Asfa-Wossen Asserate Deutsche Tugenden

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Inhaltsangabe zu „Deutsche Tugenden“ von Asfa-Wossen Asserate

Asfa-Wossen Asserate - äthiopischer Prinz und Erforscher der menschlichen Umgangsformen - wendet sich wieder einem seiner Lieblingsthemen zu: den Deutschen. Nach seinen Erfolgsbüchern Manieren und Draußen nur Kännchen nimmt er nun die Tugenden jenes Volkes unter die Lupe, das ihm seit den siebziger Jahren zur zweiten Heimat geworden ist. Da mag das Thema Pünktlichkeit nicht weiter überraschen, aber schon die Anmut der Deutschen schien bislang nicht weiter der Rede wert. Doch Asfa-Wossen Asserate hat noch weitere deutsche Tugenden im Blick. So finden sich neben den "Klassikern" Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein auch Erfindergeist,
Naturverbundenheit, Toleranz und noch manch andere Haltung, die man so ohne weiteres den Deutschen nicht zuschreiben würde - Humor und Zivilcourage beispielsweise. Wie es dem schriftstellerischen Temperament des Adelbert-von-Chamisso-Preisträgers entspricht, beschreibt er humorvoll, gelehrt und unterhaltsam, was ihm beim Studium der Deutschen an liebenswerten und manchmal auch kuriosen Eigenschaften aufgefallen ist. Sein souveräner Überblick über Geschichte und Kulturgeschichte der Deutschen erlaubt ihm den Vergleich seiner Zeitgenossen mit den Deutschen früherer Zeiten - mit Dichtern, Königen, Philosophen und sogar mit unseren Ahnherren, den alten Germanen. Und er macht dabei anschaulich, dass Tugend und Laster manchmal nur einen Schritt weit auseinanderliegen.

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    Deutsche Tugenden

    WinfriedStanzick

    27. May 2013 um 09:09

    Ganz erstaunliche Beobachtungen macht der seit über vierzig Jahren in Deutschland lebende äthiopische Prinz Asserate und kommt zu bemerkenswerten Erkenntnisse, wenn er sich auch in seinem neuen Buch einem seiner Lieblingsthemen zuwendet: den Deutschen.   Dieses Mal haben es ihm die „Deutschen Tugenden“ angetan, die er mit großem kulturgeschichtlichem Wissen in einem durchweg positiven Gestus beschreibt. Erstaunlich ist auf den ersten Blick ins Inhaltsverzeichnis, dass neben den typisch für deutsch gehaltenen Tugenden wie Fleiß, Ordnungsliebe und Pünktlichkeit, auch Tugenden erwähnt und beschrieben werden wie Bescheidenheit, Humor, Toleranz, Anmut und Zivilcourage.   In einer distinguierten, sehr anspruchsvollen, an manchen Stellen auch ein wenig antiquiert daherkommenden Sprache kann man als Leser in einen unterhaltsamen Spiegel schauen, die ihn in viele bislang unbekannte Landschaften deutscher Kultur und Selbstverständnisses führt.    

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  • Gängige und exotische Betrachtungen deutscher Eigenarten

    Deutsche Tugenden

    michael_lehmann-pape

    04. April 2013 um 14:38

      Es ist seit längerem bereits Asserates „Markenzeichen“ als einer, der seit langem im Land lebt und dennoch ganz andere Wurzeln seine eigenen nennt, quasi eine Durchmischung von „Innen- und Außensicht“ des Landes zu geben.   Wobei für dieses neue Buch der Titel nicht ganz glücklich gewählt scheint, zumindest nicht, was die gängigen Assoziationen zum Wort „Tugenden“ angeht. Vielfach nämlich betrachtet Asserate in seiner bedächtigen, klugen und humanistisch gebildeten Art und Weise eher „Eigenarten“ aus seiner Sicht.   Sehr schön abzulesen ist dieses „weniger um Tugenden“ gehende, wenn sich Asserate sehr gediegen über die „Trinkfestigkeit“ auslässt, auf Goethe und Schiller zurückgreift, eigene Erinnerungen aus seiner Zeit als Burschenschaftler bemüht und das ganze noch in einen Vergleich mit der „britischen Trinkkultur“ hinein setzt. Zunächst ist offen, ob Asserate hier wirklich eine „Tendenz der Deutschen“ auf den Punkt bringt oder doch eher vergangene „Miefigkeit“ auch der Bonner Republik mit ihren „trinkfesten Mannsbildern“. Dies mag nun noch jeder Leser bei der durchaus vergnüglichen Lektüre für sich entscheiden. Aber im klassischen Sinne eine „Tugend“ ist „Trinkfestigkeit“ nun weniger.   Auch Asserates sehr sachkundige und emotional verbundenen Einlassungen zur Fülle der klassischen Musik, der Bachs, Beethovens, Händels (der im Buch sehr geschätzte Mozart war im Übrigen Österreicher) inklusive seiner distanzierten Haltung zu Wagner ist nun doch weniger als eine „Volkstugend“ (oder wie immer man das auch nennen mag) zu verstehen, eher vielleicht als „kulturelle Prägung“.   Andere Themen wie die Ordnungsliebe, Pünktlichkeit, Pflichtgefühl fallen allerdings durchaus in den Bereich der Primär- und Sekundärtugenden klassischer Einordnung.   So ergibt sich im Gesamten zunächst ein Sammelsurium von durchaus „öffentlich sichtbaren“ Themen und Eigenarten (die allerdings nicht ehr in Gänze auf „die Deutschen“ zutreffen“), die Asserate in seiner bedächtigen, schönen Sprache beleuchtet und durchaus auch als Spiegel vor die Augen setzt. Die Erfindung des „Leitz-Ordners“, wo sonst, als in Deutschland hätte dies geschehen können. Das Loblied des Fleißes und die hohe Wertigkeit der Arbeit, hier trifft Asserate durchaus eine ganze „Zeitprägung“ nicht erst der Nachkriegszeit.   Erfindergeist, Anmut, Freiheitsliebe, die vielbesungene „Gemütlichkeit“, Sparsamkeit, Treu. Und Redlichkeit, breit ist das Themenspektrum und sind die Stichworte, denen Asserate nachgeht und zu deren jedem ihm Teile der historischen Entwicklung und ihre Bedeutung für die ein oder andere „Breite“ leicht aus der Hand fließen. Eine höhere Differenzierung, die dem aktuellen Stand im Land angemessen wäre allerdings fehlt ein stückweit doch.   So verbleibt alles in allem eine Sammlung von Einsichten und persönlichen Bewertungen, die hier und da antiquiert wirken, sprachlich aber immer treffend dargelegt werden und im Gesamten dann doch zumindest eine traditionelle „Mentalitätsentwicklung“ in sich zu fassen vermögen. Eine flüssige und vergnügliche Lektüre allemal, wenn auch nicht in jedem Punkt aktuell getroffen.

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