Der beste Tag meines Lebens

von Ashley Miller und Zack Stentz
4,2 Sterne bei60 Bewertungen
Der beste Tag meines Lebens
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S

Jugendbuchquote erfüllt ;-)

deborah_schreibers avatar

Eine echt gute Geschichte, die einen Einblick in das Leben eines Aspergers gibt. Hat mir sehr gut gefallen.

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Inhaltsangabe zu "Der beste Tag meines Lebens"

Colin Fischer ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom: Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen - all das ist ihm ein großes Geheimnis. Nur mit Hilfe seines Notizbuches gelingt es ihm, sich in der Welt zurechtzufinden. Doch als einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt wird, macht Colin sich mit seiner unvergleichlichen Logik und seinem unbestechlichen Blick auf andere Menschen daran, den Fall aufzuklären ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426226285
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Droemer
Erscheinungsdatum:20.08.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    deborah_schreibers avatar
    deborah_schreibervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine echt gute Geschichte, die einen Einblick in das Leben eines Aspergers gibt. Hat mir sehr gut gefallen.
    Jaaaa


    Eine echt gute Geschichte, die einen Einblick in das Leben eines Aspergers gibt. 
    Hat mir sehr gut gefallen. 

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    niklas1804s avatar
    niklas1804vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein außergewöhnlicher Roman, der uns die Welt auf ganze andere Weise sehen lässt!
    Der beste Tag meines Lebens

    Der 14-jährige Colin Fischer leidet am Asperger-Syndrom, einer veränderten Form von Autismus. Er ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter: Gefühle, Gesichter, Stimmungen - all das gibt es in seiner Welt nicht so recht. Colins Kosmos besteht aus einem strengen Zahlen- und Faktenwerk, in dem alles Regeln und Ordnung hat.
    Doch dann wird einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt und Colin wächst über sich hinaus und macht sich darand den Fall zu lösen.

     

    Eine außergewöhnliche Idee für eine Geschichten hatten die beiden Autoren. Gut umgesetzt!
    Gerade die Personen kann sich der Leser sehr gut vorstellen: Sie sind authentisch charakterisiert, und v.a. Colin schließt der Leser gleich ins Herz.
    Der Leser selbst wird mit den Folgen und Problemen des Asperger-Syndroms auf besonderer Weise konfrontiert. So erhält man eine neue Sicht auf die betreffenden Personen und ihr Leben. Im Buch wird das gut verdeutlicht: Colin ist nämlich zu viel mehr im Stande als seine Mitschüler, Freunde, Lehrer, ... denken. Bestes Beispiel: Seine akribische Arbeit mit dem Fall und seine Logik, wie er die Dinge angeht.
    Auch die Spannung kommt nicht zu kurz.

    Auffällig sind die Notizbucheinträge, die es zu Beginn jedes Kapitels und auch mal zwischendrin gibt. Interessant, da man nochmal eine andere Sicht auf und von Colin bekommt.
    Einzig negativ muss ich anmerken, dass es vereinzelte Stellen gibt, die etwas zu lang ausgeführt wurden.

    Fazit: Ein außergewöhnlciher Roman, der uns das Asperger-syndrom näherbringt und uns die Welt auf ganz andere Weise sehen lässt!

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Krankheit kann auch Chance sein - man muss nur wissen, was man daraus macht. Ein Buch, das Mut macht!
    Ein zauberhaftes Buch

    Das Autorenduo Miller & Stenz erzählt hier die Geschichte von Colin, einem 14-jährigen Jungen mit Asperger-Syndrom. Collin geht trotz seines Handycaps auf eine normale Highschool. Leicht ist das oft nicht, aber auf alle Fälle besser, als auf eine Förderschule zu gehen. So lernt Colin schon früh, mit dem Leben klarzukommen. Doch dann wird sein Mitschüler Wayne zu unrecht von der Schule verwiesen. Colin will das Rätsel lösen, wer der wahre Schuldige ist.

    "Fringe" gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsserien im TV, aber "Der beste Tag meines Lebens" zeigt wieder einmal, dass Drehbuchautoren fantastische Bücher schreiben können. Sie beschreiben mit wenigen Worten so deutlich, dass man ohne Schwierigkeit einen Film vor dem geistigen Auge ablaufen sieht.

    Obwohl es um zwei sehr ernste Themen geht, erzählen sie die Story mit sehr viel Humor und Witz. Genau damit regen sie zum Nachdenken an und öffnen Augen und Herzen. Mich hat dieses Buch jedenfalls sehr berührt und begeistert, bewegt und angeregt.

    Vielleicht schaffen Miller & Stentz mit ihrem Buch sogar, "Gesunde" mehr Verständnis für Menschen mit einem Defizit oder Handycap aufbringen zu lassen. Mir hat Colin so einiges beigebracht - auch wenn er eine Romanfigur ist!

    Ein Buch, das ich pubertierenden Teenagern und verhärmten Erwachsenen ans Herz lesen möchte. Es kann sie positiv verändern. Aber auch "Otto Normalleser" wird Spaß an dieser Lektüre haben. Mir ist es allerdings unverständlich, warum ausgerechnet Leser mit Asperger-Syndrom dieses Buch so zerreißen. Es ist weder ein Ratgeber noch ein Fach- oder Sachbuch, sondern ein Roman. Und noch dazu einer, der Nichtbetroffenen ein wenig Info liefert und ihnen zeigt: Menschen mit Asperger-Syndrom sind nicht weniger liebenswert.

    Fazit:
    Für mich ist dieses Buch etwas ganz besonderes. Ich freue mich, dass ich es in meiner kleinen Bibliothek stehen habe und werde es mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen haben!

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    Carooooos avatar
    Carooooovor 5 Jahren
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    Das Buch hat mir besonders gut gefallen.
    Schon als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, dass das etwas grosses sein könnte und ich wurde nicht enttäuscht.
    Collin, die Hauptperson, ist so liebenswürdig umschrieben, dass man keinerlei Probleme hat, sich mit ihm zu identifizieren. Das obwohl er auf Grund seines Aspergers grundlegend anders sein sollte als wir.
    Die Geschichte ist mit einer kleineren Kriminalgeschichte verknüpft, was mich zuerst nicht so überzeugt hat, aber Collin konnte diesen Eisberg ohne Schwierigkeiten umschiffen.
    Alles in allem ein tolles Buch für die Ferien.

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    gsts avatar
    gstvor 5 Jahren
    Ein Außenseiter in der Pubertät

    Ich weiß nicht, wie Jungs mit Asperger-Syndrom sind. Doch ich mag Menschen – auch Aussenseiter. Eines ist sicher: Colin Fischer, die Hauptperson dieses Romans, ist ein Außenseiter. Er hat keine Freunde, weil ihm Menschen und deren Gefühle suspekt sind. Jetzt ist er 14 und beginnt seine Schulzeit an der Highschool (die Geschichte spielt in Amerika, was man auch an vielen Klischees merkt). Zum ersten Mal muss er in der Schule ohne seine Therapeutin klar kommen. Leicht ist das nicht, denn seine Peiniger haben mit ihm die Schule gewechselt...

    Zum Glück gibt es Melissa, die auf seiner Seite steht. Doch auch das realisiert Colin nicht. Statt dessen sucht er in seinem treuen Begleiter, seinem Notizbuch, welche Gefühle er an den Gesichtern seiner Mitschüler ablesen kann. Ebenso hält er seine manchmal etwas wirren Gedanken darin fest.

    Schon das Cover zeigt, wie Colin in sich gefangen ist. Trotzdem ist er ein guter Beobachter. Was andere im Vorbeigehen gar nicht bemerken, kann er in seinem Gedächtnis wie einen Film ablaufen lassen. Deshalb weiß er auch, dass der Junge, der wegen des Besitzes einer Waffe von der Schule suspendiert wird, gar nicht der Übeltäter sein kann. Um dessen Unschuld zu beweisen, lügt er das erste Mal in seinem Leben seine Eltern an. Er schwänzt sogar die ihm aufgebrummte Nachsitzstunde und begibt sich in Gefahr.

    Was mir an diesem Buch unter anderem gefallen hat, sind die vielen Fußnoten, die Colins Gedanken verdeutlichen. Ganz nebenbei erfährt der Leser (ich könnte mir vorstellen, Jungs in Colins Alter könnte dieses Buch gefallen) viel über diverse Filme, wissenschaftliche Thesen (zum Beispiel, wie sich ein Frosch in wärmer werdendem Wasser verhält) und Fachbegriffe (Dichotomie) aus verschiedenen Bereichen.

    Ein Buch, das ich auch Eltern, die ihre Kinder nicht mehr verstehen, ans Herz legen würde. Denn das Verständnis, das Colins Eltern ihrem Sohn entgegenbringen, ist bewundernswert. Kein Wunder, dass sein Bruder davon weniger angetan ist...

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    Salzstaengels avatar
    Salzstaengelvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der beste Tag meines Lebens" von Ashley Miller

    _"Mein Name ist Colin Fischer. Ich bin 14 Jahre alt und wiege 55 Kilogramm. Heute ist mein erster Tag an der Highschool.
    Bis zum Schulabschluss liegen noch 1365 Tage vor mir._

    Colin presste sein kostbares Notizbuch mit den Eselsohren an die Brust. Es hatte schon bessere Tage gesehen, obwohl er es sorgsam hütete. Der rote Einband war verblichen, die Spiralbindung aus Metall löste sich langsam, aber sicher auf, und die Löcher im Karton waren vom vielen Öffen und Schließen ausgefranst.
    Das Notizbuch wurde von Colin auf seine Art und Weise - unasugesprochen, aber demonstrativ - geliebt."

    Dieses Notizbuch ermöglicht Colin sich in der Welt zu orientieren. Den Colin hat das Asperger-Syndrom.

    _""Asperger-Syndrom." Mr. Turrentine betonte die Wörter langsam, aber korrekt. Bei den meisten Leuten hörte es sich eher wie "Ass-Burger" an. (Dieser Arsch-Burger war ein unerschöpflicher Quell der Erheiterung für Colins kleinen Bruder- und Danny bevorzugter Spitzname für Colin, bis seine Mutter es ihm verbot), doch Mr. Turrentine sprach das S eher summend aus und entsprach damit ganz dem österreichischen Ursprung dieser Bezeichnung. "Was zum Teufel soll das denn sein?" "Es handelt sich um ein neurologisches Leiden, vergleichbar dem Autismus", erklärte Colin geduldig. "Entdeckt wurde es von dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger 1943 in Wien, doch als anerkannte Diagnose gilt es erst seit ..."
    "Autismus", unterbrach Mr. Turrentine ihn. "Du meinst wie Rain Man? Du siehst mir aber gar nicht wie Rain Man aus. Bist du ein Rain Man, Fischer?" "Meine Diagnose lautet, dass ich sehr gut funktioniere, doch ich habe nur schwach ausgeprägte soziale Fähigkeiten und Probleme mit der Zuordnung von Sinneseindrücken, was zu ernsten Defiziten im Bereich der körperlichen Koordination führt.""_

    In dem Notizbuch befinden sich unter anderem Zeichnungen von verschiedenen Gesichtsausdrücke, an denen sich Colin orientiert, welche Gefühlsregung sein Gegenüber zeigt. Und er notiert sich seine verschiedenen Beobachtungen und täglichen Erlebnisse darin. "Sandy Ryan unterhält Liebesbeziehung zu Eddie. Wahrscheinlich als Folge von Brustwachstum und Hervortreten sekundärer Geschlechtsmerkmale. Weiter ermitteln."

    Die Kapitel fangen kursiv mit Colins Gedanken an. Hier bekommen wir eine Einsicht in Faktenwissen wie "Das Gefangenendilemma, den Kuleschow-Effekt, Primatenverhalten, Befragung von Augenzeugen, Panzerkreuzer Potemkin.

    "Der Kuleschow-Effekt

    _Meine Eltern sagen, es sei schwer zu erraten, was ich gerade denke, weil ich meistens ein absolut neutrales Gesicht mache. Dabei tue ich das nicht mit Absicht. Ich bin einfach so. Mein Vater scherzt darüber und meint, ich ließe mir nicht in die Karten schauen, aber das stimmt nicht. Mein Gesicht hat einfach diesen Ausdruck, egal ob ich Karten oder irgendetwas anderes spiele.
    Die absolut leere Miene ist übrigens der am schwersten zu deutende Gesichtsausdruck. Das bewies vor fast hundert Jahren ein russischer Regisseur. Nach der Revolution von 1917 war Filmmaterial in Moskau schwer zu bekommen, also experimentierten die Filmemacher mit vorhandenen Versatzstücken. Einer von ihnen tat Folgendes, um zu beweisen, wie sich durch den entsprechenden Zusammenschnitt menschliche Gefühle manipulieren lassen.
    Als Erstes filmte er einen Schauspieler, den er angewisen hatte, ein vollkommen neutrales Gesicht zu machen.Als der Regisseur die Aufnahme eines Brathuhns darauf folgen ließ, meinte das Publikum: "Man sieht, wie hungrig dieser Mann ist." Ersetzte er das Huhn durch einen Sarg, glaubten die Zuschauer, der Mann sei traurig gewesen. Zeigte er aber stattdessen eine schöne Frau, lasen die Leute von seinem Gesicht ab, wie sich der Darsteller förmlich nach seiner Geliebten verzehrte.
    Dieses Phänomen heißt seither nach dem Regisseur, der das Experiment durchführte, Kuleschow-Effekt. Der beweist, dass man, ohne den Zusammenhang zu kennen, niemals wissen kann, was ein ausdrucksloses Gesicht bedeutet."_

    Daraufhin folgt Colins Geschichte. In der er zum Detektiv wird und über sich hinauswächst.

    "Das Autorenteam Ashley Edward Miller & Zack Stentz arbeiten schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammen. Zuletzt haben sie die Drehbücher für die Kinofilme Thor und X-Men: Erste Entscheidung verfasst und waren als Schreiber und Produzenten an der Hitserie Fringe beteiligt. Der beste Tag meines Lebens ist ihr erster Roman."

    Quelle: Skoobe.

    Und der Schluss lässt darauf deuten, dass es nicht ihr letzter Roman über Colin Fischer gewesen ist. Weiter ermitteln.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Der beste Tag meines Lebens" von Ashley Miller

    Gestaltung
    Als ich zum ersten Mal ein Bild des Covers gesehen hatte, fand ich es noch nicht besonders ansprechend, es war vor allem der Klappentext, der mir gefiel. Als ich es dann aber in den Händen hielt hab ich mich schon ein bisschen in das Buch verliebt. Jetzt finde ich das Cover mit der Wolke und den Regentropfen ziemlich süß, genau wie die Rückseiten der Umschlagblätter. Sie sind umgeknickt und mit weißen Regentropfen auf blauem Hintergrund bedruckt. Einen weiteren Schliff geben dem Buch die abgerunden Seitenecken. Alles in allem sieht das Buch extrem hochwertig aus, und auch nach einmaligem Lesen sieht der Buchrücken noch aus wie neu.

    Meinung
    Das Buch handelt davon, dass an der Schule von Colin, einem 14jährigen Jungen, der am Asperger-Syndrom leidet, mitten im Gewusel der Mittagspause, eine Pistole auftaucht. Colin, dessen großes Vorbild Sherlock Holmes ist, macht sich daraufhin auf, den Besitzer zu finden. Dabei trifft er auf einige seiner Mitschüler und muss über sich hinauswachsen.

    "Der beste Tag in meinem Leben" beginnt gut, nämlich mit dem Anfang eines Kapitels. Nichts besonderes bei anderen Büchern, hier aber beginnt jedes kapitel mit einem Auszug aus Colins Notizbuch. Ich habe mich darauf immer gefreut, denn diese kleinen Texte sind höchst informativ und lassen einen Colin noch besser verstehen. Der Leser kennt seine Gedanken, obwohl eigentlich von einem außenstehenden Erzähler berichtet wird.

    Colin ist ein toller Hauptcharakter. Den Autoren ist es gelungen, seine Gedanken so darzustellen, dass sie gut verständnisvoll und nachvollziehbar sind. Obwohl sie an sich komplex sind, werden sie dadurch nicht verflacht, sondern eher noch verdeutlicht. Er hat gute Ideen und ist der Hauptgrund, warum mir dieses Buch so gut gefallen hat. Man kommt wirklich so weit, dass man sich mit ihm identifizieren kann. Außerdem ist er wirklich interessant, ich würde mich gerne einmal mit ihm unterhalten. Sein Alltag an der High School wird durchaus realistisch geschildert, ebenfalls die sozialen Geflechte, wenn sie vielleicht auch etwas stereotypisch sein mögen. Neben Colin sind noch Melissa und Wayne als größere Charaktere zu nennen, auch wenn der Fokus immer auf Colin liegt.

    Der Schreibstil ist recht schlicht gehalten, allerdings auf eine Art, dass es trotzdem nicht einfach zu lesen ist. Sprachliche Bilder und Beschreibungen würden ja auch schlecht zu den Gedanken eines Teenagers mit Asperger-Syndrom passen. Oft gibt es kurze Sätze, meist gibt maximal ein Komma pro Satz. Wirklich verschachtelte Sätze gibt es kaum welche. Wie gerade gesagt sollte man das Buch deswegen aber nicht unterschätzen, denn es kam trotzdem oft vor, dass ich eine Seite 2 Mal gelesen habe, um wirklich alle Informationen aufzunehmen und zu verstehen. In den kleinen Notizbucheinträgen, die immer wieder eingeschoben wurden und sich durch eine Schriftart erkennbar machen, die an die krakelige Handschrift eines Jungen erinnern, ist der Schreibstil dann extrem einfach.

    Die Spannung ist in diesem Buch eher weniger hoch, zeitweise gibt es, was sie angeht, einige Längen. Das liegt vor allem daran, dass der Fall, um den es geht, nicht wirklich "spannend" ist, es ist einfach eine aufgetauchte Pistole. Ich habe diese fehlende Spannung allerdings nicht wirklich vermisst, weil ich von Colins Gedanken fasziniert war.

    Ein weiterer Pluspunkt in diesem Buch ist, dass es wirklich intelligent ist. Man lernt beim Lesen unglaublich viel Neues, was nicht langweilig, sondern wirklich interessant ist. Diese Fakten werden nicht in den Text eingebunden, dass hätte den Lesefluss nämlich wirklich gestört, sondern sind immer als Fußnoten angehängt. Dann kann sich der Leser aussuchen, wann er sie nachlesen will, ich habe z.B. immer erst den Absatz zu Ende gelesen, in dem ich gerade war.

    Das Ende ist ganz gut und alle Fragen, die im Verlauf des Buches aufkommen, wurden beantwortet. Das Autorenduo scheint sogar Andeutungen, dass es einen Folgeband geben würde, ich spreche mich dafür aus! :)

    Fazit
    "Der beste Tag meines Lebens" ist ein Buch, das durch Klugheit und Intelligenz besticht. Der Hautcharakter ist liebenswert, und macht das ganze Buch zu einem süßen Lesevergnügen. Ich werde es in Zukunft bestimmt noch einmal in die Hand nehmen, und auch von außen macht es sich gut im Bücherregal. Wegen den teilweise fehlenden Punkten in der Spannung gebe ich nur 9 anstatt 10 Punkte, denn ich bin total verliebt in dieses Buch. Ich würde es ab einem Altern von 13/14 Jahren empfehlen, weil man manchmal wirklich nachdenken muss. Natürlich sind 15 Euro schon recht viel, das liegt wohl vor allem an der der Qualität des Buches. Ich würde es trotzdem empfehlen.

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    melanie_reicherts avatar
    melanie_reichertvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der beste Tag meines Lebens" von Ashley Miller

    Da ich schon ein paar Romane über Helden mit dem Asperger-Syndrom gelesen habe, hat es auch dieses Buch in meine Hände geschafft und ich muss sagen, dass bei allen bisher gelesenen Büchern kein Protagonist so symphatisch ist, wie Colin.

    Was ich ein wenig schade finde, ist, dass wir die Geschichte nicht in der Ich-Perspektive geschildert bekommen. Gerne hätte ich noch genauer verstanden, was genau zum jeweiligen Zeitpunkt in Colins Kopf so vor sich geht. Er hat für sich einen Weg gefunden mit den sozialen Kontakten um ihn herum umzugehen. Überaus symphatisch und authentisch schlägt er sich durch den Schulalltag und versucht dabei erst gar nicht normal zu sein. Mit seiner Stimmungs-Landkarte versucht er die Emotionen seiner Mitschüler zu deuten und hat sich dabei einen Platz in meinem Herz gesichert. Auch wenn es sich um ein ernstes Thema handelt, musste ich doch einige Male schmunzeln, weil Colins Logik einfach unschlagbar ist. Außerdem erhalten wir die verschiedensten Belehrungen in Form von Fußnoten, was auch noch einen gewissen Lerneffekt mit sich bringt.

    Wir haben es hier mit einer Mischung aus Krimi/Detektivgeschichte und Jugendbuch zu tun. Es wird der typische Alltag an einer Highschool geschildert, während Colin sich bei seinen Ermittlungen immer wieder in prenzligen Situationen wiederfindet. Für mich war die Mischung durchaus gelungen und es hat mir ein paar vergnügliche Lesestunden bereitet.

    Die Spannung setzt ab der Hälfte etwa ein. Vorher werden die Charaktere und das Szenario vorgestellt, was seinen Platz im Roman benötigt. Besonders das Ende hat mich gerührt, aber auch nachdenklich gestimmt, allerdings muss man ganz klar sagen, dass es sich um ein eher kurzweiliges Lesevernügen handelt.

    Mein größter Kritikpunkt geht allerdings an das Preis-Leistungs-Verhältnis: Knapp 15 € auf etwas mehr als 200 Seiten finde ich dann doch schon etwas viel.

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    Selene87s avatar
    Selene87vor 6 Jahren
    Rezension zu "Der beste Tag meines Lebens" von Ashley Miller

    Das Buch ist ein bisschen wie die Rico & Oscar - Bücher von Andreas Steinhöfel, bloß für Ältere (es ist sowohl für Jugendliche wie Erwachsene). Die Geschichte ist klug, gut geschrieben und zudem noch gespickt mit interessanten, wissenschaftlichen Fakten in Form von Fußnoten. Das Ende lässt vermuten, dass es noch weitergehen könnte mit Colin Fischer. Definitiv ein gutes Buch, was sich super weglesen lässt. Das es "nur" drei Sterne geworden sind, liegt wohl mehr daran, dass ich bevorzugt im Fantasy und Thriller/Horror - Genre lese und es mich daher nicht so begeistern und fesseln konnte wie manch anderes Buch.

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    sabrinacremers avatar
    sabrinacremervor 6 Jahren
    Rezension zu "Der beste Tag meines Lebens" von Ashley Miller

    Inhalt:

    Colin Fischer ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom: Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – all das ist ihm ein großes Geheimnis. Nur mit Hilfe seines Notizbuches gelingt es ihm, sich in der Welt zurechtzufinden. Doch als einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt wird, macht Colin sich mit seiner unvergleichlichen Logik und seinem unbestechlichen Blick auf andere Menschen daran, den Fall aufzuklären …

    Meine Meinung:

    "Das richtige Leben funktioniert nicht wie ein Kriminalroman. Aber das sollte es. Weiter ermitteln."
    Colin ist anders als andere. Das lässt man ihn sowohl in der Schule spüren, als auch sein jüngerer Bruder Danny zuhause.
    Schnell wird deutlich, dass Colin ein ganz besonderer Held ist, der in dieser Mischung aus Krimi- und Jugendbuch
    ermittelt. Er hat Probleme damit, berührt zu werden - was vorallem im Sportunterricht Probleme bereitet. Er kann
    nicht gut mit Emotionen umgehen und versucht, anhand von Zeichnungen die Gesichter seines Umfeldes zu deuten.
    Ansonsten ist er ein einigermaßen normaler Junge, der mit Problemen zu kämpfen hat, die auch andere Jugendliche
    haben (Anerkennng, Freunde finden, Akzeptanz). Bei seinen Ermittlungen bilden sich aber auch neue Freundschaften.

    Beim Lesen des Buches konnte ich einige neue Wörter lernen und weiß jetzt auch, wie ich Parkplatzprobleme vermeiden kann. :)
    Der Anfang des letzten Absatz des Buches hat mich allerdings doch etwas verwundert. Es klingt nicht nach Fortsetzung,
    aber... nun ja, schaut rein.

    Das Buch ist eine absolute Empfehlung, weil es einfach wunderschön geschrieben und stellenweise humorvoll ist.
    Es kommt nicht ganz an meinen Favoriten "The curious incident of the dog in the night-time" von Mark Haddon ran.
    Aber trotzdem vergebe ich hier gut und gerne 5 Sterne.

    bookwives.wordpress.com

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