Arye Sharuz Shalicar 'Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude'

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Inhaltsangabe zu „'Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude'“ von Arye Sharuz Shalicar

Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde Seine Familie kam aus dem Iran. Er wuchs in Berlin auf. Er interessierte sich überhaupt nicht für seine Herkunft. Auch regelmäßige Besuche bei Verwandten in Israel änderten daran nichts. Nach dem Umzug in den von muslimischen Zuwanderern geprägten Berliner Stadtteil Wedding änderte sich jedoch alles. Hass auf Israel und die Juden ist an der Tagesordnung. An den Häuserwänden stehen entsprechende Parolen. Als sich herausstellt, dass Arye Jude ist, wird er zur Zielscheibe dieses Hasses. Da ist er 15 Jahre alt. Mithilfe eines befreundeten muslimischarabischen Kurden gelingt es ihm, sich in der Welt der Jugendgangs 'hochzuarbeiten'. Nur mühsam kann er sich aus dieser Welt wieder lösen. Er beginnt, sich mit seiner jüdischen Herkunft auseinanderzusetzen. Er erfährt von seinen Eltern, welchen Verfolgungen die Juden im Iran ausgesetzt waren, wo 'ein nasser Hund' besser war 'als ein trockener Jude'. Das Gefühl der Nichtzugehörigkeit wächst. Schließlich wandert Arye nach Israel aus, wo er ein anderes Leben führen will: ein Leben der Zugehörigkeit, ein Leben ohne schiefe Blicke, ein Leben als Jude. 'Für die Deutschen war ich ein Kanake, für die Moslems ein Jude, für die Juden ein krimineller Jugendlicher aus dem Wedding.'

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  • Rezension zu "»Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude«" von Arye Sh. Shalicar

    'Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude'
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. March 2012 um 14:01

    Aus dem Iran mussten seine Eltern fliehen, weil dort Juden extremen Diskriminierungen ausgesetzt waren. Judenfeindschaft im Iran ist viel älter als die Hasstiraden seines gegenwärtigen Präsidenten, der Israel von der Landkarte tilgen will. Seine Eltern zogen nach Berlin, in den Stadtteil Wedding. Über das Leben dort berichtet Arye Sharuz Shalicar in diesem lesenswerten Buch. Er findet dort Freunde in der Türkengang. Das geht so lange gut, bis sie entdecken, dass er ein Jude ist. Ab da beginnt die Hölle für ihn. Das Buch gibt auf eine ganz persönliche und authentische Weise nicht nur einen tiefen Einblick in das Leben und das Schicksal von Diasporajuden, sondern zeigt die aktuelle Integrationsdebatte mit bisher so nicht gekannten Schattierungen. Es zeigt die Judenfeindschaft weiter Teile der türkisch-arabisch-deutschen Bevölkerung, aber der Autor beschreibt sie nicht mit einem anklagenden Zeigefinger, sondern eher als ein Phänomen, das sein Volk auch aus anderen Ländern und aus anderen historischen Epochen kennt. 2001 war es ihm zuviel und er wanderte nach Israel aus, der Heimat der Juden in dieser Welt. Er ist Pressesprecher der israelischen Armee und arbeitet auch für das ARD- Studio in Tel Aviv.

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