Asaf Schurr Motti

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Inhaltsangabe zu „Motti“ von Asaf Schurr

Nichts zwingt Motti. Nachdem er mit Menachem um die Häuser gezogen ist, überfährt dieser auf dem Rückweg eine Frau. Doch Motti stellt sich schützend vor seinen Freund und gibt sich selbst als Fahrer aus. Menachem erhebt keinen Einspruch, er lässt Polizei und später Richter walten: Motti geht ins Gefängnis. Als Gegenleistung verlangt er nur, dass Menachem sich um Laika kümmert, seine über alles geliebte Hündin. Was zunächst wie ein ultimativer Freundschaftsbeweis erscheint, entpuppt sich als gewaltsames Machtgefüge. Seit ihrer ersten Begegnung während des Militärdienstes sind Menachem und Motti auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Motti ist aber auch ein Roman aus dem heutigen Israel, dessen Gegenwart und Konflikte tief das Leben seiner Protagonisten prägt. Nur auf ihre ganz eigene, persönliche Art können sie sich damit auseinandersetzen. Asaf Schurr schildert nicht die große Politik, sondern erzählt von einer ungleichen Freundschaft, aufgeladen mit Unausgesprochenem.

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  • Rezension zu "Motti" von Asaf Schurr

    Motti
    *Arienette*

    *Arienette*

    Klappentext: Nichts zwingt Motti. Nachdem er mit Menachem um die Häuser gezogen ist, überfährt dieser auf dem Rückweg eine Frau. Motti stellt sich schützend vor seinen Freund und gibt sich selbst als Fahrer aus. Menachem erhebt keinen Einspruch, er lässt Polizei und später Richter walten: Motti geht in s Gefängnis. Als Gegenleistung verlangt er nur, dass Menachem sich um Laika kümmert, seine über alles geliebte Hündin. Was zunächst wie der ultimative Freundschaftsbeweis erscheint, entpuppt sich als gewaltsames Machtgefüge. Seit ihrer ersten Begegnung während des Militärdienstes sind Menachem und Motti auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Motti ist ein Roman aus dem heutigen Israel, dessen Gegenwart und Konflikte das Leben seiner Protagonisten tief prägen. Doch Asaf Schurr schildert nicht die große Politik, sondern erzählt von einer ungleichen Freundschaft, aufgeladen mit Unausgesprochenem. Der Autor: Asaf Schurr, 1975 in Jerusalem geboren, studierte Philosophie und Theaterwissenschaft in seiner Heimatstadt. Er arbeitete als Redakteur des kulturpolitischen Magazins Maarav und ist heute Literaturkritiker und Übersetzern. Für "Motti" erhielt er 2008 den Levy Eshkol Prize sowie den Israeli Prime Minister's Award. 2007 wurder er außerdem mit dem Bernstein Prize und dem Minister of Culture Prize ausgezeichnet. Asaf Schurr ist die Entdeckung der jungen israelischen Literatur und " Motti" sein erster Roman auf Deutsch. Meine Meinung: "Motti liebte Menachem wie einen Bruder. Das heißt, er hatte keine Wahl. Gut möglich, dass sie sich in der Armee kennengelernt hatten....Allerdings war ihr Kräfteverhältnis von vornherein geklärt: Wenn Menachem einem freundschaftlich auf die Schultern klopfte, hatte er einen schon in der Hand." Motti und Menachem sind Freunde trotz ihres gegensätzlichen Charakters. Motti lebt mit seinem Hund Laika zusammen in einer Wohnung und träumt von einer gemeinsamen Zukunft mit Ariella, einer jungen Nachbarin. Allerdings hat er noch nie mit ihr gesprochen. Menachem ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist dominant in dieser Freundschaft zu Motti. Nach einem gemeinsamen Kneipenabend überfährt Menachem eine Frau. Motti nimmt die Schuld auf sich und behauptet vor der Polizei, er sei der Fahrer gewesen. So landet Motti im Gefängnis - und Menachem lässt dies widerspruchslos geschehen. Im Gefängnis spinnt Motti weiter an seinen Phantasien und lässt die Geschichten des Wärters über sich ergehen. Menachems Verhalten ändert sich im Laufe der Geschichte - seine Aggressionen nehmen zu. Der Roman ist in vier Teile aufgeteilt: 1. Draußen 2. Dazwischen 3. Drin 4. Draußen Eingeleitet werden die Teile durch philosophische Einlagen von Wittgenstein. Die Erzählperspektive ist ebenfalls interessant. Der Erzähler mischt sich in die Handlung ein, kommentiert und wendet sich direkt an den Leser. Den Roman habe ich gerne gelesen und auch der Schreibstil hat mir zugesagt. Ich könnte mir gut vorstellen, den Roman ein zweites Mal zu lesen.

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