Asfa-Wossen Asserate Manieren

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Inhaltsangabe zu „Manieren“ von Asfa-Wossen Asserate

»Wundervoll zeigt uns der afrikanische Prinz mit einem wahrhaft proustischen Blick auch die komischen Seiten aller Umgangsformen.« Gustav Seibt in ›Literaturen‹ Die europäischen Sitten in ihrer deutschen Spielart sagen mehr über uns, als wir gemeinhin glauben. Über die Zähigkeit der Manieren kann man sich wundern, ärgern oder freuen. Doch lohnt es sich, intelligent mit ihnen umzugehen. Ist der Handkuss peinlich? Kann man den Spießer loben? Stirbt das Kompliment aus? Gibt es heute noch Damen und Herren oder ausschließlich Männer und Frauen? Solche und hundert andere Fragen werden hier mit viel Charme und Witz erörtert. Dabei liegt es dem Autor fern, dem Leser Vorschriften zu machen. Die ungeschriebenen und doch so wichtigen Regeln unseres Zusammenlebens fasst er indes genau ins Auge. Und so tritt viel zutage, was uns nachdenklich macht. »Der beste Kenner eines Landes und seiner Gesellschaft«, schrieb einst der große Soziologe Georg Simmel, »ist der Fremde, der bleibt.« Asserate, ein äthiopischer Prinz, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, ist ein solcher Fremder.

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  • Faszinierender Gesellschaftsspiegel und Lesegenuß

    Manieren
    Faidit

    Faidit

    25. February 2014 um 10:03

    Keine Anleitung für das Einbleuen höflicher Verhaltensregeln, aber das Vermitteln einer starken inneren Haltung und von Respekt, sowohl gegenüber der eigenen Kultur als auch der gegenüber fremden Gesellschaften. Mich hat neben der Eleganz und Feinheit seines deutschen Sprachausdruckes besonders der ungeheuere Wissensschatz, den der Autor vermittelt, begeistert. Faszinierende Leistung eines Mannes, der erst im Erwachsenenalter in Deutschland ansässig wurde und doch aus einem völlig fremden Kulturkreis stammt. Chapeau!

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  • Rezension zu "Manieren" von Asfa-Wossen Asserate

    Manieren
    Ulf_Borkowski

    Ulf_Borkowski

    01. March 2011 um 19:44

    Ein Benimmbuch darf der Leser nicht erwarten. Aber einen lehrreichen Einblick in die deutschen Sitten gibt dieses sprachlich pointierte Werk allemal. Wenn auch -wohl zu Recht- oft der Eindruck entsteht, dass es sich bei den von Asserate beschriebenen Umgangsformen eher um diejeniegen einer kleineren (Ober-) Schicht handelt, in denen sich der Leser sicherlich mitunter nicht wiederfinden kann, so schafft er es doch Interesse für die oft zu Unrecht verschmähten und vergessenen Manieren alter Schule zu wecken. Gespickt mit allerlei Anekdoten aus der Kindheit des Autors im Umfeld des äthiopischen Kaiserhofes, die durchaus Interesse mehr wecken, schafft es der Autor vor allem durch die Ästhetik seiner Sprache zu überzeugen.Wenn auch stellenweise etwas langatmig, ist „Manieren“ doch eine vorzügliche Ethnologie deutscher Sitten. Das Unverständnis des Autors für Knotentanz sei ihm verziehen.

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  • Rezension zu "Manieren" von Asfa-Wossen Asserate

    Manieren
    Avatarus

    Avatarus

    08. May 2010 um 01:13

    Ein tolles Buch zu Manieren. Hier werden keine genauen Anleitungen zu einzelnen Lebensbereichen gegeben, sondern lediglich die Ansichten eines einzelnen Prinzen zu dem Thema. Sehr interessant, sehr umfassend. Kann man sich einiges von annehmen. Wenn man das tun würde, wäre die Welt ein besserer Ort.

  • Rezension zu "Manieren" von Asfa-Wossen Asserate

    Manieren
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. April 2009 um 23:34

    Die Höflichkeit entstand sprichwörtlich an den Höfen. Der adlige Lebensstil schuf eine Eleganz, die kein Bürger, sei er auch noch so reich, geschmackvoll oder gar ein Dandy, jemals erreichen konnte. Was man heute als glamour bewundert, ist maßlos vulgär, wenn man den Glanz des ancien règime als Maßstab nimmt.

  • Rezension zu "Manieren" von Asfa-Wossen Asserate

    Manieren
    glowinggloom

    glowinggloom

    18. January 2009 um 15:58

    Der Autor mußte, als Angehöriger des äthiopischen Kaiserhauses, seine Heimat 1974 fluchtartig verlassen, und lebt seitdem in Deutschland. Bei diesem Buch handelt es sich keineswegs um eine simple Auflistung von Verhaltensregeln, sondern um eine umfangreiche Kulturgeschichte der menschlichen Umgangsformen. Asserate schreibt ein meisterliches Deutsch, auch witzig und anekdotenreich. Nicht nur merkt man an keiner Stelle, daß das Buch von einem Immigranten verfaßt worden ist, vielmehr fällt auf, wie filigran er das Deutsche beherrscht. Der Autor erweist sich als ein Kenner der Materie, mit weitem historischem und kulturellem Horizont. Die Lektüre dieses Buches ist ein Genuß.

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  • Rezension zu "Manieren" von Asfa-Wossen Asserate

    Manieren
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 16:22

    Ein Buch für Persönlichkeiten Mal ehrlich: Irgendwie hat das schon was. Die Welt unter funkelnden Kristalllüstern, wo der Handkuss noch zelebriert wird, wo formvollendete Höflichkeit herrscht und man an der festlichen Tafel diniert. Ach ja ... Aber dazu nötig: Manieren. Feine Leute soupieren, während die große Masse nur isst. Anders als es der Titel des Buches vermuten lässt, hat Asserate jedoch kein Regelwerk des Verhaltens verfasst. Also nichts für Neureiche, die einen Schnellkurs in gesellschaftlichem Verhalten brauchen. Dafür ist das Buch geistig viel zu fordernd. Dem Autor geht es vor allem um eines: um das "Herausbilden eines bestimmten Menschentypus", um den "menschlichen Charakter". Asserates Manierenstudie ist eine Reise durch die Geschichte Europas, die er mit vielen Anekdoten von selbst erlebten Situationen würzt. Er macht sich darüber auch lustig. Viele Verhaltensweisen von heute leitet er aus Mythologien der Antike und des Mittelalters her. Seine Interpretationen sind interessant, wenn auch nicht wissenschaftlich fundiert. Die Lektüre der 370 Seiten gestaltet sich größtenteils leicht und lehrreich zugleich. Er hat eine Hilfe zur Persönlichkeitsbildung geschrieben. Wo andere mit modernen Personality-Floskeln um sich werfen, setzt er den verstaubten Begriff der "Ehre" dagegen - und füllt ihn mit neuem Leben. Außerdem ist es angenehm, dass er sich bemüht, niemals oberlehrerhaft oder moralisierend zu wirken.

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