass mir etwas geschenkt worden ist. Roy hat es mit diesem sehr komplexen Buch geschafft, einen hinter die Fassade eines riesigen, vielfältigen Landes schauen zu lassen, das sich im Ausland gern als Bollywood-Märchen präsentiert und ein wesentlich differenzierteres Bild zu gewinnen. Möglicherweise hat sie mit diesem Buch ihr wichtigstes und größtes Werk geschrieben.

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  • Meh. Nah.

    The Ministry of Utmost Happiness

    Janinasmind

    15. September 2017 um 16:36

    It’s going to get messy real‘ soon. This is difficult; while writing this blogpost I’m still not sure what to say, what not to say, what to quote, what not to quote. I’m not even sure if I hated „Utmost Happiness“ or found it to be incredibly clever in a horribly pretentious way.  I’m not sure if I liked it. I’m not sure I didn’t, too. It’s a mess. My thoughts are all over eachother, mixed together so I can’t tell where one thought begins and another ends.  I should probably start by saying that I dnf’d this novel at around page 300. Doesn’t seem like I got that far but believe me, it felt like eternity. The words felt like quicksand, no matter how much I read – no process was made. The words and pages and chapters all blurred together after some time. It literally felt like the „Neverending Story*“.  (*reference to the Michael Ende novel. *tips hat*) I tried to make my thoughts coherent and write in detail what I thought but I can’t seem to put into words what I want to say. So I made a pro and con list. +++ Mostly lovely writing, very descriptive and whimsical, learned more about indian culture and their upbringing, intersex character, many relationships + many stories and their struggles, the cover, the title, beginning – – – overwritten sometimes, it seemed like it wanted to pack too many things into one book, info-dumping, never-ending chapters, some unimportant chapters that could’ve been cut, started to bore me 100 pages in I appreciate that the book really wanted to be a lot of things but it didn’t quite work in my opinion. It was too loud, too much. I felt overwhelmed with info and characters and thoughts and indian history and words and I don’t think I’m gonna read her other novel The God Of Small Things. No, I know that I’m not going to. Maybe this is a „you hate it or you love it“ kind of book. May other people enjoy this more! (https://zwischenweltlerinblog.wordpress.com/2017/09/11/review-the-ministry-of-utmost-happiness-arundhati-roy/)

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  • Panoptikum eines Konfliktes...

    The Ministry of Utmost Happiness

    Orisha

    03. September 2017 um 22:08

    Nach über 20 Jahren bringt Arundhati Roy ihren zweiten Roman heraus, und was für einen. Und weil dies an sich schon eine Besonderheit ist, möchte ich auch von dem üblichen Prozedere: Kurzzusammenfassung der Geschichte sowie positiver und negativer Kritikpunkte absehen und gleich zum Kern der Sache kommen: Roy erschafft ein ganzen Panoptikum von Figuren, deren Leben miteinander verwoben sind und die das Herzstück dieses Gesellschaftsromans ausmachen. Dabei streift Roy Themen wie Transsexualität, das Kastenwesen Indiens, den gesellschaftlichen Wandel und vieles mehr. Kernthema ist jedoch – und das ist anders als erwartet – der Kaschmirkonflikt, der seit Jahrzehnten Indien und Kaschmir in Schach hält. Ein Konflikt, bei dem die Beteiligten, wie in so vielen, seit Dekaden bestehenden Auseinandersetzungen, längst nicht mehr wissen, wie er eigentlich begonnen hat und wie man ihn beenden könnte. Mann gegen Mann, Nachbar gegen Nachbar, Familie gegen Familie. Eindrücklich erzählt Roy die Lebensgeschichten von Tilo, Musa und Naga, die vielfach in diesen Konflikt verwickelt sind. Immer Stück für Stück, immer aus einer anderen Perspektive, entfaltet sich die Lebensgeschichte dieser drei Hauptprotagonisten, in der die Geschichte von Anjum/Aftab (einer im falschen Körper geborenen Frau), nur eine Randnotiz, eine letzte Zuflucht ist.Diese nach und nach enthüllte Geschichte machte mit mir zwei Dinge: zum einen zeigt sie mir, dass man Menschen, nie wirklich kennt (auch wenn man meint es zu tun), solange man nicht ihre ganze Geschichte gehört hat, die sich eben nur nach und nach und durch zuhören enthüllt. Zum anderen – und ich denke darin liegt ein Kritikpunkt vieler meiner MitleserInnen, macht es diesen Roman komplex – vielleicht manchmal zu komplex. Viele Namen, viele Geschichten – die diesen Roman aber im Kern ausmachen und damit auch zu etwas besonderem machen – darin kann man sich schnell verwickeln. Auch ich hatte damit meine Probleme und hatte immer Angst, dass Roy sich in all ihren Abschweifungen selbst verlieren wird und die Geschichte damit an die Wand fährt. Doch, das tut sie nicht! Im Gegenteil sie verwebt die losen Enden meisterlich zusammen und am Schluss bleibt mir nur den imaginierten Hut vor ihr zu ziehen.Fazit: Grandioses Werk um den Kaschmir Konflikt und um andere soziale Probleme des heutigen Indien. Komplex, fantastisch geschrieben, aber eben kein Buch für zwischendurch, ein Buch auf das man sich mental einlassen muss, ein Buch - das auch mal nötigt einige Dinge nachzurecherchieren - aber es lohnt sich. Also nehmt euch Zeit und taucht in ihr neuestes Werk ein.

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  • Leserunde zu "The Ministry of Utmost Happiness" von Arundhati Roy

    The Ministry of Utmost Happiness

    PenguinRandomHouseUK

    Diesen Monat haben wir etwas ganz Besonderes für all diejenigen, die sich an literarischen Texten im englischen Original freuen.  Vor 20 Jahren hat Arundhati Roy ihren Roman THE GOD OF SMALL THINGS veröffentlicht und viele Leserherzen begeistert. Ihr neuer Roman THE MINISTRY OF UTMOST HAPPINESS wird nicht nur ihre Fans aber auch viele neue Leser begeistern können! BOOK DESCRIPTION'How to tell a shattered story? By slowly becoming everybody. No. By slowly becoming everything.'In a city graveyard, a resident unrolls a threadbare Persian carpet between two graves. On a concrete sidewalk, a baby appears quite suddenly, a little after midnight, in a crib of litter. In a snowy valley, a father writes to his five-year-old daughter about the number of people that attended her funeral. And in the Jannat Guest House, two people who've known each other all their lives sleep with their arms wrapped around one another as though they have only just met.Here is a cast of unforgettable characters caught up in the tide of history. Told with a whisper, with a shout, with tears and with laughter, it is a love story and a provocation. Its heroes, present and departed, human and animal, have been broken by the world we live in and then mended by love -- and for this reason, they will never surrender.AUTHORArundhati Roy is the author of The God of Small Things, which won the Booker Prize in 1997 and has been translated into more than forty languages. Since then Roy has published several works of non-fiction, including The Algebra of Infinite Justice, Listening to Grasshoppers and Broken Republic. She lives in Delhi. HIER geht's zu einem exklusiven Q&A  Wenn ihr neugierig auf das neue Buch geworden sein – einfach bewerben und der Lostopf wird entscheiden. Have a lovely day!All the best from London,Ulrike @ PRH UK

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    anushka

    02. September 2017 um 23:06
    Bella5 schreibt Ich hatte in diesem Abschnitt fast ein wenig Mühe vor lauter Politik und Sozialkritik die Figuren nicht aus den Augen zu verlieren ... :)

    So ging es mir eigentlich gar nicht. Auch wenn ich in einigen Abschnitten großzügig über Einzelheiten gelesen habe, weil ich es sprachlich wieder etwas schwieriger fand. Ich finde aber auch, dass ...

  • The Ministry of Utmost Happiness

    The Ministry of Utmost Happiness

    Mauela

    02. September 2017 um 11:51

    Zur Liebe und zum Leben gehören manchmal seltsame und emotional harte Kämpfe. Genau solche Kämpfe und Herausforderungen werden im Buch The Ministry of Utmost Happiness von Arundhati Roy beschreiben und führen den Leser quer durch die politischen und gesellschaftlichen Konflikte der indischen Geschichte. Um die Geschichten aber wirklich richtig verstehen und einordnen zu können, fehlen Basisinformationen über landestypische, religiöse und kulturelle Eigenarten. Tatsächlich werden zwar viele Informationen geliefert, diese setzen aber ein solides Grundwissen beim Leser über die Indische Kultur und politische Entwicklung voraus und stören, das sich in die Geschichte mit eingebaut sind, den Lesefluss stark.  Diese fehlenden Grund-Informationen, die eingestreuten indischen Hindu-Ausdrücke und die unendlich vielen fremdländischen Namen der einzelnen Protagonisten haben  für mich das Lesevergnügen noch weiter geschmälert. Dazu kommt, dass ich den Eindruck hatte,  dass die an sich interessanten Einzelschicksale etwas strukturlos und ganz ohne roten Faden erzählt werden. Mehr als dass ich von diesem Roman, gerade wegen der lobenden Worte der Presse, deutlich mehr erwartet habe kann ich fast nicht dazu sagen. Ich war enttäuscht, hatte doch einen guten Roman erwartet.  Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich eher ein politisches Statement, als einen  Roman gelesen habe. Trotzdem muss ich anerkennen, dass die Sprache toll und auf einem hohen Niveau ist, fast poetisch soweit ich das mit meinen Englischkenntnissen beurteilen kann. Mich konnte der Roman nicht überzeugen. Von mir daher eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung  für allgemein politisch interessierte Romanleser, für Indien-Freunde und für Leser die ein gutes Durchhaltevermögen haben, denn ein Roman für zwischendurch ist das Buch eher nicht. Nicht zu empfehlen ist der Roman meiner Meinung nach für Leser, die ihr Englisch aufpolieren möchten. Dazu ist der Lesegenuss, der da dazu gehören sollte, nicht hoch genug, wobei das nicht an der Schreibweise sondern an der Geschichte an sich liegt.

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  • Nicht nur ein Buch

    The Ministry of Utmost Happiness

    histeriker

    19. August 2017 um 19:04

    Inhalt:Indien und Kaschmir, deren Verbindung und Geschichte der Probleme der letzten 25 Jahre. Ein Geschichte über Liebe, Leben und Kämpfen.Beschreibung:Schon an der Zusammenfassung des Inhalts sieht man, dass dieses Buch kein einfaches Buch ist. Es hat viele Gründe:Erstens die Charaktere. Sie sind keine einfachen Persönlichkeiten und auch keine einfache Menschen. Sie stehen teilweise als Prototypen für die Gesellschaft, die sich aber in keine Schubladen einteilen lässt. Gleichzeitig ist ihr Verhalten gar nicht stereotypisch und daher nicht immer leicht nachvollziehbar. Manchmal kann man mit ihnen und deren Verhalten gar nichts anfangen und gleichzeitig kommen sie einen so menschlich vor.Zweitens die Geschichte. Es gibt zwar eine Story, aber da muss man sich bis zum Ende des Buches durchkämpfen. Die Autorin hat wahrscheinlich bewusst auf Chronolgie verzichtet, was literarisch sehr interessant ist, der Verstädnis der Geschichte aber an einigen Stellen im Wege steht.Drittens der Stil. Es war gar nicht die englische Sprache, die für mich eine Fremdsprache ist, die das Problem darstellte. Es waren die manchmal lange Sätze und Listen von Sachen, die nur bedingt mit der Story zu tun haben schienen. Es waren die Aufzählungen und Beschreibungen der politischen Situation. Wieso mochte ich dann das Buch? Die Atmosphäre hat es mir angetan. Ich konnte das beschriebene Indien zwar nicht verstehen, aber mir kam es vor, als ob ich dort wäre und eingetaucht bin. Das hat weniger mit dem Stil zu tun, ich hatte einfach den Eindruck, dass dieses Land so überwältigend, so divers, so unbegreifbar ist, wie dieses Buch. Gleichzeitig wird hier durch das Konflikt in Kaschmir ein sehr universelles Thema unserer Zeit angesprochen, die Verzweiflung, die Kämpfe für die Freiheit und die Beziehungen in der Gewalt. Es hätte auch in Syrien spielen können.Ein Buch das mich nicht loslassen wird.

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  • Anspruchsvolle Lektüre

    The Ministry of Utmost Happiness

    mona_lisas_laecheln

    14. August 2017 um 17:35

    Ein Querschnitt durch die neuere, indische Geschichte: Einzelne politische und gesellschaftliche Konflikte und Probleme stehen im Vordergrund von Arundhati Roys Roman "The Ministry of Utmost Happiness". Aus verschiedenen Blickwinkeln von ganz unterschiedlichen Charaktere erlebt der Leser einzelne Etappen der indischen Geschichte mit. Im Vordergrund stehen dabei Anjum und Tilo und ihre außergewöhnlichen Lebensgeschichten. Der Roman ist definitiv eine harte und anspruchsvolle Lektüre und fordert Leseausdauer. Wie in einem Puzzle werden einzelne politische Ereignisse sowie Lebensgeschichten der einzelnen Charaktere zusammengewürfelt und in scheinbar willkürlicher Reihenfolge erzählt. Einen roten Faden gibt es nicht, und dennoch macht die Geschichte gegen Ende irgendwo Sinn und der Leser bleibt ohne offene Fragen zurück (abgesehen von den Fragen über historische und politische Details). Genau hier lag für mich auch das Problem mit der Lektüre: Ohne ausreichende Hintergrundinformationen zur politischen und historischen Lage Indiens war es wirklich schwer beziehungsweise fast unmöglich, den Ereignissen vollständig zu folgen. Die detailreichen Schilderungen haben das Buch dabei sehr langatmig gestaltet und stilistische Elemente wie Notizfetzen oder eingefügte Gedichte für weitere Verwirrung gesorgt. Die beiden Hauptcharaktere Anjum und Tilo haben eine interessante Lebensgeschichte, dennoch haben sich ihre Erzählungen oft wie in einem Sachbuch gelesen und die Charaktere wirkten auf mich distanziert. Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen und hatte etwas poetisches an sich. Die vielen indischen Namen waren leider sehr verwirrend, weshalb ich einige der Nebencharaktere nicht auseinander halten konnte. Es gab Textstellen auf indisch, die gar nicht übersetzt wurden und mit denen man als Leser leider nicht viel anfangen konnte. Alles in allem ist das Buch definitiv eine interessante Lektüre, die spannende Einblicke in die indische Gesellschaft und Geschichte gewährt. Erzählstil und Inhalt wirkten jedoch leider ein wenig überladen, weshalb die Lektüre ist stellenweise sehr verwirrend und frustrierend wirkt.

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  • Indiens Politik

    The Ministry of Utmost Happiness

    notthatkindofagirl

    11. August 2017 um 21:52

    "Roy ist zur perfekten Dritt-Welt-Stimme für anti-amerikanische, anti-westliche oder sogar anti-weiße Gefühle geworden." - Ian Buruma, New Republic, 29. April 2002 So viel Gutes habe ich über Arundhati Roy gelesen. Eine starke Frau, die einfach die Welt schön haben will und dafür kämpft. Ihre Ansichten sprechen für die Zukunft und zeigen Stärke. 1997 erschien ihr "Gott der kleinen Dinge", jetzt 20 Jahre später ihr nächstes Werk. Es ist ein Roman. To me, there is nothing higher than fiction. Nothing. It is fundamentally who I am. I am a teller of stories. For me, that’s the only way I can make sense of the world, with all the dance that it involves” So Roy.Doch leider erkenne ich den Roman hinter all dem politischen Informationen nicht. Auch wenn die Handlung simpel erscheint, mit der Vorstellung einen Ort des Glückes auf einen Friedhof zu erschaffen. Dennoch ist die Handlung politisch geprägt und dies ist weiterhin im Mittelpunkt. Kritiker meinen, es sei nicht das Zentrum der Geschichte, doch ich habe nichts anderes darin gesehen. Noch nie im Leben habe ich einen Roman gelesen, dessen Kapitel so verschieden gewebt waren. Das erste war etwas in Romangestalt erschaffen, die nächsten nur noch sachliche Teile, dann wieder etwas Roman, denn die Personen werden erklärt. Danach geht es weiter mit Fakten. Kein Lesegenuss! Auf Englisch eine Qual, da das "normale Schulenglisch" nicht ausreicht. Menschen ohne Interesse an Indiens Politik werden nicht glücklich werden, da man so viel Denken muss. Happiness sieht für mich anders aus.Roy ist eine starke Persönlichkeit und eine prägsame Aktivistin, doch Romane schreibt sie keine. Viel eher Werke, die die Welt verändern sollen, doch es nur in sachlicher Art können. 

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    • 2
  • Vielschichtig und anspruchsvoll

    The Ministry of Utmost Happiness

    MissMorley

    10. August 2017 um 19:01

    "How to tell a shattered story?" findet sich als Zitat aus dem Werk auf der Coverrückseite - und beschreibt hierbei zugleich bestens die Problematik, hier eine Kurzzusammenfassung von Arundhati Roys zweitem Roman "The Ministry of Utmost Happiness" zu geben. Denn genau genommen handelt der Roman nicht nur von der Protagonistin Anjum, die wir über den Text und ihr Leben als sogenannte Hijra, also als intersexuell Geborene, hinweg begleiten, sondern zugleich von zahlreichen weiteren Einzelschicksalen - alle verwoben in die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse Indiens der entsprechenden Zeit.Das große Figurenpersonal mit seinen vielschichtigen Nebenstorys macht es dem Leser hierbei nicht leicht, nicht den roten Faden bzw., besser gesagt, den Überblick über die verschiedenen Fäden, die aufgenommen und einmal mehr, einmal weniger miteinander verwoben werden, zu verlieren. Was zum einen stören kann, eröffnet auf der anderen Seite aber auch eine spannende Vielschichtigkeit: Der Roman bietet so einen tiefen und kritischen Einblick in Konflikte Indiens, egal ob auf politischer, sozialer, gesellschaftlicher oder religiöser Ebene. Allerdings nimmt dieser sehr viel Platz ein, drängt an vielen Stellen eine Story in den Hintergrund (oftmals hätte ich persönlich mir gewünscht, einfach einmal zu erfahren, wie es mit Anjum weiterging) und auch ein gewisses Vorwissen über Geschichte und Politik Indiens scheint für das Verständnis der vielen kurz angerissen Thematiken fast notwendig. Die poetische Sprache, in der Arundhati Roy schreibt, kann allerdings auch über manche Länge oder manche Verständnisschwierigkeit hinwegtrösten.Insgesamt ist "The Ministry of Utmost Happiness" ein anspruchsvoller und vielschichtiger Roman - für mich persönlich in einem positiven wie negativen Sinn. Wer keine reine Unterhaltungslektüre sucht, sich auf die Konzeption der Story einlassen kann und sich für gesellschafts-politische Geschichte Indiens interessiert, dürfte hier allerdings durchaus richtig sein.

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  • Etwas völlig Anderes erwartet

    The Ministry of Utmost Happiness

    TodHunterMoon

    05. August 2017 um 01:11

    "Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang." (Quelle: Amazon) So liest sich die Inhaltsangabe, wenn man nach dem Buch sucht. Man geht davon aus, es wird ein Roman sein, der in Indien spielt und der einen kurzen Einblick in das dortige Leben mehrerer Protagonisten gibt. Mit dieser Erwartung habe ich mich an das Buch gesetzt... und wurde "überrollt" von dem, was dann letztendlich vor mir lag. Ja, ist ein Buch mit Romancharakter. Und ja, es ist ein Sammelsurium verschiedener Einzelschicksale in Indien. Was aber nicht aus der Inhaltsangabe hervor geht ist, dass es eigentlich auch ein Sachbuch über Indien ist, inklusive Geschichte, Wirtschaft und Politik. Das Buch war einfach nur anstrengend. Und das lag nicht am Englisch. Das Englisch ist wirklich sehr gut. Sehr anspruchsvoll, aber eben sehr gut. Die vielen Hindu- Ausdrücke dazwischen hindern allerdings ziemlich am Lesefluss, weil man ständig darüber stolpert. Und man wird mit so wahnsinnig vielen Informationen bombardiert die, wenn man überhaupt keine Ahnung von den Zuständen im Land und der Politik Indiens hat, einen wie blind durchs Buch tappen lassen. Am Anfang habe ich noch des Öfteren Wikipedia zu Rate gezogen, damit ich begreife, um was es eigentlich geht. Habe es aber irgendwann sein lassen, weil man dann nur noch langsamer voran kam und ich eigentlich keine indische Geschichte studieren wollte. Ich hatte das Gefühl Arundhati Roy wollte 20 Jahre angestautes Material unbedingt in einem  Roman los werden. Die Kapitel sind unheimlich lang und man weiß zeitweise nicht, was wichtig für den roten Faden ist und diesen nicht zu verlieren und Zusammenhänge zu erkennen, grenzte schon an eine Herausforderung. Wäre es nicht ein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es abgebrochen. Und wäre es nicht Arundhati Roys Talent gewesen, sehr gut zu schreiben, ich hätte nicht durchgehalten. Die Lesegruppe hat mir geholfen, Einiges besser zu begreifen und durch das Buch selbst habe ich vieles über Indien erfahren. Allerdings war ich sehr froh, als ich die rund 500 Seiten endlich hinter mich gebracht hatte und auch irgendwie stolz, durchgehalten zu haben.

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    • 3
  • Good Luck!

    The Ministry of Utmost Happiness

    sarahalimuhsin

    04. August 2017 um 18:45

    Anjum, who used to be Aftab, unrolls a threadbare carpet in a city graveyard that she calls home. A baby appears quite suddenly on a pavement, a little after midnight, in a crib of litter. The enigmatic S. Tilottama is as much of a presence as she is an absence in the lives of the three men who loved her.Ich muss zu geben, dass ich viel zu viel erwartet habe, dank der Inhaltsangabe. Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang.Bevor man sich traut dieses Buch zu lesen, sollte man die nahezu perfektesten Englisch-Kenntnisse besitzen und über die Politik in Indien Bescheid wissen. Ich...naja...mit Wikipedia ging es. Ich musste mich nahezu durch das Buch kämpfen. Hatte oft den Gedanken abzubrechen. Die Gründe dafür: - es ist einfach höllisch schwer zu lesen, obwohl ich ein sehr gutes Englisch-Vermögen habe- man muss immer das Handy dabei haben, um die ganze Zeit auf Wikipedia (und andere Seiten, von denen ich nie zuvor, was gehört habe) etwas nützliches über die politische Vergangenheit Indiens zu erfahren- es war manchmal einfach nur langweilig, da Roy nur versucht hat so viele Informationen in einen Satz zu packen, wie es nur möglich istGründe, die für die 2 Sterne verantwortlich sind: - es ist eigentlich recht interessant- das Cover ist toll geworden- manches war einfach echt toll geschrieben (ABER es war einfach, wie soll ich das ausdrücken, zu poetisch und oft etwas übertrieben, als versuchte man, so viel Ausdruck zu vollbringen, um einen Mensch, der das liest, zu verblüffen)Ich weiß nicht so recht, ob ich "The Ministry of Utmost Happiness" weiter empfehlen kann, aber ich muss gestehen, dass ich echt stolz auf mich dieses Buch beendet zu haben.Wenn du es lesen willst:Good Luck

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  • Anspruchsvolle Lektüre

    The Ministry of Utmost Happiness

    Gluecksklee

    22. July 2017 um 18:59

    „The Ministry of Utmost Happiness“ ist mit keinem Roman vergleichbar, den ich bisher gelesen habe. Die Autorin, Arundhati Roy, verspricht dem Leser eine fragmentierte Geschichte – und diese liefert sie auch. Ich war sehr neugierig darauf, was die Autorin darunter versteht und wie eine solche Geschichte erzählt werden würde. Leider ist die Art und Weise der Umsetzung dann auch mein größter Kritikpunkt an „The Ministry of Utmost Happiness“. Es werden viele Handlungsstränge eröffnet, die die Autorin zwar wieder zusammenführt, allerdings konnte ich zwischenzeitlich nicht absehen, wo und wie diese Fäden wieder zusammenlaufen würden. Zudem ist die Handlung durchzogen mit Informationen zur Historie Indiens, dem sozialen Gefüge und dem politischen System. Das ist auf der einen Seite zwar interessant, nimmt der Handlung allerdings auf der anderen Seite auch wieder an Tempo und sorgte dafür, dass sich das Buch und die diversen Handlungsstränge zum Teil gezogen haben. Wer sich, so wie ich, nicht wirklich mit der Geschichte Indiens auskennt, wird vielleicht auch Schwierigkeiten haben, die Zusammenhänge zum Teil ohne weitere Recherche nachvollziehen zu können. Für das Durchhalten wird man als Leser aber belohnt, nicht nur mit Wissen über Indien, sondern auch mit der wunderschönen Sprache, in der Roy Arundhati diese fragmentierte Geschichte erzählt. Gekonnt bindet sie gesellschaftskritische Äußerungen in die Handlung des Romans ein, ohne dass diese belehrend wirken. „The Ministry of Utmost Happiness“ gehört definitiv eher zur anspruchsvollen Lektüre – und das liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass ich das Buch in englischer Sprache gelesen habe. Vielleicht habe ich mich auch nicht genug auf die Konstruktion der Erzählweise eingelassen und zu sehr nach dem „roten Faden“ Ausschau gehalten, an der sich die Handlung von Romanen normalerweise entlanghangelt. Auch wenn „The Ministry of Utmost Happiness“ nicht unbedingt so war, wie ich es erwartet hatte, so hat mir der Roman doch gut gefallen. Insgesamt komme ich daher in einer Gesamtbewertung auf drei von fünf Sternen.

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  • Anspruchsvoller, poetischer Roman

    The Ministry of Utmost Happiness

    banshee

    22. July 2017 um 14:38

    Wer Arundhati Roys ersten Roman "The God of Small Things" kennt, wird sicher auch von ihrem zweiten Roman keine leichte Kost erwarten. Und in der Tat erfordert "The Ministry od Utmost Happiness" einiges an Hintergrundwissen über die indische Gesellschaft, Indiens Historie und die religiösen, politischen und sozio-kulturellen Konflikte innerhalb der Nation. Hinzu kommt, dass sehr häufig hinduistische Begriffe im Text auftauchen, die die Lektüre teilweise erschweren, aber auch sehr authentisch und exotisch machen. Alles in allem ist der Roman also eine recht anspruchsvolle Lektüre, sodass Leser_innen, die sich für die Thematik des Buches weniger interessieren vielleicht abgeschreckt werden und es schnell zur Seite legen. Doch aufgrund von Roys poetischen, teilweise sarkastischem Schreibstil lohnt es sich meiner Meinung nach, beim Lesen "durchzuhalten". Denn auch wenn man inhaltlich nicht alles beim ersten Mal verstehen mag und das Gefühl hat, der Roman überfordere einen, muss man Roys schriftstellerisches Talent würdigen. Sie erzeugt in "The Ministry of Utmost Happiness" eine exotische Atmosphäre und entführt die Leser_innen in die Nischengesellschaften Indiens. Das ist eine wirklich interessante und ungewöhnliche Thematik, bei der man noch einiges dazulernen kann!

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