Asbjørn Jaklin Tödlicher Frost

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Inhaltsangabe zu „Tödlicher Frost“ von Asbjørn Jaklin

In der Nähe von Tromsø wird während der Polarnacht in einem Kuhstall ein Mann ermordet aufgefunden. Er wurde auf dem Heuboden an den Armen aufgehängt, Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass er gefoltert wurde ... Der Afghanistan-Veteran Alexander Winther, der als Journalist bei der Zeitung »Nordlys« arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Sehr schnell sieht er Verbindungen zu Grausamkeiten, die sich vor sechzig Jahren am selben Ort abgespielt haben. An dem Ort, an dem die Deutschen 1942 ein Lager für jugoslawische Kriegsgefangene aufgebaut hatten, in dem Häftlinge auf brutale Art und Weise gefoltert und getötet wurden. Ein später Racheakt? Die Spuren führen ihn nach und nach auch zum Balkankrieg Anfang der 1990er Jahre – und zu einem streng gehüteten Staatsgeheimnis.

Bin leider zu keiner Zeit in das Buch gekommen & fand es einfach nicht gut....

— Sabrinas_fantastische_Buchwelt

Insgesamt finde ich die Geschichte etwas verworren, in zwei bis drei Sätzen umreißen kann man sie in ihrer Komplexität nicht.

— AenHen

war leider gar nicht mein Fall

— gesil

Interessante Themen, manchmal etwas verwirrend erzählt. Trotzdem spannend und mit einem sympathischen Protagonisten. Empfehlenswert!

— angi_stumpf

Spannender Krimi mit tiefgreifendem Geschichtsbezug

— TheOnlyTruth

Spannend, informativ und so frostig wie Norwegen selbst.

— Glanzleistung

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  • Mir gefiel es gar nicht !!

    Tödlicher Frost

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    29. January 2017 um 21:19

    Titel: Tödlicher FrostAutor: Asbjorn JaklinReihe: Alexander WintherVerlag: SuhrkampGenre: KrimiSeitenanzahl: 336Zitat entfällt.Klappentext:In der Nähe von Tromsø wird während der Polarnacht in einem Kuhstall ein Mann ermordet aufgefunden. Er wurde auf dem Heuboden an den Armen aufgehängt, Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass er gefoltert wurde ... Der Afghanistan-Veteran Alexander Winther, der als Journalist bei der Zeitung »Nordlys« arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Sehr schnell sieht er Verbindungen zu Grausamkeiten, die sich vor sechzig Jahren am selben Ort abgespielt haben. An dem Ort, an dem die Deutschen 1942 ein Lager für jugoslawische Kriegsgefangene aufgebaut hatten, in dem Häftlinge auf brutale Art und Weise gefoltert und getötet wurden. Ein später Racheakt? Die Spuren führen ihn nach und nach auch zum Balkankrieg Anfang der 1990er Jahre – und zu einem streng gehüteten Staatsgeheimnis.Cover:Das Cover ist das Einzigste, was mir an dem Buch gefällt. Es ist wirklich sehr schön gestaltet wurde und passt perfekt zu dem Titel.Mir gefällt es, wie sich die Eiskristalle auf den Titel zu bewegen !!Meine Meinung:Das war mal so gar nicht mein Buch.Es gibt 2 Zeiten. Einmal die Vergangenheit, die nach dem 2. Weltkrieg spielt und dann die Gegenwart so im Jahr 2009.Die Unterscheidung dieser Zeitzonen fiel mir jetzt nicht so schwer, aber irgendwie verwirrten sie mich auch echt.Ich weiß leider gar nicht mehr, was wirklich in dem Buch passierte und ich weiß nur noch, dass ich es mega langweilig fand.Mir gelang es nie, in die Story reinzukommen oder gar mit den Charakteren warm zu werden.Den Schreibstil fand ich zudem recht anstregend zu lesen.Bewertung:Ich mochte das Buch gar nicht...da kann ich leider keine gute Bewertung abgeben.Von mir gibt es: 2 von 5 Sterne

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    • 2
  • Mit Schwächen, ganz okay.

    Tödlicher Frost

    AenHen

    02. August 2016 um 13:41

    Ich habe nun den Kriminalroman Tödlicher Frost ausgelesen – und bin irgendwie nicht ganz sicher, wie gut mir der Roman gefallen hat. Insgesamt finde ich die Geschichte etwas verworren, in zwei bis drei Sätzen umreißen kann man sie in ihrer Komplexität nicht. Problematisch fand ich die drei Zeitstellungen der Handlung (1942-45, 1949, 2009-2010) nicht, schließlich sind jedem Kapitel Orts- und Zeitangabe vorangestellt. In ihrer Logik – oder Wahrscheinlichkeit??? der Verkettung miteinander dann schon. Um es ganz kurz zu machen (enthält Spoiler!!!!!): Handlungsstrang 1: brutaler SS-Scherge wütet in einem Lager jugoslawischer Gefangener in Nordnorwegen, zeugt Kind mit Norwegerin und nimmt bei Kriegsende eine fremde Identität an und taucht unter. Handlungsstrang 2: verdeckte Operation der norwegischen und einiger anderer Geheimdienste zur Strategieplanung bei einem möglichen sowjetischen Angriff in Nordnorwegen. Handlungsstrang 3: ein Mann serbischer Herkunft wird gefoltert und ermordet in einer Scheune aufgefunden. Der Todesort liegt nahe dem ehemaligen Gefangenenlager. Und in diesem Handlungsstrang trifft sich dann selbstverständlich alles wieder: der serbische Ermordete, Nachfahre eines im Gefangenenlager durch den SS-Offizier gefolterten und getöteten Krankenpflegers, seinerseits aber schlimmster Kriegsverbrechen im Jugoslawienkrieg schuldig, angeklagt vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag, Führerin der Anklage: die Tochter des SS-Mannes… das war mir alles ein bißchen viel. Denn dazu kommt noch der blasse Protagonist, der Licht ins Dunkel bringt: ein im Afghanistan-Einsatz traumatisierter Ex-Soldat.Dabei hält sich die Spannung insgesamt in Grenzen. Sprachlich habe ich allerdings nichts zu beanstanden, der Roman liest sich flüssig, trotz der Verwicklungen blickt man meiner Meinung nach immer gut durch (und kann sich ab einem gewissen Zeitpunkt auch so manches schon denken).Tut mir leid, aber mehr als Durchschnitt ist das für mich nicht…

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  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
  • Eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe

    Tödlicher Frost

    gesil

    Der Kriminalroman von A. Jaklin gehört zu den wenigen Büchern, die ich abgebrochen habe. Zuvor habe ich etwa ein Drittel des Buches „quergelesen“. Denn mit dem, was mir der Autor präsentiert, hatte ich aufgrund des Klappentextes so nicht gerechnet. Soweit ich gelesen habe, war die Geschichte in drei Teile gegliedert. Zum einen lernen wir 2009 den Journalisten Alexander Winther kennen, der über einen Mordfall schreiben soll, der sich in der Nähe ereignet hat. Ein anderer Handlungsstrang beleuchtet verschiedene Ereignisse während des zweiten Weltkrieges und in einem weiteren erörtern 1949 verschiedene Offiziere die Möglichkeit eines neuen Krieges, während einer der Männer nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat. Es hat sicher nicht am Schreibstil des Autors gelegen, dass ich mit der Geschichte nicht warm werden konnte. Aufgrund des Klappentextes wusste ich zwar, dass es auch um den 2. Weltkrieg gehen würde, aber die Szenen, die im 2. Weltkrieg direkt spielen, waren mir dann doch zuviel. Und dazu kam noch der Ausflug in das Spionagegenre, ein Genre, das mir überhaupt nicht liegt. Das hat mir dieses Buch sehr verleidet und ich habe über die Geschehnisse in diesen Zeiten mehr quergelesen, als mich auf sie einzulassen. Leider kann ich daher nicht sagen, inwiefern die Ereignisse vor 60/70 Jahren mit dem Mord 2009 in Zusammenhang stehen und ob Winther diese Zusammenhänge aufdecken kann. Bei „Tödlicher Frost“ soll es sich um den 1. Teil einer Serie handeln. Da ich aber diesen schon nicht bis zum Ende gelesen habe, werde ich keine weiteren Bücher des Autors lesen – eigentlich schade!

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    • 2
  • Interessante Themen in spannender Verpackung ...

    Tödlicher Frost

    angi_stumpf

    30. January 2016 um 18:28

    Die Geschichte: Alexander Winther ist Kriegsveteran und möchte sich als Journalist eine berufliche Zukunft aufbauen. Zusammen mit der Fotografin Tora besucht er den Schauplatz eines grausamen Verbrechens: ein Mann wurde in einer Scheune gefoltert und erhängt. Schnell wird klar, dass es vielleicht einen Zusammenhang zu früheren Gräueltaten in dieser Gegend gibt, denn an dem Opfer hing ein Steinkreuz, das von einem Kriegsgefangenenfriedhof in der Nähe entwendet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs gab es auch in Norwegen Gefangenenlager, in denen Menschen verschiedener Nationalitäten misshandelt und getötet wurden. War die Tat ein später Racheakt? Alex kommt dem Mörder immer näher und gerät am Ende selbst in Gefahr … Meine Meinung: Der Autor schrieb bisher Sachbücher und wurde dafür auch schon mit Preisen ausgezeichnet. Dies ist nun sein erster Krimi und insgesamt hat mir das Buch auch ganz gut gefallen. Vom Schreibstil her ist es noch ausbaufähig, vor allem die Dialoge erschienen mir manchmal etwas seltsam und nicht ganz realitätsnah. Aber insgesamt lässt sich die Geschichte flüssig lesen und ist meistens auch sehr fesselnd. Die Charaktere wirken ganz authentisch und Alex Winther war mir auch gleich sympathisch. Er leidet unter einem kriegsbedingten Trauma, das ihm im Alltag immer wieder in die Quere kommt. Auch sonst legt er noch oft die in Fleisch und Blut übergegangenen Verhaltensweisen aus Gefahren- und Gefechtssituationen an den Tag, was ihm allerdings sehr zugute kommt. Auch Tora fand ich ganz nett, während Winthers Freundin Vivi bisher noch eher etwas blass wirkt auf mich. Die Nebenfiguren wurden auch ausreichend beschrieben, aber sie blieben mir emotional irgendwie eher fern – ungeachtet der Schicksale, die sie ereilten. Sehr schön konnte ich mir dagegen die Schauplätze vorstellen, hier hat der Autor eine lebendige Atmosphäre erschaffen, in die man gut abtauchen kann. Natürlich steckt in diesem Buch sehr viel Wahrheit und interessante Informationen über verschiedene Gräueltaten im letzten Jahrhundert. Nicht nur der Zweite Weltkrieg ist hier Thema, sondern auch die Zeit danach. Unter anderem geht es dabei auch um die Jugoslawienkriege, die erst ca. 20 Jahre zurückliegen. Es gefällt mir immer sehr, wenn man in einem Krimi oder Thriller nebenbei noch Geschichtswissen vermittelt bekommt, allerdings war das in diesem Buch manchmal fast etwas verwirrend. Der Autor streut Kapitel ein, die in der Vergangenheit angesiedelt sind, allerdings dort in verschiedenen Jahren. Man muss aufmerksam die Datumsangaben am Anfang der Kapitel beachten, dann klappt es mit dem Verständnis. Ein Handlungsstrang am Anfang verlief irgendwie im Sand oder war nur wichtig, um Alex Panikattacken zu fördern … das habe ich bis zum Ende nicht wirklich verstanden und es bleibt offen. Auch so manch andere Dinge bleiben vage und obwohl der Mord am Ende aufgeklärt ist, hatte ich das Gefühl, es wäre noch nicht alles gesagt. Wahrscheinlich war das vom Autor auch so gewollt, denn es geht in diesem Buch ja auch viel um Gerechtigkeit, Rache und die Hilflosigkeit der Opfer, weil so viele Täter nicht bestraft werden können. Möglicherweise hatte ich das Gefühl auch nur, weil Alex ständig Informationen bekommen hat, die er nicht öffentlich machen durfte. Gewisse Dinge klärten sich also schon, aber immer unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Das Buch war auf alle Fälle interessant und auch meistens recht spannend. Der nächste Teil der Reihe wird im Mai erscheinen und er steht bereits auf meiner Wunschliste. Es interessiert mich, wie es mit Alex weitergeht und welche geschichtlichen Ereignisse darin thematisiert werden. Fazit: Ein spannender Krimi, der sich eher wie ein Thriller liest. Viele interessante geschichtliche Informationen und ein sympathischer Protagonist sorgen für gute Unterhaltung.

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  • Tödlicher Frost

    Tödlicher Frost

    anyways

    06. January 2016 um 21:03

    Die Fotografin Tora vom „Avisa Nordland“ und der Reporter Alex vom „Nordlys“ recherchieren im Fall eines Ermordeten tief oben in Nordnorwegen. Der Ermordete wurde nicht nur erhängt, sondern seine Beine mit einem Grabstein vom nahegelegenen Soldatenfriedhof beschwert. Tora und Alex werden mit der traurigen und erschütternden Vergangenheit dieses Landstrichs, kurz vor dem Polarkreis konfrontiert. In Botn war zu Kriegszeiten das größte Serbierlager der Region. Unzählige Serbier wurden dort interniert, zu Tode gefoltert oder aus Angst vor Seuchen ermordet. Neben den Deutschen waren auch die Norweger an diesen Grausamkeiten beteiligt. Eine humanitäre Katastrophe auf norwegischem Boden. Einiges deutet auf eine Verbindung zwischen dem Ermordeten, der aus Bosnien stammt, wie die späteren Ermittlungen ergeben, und der blutigen Vergangenheit dieses Landstriches, hin. Doch mehr als sechzig Jahre trennen die beiden Geschehnisse. Alex, ein ehemaliger Soldat, der sich erst seit kurzem als Volontär bei Nordlys befindet, recherchiert auf eigene Faust. Hilfe bekommt er auf Umwegen von seinem Vater, einem ehemaligen Geheimagenten, der ihm zwar nicht direkt alle Fragen nach der nordnorwegischen Kriegsvergangenheit beantworten kann, aber trotzdem entscheidende Hinweise liefert. Während der ersten Seiten stellte ich mir immer wieder die Frage wie die beiden Erzählstränge aus der Nachkriegszeit und der Gegenwart wohl zusammen laufen. Ich konnte mir eine direkte Verbindung zwischen den Geschichten nicht vorstellen, aber es gibt sie. Der Autor flichtt eine Geschichte in der man ständig zwischen Wut, Ungläubigkeit und Verachtung ob der Grausamkeiten der Kriegsherren und Mitleid, Scham und Schmerz ihrer Opfer schwankt. Die Besonderheit: Das Gute und das Böse wechseln in einem stetigen Fluss. Allem obliegt die Frage nach der Erbsünde. Werden Grausamkeiten vererbt, von Vater auf den Sohn oder die Tochter? Ist das Kind eines Kriegsverbrechers selbst ein Verbrecher? Oder wird das Kind eines Kriegsopfers auch eine Opferrolle in seinem Leben zuteil. Ich habe selten einen Krimi gelesen, der mich geschichtlich so stark aufgewühlt hat. Ich finde die Recherchen des Autors hoch interessant, zumal mir vieles gar nicht bekannt war. Bis zum Schluss gelingt es Jaklin, seinen Leser zu fesseln. Immer wenn ich dachte, ich kenne den Ausgang der Geschichte kam eine neue Wendung. Tödlicher Frost ist ein ganz besonderes Buch, das ich gerne weiterempfehle, da es selbst ausgemachte Krimiliebhaber fesseln dürfte.

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  • Spannender Krimi mit tiefgreifendem Geschichtsbezug

    Tödlicher Frost

    TheOnlyTruth

    14. July 2015 um 16:57

    "Tödlicher Frost" ist der erste Roman des norwegischen Journalisten und Historikers Asbjørn Jaklin und soll den Auftakt einer Serie darstellen. Das Buch ist bei Suhrkamp als Taschenbuch erschienen und mit etwa 340 Seiten nicht sonderlich umfangreich. Der Krimi spielt auf mehreren Zeitebenen. Die wichtigste ist dabei die Quasi-Gegenwart im Jahr 2009 / 2010. Dort beschäftigt den Journalisten und Ex-Elitesoldaten Alexander Winther ein rätselhafter Mord. Ein Mann wurde in einem abgelegenen Stall gefoltert und getötet. Dabei sind die Bezüge zum nahe gelegenen jugoslawischen Kriegsgefangenfriedhof kaum zu übersehen. Weitere relevante Erzählebenen sind ein Arbeitslager im zweiten Weltkrieg, ein Treffen hoher militärischer Berater in Oslo im Jahr 1949, sowie die Jugoslawienkriege Ende des 20. Jahrhunderts. Wie diese miteinander in Verbindung stehen, erfährt der Leser im Verlaufe des Buches. Durch den dominierenden historischen Bezug steht der Mord im Jahr 2009 ein wenig im Hintergrund. Über lange Strecke wird mehr auf den geschichtlichen Kontext eingegangen. Dabei erzählt Jaklin spannende, tief gehende und bei uns weithin unbekannte Details der Besetzung Norwegens durch die Nationalsozialisten. Dabei weckt er auch immer wieder Interesse, auf eigene Faust weiter zu recherchieren, um noch tiefer gehende Informationen zu bekommen. Viele der erwähnten Personen und Begebenheiten ist tatsächlich so historisch belegt. Das Privatleben der handelnden Personen rückt für kürzere Phasen mehrmals in den Vordergrund, nur um kurz darauf wieder unwichtig zu werden. So bleiben die Akteure eher grob umrissene Skizzen, deren Zweck es ist, die Erzählung voranzutreiben und die historischen Verknüpfungen aufzudecken. Für "Tödlicher Frost" vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen und eine Schulnote 2. Für Leser mit historischem Interesse ist dieser Krimi sehr empfehlenswert. Wer aber keine Lust auf eine Geschichtsstunde hat, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen.

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  • Altertümlicher Mord

    Tödlicher Frost

    Tubby-1985

    26. March 2015 um 13:20

    Das Buch fängt richtig spannend an: Ein Mann wurde ermordet in der Scheune gefunden. Das ist an sich ja noch nicht sonderlich spannend, allerdings die Art wie er getötet wurde kommt nicht allzuoft vor. Er wurde mit einem alten Grabstein an den Füßen gehängt. Schnell wird herausgefunden, dass das wohl früher in den Konzentrationslagern die Menschen so bestraft wurden. Da sie aber an völliger Unterernährung gelitten haben ist das Genick nicht gebrochen, sodass sie ohne zusätzliche Beschwerung oft stundenlang hängen mussten. Das Buch selbst ist dann aber sehr dröge, denn es wechselt immer wieder aus den Kriegszeiten zur heutigen Zeit, es passiert aber irgendwie nichts. Ich bin als Leser nicht richtig warm geworden mit dieser Geschichte.

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  • Tödlicher Frost

    Tödlicher Frost

    Engel1974

    06. February 2015 um 18:42

    "Tödlicher Frost" ist der erste Band einer Serie ..."In der Nähe von Tromsø wird während der Polarnacht in einem Kuhstall ein Mann ermordet aufgefunden. Er wurde auf dem Heuboden an den Armen aufgehängt, Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass er gefoltert wurde. Der Afghanistan-Veteran Alexander Winther, der als Journalist bei der Zeitung Nordlys arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Sehr schnell sieht er Verbindungen zu Grausamkeiten, die sich vor sechzig Jahren am selben Ort abgespielt haben. An dem Ort, an dem die Deutschen 1942 ein Lager für jugoslawische Kriegsgefangene aufgebaut hatten, in dem Häftlinge auf brutale Art und Weise gefoltert und getötet wurden. Ein später Racheakt? Die Spuren führen ihn nach und nach auch zum Balkankrieg Anfang der 1990er Jahre – und zu einem streng gehüteten Staatsgeheimnis." Das Buch liest sich gut und flüssig und ist spannend. Bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzungen. Fazit: ein gut geschriebener und spannender Thriller.

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  • Anspruchsvolle Kriminallektüre

    Tödlicher Frost

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt: Oslo im Jahre 1949, ein Treffen des deutschen, norwegischen und schwedischen Militärs, welches vollkommen geheim war. Doch knapp 60 Jahre später sind nicht mehr die politischen Themen von damals von strebender Relevanz, sondern ein grausamer Mord! In einem Kuhstall nahe der norwegischen Stadt Tromsø wird ein zu Tode gefolterter Mann aufgefunden. Doch welches Ereignis, welches Gefühl kann einen Menschen zu solch einer grausamen Tat treiben …? Alexander Winther, Journalist der norwegischen Zeitung Nordlys und gleichzeitig Ex-Soldat und Afghanistan Veteran, versucht in diesem grausamen und abscheulichen Verbrechen zu recherchieren, doch schon bald steckt Alexander Winther immer tiefer in einem Mordfall der weiter in die Vergangenheit zurückreicht, als es ihm lieb ist ….! Meinung : Dies ist das Kriminaldebüt des norwegischen Autors Asbjørn Jaklin und was soll ich sagen, es mich mehr als positiv überrascht. Den dieser Spannungsroman, legt ein geschichtliches, historisches Niveau vor, wie man es leider viel zu selten im Spannungsgenre geboten bekommt. Denn der Autor Asbjørn Jaklin nimmt uns als Leser mit in eine Zeit um 1942 bis 1949, als Deutschland Norwegen besetzt hatte. Und gerade hier beginnt der so erschreckende, packende und den Bann ziehende Teil der Geschichte. Denn der Autor schafft es die Geschehnisse von damals glaubwürdig wiederzugeben und dies in einer intensiven und historisch korrekten Art und Weise. Und gerade die punktgenaue und so überzeugende Verknüpfung beider genau gegliederter Themen, macht diesen Spannungsroman nicht nur lehrreich, was die historischen Fakten betrifft, sondern auch überaus spannend, komplex und facettenreich ! Denn wie es der Autor schafft, beide Handlungsstränge miteinander zu verbinden, ist ganz großes und vor allem niveauvolles Kino ! Geradlinig und mit einem intelligenten Schreibstil, beschreibt Jaklin nicht nur den Standpunkt Skandinaviens im zweiten Weltkrieg, sondern er geht sehr viel mehr in die Tiefe, in die Tiefe einer Geschichte, die sich nach und nach zu einem unfassbar großen Ausmaß zusammensetzt, welches der Leser so nicht erwartet hätte. Sowohl die Charaktere wie auch die komplette bestimmende Atmosphäre des Buches, sind überzeugend und intensiv dargestellt und ausgearbeitet. Der Protagonist der Geschichte Alexander Winther ist gelungen und ist der perfekte Charakter der den Leser auf angenehme und doch spezielle Art durch den Roman führt. Nun zu meinen Kritikpunkten : Für mich gestaltete der norwegische Autor gerade am Anfang die Zeitsprünge zu abrupt und wenig flüssig, wobei sich dieser Umstand sehr schnell legte und dem Autor dies ab der Hälfte fast perfekt gelang ! Auch der Spannungsaufbau bzw. der Spannungsverlauf war am Anfang noch nicht ganz auf der Höhe eines Spannungsromans, wobei dies der komplexen Handlung und eben deren Aufbau zu schulden kommt. Fazit : Sonst ist dieser Spannungsroman ein wahrer Lesegenuss, denn er glänzt durch ein hohes sprachliches und geschichtliches Niveau und ist gleichzeitig doch niemals auch nur ansatzweise trocken oder langatmig. Ganz im Gegenteil, diese Geschichte zog mich als Leser sofort in ihren Bann und begeistert mit einer intelligenten Auflösung, die nicht nur überrascht, sondern den Leser auch auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ich vergeben 4 Sterne für einen wirklich gelungenen Spannungsroman, der mich fast gänzlich überzeugen konnte !

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    • 9
  • super spannender Krimi aus Norwegen

    Tödlicher Frost

    Jaq82

    01. February 2015 um 18:42

    "Tödlicher Frost" von Asbjørn Jaklin ist das erste Buche eine Reihe, die der Journalist, Historiker und Autor als Krimi geschrieben hat. Das Buch spielt in unterschiedlichen Zeitabschnitten von zweiten Weltkrieg bis quasi heute (2010) in Norwegen. Im Prolog wird eine Hinrichtung eines Gefangenen beschrieben, zu der im laufe des noch weiter Hintergrundinformationen kommen. Der Protagonist "Alexander Winther" ist ehemaliger Marinesoldat und was zum Einsatz in Afganistan, jetzt arbeitet er als Journalist bei der Zeitung und soll zusammen mit der Fotografin Tora, die für eine andere Zeitung arbeitet, einen Artikel über eine Toten schreiben, der im eine Kuhstall in Botn gefunden wurde. . Bzgl. des Mordes tappt die Polizei noch im dunklen. Wer ist der Tote? Die Spuren führen in die Vergangenheit. Es stellt sich Heraus das Botn im zweiten Weltkrieg ein Gefangenlager war in dem die Jugoslawen gefangen gehalten wurden und Hingerichtet wurden. Doch was hat das mit diesem Mord zu tun. In wie weit ist der SS-Offizier mit darin verwickelt? Was hat es mit der geheimen Konferenz 1949 auf sich? Und was haben die Ermittlungen des Internationalen Gerichtshofe in Den Haag damit zu tun. Wer diese Fragen beantwortet haben will muss diese Buch lesen. Es geht aber nicht nur um den Mord und um Krieg sondern auch die Zwischenmenschliche Ebene wird mit ausgelassen. Alex hat auch ein Privatleben und natürlich eine Vergangenheit.. Vivi ist seine Freundin. Tora ist seine Kollegin die nach Tromsø kommt um dort als Fotografin für die Zeitung zu Arbeiten. Beide Frauen sind Alex wichtig und die Beziehung zu beiden wird im buch auch beschrieben. Außerdem sind die Kriegszeiten nicht ganz spurlos an Alex vorbei gegangen, den er bekommt immer wieder Angstattacken. Dies mach Ihn für mich sehr menschlich. Die Geschichtlichen Ereignisse/Gegebenheiten stimmen und sind belegbar. Die Story dazu ist Fiktion und wurde spannen um die Kriegsgeschichte gebastelt. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher dieses Autoren und kann diese hier nur weiter empfehlen und vergebe daher die volle Punktzahl. Noch ein Punkt zu dem Cover. Dies hat mir persönlich sehr gut gefallen es passt gut zum Titel und zur Story. Durch seine Struktur der Schneeflocken fühlt es sich sehr gut an und der Glanzeffekt lassen es schön aussehen. Dies ist ein Blickfang.

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  • Tödliche norwegische Geheimnisse

    Tödlicher Frost

    hundertwasser

    07. January 2015 um 12:56

    Asbjørn Jaklin hat sich für sein erstes auf deutsch im Suhrkamp-Verlag erschienen Roman eines brisanten Themas angenommen. Er erzählt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringend von einem verdrängten Kapitel norwegischer Geschichte. Jugoslawische Zwangsarbeiter wurden in Norwegen in Zwangslagern interniert und starben grausame Tode. Eine dunkle Episode aus Norwegen, die Asbjørn Jaklin fiktionalisiert bearbeitet. Der Kriegsveteran und nun als Reporter arbeitende Alexander Winther stößt auf die Geschichte, nachdem auf einem Bauernhof ein Mann erhängt aufgefunden wurde. Die Spuren aus dem Leben dieses Mannes führen zurück in die Vergangenheit. Er kommt düsteren Geheimnissen auf die Spur, die man heute noch lieber verschweigt. Ist der Ansatz des norwegischen Autors für seinen Krimi sehr zu loben, kann die Bewertung für „Tödlicher Frost“ doch nicht positiv ausfallen: Das Problem an diesem Buch ist nur die Tatsache, dass die Bezeichnung „Kriminalroman“ auf dem Buch prangt. In meinem Verständnis geht dies mit einem Mindestmaß an Spannung im jeweiligen Buch einher. Doch leider lässt „Tödlicher Frost“ ein solches Spannungsmoment im ganzen Buch vermissen. Bis auf einen Miniaturmoment an Suspense im letzten Drittel des Buches ist der Titel eine spannungsfreie Abhandlung über die Verbrechen an Jugoslawen in Norwegen nach dem Zweiten Weltkrieg. Somit ist die Einordnung ins Genre des Kriminalromans nur bedingt nachvollziehbar.

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  • Tödlicher Frost

    Tödlicher Frost

    Themistokeles

    05. January 2015 um 11:36

    Für mich sehr auffällig, entspricht dieser Krimi ganz eindeutig nicht dem, wie ich zum einen einen Krimi im Allgemeinen erwarten würde und zum anderen auch nicht dem, wie ich bisher die Welt der skandinavischen Krimis kennengelernt habe. Sehr auffällig ist nämlich vor allen Dingen, dass der eigentliche Mordfall dieses Krimis eher nur nachrangig relevant ist und man eigentlich eher sehr viel Historisches erfährt und von diesen Aspekten deutlich vom aktuellen Fall abgelenkt wird. Die Spannung dieses Romans ist also allgemein nicht so hoch und wenn, ähnelt sie eher einer gewissen Neugier in Bezug darauf, wie sich die historischen Begebenheiten darstellten und auch, welche politische Brisanz das gesamte Thema hat. Verstärkt wird dieser Eindruck auch dadurch, dass man immer wieder Unterbrechungen der Erzählung der Gegenwart hat, in welchen Episoden der Vergangenheit aufgegriffen werden. Einem als Leser wird dadurch zwar der Zusammenhang von vielem schnell deutlicher, aber man muss solche Erzählungen mögen. Interessant ist es nämlich wirklich nur dann, wenn man ein gewisses Interesse für solche historischen Aspekte hat. Dazu kommt, dass die Auslösung des Mordfalls und die vielen weiteren Informationen, die man erhält, oftmals, was wohl auch einfach aus der Fülle an historischen Informationen resultiert, nicht allzu viel miteinander zu tun haben und nur ein Bruchteil wirklich relevant ist. Wobei mir der Mord eh ein wenig zu kurz, die Auflösung zu spät im Verlauf kam und auch nicht wirklich ein Ah-Gefühl aufkommen ließ. Ungewohnt ist auch, wie flach die Charaktere und ihre Hintergründe hier, im Verhältnis zu anderen skandinavischen Krimis bleiben, denn von ihnen erfährt man zwar manches, aber eher in den Maßen, wie man es aus deutschen oder amerikanischen Werken gewohnt ist, was ich durchaus auffällig fand. Für viele, sicherlich auch positiv, denn die stärker Fixierung auch auf die familiären Hintergründe der Ermittler und anderer Charaktere, ist nicht für jeden etwas. Doch muss ich auch sagen, empfand ich unter anderem Vivi und Tora als eher seltsame Charaktere, deren Handeln ich oft nicht nachvollziehen konnte. Ein kleines bisschen gestört hat mich auch, dass ab und an eine sehr seltsame Art von Sprache verwendet wurde. Vor allen Dingen von Alexanders Chef, oder was auch immer dieser Mann genau sein sollte. Vielleicht reden die Menschen in diesem Business so, aber mir kam es doch arg überzogen vor, hat diesen Charakter auch unsympathisch gemacht, was es wohl auch sollte, mir aber nicht so wirklich gefallen. Allgemein ein sehr spezieller Krimi, den man ehrlich nur lesen sollte, wenn man sich für Historisches interessiert, denn ansonsten wird er einem wohl eher nicht so wirklich gefallen.

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  • Eiskalt enttäuscht

    Tödlicher Frost

    Zhunami

    05. January 2015 um 09:58

    Diesem Roman habe ich mit großer Erwartung und Vorfreude entgegen gesehen. Die Leseprobe war sehr interessant und gut ausgewählt, und die Thematik fand ich auch sehr spannend. Nachdem ich "Tribunal" gelesen hatte, war ich mit einigen Aspekten des Bosnienkrieges bereits vertraut. In "Tödlicher Frost" werden diese Themen erneut aufgegriffen und mit Begebenheiten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges vermischt. Die Geschichte startet recht unverblümt mit einem Mord in Norwegen, die Spur führt zu einem alten Friedhof, der im Zusammenhang mit einem norwegischen Vernichtungslager aus dem Zweiten Weltkrieg stammt. Das fand ich sehr interessant, denn mir war bis dato war nicht bewusst, dass es auch in Norwegen Vernichtungslager gegeben hat. Man kann also noch ein bisschen was dazulernen. Die Handlung des Kriminalromans wechselt immer wieder zwischen zwei Ebenen, einerseits spielt sie in der Vergangenheit. Man lernt hier einen hochrangigen SS-Offizier, seine Ansichten und Taten kennen. Die zweite Ebene spielt im Norwegen der Gegenwart und dreht sich um den Reporter Alex, der in den Ereignissen um den rätselhaften Mord recherchiert und dabei natürlich auf die Vergangenheit stößt. Das alles wäre ein hervorragendes Material für einen spannenden Krimi geworden, leider wurde dies dann aber überhaupt nicht umgesetzt, wie ich mir das erhofft hatte. Die Sprache des Autors ist leicht verständlich, zum Teil aber nicht nachvollziehbar bzw. der Zeit angemessen. Die Dialoge der Figuren sind platt, wirken sehr konstruiert und sind teilweise so schlecht strukturiert, dass man große Probleme dabei hat, nachzuvollziehen, wer überhaupt gerade spricht. Ich musste mehrfach von vorn lesen und zum Teil durchzählen, um zu verstehen, welche Person gerade was gesagt hat. Dazu kommt, dass die Charaktere sehr wenig Tiefe haben, eigentlich überhaupt keine, mit Ausnahme des Protagonisten, von dem man wenigstens erfährt, das er an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, weil er im Einsatz in Afghanistan war. Die Vermischung des Bosnienkrieges mit dem Zweiten Weltkrieg hätte genial werden können, war aber einfach nur verwirrend und zum Teil nicht nachvollziehbar. Viele Situationen, die sich als interessant hätten herausstellen können, wurden begonnen und dann einfach nicht zuende geführt (z.B. die merkwürdige Beziehung des Protagonisten zur Fotografin Tora). Man hat das Gefühl, der Autor hatte eine Idee und hat sie dann einfach ad acta gelegt und nicht weitergeführt. Die Charaktere sind halt "einfach da", aber man hat nie das Gefühl, dass sie tatsächlich auch eine Rolle spielen. Dadurch kommt gar kein richtiger Lesefluss zustande, es gibt keinen Spannungsbogen, und auch das Ende und die Zwischenereignisse sind so abgehackt und platt, dass die letzten Seiten wirklich nur noch Quälerei waren. Leider kann ich für diesen Roman keine Leseempfehlung aussprechen und vergebe nur knappe zwei Sterne.

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  • Etwas unterkühlt

    Tödlicher Frost

    Fornika

    15. December 2014 um 10:29

    Tromsø, 2009: der ehemalige Berufssoldat Alexander Winther ist inzwischen als Volontär bei der Zeitung gelandet. Er soll eine Reportage über einen brutalen Mord schreiben. In einem alten Kuhstall wurde ein Mann erhängt, beschwert mit einem Steinkreuz, das von einem prekären Ort stammt: dem Friedhof des Lager Botn. Eines der größten Arbeitslager der Nazis in Nordnorwegen. Oslo, 1949: Reinhardt Stuckmann wird zu einer Konferenz des militärischen Abschirmdienstes Norwegen gerufen. Denn die Bedrohung durch Stalin ist für die Norweger groß, die Angst vor einer Invasion auch; Stuckmann hat aufgrund seiner Vergangenheit besondere Kenntnisse der Gegend und soll nun als Berater fungieren. „Tödlicher Frost“ ist als Auftakt einer Serie gedacht und ein Krimi, der sich lange, lange Zeit lässt um in Fahrt zu kommen. Ich sage das wirklich selten über ein Buch, aber hier habe ich mich streckenweise tatsächlich gelangweilt. Jaklin lässt die Geschichte auf der Stelle treten, erzählt ausgiebig wie oft Winther auf der Toilette war oder welchen Wein er wo getrunken hat. Das mag als nähere Charakterisierung gedacht sein, war für mich aber total überflüssig. Winthers Charakter wird vor allem durch seine militärische Vergangenheit geprägt, er leidet noch heute unter Panikattacken. Das scheint auch der einzige Charakterzug zu sein, dem in Jaklin zugesteht, weder Winthers Liebesleben noch sein Verhalten bei einem Todesfall haben ihn mir irgendwie näher gebracht. Er bleibt einfach immer der Exsoldat und sonst eine ziemlich blutleere Figur. Die Hauptfigur des zweiten Handlungsstranges, Stuckmann, blieb mir ebenso fremd, denn dieser Strang ist nicht ganz so ausführlich wie der um Winther. Der Erzählstil von Jaklin ist ziemlich distanziert und nüchtern; zwischenzeitlich scheint er immer mal wieder den roten Faden der Geschichte aus den Augen zu verlieren, sodass er ihn erst mühsam wiederfinden muss. So ganz rund ist die Story für mich nicht. Auch wenn mich dieses Buch stellenweise gut unterhalten hat und ich einiges über Hitlers Blutstraße im Norden gelernt habe, konnte es mich doch nicht wirklich überzeugen. Eine Serie brauche ich definitiv nicht.

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