Asfa-Wossen Asserate Draußen nur Kännchen

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Inhaltsangabe zu „Draußen nur Kännchen“ von Asfa-Wossen Asserate

Wie ein äthiopischer Prinz lernte, sich mit deutschem Filterkaffee zu arrangieren

Asfa-Wossen Asserate zeichnet ein Porträt seiner deutschen Wahlheimat, ihrer Bewohner und ihrer Eigenheiten – ganz persönlich und aus vielen überraschenden Blickwinkeln, in unterhaltsamen Anekdoten und Ausflügen in die Geschichte. Seine Sichtweise ist keineswegs unkritisch, aber immer wohlwollend. Mit Nachsicht blickt er auf unsere Schwächen, stolz unterstreicht er Stärken, und aus jeder Zeile spricht seine Zuneigung zu diesem Land, das er in der Zeit seines Exils kennen und schätzen gelernt hat. »Draußen nur Kännchen« ist eine Hommage an Deutschland aus der Sicht eines »Zugereisten«, der hier Wurzeln geschlagen hat.

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  • eBook Kommentar zu Draußen nur Kännchen von Asfa-Wossen Asserate

    Draußen nur Kännchen

    Claus Coester

    29. March 2014 um 21:09 via eBook 'Draußen nur Kännchen'

    Ein wunderbares Buch, Asserate hat ein weiteres kulturhistorisches Buch geschrieben, mit viel Esprit, angenehm zu lesen und mit einem breiten Hintergrundswissen. Kann man nur weiter empfehlen.

  • Rezension zu "Draußen nur Kännchen" von Asfa-Wossen Asserate

    Draußen nur Kännchen

    Günter Landsberger

    21. February 2011 um 12:10

    Deutschland kännchenweise / Ein Prinz serviert seine deutschen Fundstücke Wer unter anderem wissen will, wie es heute um den Kaffee, das Bier, die Sprache, die Nationalhymne, die Küche, die Manieren der Geschäftsleute, den inneren Schweinehund und die Presse in Deutschland bestellt ist und dies aus dem Munde eines weltkundigen und belesenen äthiopischen Prinzen mit deutschem Pass erfahren möchte, der greife zu diesem Buch des Historikers, feuilletonistischen Schriftstellers und Zeitzeugen Asfa-Wossen Asserate – und wird anschließend kaum enttäuscht sein. Schon sprachlich ist dieses Buch ein Gewinn. Es liest sich leicht und angenehm, es unterhält gepflegt plaudernd und belehrt, ohne zu belehren. Man kann in diesem Buch neugierig unaufgeregt blättern, es da und dort anlesen und sich in ihm festlesen. Die Reihenfolge der Kapitel, die mit lockend verrätselten Titeln versehen sind, scheint keine große Rolle zu spielen. Immerhin: Mit der Redensart im Titel „Der Kunde (also auch der in einer Buchhandlung, GFL) ist König“ wird diese muntere Feuilleton- und Essaysammlung eröffnet und mit dem musterhaft zwischen Anekdotischem und Empirischem, zwischen Vergangenheitsbericht und eigenen Gegenwartsbeobachtungen angesiedelten Essay „Mein Migrationshintergrund“ wird der Band ganz aktuell - noch aktueller, als zu Anfang gedacht - beschlossen. Das 13. dieser insgesamt 16 feuilletonistischen Essays hat dem ganzen Buch den Gesamttitel „Draußen nur Kännchen“ ermöglicht, eine auch rein ästhetisch sehr ansprechende Entscheidung mit Folgewirkung, da dadurch der Einfall, hinter jedes Kapitel, hinter jeden Essayschluss, als anmutigen Haltepunkt ein stilisiertes schwarzes Kaffeekännchen zu setzen, mehr als gerechtfertigt erscheint. Auch das typisch durchbrochene Kaffeekannendeckchen mit zugehörigem Löffel, das biedermeierlich-betulich den Einband ziert, hat hier seinen Hinter- und Rechtfertigungsgrund. Dass diese Harmlosigkeit nur eine des allerersten Blickes ist, wurde mir sofort deutlich, da ich schon einmal ein Buch mit vergleichbarem Einband in Händen gehalten habe, auf dem jedoch ein garstiger bräunlicher Fleck eingearbeitet war, den man zunächst für einen Kaffee- oder Fettfleck eigenen Verschuldens anzusehen bereit ist, ehe man unruhig beruhigt feststellt, dass dieser Fleck von Anfang an vorhanden war. Von Leopold Federmair stammte dieses Buch und hatte den denkanstößigen Titel „Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie“ (Salzburg 2005). Späte Wirkung: Durch die Erinnerung an den Einband dieses Federmair-Buches hatte für mich auch das Asserate-Buch mit seinem vorderen Einband-Verweis auf Niedlich-Provinzielles von Anfang an seine Unschuld verloren.

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  • Rezension zu "Draußen nur Kännchen" von Asfa-Wossen Asserate

    Draußen nur Kännchen

    Lupus

    08. December 2010 um 17:31

    In angenehmem Plauderton widmet sich Asserate den Besonderheiten der deutschen Kultur: Dem "inneren Schweinehund", der Deutschen Bahn und ihrer Pünktlichkeit, den regionalen Unterschieden sowie der nationalen Identität. Kenntnisreich und humorvoll erläutert er die Hintergründe unserer Marotten, die ihn, den Afrikaner, seit Kindertagen begleiten. Als Angehöriger des äthiopischen Kaiserhauses wurde er von einem deutschen Kindermädchen erzogen und besuchte die Deutsche Schule in Addis Abeba. Später studierte er in Tübingen und wurde mit der Revolution in seinem Heimatland, quasi über Nacht, Exilant in der Bundesrepublik. Das Buch ist eine Liebeserklärung an unsere Kultur, ein klares Bekenntnis zu unserem demokratischen Staatswesen und ein Plädoyer zum unverkrampften Umgang mit unserem Deutschtum. Aufschlussreich, gemütlich und mit einem Augenzwinkern verfasst!

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  • Rezension zu "Draußen nur Kännchen" von Asfa-Wossen Asserate

    Draußen nur Kännchen

    Ailis

    13. November 2010 um 09:32

    Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus äthiopischem Hause, lebt nun seit Ende der 60er in Deutschland, nennt seit 40 Jahren Frankfurt am Main seine neue Heimat. Neue Heimat, weil die Revolution in der alten Heimat ihn ins Exil zwang. 1968 kam er zum Studium nach Tübingen, damals stand nie zur Debatte, dass er für immer bleiben könnte - nach Beenden seines Studiums wollte er zurück in die Heimat, zur Familie. Doch die kommunistische Revolution in Äthiopien sollte dies unmöglich machen. Seit 1981 besitzt Asserate nun die deutsche Staatsbürgerschaft, nachdem sein Pass von der äthiopischen Regierung eingezogen worden war. Aber warum entschied er sich ausgerechnet für Deutschland als zweite Heimat? Wer dieses Buch gelesen hat, der weiß es! "Draußen nur Kännchen" ist eine Essaysammlung über Asserates "deutsche Fundstücke". Manche Erlebnisse auf deutschem Boden waren für ihn nichts Neues oder Unerwartetes, da er schon von Kindesbeinen an mit Deutschem in Verbindung stand: er hatte deutsche Kindermädchen und Erzieherinnen, er besucht die deutsche Schule in Addis Abeba, hatte deutsche Lehrer und die Unterrichtssprache war ebenfalls deutsch. Man sollte meinen, damit sei er gut vorbereitet - war er auch, doch manches wurde doch zu einem kleinen Kulturschock. Diese Erlebnisse und Erfahrungen werden von Asserate stets mit einem kleinen Augenzwinkern und spürbarer Zuneigung zu diesem Land und seinen Bewohnern erzählt. Und so trägt er Begebenheiten, Anekdoten, aber auch Nachdenkenswertes aus dem deutschen Kulturkreis zusammen, so dass von der Liebe zur Kartoffel und zum Brot, über die Manieren in der Geschäftswelt oder in den Medien, bis hin zur deutschen Sprache ein Vielfaches an Themen abgedeckt wird. Manches ließ mich schmunzeln, wie zum Beispiel seine Aufzählung der zahlreichen Begriffe für das Brotendstück, manches entlockte mir ein Stirnrunzeln, wie die Behauptung, jede Frau möge es, mit Handkuss begrüßt zu werden, und manches machte mich nachdenklich, wie zum Beispiel seine Ausführungen über fehlendes Zeremoniell im öffentlichen Leben. Ich habe also geschmunzelt, gelacht, nachgedacht und manchmal auch den Kopf geschüttelt - das nenne ich eine lohnende Lektüre! Besonders auch, weil die Texte sprachlich von exzellenter Qualität sind.

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