Niagara Motel

von Ashley Little 
4,3 Sterne bei10 Bewertungen
Niagara Motel
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

germanbookishblogs avatar

Wunderschöner RoadTrip-Roman. Ein Muss für jeden Contemporary-Liebhaber!!!

raven1711s avatar

4,5 Sterne - sehr bewegend

Alle 10 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Niagara Motel"

'Ich wurde in einem Waschsalon in Paris, Ontario, geboren. Wenn ihr Gina kennen würdet, wüsstet ihr, dass das gar nicht so merkwürdig ist. Gina ist meine Mutter. Sie sagt, sie ist Tänzerin. Sie meint damit, dass sie als Stripperin arbeitet. Und ab und an zieht sie das volle Programm durch, und dafür gibt es dann noch einen anderen Namen. Aber den darf ich nicht aussprechen.'
Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499290831
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:19.05.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne3
  • 4 Sterne7
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Feuerlis avatar
    Feuerlivor einem Jahr
    Ganz in Ordnung

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich zu diesem Buch sagen soll.
    Als ich den Klappentext gelesen habe, klang es nach Abenteuer, nach Roadtrip, Gefühlen, Spaß.
    Und dann habe ich es gelesen.
    Zunächst: Es war ein Abenteuer. Aber was für eins! Es war Trampen, selbst fahren, schießen, Spaß, verbotene Dinge. Aber es war kurz. Zu kurz.
    Zuerst dachte ich, das ganze Buch würde sich mit einem Roadtrip beschäftigen und nur ein kleiner Teil am Anfang wäre noch ein „Zuhause“. Das war hier nicht so. Hier war es eher umgekehrt; ein Teil der Mitte war der Roadtrip, aber nicht alles. Es war kurz, man hatte keine Zeit, alle Charaktere lieben zu lernen. Darum liebte man auch irgendwie nur Gina, Tucker und Meredith.
    Ich habe damit gerechnet, dass Tucker seinen vermeintlichen Vater am Ende findet, dass es ein Happy End gibt. Das war auch nicht so. Er hat gar nichts gefunden, weil Los Angeles gebrannt hat; er hat seine beste Freundin verloren und seine Mutter war nicht mehr dieselbe.
    Irgendwie war es ein Open End, aber nicht wirklich happy. Darum kann man bei dem Buch auch sagen, dass es überhaupt gar kein Ende sein kann, denn nur wenn am Ende alles gut ist, ist es auch das Ende.
    Ansonsten hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen, es ließ sich gut und sehr schnell lesen und man hatte Spaß daran. Auch die Story an sich war sehr interessant, hätte aber noch mehr ausgeführt werden können, dann wäre das Buch auch etwas dicker geworden – lieber dicker und mehr Story als dünn und gar keine.
    Außerdem fand ich den Titel unpassend. „Niagara Motel“, da hielt sich Tucker nicht wirklich lange auf. Vielleicht war der Titel aber auch so gewählt, weil Tucker und Gina am Ende dorthin zurückgekehrt sind.
    Fazit: Ein gutes Buch, das leider an einigen Stellen wegen der Kürze etwas schwächelt und das leider kein Happy End hat. Ein zweiter Teil wäre vielleicht interessant zu lesen, obwohl ich selbst nicht wüsste, worüber man dann schreiben könnte.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    SophiesLittleBookCorners avatar
    SophiesLittleBookCornervor einem Jahr
    Ashley Little - Niagara Motel

    Meine Meinung:
    Selten fiel mir das Rezensieren eines Buches so schwer wie bei diesem.

    Gina war noch eine Jugendliche als sie Tucker auf die Welt brachte. Um sich über die Runden zu bringen strippt sie. Einen festen Wohnort haben sie nicht und reisen von Ort zu Ort. Seinen Vater kennt Tucker nicht, sondern nur die bunten Geschichten, die seine Mama ihm erzählt hat.
    Als Gina nach einem Unfall aufgrund eines Narkolepsieanfalls im Krankenhaus landet, macht sich Tucker auf die Suche nach seinem Vater, denn im Jugendheim geht es ihm nicht gut. Begleitet wird er von Meredith, die ihre eigenen Dämonen mit sich herumträgt.

    Gemeinsam mit Tucker begibt sich der Leser auf eine abenteuerlustige Suche, die von Kanada in den Süden der USA und dann nach Los Angeles führt. Auf dieser Reise treffen wir die abenteuerlustigsten Figuren: von Truckern über alleinerziehende Mütter bis hin zu den typischen Hippies. Diese Vielfalt an Menschen hat das Buch sehr bunt gemacht.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird kurz und knackig und dennoch mit allerlei Details erzählt. Da das Buch aus Sicht eines Kindes geschrieben ist, ist es sehr direkt und in großteils kurzen Sätzen verfasst.

    Auf den ersten Blick wirkt das Buch recht oberflächlich, denn weder zu den beiden Hauptcharakteren Tucker und Meredith, noch zu den vielzähligen Roadtrip-Figuren konnte ich wirklich eine Verbindung aufbauen. Den Figuren fehlt es einfach an Tiefgang und auf die knappe Seitenzahl gemessen, trifft man einfach zu viele verschiedene Gesichter.

    Gegen Ende des Buches fährt das Buch dann die großen Geschütze auf, denn die Wahrheiten der beiden Protas kommen ans Licht. Doch nicht nur diese gingen mir ganz nahe, auch die Tatsache, dass die Autorin noch eine reale Geschichte eingebaut hat. Welche werde ich nicht verraten, denn diese hat für mich einen bewegenden (und sehr aktuellen) Twist in die Geschichte gebracht.

    Fazit: 3,5/5
    Niagara Motel ist ein ganz besonderer Roman, der besonders am Ende zum Nachdenken anregt und ein beklemmendes Gefühl hinterlässt.
    Aufgrund der fehlenden charakterlichen Tiefe bis fast ganz zum Ende muss ich jedoch etwas von der Gesamtbewertung abziehen.

    Mein Dank geht an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    raven1711s avatar
    raven1711vor einem Jahr
    Kurzmeinung: 4,5 Sterne - sehr bewegend
    4,5 Sterne - sehr bewegend

    Rezension Ashley Little - Niagara Motel

    Klappentext:
    «Ich wurde in einem Waschsalon in Paris, Ontario, geboren. Wenn ihr Gina kennen würdet, wüsstet ihr, dass das gar nicht so merkwürdig ist. Gina ist meine Mutter. Sie sagt, sie ist Tänzerin. Sie meint damit, dass sie als Stripperin arbeitet. Und ab und an zieht sie das volle Programm durch, und dafür gibt es dann noch einen anderen Namen. Aber den darf ich nicht aussprechen.»
    Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche...

    Meinung:
    Der 11-jährige Tucker Malone ist mit seiner Mutter Gina schon viel herum gekommen. Kreuz und Quer durch die USA und Kanada, hält es die beiden nie lange an einem Ort. Nun sind sie an den Niagara Fällen angelangt, als Gina verunglückt und für längere Zeit ins Krankenhaus muss. Tucker kommt in einem Jugendheim unter und lernt dort die schwangere 16-jährige Meredith kennen. Tucker hat Angst, dass er irgendwann mal alleine dasteht, deshalb beschließt er, seinen Vater zu suchen und nimmt Meredith gleich mit. Gemeinsam machen die zwei sich auf den Weg quer durch die USA und begegnen dabei so einigen merkwürdigen Gestalten.
    Tucker hat nicht lange gebraucht, um mein Herz für sich zu gewinnen. Der etwas altklug wirkende Knirps hat nicht nur unheimlich viel Weitblick, auch seine pragmatische Art macht ihn sehr speziell. Und auch wenn Ginas Lebensstil nicht gerade orthodox ist, so merkt man ihr an, wie wichtig doch ihr Sohn für sie ist. Auch Meredith mochte ich gerne und jedes einzelne Schicksal hat mich hier sehr berührt. Die Figuren sind mitunter oft skurril, weisen aber oft bekannte Strukturen auf, in denen man sich selber oder andere Menschen wiedererkennen kann.
    Überhaupt entpuppt sich Niagara Motel als ein sehr kurzweiliges Buch, das bereits ab der ersten Seite den Leser zu fesseln vermag. Es ist berührend und witzig geschrieben, hält aber auch einige Momente bereit, in denen ich echt schlucken musste und die mich in ihrer Dramatik getroffen haben. Einziger Wermutstropfen in diesem Buch war für mich, dass die Handlung zum Ende hin etwas zu abstrus wurde und ein wenig an seiner Glaubwürdigkeit verloren hat. Doch darauf hat die Autorin bereits zu Beginn des Romans hingewiesen, ich hätte die Warnung also ernster nehmen müssen :)

    Fazit:
    Niagara Motel ist ein sehr berührender, witziger, aber auch manchmal dramatischer Roadtrip durch die USA, der mit seinen skurrilen Figuren zu unterhalten weiß und eine schöne Mutter-Kind-Liebesgeschichte beinhaltet.
    Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
    Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    booknerd84s avatar
    booknerd84vor einem Jahr
    Ein abenteuerlicher Road Trip über einen kleinen Jungen und sein Leben

    Titel: Niagara Motel Autorin: Ashley Little Verlag: Rowohlt
    Seitenanzahl: 266

    Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


    Inhalt/Klappentext:

    Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche... (Quelle: Rowohlt Verlag)

    Mein Fazit:

    Wow was für ein wahnsinnig toller, emotionaler, spannender und humorvoller Road Trip. Die Autorin Ashley Little hat mit diesem Buch wirklich ein kleines Meisterwerk erschaffen. Der lockere Schreibstil ist einfach klasse. Und da die Handlung aus der Ich-Perspektive des kleinen Tucker erzählt wird, ist das Buch umso liebenswerter zu lesen. Diese kindliche Erzählweise eines 11-jährigen Jungen, der in seinem Leben schon mehr durchgemacht hat, als so manch ein Erwachsener, hat mich wirklich gefesselt. Die Geschichte ist zwar recht kurzlebig erzählt, aber trotzdem mit viel Liebe zum Detail. Auch das Ende, welches es wirklich in sich hatte, konnte ich in keinster Weise vorhersehen. Die Charaktere sind alle so natürlich und sympathisch erschaffen worden. Den kleinen Tucker und seine Freundin Meredith schließt man sofort ins Herz. Auch wenn Tucker mit seinen 11 Jahren schon so viel erlebt hat, wurde er von der Autorin nicht als frühreif dargestellt. Er durfte trotz allem noch Kind sein, mit all seinen kindlichen Ansichten und Träumen.
    Ein wirklich toller Roman, über einen Road Trip von zwei Kindern, ihr Leben und der Suche nach ihrem Platz in der Welt, die wunderschön sein kann, aber auch gleichzeit erschreckend. 

    Auch wenn es vielleicht ein noch recht unbekanntes Buch ist, habe ich hiermit ein wirklichen Schatz entdeckt. Ich kann "Niagara Motel" wirklich jedem ans Herz lesen. Ich würde es zu jeder Zeit wieder legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne!

    Liebe Grüße 
    eure Jasmin (booknerd84)

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    MoniUnwrittens avatar
    MoniUnwrittenvor einem Jahr
    Lesenswerte Geschichte voller kleiner kostbarer Momente

    Tucker war zwar noch nie im Urlaub, hat aber schon mehr von seinem Land gesehen als die meisten Gleichaltrigen. Mit seiner Mutter Gina reist er quer durch Kanada. So kommen sie am Anfang der Geschichte im Niagara Motel an. Gina lässt ihren Sohn dort zurück, um sich einen Job zu besorgen. So erfahren wir gleich, wie Tucker seine Freizeit gestaltet, denn er ist oft allein. Diesmal kommt Gina allerdings nicht zurück. Tucker macht sich auf die Suche und findet sie im Krankenhaus, wo sie nach einem Unfall gelandet ist. Er macht sich Sorgen, dass sie sterben könnte. Da er nicht die nächsten sieben Jahre im Heim verbringen will, hält er es für notwendig, seinen Vater zu finden. Gina hat kaum was von ihm erzählt und so glaubt er nun, es wäre Sam Malone, Held einer amerikanischen Fernsehserie. Das erscheint ihm völlig plausibel, wo doch sogar ihr eigener Nachname Malone ist.
    Gina spielt selbst kaum eine Rolle, man erfährt eigentlich nur aus Tuckers Erinnerungen etwas über sie. Ich konnte schlecht einschätzen, ob sie gern Stripperin ist oder einfach keine andere Perspektive sieht. Ihr Umgang mit Tucker ist liebevoll, aber für meinen Geschmack zu wenig fürsorglich. Gina hat außerdem Narkolepsie (sie schläft ohne Grund plötzlich ein) und Kataplexie (sie kann ihre Muskeln plötzlich nicht mehr bewegen, bekommt aber alles mit). Diese Krankheiten spielen immer wieder eine Rolle und sind für Tucker völlig normal.
    Tucker erzählt seine Geschichte, als würde er sie seinem besten Freund schildern. Die Logik eines 11-Jährigen erscheint für Erwachsene manchmal seltsam, aber aus seiner Sicht war alles plausibel. Ich fand Tucker sehr authentisch und konnte mich gut in ihn hineinversetzen. Es ist ein nüchterner Erzählstil, der nichts unnötig dramatisiert und gleichzeitig deutlich macht, dass ein Kind manche Dinge noch ganz anders wahrnimmt und beurteilt. Man merkt aber auch, dass Tucker für sein Alter schon sehr reif ist, weil er einfach unheimlich viele Dinge allein bewältigen muss.
    Meredith lebt in dem Jugendheim, in das auch Tucker kommt. Sie arbeitet heimlich als Prostituierte, aber Tucker durchschaut sie durch seine Vorerfahrungen sofort. Die beiden freunden sich an und sie erzählt ihm, dass sie durch eine Vergewaltigung schwanger ist. Der traumatische Aspekt dessen wird allerdings kaum aufgegriffen, es geht lediglich darum, dass dieses Kind nun abgetrieben werden soll. In letzter Minute entscheidet sich Meredith allerdings doch noch um.
    Tucker beschließt, seinen Vater in den USA zu suchen, und Meredith will ihn dabei unterstützen, auch wenn ihr selbst schon klar ist, dass es sich um eine fiktive Figur aus einer Serie handelt. Die Reise schweißt die  beiden zusammen, stellt sie aber auch vor große Herausforderungen. Ihr Auto gibt schon bald auf und sie müssen trampen. Dabei treffen sie die verschiedensten Menschen. Hier fand ich es sehr angenehm, dass nie ein Urteil gefällt wird. Stattdessen findet einfach eine Beschreibung desjenigen und meist auch eine Unterhaltung statt, die durch den sachlichen Stil unterstützt werden. Einige Personen spielen auch im weiteren Verlauf nochmal eine Rolle, andere tauchen nur kurz auf.
    Die Handlung ist etwas skurril und abenteuerlich, aber sie passt auch zu den Charakteren. Hier hat auch die ruhige Schilderung geholfen, dass es nicht ganz so fiktiv gewirkt hat. Tucker und Meredith müssen einiges durchmachen auf ihrer Reise. Hier nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund und ich frage mich, ob die Erlebnisse nicht später doch noch Auswirkungen auf deren Psyche haben werden. Im Buch scheint es so, als könnten sie alles locker wegstecken, solange sie sich gegenseitig haben.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    charlottesbuecherwelts avatar
    charlottesbuecherweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Wege zweier Kinder kreuzen sich und beginnen eine unglaubliche reise, die Spaß gemacht hat zu verfolgen!
    Niagara Motel

    Originaltitel: Niagara Motel (Canada)

    Autorin: Ashley Little
    Genre: Drama
    Seiten: 272 Seiten
    Verlag: Rowohlt Verlag
    Kaufen? Paperback: 16,99€ / Ebook: 14,99€

    Klappentext:

    Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche... (Quelle: Rowohlt Verlag)

    Meine Meinung:

    Ein eher unbekanntes Buch, das vielleicht auch ein wenig unscheinbar wirkt, aber meine Neugier erweckt hat und damit auch nicht enttäuscht!

    Das Cover ist echt wunderschön! Mit den Silhouetten im Sonnenuntergang sieht es echt toll aus und zeigt natürlich auch die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten zueinander.

    Tucker reist mit seiner Mutter, die Stripperin ist, durch ganz Kanada. Doch wegen einer Krankheit, die einen Unfall auslöst, muss er in ein Haus, voll mit verhaltensgestörten Jugendlichen. Dort findet er eine Verbündete, Meredith. Zusammen mit ihr beginnt er die Suche nach seinem Vater zu suchen. Sie reisen per Anhalter und treffen dabei auf die schrägsten Typen...

    Das Buch ist aus der Sicht von Tucker geschrieben und vermittelt so das Bild von dem leicht Kindlichen, aber auch der Last, die er als 11-Jähriger schon mit sich trägt. Das hat mir unglaublich gut gefallen!

    Reingekommen bin ich ziemlich schnell. Little hält sich auch nicht lange mit drum herum reden auf und verfolgt einen direkten Schreibstil, der immer wieder gut zur Geltung kommt. Die Geschichte entwickelt sich durch den Unfall von Tuckers Mutter echt schnell, fängt sich danach aber, als er in das Jugendheim kommt und sich erst mal selbst in der neuen Situation zurecht finden muss. Doch als beide zum großen Abenteuer aufbrechen, geht es alles wieder ziemlich schnell und ist auf insgesamt 272 Seiten ziemlich rasant durchgepokert. Mir persönlich hat das nichts ausgemacht, da die Autorin keine ewigen Szenerien erschafft, sondern alles mit Hilfe von kindlicher Kurzlebigkeit beschreibt. Das Buch ist voll mit tollen kleinen Geschichten, die interessant und mit viel Lebe zum Detail, verfasst sind. Es ist nicht vorhersehbar und vor allem das Ende hat es meiner Meinung nach ins sich!

    Tucker Malone ist ein 11-Jähriger Junge, der zuerst ziemlich erwachsen wirkt. Er kann Autofahren und kümmert sich um seine Mutter, wenn ihre Krankheit sie in die Knie zwingt. Doch man merkt auch deutlich seine (auf Deutsch gesagt) primitive Ansicht von Welt und Werten. Und genau das hat für mich einen großen Ausschlag gegeben. Es ist kein Buch über ein Kind, dass schon übernatürlich reif ist, sondern immer noch eine Zauberwelt in sich hat. Das hat super gepasst!

    Meredith ist 16 und, obwohl es äußerlich nicht so wirkt, ein treue Seele. Natürlich ist sie nicht perfekt und lässt sich dummerweise auch noch schwängern, aber ich bewundere ihren Mut und dass sie sich mit einem 11 Jahre alten Jungen auf eine Reise durch die USA einlässt.

    Ashley Little findet einen schönen Schreibstil durch Tuckers Gedanken. Er ist flüssig, schnell, findet aber in den richtigen Momenten Tiefe. Ich würde gerne wissen, ob sie einige der Mitfahrgelegenheiten selber kennengelernt hat, oder ob sie nur ihrer Fantasie entsprungen sind.

    Fazit:

    Niagara Motel beschreibt eine Reise von zwei Kindern nach dem Glück und ihren Platz in der Welt. Er ist ehrlich, wirkt aber durch die Führung eines kleinen Jungen, wie ein Märchen mit intensivem Ende!

    Note: 1

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    germanbookishblogs avatar
    germanbookishblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschöner RoadTrip-Roman. Ein Muss für jeden Contemporary-Liebhaber!!!
    Kommentieren0
    Helles_Leuchtens avatar
    Helles_Leuchtenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Lesevergnügen!
    Kommentieren0
    MaysBuchwelts avatar
    MaysBuchweltvor 7 Monaten
    Liz847s avatar
    Liz847vor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks