Ashley Gilmore

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Rezension zu "Tania (Rapunzels Tochter): Princess in love 5" von Ashley Gilmore

Kein Märchen für mich
DaisiesDaffodilsAndOtherLettersvor 7 Monaten

Liebe Daffy, 

ob du es glaubst oder nicht – und nach meinen letzten beiden Briefen über Lizzy und Rosaly, glaubst du es wohl eher nicht – habe ich mich dazu entschlossen, Ashley Gilmore noch eine Chance zu geben. Dieses Mal habe ich nicht der Reihenfolge nach entschieden, sondern mir den fünften Band ihrer Prinzessinnenreihe geholt: Tania. Rapunzels Tochter. Wie auch die anderen Bücher ist dieses im Selfpublishing erschienen, wobei ich wieder kein Jahr ausmachen konnte. Ich kann diesen Brief nicht ohne Spoiler schreiben. Wenn du die Reihe erst kennen lernen möchtest, schau dir bitte  meinen Brief zu dem Buch über Lizzy an.


Ausgangslage der Geschichte

Ashley Gilmore hat sich die Prinzessinnen des Disneyuniversums geschnappt und Fanfictions rund um deren Töchter gesponnen. Nach dem Abschluss der „Crown School“ müssen sie das Märchenland verlassen und ein sechsmonatiges Praktikum – ein „Magical“  – in der realen Welt absolvieren. Am Ende stellt sich die Frage, ob sie nach „Fairyland“ zurückkehren oder ihren Traumprinzen in unserer Welt gefunden haben und bleiben.


Inhalt

Tania kann wunderschön singen. So schön, dass ganz „Fairyland“ den Atem anhält, wenn sie auftritt. Da kommt es doch mehr als gelegen, dass sie ihr „Magical“ in Nashville verbringen wird. Hier wird Countrymusik groß geschrieben und Tania bekommt gleich eine Anstellung als Barsängerin. 


Handlung

Du wirst dich nun fragen, was das für eine komische Inhaltsangabe war. Ich habe versucht, so wenig wie möglich zu sagen und doch ausreichend, damit du einen Überblick über die Geschichte kriegen könntest. Ashley Gilmore lässt ihren Geschichten nämlich nicht unbedingt viel Raum zur Entwicklung. Auch diese Geschichte umfasst gerade einmal 150 Seiten. Bis Seite 37 befinden wir uns noch in „Fairyland“, Tania bekommt ihren „Magical“-Ort mitgeteilt, wir lernen, dass ihre beste Freundin die Tochter von Arielle ist und dass sie sehr gut singen kann. Auch ihre Eltern lernen wir kennen, doch dazu später mehr. 

Das Ankommen in Nashville und ein Etablieren der Geschichte erfolgt auf den Seiten 41 bis 98. Danach machen wir einen Sprung auf einen späteren Zeitpunkt (S.101-147), um dann mit einem Epilog zu enden, welcher wieder einen Zeitsprung darstellt. 

Warum erläutere ich das so ausführlich? Weil die LeserInnen sehr viel glauben sollen, was Ashley Gilmore behauptet. Wir bekommen von der Entwicklung nichts mit. Die Zeitsprünge müssen als Legitimation der behaupteten Umstände herhalten. Ich habe große Probleme damit, Sympathien für die Geschichte und die Charaktere zu entwickeln, wenn ich sie gar nicht kennen lernen darf. 

Auch innerhalb dessen gibt es Handlungsstränge, die mir nicht nachvollziehbar erschienen. 

Rapunzel erzählt ihrer Tochter, dass sie bei ihrer Geburt verflucht wurde. (S.35) Küsst sie den „falschen“ Mann, würde sie ihre Singstimme verlieren. Klingt das für dich auch wie ein Zusammenprall von
Dornröschen und Arielle? Es erschließt sich mir nicht, warum dieses Element in einer Rapunzel-Geschichte Eingang finden musste. 

Die Prinzessinnen haben die Aufgabe, den Glauben an das Gute und die Alltagsmagie in der realen Welt wieder hervorzubringen. Davon spürt man in dieser Geschichte gar nichts. Lizzy hatte Geschichten erzählt und Rosaly Hochzeiten arrangiert, um Positivität in die Welt zu tragen. Tania singt nur...also theoretisch. Wir sehen sie nicht auftreten und Gutes in der Welt mit ihrer Stimme bewirken. Sie singt am Lagerfeuer mit einer Familie oder hat einen Auftritt in der Bar, doch bis auf eine Beweihräucherung Tanias, weil sie so toll ist, passiert nichts, um den Glauben an Märchen in den Menschen zu verankern. Sie singt so klasse, dass alle sabbern und soll sich noch sexy Kleidung zulegen (S.77) – das bringt also den Glauben an das Märchenhafte? 

Zurück zu der Sache mit dem Kuss der wahren Liebe. Tania küsst tatsächlich einen Mann, der nicht ihr Märchenprinz ist und verliert ihre Stimme. Doch das Problem ist schnell gelöst und sie küsst den Jungen, den sie von Anfang an als ihren Bruder/ besten Freund angesehen hat und siehe da, er ist der Richtige. Tania hat doch aber nie romantische Gefühle für ihn entwickelt?! Nun ja, wir sind nun aber schon auf Seite 146 und die letzte Seite naht. Er ist der Mann ihrer Träume und folgt ihr ins Märchenland, wo sie sicher bis zum Ende ihrer Tage leben werden. Er hat seine Familie verlassen und sie an erste Stelle gesetzt. Hoffentlich ist sich Tania dessen bewusst und sie verhält sich ihm gegenüber angemessen, denn verliebt hat sie sich ja nie in ihn und es wirkt nun leicht wie eine Zwangshochzeit. 


Figuren

Damit komme ich auch direkt zu einem Punkt, der mich sehr beschäftigt hat: Die Figuren. Ich habe sie schon ein wenig umrissen und du wirst meine Antipathie gespürt haben. In meinen vorherigen Briefen schrieb ich schon von meiner Überraschung, wie schwach ich die Eltern dargestellt fand. Auch hier konnte ich nur dasselbe feststellen. Dabei habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob ich wirklich eine Fanfiction über die Disney-Prinzessinnen lese. 

Bei Cinderella und Prinz Charming ist das vielleicht noch nicht ganz eindeutig zuzuordnen. Doch der Mann von Dornröschen hieß Philipp (sic!), was eindeutig auf den Disneyfilm zurück geht. Zusätzlich dazu sei gesagt, dass Tania immer Lieder aus Disneyfilmen singt (z.B. „Someday My Prince will come“, S.31). Somit haben wir es hier mit Rapunzel und Flynn/ Eugene zu tun. Wer den Film aus dem Jahr 2010 gesehen hat, weiß, dass dieses Paar energetisch, lustig und teilweise furchtlos ist. Ashley Gilmores Rapunzel ist nur am Heulen und Jammern. (S.32ff.) Diese doch sehr auseinander driftende Darstellung dürfte vielleicht auch erklären, warum Tania so ganz anders ist, als Disneys Rapunzel. 

Wenn ich spekulieren darf und meine eigene Fanfiction entwickele, würde ich sagen, dass diese ihr Kind niemals zu Überheblichkeit und dem Drang zu Luxus und Vorurteilen erziehen würde. Ihr Ehemann ist ein gesuchter Dieb, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, sie selbst eine gekidnappte Prinzessin, die von einer bösen Hexe aufgezogen und jahrelang belogen wurde. Sie ist trotz allem nicht abwertend, als sie mit einer Runde Verbrechern singt und tanzt, sondern akzeptiert jeden wie er ist. Das war mein kleiner Ausflug in den Disneyfilm, damit du verstehst, warum ich von Tania so schockiert war. 

Sie benimmt sich wie eine verzogene Göre und ist jeder Situation gegenüber überheblich. Sie ist auf die Hilfe einer Familie angewiesen und ihre größte Sorge ist, ob ihr Makeup verschmiert ist (S. 46), sie bekommt von einer Fremden Kleidung angeboten, weil ihre durchnässt ist und sie empfindet sie als hässlich und unangebracht („Herrje. Ich sehe furchtbar aus“, S. 53) und das Zimmer, das man ihr vermietet, ist nicht luxuriös genug (S.78). So zieht es sich durch die ganze Geschichte. Nichts ist gut genug für Tania. Ihr vermeintlicher Traumprinz wird nicht nach Charakter, sondern aufgrund seines Aussehens, seines Vermögens und der Geschenke, die er ihr macht, als angemessen erachtet (S. 105). 

Es hat sich mir die Frage gestellt, ob Ashley Gilmore absichtlich so einen Gegensatz zu der Rapunzel von Disney schaffen wollte. Wenn ja, ist das doch vollkommen in Ordnung. Kinder sind nicht zwangsläufig wie ihre Eltern. Doch da uns hier leider eine Erklärung fehlt und diese Rapunzel ja nur am Jammern ist, glaube ich nicht, dass es ein gelungener Clou war. 

Überhaupt leidet das Frauenbild in diesem Buch ganz massiv unter einer eher altmodischen Einstellung. Als Beispiel würde wohl der folgende Satz alles zusammenfassen: „Als sie alle fertig waren, stellte der Herr des Hauses sich an die Spüle und wusch das Geschirr. Tania wunderte sich, warum die Frau diese Arbeit nicht übernahm.“ (S. 56) 

Außerdem wird das Thema Magerwahn als selbstverständlich hingestellt. Tania bestellt sich ein Steak und auf die Frage, ob sie Kartoffeln dabei haben möchte, antwortet sie: „Nein danke. Bloß keine Kohlenhydrate, sonst passe ich nicht mehr in meine Kleider rein. Ein kleiner Salat reicht.“ (S. 101) 


Schreibstil

Ich sollte noch etwas zum Schreibstil sagen, obwohl ich in Punkto Handlungsaufbau schon ein wenig darauf zu sprechen kam. Ashley Gilmore lässt ihren Figuren keinen Platz für Entfaltung. Das mag ganz sicher dem strengen Regiment der Kürze geschuldet sein. Doch es gibt durchaus Kurzgeschichten, die es schaffen, so viel Tiefe zu schaffen, dass man völlig vergisst, keinen ganzen Roman vor sich zu haben. Ich muss leider gestehen, dass ich mich nur schwerlich durch den Schreibstil gehangelt habe. Das liegt an einer eher unausgereiften Handlung und Charakterentwicklung, aber auch an der plakativen Art zu schreiben, wie ein Beispiel auf Seite 96 zeigt:

„Sie war einfach nicht die Richtige. Und ich will mich jetzt voll und ganz auf die Musik konzentrieren.“

„Gut, Tommy. Wir beide werden ganz groß rauskommen.“

„Das werden wir. Gute Nacht, Tania.“

Ich glaube, Ashley Gilmore möchte in einem märchenhaften Stil schreiben, weshalb sie auch die Redewendungen „Liebste Freundin“ (S. 24) oder „Gute Rapunzel“ (S. 32) benutzt, doch der oben gezeigte Dialog hat wenig märchenhaftes an sich, sondern ist eher stockend geschrieben, so als würden sich Roboter unterhalten. 


Fazit

Dieser Brief ist nicht gerade positiv geworden und das, obwohl es um ein Buch geht, in dem der Glaube an das Gute zurück in die Welt gebracht soll. Ich hatte den Glauben daran, Ashley Gilmore und ihrer schönen Idee, Fanfictions über Disney-Prinzessinnen zu schreiben, eine weitere Chance zu geben. Bei dem fünften Buch in dieser Reihe hätte ich eine Entwicklung in Schreibstil und Handlung erwartet und keinen Rückschritt. Leider ist genau das eingetreten. Der Schreibstil ist unverändert, doch was die Handlung betrifft, hat sich die Autorin keinen Gefallen getan. Ihr eigenes Ziel, dass die Prinzessinnen die Märchen in die reale Welt bringen, wird hier gar nicht aufgegriffen und die Figur ist unsympathisch, wenig prinzessinnenhaft, eher eine verwöhnte Traumtänzerin. 

Damit ist für mich an dieser Stelle endgültig Schluss mit dieser Reihe. Ich weiß auch nicht, wem ich es tatsächlich empfehlen würde. Das Frauenbild, der Magerwahn und die unausgereifte Handlung sind nichts, was ich einem jüngeren Publikum vorsetzen würde. Doch der Schreibstil ist nicht elaboriert genug, als dass ein/e erfahrene/r Leser/in Freude mit dieser Geschichte haben könnte. Da würde ich am Ehesten noch den Teil über Rosaly empfehlen, wenn dich das Prinzip der Töchter von Disney-Prinzessinnen interessiert. Wenn du allgemein auf Prinzessinnengeschichten stehst, wirf doch mal einen Blick in meine anderen Briefe. Ich lese sehr gern Bücher mit königlichen Figuren und da findest du vielleicht eine Empfehlung für dich. 


Deine Daisy

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Rezension zu "Rosaly (Dornröschens Tochter): Princess in love 2" von Ashley Gilmore

Die Geschichte der Disney-Töchter geht weiter
DaisiesDaffodilsAndOtherLettersvor einem Jahr

Liebe Daffy,


wie versprochen, bekommst du heute meinen Brief, in dem ich dir alles über meine Zeit mit Rosaly berichten möchte. Rosaly. Dornröschens Tochter ist der zweite Teil von Ashley Gilmores Prinzessinnenbüchern, die im Selfpublishing erschienen sind.


Ich habe mittlerweile einige Versuche unternommen, mehr über die Autorin herauszufinden. Leider relativ erfolglos. Laut Biografie auf Amazon handelt es sich um das Pseudonym einer Autorin aus Hamburg (Quelle: https://www.amazon.de/Ashley-Gilmore/e/B01C09WB46). Es wäre interessant zu erfahren, ob die Autorin noch anderes geschrieben hat, ob es sich bei dem Vorgänger Lizzy um ihr Erstlingswerk handelt und wie sie die Idee entwickelt hat.


Erinnerst du dich noch an meine kurze Beschreibung eines „Magicals“ und all das, was darauf folgt? Solltest du den Brief gerade nicht parat haben, fasse ich es dir knapp zusammen. Ashley Gilmore hat sich die bekanntesten Disney Prinzessinnen und deren Prinzen zur Vorlage genommen, um Geschichten rund um die Kinder der Paare zu schreiben. Nach dem Besuch der „Crown School“ müssen die Absolventinnen ein „Magical“ in der realen Welt machen. Hier lernen sie, wie sie sich außerhalb „Fairylands“ zurecht finden müssen und ob sie gar nicht mehr in die Märchenwelt zurückkehren möchten, sondern dort bleiben, wo sie für das „Magical“ hingeschickt wurden.


Verfolgten wir im ersten Band Lizzys Weg nach New York, begleiten wir in diesem Buch Rosaly, die Tochter von Dornröschen und Prinz Phillip. An dieser Stelle sei gesagt, es ist eine Kleinigkeit und meckern auf hohem Niveau, aber wenn man schon die Disneyfiguren zum Vorbild nimmt, dann sollte die Schreibweise stimmen und nach meinem Wissensstand wird Phillip nicht Philipp geschrieben.

Zurück zu Rosaly. Wie soll ich es sagen? Wir erleben Rosaly in der Schule, beim Lernen für die letzte Prüfung, sie erfährt, wo sie ihr „Magical“ absolvieren wird und sie hat noch einen letzten Abend bei ihren Eltern. All das erstreckt sich bis Seite 41 und wir haben es fast eins zu eins bei Lizzy schon so gelesen, abgesehen von der Zeit bei den Eltern. War das notwendig? Es wäre schön gewesen, hätte es eine Art Prolog gegeben, in dem die Verteilung der „Magical“-Städte an alle Prinzessinnen erfolgt, den man gegebenenfalls auch überspringen kann, wenn man bereits ein Buch gelesen hat.


Der Klappentext der Bücher verrät jedes Mal viel mehr, als ich gern zum Inhalt sagen würde. So ließe sich auf den 158 Seiten viel mehr entdecken. Da es aber nun schon da steht, kann ich auch sagen, dass Rosaly nach New Orleans gehen wird, um dort als Hochzeitsplanerin zu arbeiten. Und auch hier entsteht wieder der Konflikt, in der realen Welt den Platz zu finden und die Frage: Kehrt Rosaly ins „Fairyland“ zurück?

Diese Frage müssen sich alle Absolventinnen stellen, doch greift Ashley Gilmore die finale Frage für eine Prinzessin, deren Buch ich noch gar nicht gelesen habe, bereits während Rosalys Zeit bei ihren Eltern vorweg. Natürlich könnte es eine falsche Fährte sein. Nachdem ich nun aber zwei Bücher von Ashley Gilmore gelesen habe, kann ich sagen, dass der Schreibstil nicht sehr ausgefeilt und Hinweise subtil einfließend ist.

Was ausgesprochen schade ist, da mich New Orleans als Ort absolut fasziniert und ich gern mehr darüber erfahren hätte. Leider bleibt die Stadtbeschreibung auch hier auf der Strecke und es wird nur mit einigen Klischees gespielt, von denen ich nicht einmal weiß, ob New Orleans sie erfüllen würde. Das hätte ich aber gern erfahren und deshalb liebe ich das Reisen in Büchern – man lernt Orte kennen, die andere schon bereist oder hervorragend recherchiert haben.

Bei der Figurengestaltung ist Ashley Gilmore aber eine sympathische Rosaly gelungen, die sich nicht ganz so mit dem Kopf in den Wolken befindet, wie Lizzy.

Ansonsten ist der Aufbau beider Bücher sehr ähnlich. Wie bereits gesagt, erleben wir praktisch die gleiche Geschichte 37 (Lizzy) bzw. 41 (Rosaly) Seiten lang. Danach geht es in die reale Welt. Hier kommen beide Prinzessinnen an und es wird sich für diese Ankunft vergleichsweise viel Zeit gelassen. Danach geht es hopplahop und es fügt sich alles ganz wunderbar. Ähnliche Probleme wie ihre Eltern, z.B. dass in den bekannten Disneyfilmen Cinderella von der Stiefmutter und den -schwestern schikaniert, gedemütigt, im Zimmer eingesperrt und verleugnet wird oder dass Dornröschen sich verliebt, seit Geburt aber schon für eine Zwangsehe versprochen ist und der Prinz entführt, eingesperrt und zum Drachentöter werden muss, bekommen die Töchter überhaupt nicht. Wir springen mit Lizzy auf Buchseite 99 und mit Rosaly auf Seite 177 an einen späteren Zeitpunkt des „Magicals“ und es wird nur noch das große Finale vorbereitet. Das ist zu wenig. Wie ich schon in meinem letzten Brief schrieb, ich habe eine glitzernde Fanfiction erwartet, doch der Glanz fehlt. Nicht, weil die Idee schlecht ist. Die ist super. Aber die Umsetzung bedarf einer Überarbeitung. Daraus lässt sich etwas zaubern. Nur so kann ich es leider nicht empfehlen. Solltest du jedoch einmal in meine Exemplare rein schnuppern wollen, bist du natürlich herzlich eingeladen.


Deine Daisy

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Rezension zu "Lizzy (Cinderellas Tochter): Princess in love 1" von Ashley Gilmore

Eine Prinzessin in Amerika
DaisiesDaffodilsAndOtherLettersvor einem Jahr

Liebe Daffy,


hast du schon mal von einem „Magical“ gehört? Wenn nicht, wirst du jetzt staunen. Halt deinen Schuh fest, ich präsentiere dir heute eine waschechte Prinzessinnengeschichte. Erzählt wird die Geschichte Lizzy. Cinderellas Tochter von Ashley Gilmore. Wann sie entstanden ist, kann ich dir gar nicht sagen, weil jede Menge Feenstaub über dieser Selfpublishing Ausgabe liegt.


Hast du dich schon einmal gefragt, wie die beliebten Disneyprinzessinnen leben, nachdem wir ihren Film verlassen haben? Ashley Gilmore hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Happy End nach dem Happy End zu entwickeln. In ihrer Version der Prinzessinnen haben diese Familien gegründet und leben glücklich in „Fairyland“. Die Kinder der Prinzenpaare müssen die sogenannte „Crown School“ besuchen und nach dem Abschluss ein Praktikum namens „Magical“ in der realen Welt machen.

Im ersten Band begleiten wir Cinderellas Tochter Lizzy, die nach New York geschickt wird, um dort ihre Aufgabe zu bewältigen.


Klingt das Ganze jetzt sehr grob umschrieben? Das tut mir sehr leid. Ich habe versucht, das Wichtigste zu umreißen, ohne dir zu viel von den 159 Seiten zu verraten. Die Information, dass Lizzy nach New York geschickt wird, ist eigentlich schon zu viel, da sie erst auf Seite 41 tatsächlich dort sein wird und es nur noch knapp 100 Seiten für die Entwicklung des Plots gibt. Da kommen wir auch schon zum größten Haken. Es handelt sich bei der Reihe um Kurzgeschichten. Das wäre nicht weiter schlimm, hätte man das Gefühl, in eine dicht erzählte Welt einzutauchen. Leider macht die Autorin einige Fässer auf, schafft es aber nicht sie spannend zu füllen und den Deckel drauf zu machen. Das klingt vielleicht etwas harsch, doch leider wirkt es zu sehr gewollt und funktioniert für mich gar nicht. Die uneingeschränkte Sympathie gegenüber Disneys Cinderella kann die Geschichte leider nicht retten, da Cinderella sehr schwach dargestellt wird und ihre Tochter eine eher verklärte Traumtänzerin ist, die mich nicht überzeugen konnte.

New York ist ein interessant gewählter Ort, um eine Prinzessin in die reale Welt zu schicken. Außer der Nennung einiger markanter Orte, bleibt die Stadt aber nicht weiter beschrieben und es könnte stellvertretend für jede Großstadt stehen.


Du fragst dich sicher, warum ich dir diesen Brief schreibe und eigentlich nur am Meckern bin. Als ich über dieses Buch gestolpert bin, ist es sofort auf meine Merkliste gewandert. Meinem Wissensstand nach umfasst die Reihe von Ashley Gilmore momentan elf Bücher und ich war Feuer und Flamme, all die Ideen rund um die Disney Prinzessinnen kennen zu lernen. Um zu starten, habe ich mir eben dieses Buch und den zweiten Teil besorgt. Ich wollte es als Versuch einer Fanfiction sehen, doch leider habe ich schon bessere Fanfictions gelesen. Es macht mich traurig, dass das Potenzial dieser Idee leider nicht ausgeschöpft wurde.


Ich melde mich, wenn ich Dornröschens Tochter begleitet habe,

deine Daisy

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