30 Tage und ein ganzes Leben

von Ashley Ream 
3,2 Sterne bei115 Bewertungen
30 Tage und ein ganzes Leben
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (42):
michelles-book-worlds avatar

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!

Kritisch (23):
R

Absolut nichtssagend. Schade, aus der Idee hätte man etwas machen können.

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Inhaltsangabe zu "30 Tage und ein ganzes Leben"

Aufleben statt aufgeben! Clementine beschließt zu sterben. In 30 Tagen will die erfolgreiche Malerin, die für ihre Kunst ebenso bekannt ist wie für ihre Scharfzüngigkeit, ihrem Leben ein Ende setzen. Nachdem die Antidepressiva im WC entsorgt worden sind, bleibt ihr noch genau ein Monat, um das eigene Ableben zu organisieren. Schließlich will Clementine kein Chaos hinterlassen: ein letztes großes Bild malen, sich mit dem Ex aussprechen und ein neues Zuhause für den Kater fi nden. Ihre letzten Tage will sie genau so verbringen, wie sie es will und nicht wie andere es von ihr erwarten. Doch dabei stößt Clementine auf ungeahnte Hindernisse und nach 30 Tagen ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442746118
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:11.05.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    michelles-book-worlds avatar
    michelles-book-worldvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!
    30 Tage & ein ganzes Leben..

    Die Geschichte wird von Clementine höchstselbst erzählt. Und diese Frau ist weder direkt sympathisch, noch wirklich herzerwärmend. Die Malerin nimmt in ihren Erzählungen kein Blatt vor den Mund, wirkt egozentrisch und manchmal sogar unbeschreiblich arrogant. Doch je länger ich gelesen habe, desto mehr fragte ich mich: wären wir das nicht alle, wenn wir nur noch 30 Tage zu leben hätten und endlich nur das tun, was wir wollen? Denn genau das hat die Hauptfigur verinnerlicht und zieht es gnadenlos durch. Was zunächst abschreckend wirken kann, hat mich mehr und mehr in den Bann gezogen und ich musste sogar ein ums andere Mal lachen, wenn Clementines direkte Art so gar nicht mit den Erwartungen ihrer Umwelt zusammenpassen wollte.

    Dabei erfährt man erst sehr spät, warum sich die Künsterlin überhaupt das Leben nehmen möchte. Denn das steht für sie gar nicht im Mittelpunkt. Viel mehr ist sie darauf bedacht, ihrem Ende planvoll, glücklich und auch befreit entgegen zu gehen. Was mich zunächst nervte, weil ich sehr auf Hintergrundinformationen bestehe, entpuppte sich beim Voranschreiten des Buches als Glücksfall. Denn endlich schaut mal jemand nicht auf das negative am Lebensende, versinkt nicht im Selbstmitleid und "hätte ich doch", sondern sorgt mit ihrer spröden und kantigen Art dafür, dass man als Leser ab und an sogar vergisst, warum der Countdown läuft.

    Der Schreibstil ist flüssig, mit einem humorvollen sarkastischen Touch. Es machte Spaß, dass Buch zu lesen. Doch Clementines Leben war nicht immer nur zum Schmunzeln, es gab viel Nachdenkliches, Berührendes und Aufwühlendes zu lesen. Die Autorin hat ihre Hauptfigur sehr gut gezeichnet. Ich liebte diese schräge Person mit ihrem eigensinnigen Kater. Auch die anderen Figuren fand ich gut getroffen und konnte sie mir bildlich vorstellen, ja den meisten bin ich im wahren Leben tatsächlich schon begegnet.

    "30 Tage und ein ganzes Leben" ist irgendwie ein ganz anderer Roman. Das liegt wahrscheinlich am Thema, welches hier aufgegriffen wird, welches nämlich nicht fiktiv bzw. konstruiert ist, sondern wahrscheinlich im Alltag einige Menschen beschäftigt. Es geht um eine Frau (Clementine), die genug vom Leben hat und sich selbst eine Frist von 30 Tagen setzt, um ihr Ableben zu organisieren, denn sie will sich selbst noch Zeit geben, damit das alles in mehr oder weniger geordneten Bahnen verläuft. In diesen 30 Tagen passiert aber so einiges, welches den Blick auf das Leben von Clementine grundlegend verändert. Plötzlich wird das Leben wieder lebenswert...

    Es ist wirklich ein Buch, welches zum Nachdenken anregen kann, auch weil die Protagonistin wirklich authentisch und nah rüberkommt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und hat am Anfang auch irgendwie Verständnis für ihre Entscheidung und doch merkt man, dass sie mit sich selbst im Zwiespalt ist. Tolle Gefühle kommen beim Lesen rüber.

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    MiGus avatar
    MiGuvor 2 Monaten
    Eine recht schwierige und eigenwillige Geschichte

    Kurze Inhaltsangabe
    Die erfolgreiche Malerin Clementine beschließt, ihrem Leben ein Ende zu setzen.
    Sie wirft ihre Antidepressiva weg und will innerhalb von 30 Tagen ihr Ableben organisieren.
    Denn da gilt es, noch einige Dinge zu regeln. Und doch will sie ihre letzten Tage so verbringen, wie sie es will und nicht wie es sich andere von ihr wünschen.
    Das ist gar nicht so leicht und nach 30 Tagen ist nichts mehr, wie es war.

    Meinung
    Ashley Ream befasst sich in ihrem Debütroman mit den Themen Depressionen und Selbstmordgedanken.
    Dabei verzichtet sie allerdings auf Samthandschuhe sondern konfrontiert den Leser knallhart mit einer Protagonistin, die unverblümt über ihre Gedanken an den Tod spricht.
    So mit schreckt sie auch nicht davor zurück, sich ziemlich detailliert mit verschiedenen Selbstmordmethoden zu beschäftigen.
    Der Leser begleitet Clementine, die in der Ich-Perspektive erzählt, in 30 Kapiteln durch ihre Planung.

    Ich muss zugeben, dass ich teilweise richtige Schwierigkeiten mit der Hauptfigur hatte.
    Denn die Protagonistin ist ein durchaus schwieriger Charakter und bedient alle Facetten, um sie äußerst unsympathisch zu finden.
    Auch wenn sie im Grunde nur den Wunsch hat, so zu leben, wie sie es will und frei von ihren Ängsten und der Dunkelheit zu sein, so ist sie rücksichts- und skrupellos.
    Clementine setzt alle Medikamente ab, erzählt von den Fängen der Depressionen und darüber wie sie Menschen verletzt. Es ist nicht immer leicht, ihre Schritte nachzuvollziehen und sie zu verstehen, wenn man sich mit der Thematik nicht so auskennt.
    Sie lügt und betrügt, nimmt sich was sie will und wann sie es will und doch, versucht sie Menschen, die sie wirklich liebt, irgendwie zu schützen.
    Der offene Umgang mit Sex, Alkohol und auch mit diversen Drogen spielt ebenfalls in ihrem Leben eine größere Rolle.
    Ein weiterer Erzählstrang beschäftigt sich mit ihrer Familie, insbesondere ihren Erlebnissen in der Kindheit und löst im Laufe der Zeit einige offene Fragen auf.
    Ich glaube genau dieser Erzählstrang war es, der mich mit der Geschichte halbwegs versöhnte.

    Leider hatte ich auch einige Probleme mit dem Schreibstil, der auf mich mitunter genauso sprunghaft wirkte, wie die Erzählerin selbst.
    Eigentlich wäre das Grund genug dieses Buch abzubrechen aber mich interessierte einfach der Ausgang dieser recht schwierigen und eigenwilligen Geschichte..
    Doch auch das Ende konnte mich aber weder überraschen noch so richtig zufriedenstellen.
    Ich kann nicht sagen, was genau ich für dieses Ende erwartet hätte, aber dieses hier, war mir für den gesamten Ablauf der Geschichte, dann doch etwas zu schnell und unglaubwürdig abgehandelt.

    Fazit
    „30 Tage und ein ganzes Leben“ ist ein eigenwilliger Roman mit einer schonungslos ehrlichen Protagonistin, die offen und unverblümt 30 Tage lang ihren Selbstmord plant.
    Aufgrund meiner Neugier habe ich mich trotz der Schwierigkeiten durchgekämpft doch leider konnte mich die Geschichte weder berühren, noch so richtig begeistern und so bleibt sie für mich wahrscheinlich nicht mal länger in Erinnerung.





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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ansich ein super spannendes Thema mit vielen Möglichkeiten, aber ich konnte die Protagonistin einfach nicht verstehen....
    Spannendes Thema...unverständliche Protagonistin...

    "Wenn jemand so traurig ist, dann tut er manchmal etwas, das für andere keinen Sinn ergibt."
    Er hatte meine größte Angst ausgesprochen. Über zwanzig Jahre Therapie hatten es nicht vermocht, sie mir zu nehmen. Was, wenn ich traurig wurde, dass ich etwas tat, das für andere keinen Sinn ergab? Wenn ich tat, was sie getan hatte? Was, wenn ich gefährlich war ?
    //S.302//

    Klappentext:
    Siehe Buchseite.

    Meine Meinung:

    Lange, lange lag dieses Buch auf meinem SuB und erst durch eine Challange auf Instagram erlöste ich es von seinem Zustand.

    Schon zu Beginn irritierte mich Clementine mich einfach nur.
    Klar, sie hat einen riesigen Wandel in ihrem Leben und es passiert so viel gleichzeitig, aber irgendwie schaffte die Autorin es nie, dass ich ihre Protagonistin verstehen konnte.
    Leider habe ich dieses Buch vor einem halben Jahr gelesen, dass ich euch nur bedingt sagen kann, warum genau ich dieses Gefühl hatte.
    Meine Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht habe sind mehr als dürftig : /

    Ich kann nur meine Gefühle während des Lesens beschreiben.
    Also wie schon gesagt, war Clementine eine Figur, die ich nicht wirklich verstanden habe und dabei habe ich selber solche ähnlichen Probleme wie sie...
    Sei es die Sache mit ihrem Ex-Mann, ihrem Altelier...Clementine empfand ich als mega egoistisch und teils auch sehr verantwortungslos...
    Ja...sie hat diese Probleme, aber ich fand es mehr als nervtötend, wie die Autorin ihre Geschichte beschrieb.

    Gerell fand ich das Buch langweilig...ein spannendes Thema, aber einfach öde. Ich musste mich teils echt zum Lesen zwingen.
    Dennoch....gesamt war es okay.

    Neben Clementine fand ich auch die andren Protas irgendwie nervig.
    Keiner von ihnen schaffte es, dass ich ihn oder sie mochte.

    Bewertung:
    Es ist ein interessantes Thema, weil es mich zum Teil auch betrifft, aber die Umsetzung fand ich größtenteils langweilig & die Protas waren gar nicht mein Fall.
    Von mir gibt es:

    3 von 5 Sterne


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    kris006s avatar
    kris006vor 2 Jahren
    Wenn du nur noch 30 Tage hast

    Clementine möchte nicht mehr. Sie hat beschlossen sich in 30 Tagen das Leben zu nehmen. Als erste Amtstat wirft die Malerin ihre Antidepressiva in die Toilette. Doch Clementine möchte kein Chaos hinterlassen und beschließt alles wichtige in den letzten Tagen zu organisieren. Auf ihrem Zettel stehen: ein neues Frauchen für ihren Kater finden, sich mit ihrem Ex Freund aussprechen und ein letztes großes Bild malen. Denn die letzten Tage sollen ganz nach ihren Wünschen ablaufen. Doch dann kommen immer mehr neue Hindernisse und sie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wie wird sich Clementine nach den 30 Tagen entscheiden?

    Zuerst muss ich sagen das ich das Cover wirklich gelungen finde, es passt wirklich prima zum Buch. Auch der Titel für das Buch ist sehr gut gewählt. Ich habe das Buch ziemlich gerne gelesen, da der Schreibstil recht angenehm und flüssig ist. Die Charaktere sind stimmig, auch wenn Clementine am Anfang etwas seltsam rüber kommt. Die Gesamtgeschichte ist rund. Als einen Minuspunkt sehe ich die Monotonität, irgendwie gibt es keine großen Höhen und Tiefen, sondern die Geschichte plätschert so dahin.

    Insgesamt ein lesenswertes Buch, welches auch zum denken anregt.

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 3 Jahren
    Ashley ream - 30 Tage und ein ganzes Leben

    Clementine hat mit ihrem Leben abgeschlossen. Als Künstlerin ist sie zwar erfolgreich, doch das Leben mit Antidepressiva und ihre Familiengeschichte, die ebenfalls von Depressionen gekennzeichnet ist, lassen ihr keinen anderen Ausweg. 30 Tage nimmt sie sich, um alles vorzubereiten und abzuschließen: ihre Wohnung wird präpariert, das Testament angepasst, sie sucht ihren Vater aus, den sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat und spricht sich mit ihrem Exmann aus. Doch dann kommt alles anders als geplant.

    Ein ungewöhnlicher Umgang mit dem Thema Depression und Suizid. Das Buch unterschlägt keineswegs die negativen und dunklen Aspekte der Erkrankung und die Folgen, die dies für die Betroffenen und deren Angehörigen haben kann. Dennoch ist es über weite Strecken auch einfach herrlich komisch und insbesondere die Dialoge, getragen von der Protagonistin, haben einen großen Unterhaltungswert. Man sollte dies sicherlich nicht alles zu ernst nehmen und es stellt keine nüchtern-ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema dar. Insbesondere das Ende wird daher sicherlich vielen Betroffenen nicht gefallen, dennoch fand ich es eine lohnende, unterhaltsame Lektüre.

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    Pelikanchens avatar
    Pelikanchenvor 3 Jahren
    30 Tage mit Clementine

    Clementine Pritchard ist eine manisch-depressive Künstlerin und sie beschließt, das sie in 30 Tagen sterben möchte. Sie plant ihren eigenen Tod und das wirklich gewissenhaft und Lückenlos, bis hin zum Probeliegen im Sarg. Erst mal wirft sie all ihre Medikamente weg um die letzten 30 Tage frei zu sein und dann kommt doch so vieles dazwischen, das man Leben nennt und sie muss sich wirklich ran halten, das alles wie geplant funktioniert.

    Dieses Buch habe ich von einer Freundin bekommen, die von diesem Buch ziemlich begeistert war und es hat sich gelohnt mich auf ihren guten Geschmack zu verlassen. Auch wenn ich zugeben muss, das ich am Anfang etwas skeptisch war und ich doch länger gebraucht habe um im Buch anzukommen. An den Schreibstil muss man sich erst gewöhnen und dann merkt man, er ist einfach nur schnörkellos und lebendig und doch immer wieder wirklich witzig geschrieben.

    Ich mochte Clementine zwar auch am Anfang des Buches schon, aber um so mehr ich von ihr gelesen habe, um so mehr ich von ihr erfahren habe, um so mehr mochte ich sie. Ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen, sie und ihren Kater Chuckles.

    Nachdem sie sich dazu entschlossen hat, sich in 30 Tagen umzubringen, muss sie sich nicht mehr verbiegen und keine Dinge mehr tun, die sie nicht mag. Sie muss es niemanden mehr Recht machen und es ist ihr Egal was die anderen von ihr Denken.

    Anfangs wirkt Clementine egoistisch und Rotzfrech, doch die Story dreht sich sich zunehmend in eine andere Richtung und Clementine wird emotionaler als ihr Lieb ist. 

    Clementine ist am Anfang wirklich sehr geheimnisvoll und ich war wirklich Neugierig, wie ihr Leben verlaufen ist, um da zu sein wo sie jetzt steht. Ich bin mir nicht sicher, ob nicht auch ich Depressiv wäre, wenn ich das alles erlebt hätte.

    Das Ende war mir zu offen, aber mir hat es dennoch gefallen und ich kann nur sagen, ich kann jeden dazu raten, der gerne mal Lacht, ein bisschen Spannung mag und eben eine ungewöhnliche Protagonistin kennen lernen möchte, das Buch zu lesen.

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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 3 Jahren
    kuddelmuddel Familienroman

    Clementine möchte sterben. Sie ist es leid, es anderen recht machen zu müssen, Deadlines einzuhalten und im Übrigen will sie morgens nicht mal mehr aufstehen. Also plant sie ihren Tod und nimmt sich dreißig Tage Zeit, ihr Leben so ordentlich wie möglich zu hinterlassen und all das zu tun, was sie immer schon einmal machen wollte. Doch mit dem Auftauchen verloren geglaubter Familienmitglieder, kommt plötzlich alles anders als geplant.

    Auf Grund des starken Anfangs habe ich das Buch unbedingt lesen wollen. Leider lässt es danach ziemlich rasch nach. Viel ist nicht mehr übrig von der witzigen Erzählweise, die so erfrischend war. Klar, das Buch ließ sich trotzdem noch gut lesen, aber der Rest hat einfach nicht mehr gepasst.

    Mit Clementine selber konnte ich nicht warm werden. Wie aus den Beschreibungen hervor geht, ist sie eine sehr eigene Künstlerin, mit der nicht viele Leute klar kommen, mich eingeschlossen. Die anderen Charaktere bleiben auch eher Randfiguren, obwohl man aus dem ein oder anderen sicher mehr hätte machen können. Zum Beispiel taucht ihr Exmann zwischendrin auf, hat einen großen Auftritt und verschwindet wieder in der Versenkung. Einzig bei Jenny wurde sich etwas mehr Mühe mit dem Ausschmücken gegeben, wobei auch sie abschnittsweise vergessen wurde.

    Oft hält sich Clementine mit banalen Dingen in ihrem Leben auf, verbring viel Zeit mit dem Gestalten ihrer Bilder und lässt den Leser dabei leider auch ziemlich lange daran teilhaben. Von mir aus hätte das ruhig nebenbei erwähnt werden können, anstatt das so sehr auszudehnen. Außerdem nimmt das Buch eine eher ungeahnte, negativ überraschende Wendung im Inhalt. Erwartet habe ich einfach etwas ganz anderes. Natürlich sind Bücher, die plötzlich eine ganz andere Geschichte haben, als erwartet nicht automatisch schlecht. Aber hier hat es mir einfach überhaupt nicht zugesagt und mir hat auch ehrlich gesagt irgendwann der rote Faden gefehlt. Klar, Clementine bereitet sich auf ihren Tod vor, doch nebenbei spielen plötzlich verlorene Familienmitglieder eine Rolle und das Ganze wird mehr und mehr zu einem Familienroman.

    "30 Tage und ein ganzes Leben" klang vielversprechend und hat toll angefangen. Meine Erwartungen an das Buch wurden jedoch nicht erfüllt und das Ende war auch mehr als enttäuschend. Es wurde sehr offen gelassen (was nicht unbedingt schlecht sein muss, in diesem Fall aber eher ein Zeichen von "ich habe keine Lust mehr weiter zu schreiben" war), wirkte unglaubwürdig und konstruiert und passte zudem nicht richtig zur restlichen Geschichte.
    Keine Leseempfehlung von mir.

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    Andrea-Karminrots avatar
    Andrea-Karminrotvor 3 Jahren
    Der geplante Tod

    Die erfolgreiche Malerin Clementine hat von dem Leben die Nase voll. Seit Jahren schluckt sie Psychopharmaka , macht ihren Psychiater reich. Jetzt will sie ihrem Leben ein Ende setzten und gibt sich eine Frist von 30 Tagen, um sich von der zerrütteten Familie und Freunden zu verabschieden. Ihren exzentrischen Kater unter zu bringen und sich einen passenden Platz auf dem Friedhof auszusuchen. Kaltschnäuzig plant sie ihren Tod und scheut sich nicht ihren Exmann da mit hinein zu ziehen. Als erstes schmeißt sie ihr Teegeschirr aus dem Fenster und wiederspricht ihrer Nachbarin. Macht endlich einmal Dinge, die sie sonst nie getan hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, der seit dem Selbstmord ihrer Mutter verschwunden ist.
    Clementine ist eine leicht verrückte Frau die das Leben ohne Depressiva, wieder genießen lernt und auf allerlei Widerstände trifft.

    Das Cover dieses Buches hat mich gleich angesprochen. Vielleicht war es die Farbe oder auch die Tatsache, das eine Frau mit den Schuhen in der Hand an einem Abgrund steht.
    Am Ende des Buches stehen 30 Vorschläge, sich endlich mal wieder zu spüren und wahr zu nehmen. Eine wirklich schöne Idee. Und einiges habe ich gerne nachgemacht. “Lauf Barfuß über eine Wiese und fühle dich wieder wie ein Kind” sollte keine Schwierigkeit sein!

    Die Geschichte liest sich leicht und stellt keine großen Anforderungen. Die Texte sind flüssig und an einigen Stellen kann man schon herzlich lachen. Clementine, die Hauptfigur erzählt ihre Erlebnisse selber, nimmt kein Blatt vor den Mund und verletzt auch häufig ihre Umgebung. Ich konnte diese egoistische Frau, Anfangs nicht besonders leiden, aber im Laufe der Zeit mochte ich die Malerin immer mehr. Ihre freche und direkte Art, den Leuten nicht mehr unbedingt zu gefallen. Die Idee eine Person während ihrer “letzten” Tage zu begleiten finde ich wirklich gut. Obwohl an manchen Stellen sehr zäh, ist es eine unterhaltsame Lektüre, die sich schnell liest.

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    nblogts avatar
    nblogtvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Auch wenn die Hauptfigur nicht so ganz meins war, ist dies ein starker Roman ... allerdings mit ein paar Schwächen.
    Ernstes Thema lustig verpackt


    Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, das Buch muss ich lesen. Daher war ich dann auch froh, als ich es als Rezensionsexemplar erhielt.
    Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim Lesen etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzukommen, da Clementine nicht unbedingt die sympathischste Figur ist. Sie ist und war immer schon ziemlich egozentrisch. Sie leidet seit Jahren an Depressionen und beschließt, dass sie sich das Leben nehmen möchte. Allerdings möchte sie zunächst in den nächsten 30 Tagen ihr Leben ordnen und es so leben, wie sie es möchte. Selbstverständlich stößt sie dabei ziemlich schnell auf Widerstände.
    Neben ihrem Kater, den sie innig liebt und dennoch immer im Clinch mit ihm liegt, ihrem Exmann und ihrem sonstigen Umfeld muss Clementine auch noch sonstige Dinge ins Reine bringen. Als sie ihre Antidepressiva absetzt, merkt sie, dass sie ihr bisheriges Leben nicht so gelebt hat, wie sie es wollte und möchte daraufhin ihre letzten Tage so leben, wie sie es schon immer wollte. Dabei muss Clementine allerdings auch erkennen, dass es nicht so leicht ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Ashley Ream kannte ich zuvor nicht, muss allerdings sagen, dass mir ihr humorvoller und manchmal auch ziemlich subtiler Schreibstil ziemlich gefällt. Sie schreibt frei Schnauze, so dass Clementine zwar immer wieder in Fettnäpfchen tritt, dies allerdings nie überzogen und abwegig wirkt. Man hat das Gefühl, dass Ashley Ream sich Gedanken zu ihrer Hauptfigur gemacht hat und sie mit so viel Leben eingehaucht, dass man sich fragt, warum sie ihr Leben ein Ende setzen möchte.
    Dies ist auf jeden Fall ein Roman, der einem zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln bringt und auch gleichzeitig Fragen aufwirft: Wie konnte Clementine zu der Person werden, die sie wurde? Wie würde man selbst in ihrer Situation reagieren?

    Meine anfängliche Enttäuschung (die ich im Nachhinein allerdings auch nicht mehr als wirkliche empfinde), da ich zunächst von einem emotionalen Roman ausgegangen war, legte sich ziemlich schnell, da der Roman erstaunlich amüsant daherkommt. Trotz der aufwühlenden und problematischen Thematik ist dies ein Roman, der das ganze Thema eher von der lustigen Seite anpackt, was meiner Ansicht nach definitiv eine gute Herangehensweise ist. Insbesondere Clementine kann mit ihrer scharfen Zunge letztendlich überzeugen, auch wenn sie zunächst wahrscheinlich nicht jedermanns Figur ist. Ich für meinen Teil habe mich sogar nach einer Weile mit ihrer schrulligen Art angefreundet und konnte letztendlich mit ihren Marotten leben.

    Ich möchte nicht zu viel zum Ende verraten, kann jedoch sagen, dass sich am Ende alles zu einem interessanten und wie ich finde stimmigen Schluss zusammenfügt. Die unterschiedlichen Erzählstränge, die nach und nach im Buch verwoben werden, vollenden das Buch zu einem gutem Ganzen.

    Insgesamt betrachtet, ist dies ein guter Roman, der aufzeigt, dass jeder Mal "gute" und "schlechte" Tage hat und man das Thema zwar ernst neben sollte, es aber auch humorvoll angehen kann.
    Auch wenn die Hauptfigur nicht so ganz meins war, ist dies ein starker Roman ... allerdings mit ein paar Schwächen, insbesondere am Anfang.
    Da mich das Buch letztendlich überzeugen konnte, bekommt es von mir 4 (von 5) Punkte.

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    echidnavor 3 Jahren
    30 Tage und ein ganzes Leben

    Ich fand die grundlegende Idee des Buches interessant, nicht ganz neu, aber genau deshalb war ich auch auf die Umsetzung gespannt. Eine depressive Künstlerin beschließt ihre Medikamente abzusetzen, sich einen Monat Zeit zu geben, um ihr Leben zu ordnen, mit allem abzuschließen und sich dann umzubringen, weil sie keinen anderen Weg mehr sieht.

    Was ich gut fand war, dass es für jeden der 30 Tage ein eigenes Kapitel gab. Wäre das nicht so gewesen, hätte man bestimmt auch leicht die zeitliche Orientierung verlieren können. Sie hat ja nur noch 30 Tage Zeit und dadurch sind ihre Tage durchgeplant und vollgestopft, so dass ich manchmal überrascht war, wenn ich zurückgeblättert hab und bemerkt hab, dass immer noch derselbe Tag war.

    Nach einem interessanten Start wurde das Buch zwischendurch leider ein wenig langweilig. Es passierte wenig und ich fand, dass die Autorin manche Dinge, die eigentlich gar nicht wichtig waren, unverhältnismäßig lang beschrieben hat. Ab ungefähr der Mitte des Buches wurde das Tempo aber wieder angezogen und so langsam baute sich auch Spannung auf, so dass ich es von da ab bis zum Ende in einem Rutsch durchgelesen habe. In dem Teil hab ich mich auch gut unterhalten gefühlt und es gab einige Stellen zum Lachen.

    Eine Sache hat mich jedoch wirklich gestört: ich fühlte mich manchmal wie ins kalte Wasser geworfen. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob man sich noch in der gleichen Szene wie im vorherigen Absatz befindet oder ob zwischendurch schon Stunden vergangen sind. Außerdem werden dem Leser Informationen vorgehalten, so dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wo sich die Protagonistin eigentlich gerade befindet und warum, nur um zwei Seiten die Situation aufzulösen. Das fand ich ziemlich irritierend und ich habe ein paar Mal zurückgeblättert, um die Stelle zu suchen, die ich vielleicht überlesen hatte (die es aber nicht gab).

    Das Ende war okay. Es war unerwartet und ziemlich plötzlich und ich hätte gerne noch ein paar Seiten weiter gelesen, weil ich das Ende doch ziemlich abrupt fand. Zwischendurch hatte ich die Befürchtung, es würde zu einem romantischen Happy End kommen, was zum Glück nicht der Fall war. Daher fand ich das Ende eigentlich gut gelungen, wenn auch ein wenig unerwartet.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hallo zusammen :)
    Auf meinem Blog verlose ich ein, von mir einmal gelesenes, Exemplar von " 30 Tage und ein ganzes Leben. Um Teilzunehmen reicht die Beantwortung der Frage : Wie würdet ihr damit umgehen, wenn euch eine Freundin offenbart das sie nicht mehr leben möchte? 
    Das Gewinnspiel endet am 30.06.2015. Den Gewinner veröffentliche ich am 01.07.2015 auf meinem Blog, also reinschauen wäre nicht schlecht :)
    Die Teilnahmebedingungen findet ihr auf meinem Blog: http://kekesbuecher.blogspot.de/


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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Mein Blog "feiert" Geburtstag und ich verlose Bücher und Hörbücher! Freue mich, wenn ihre mal vorbeischaut!
    www.books-and-cats.de
    Normal-ist-langweiligs avatar
    Letzter Beitrag von  Normal-ist-langweiligvor 3 Jahren
    Korrigiert, danke!
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    Kersts avatar
    Hallo zusammen, 

    Auf meinem Blog verlose ich "30 Tage und ein ganzes Leben".
    Dabei gibt es jeden Tag eine neue Aufgabe und ich versuche sie natürlich alle zu erfüllen und wenn ihr dabei mitmachen wollt, würde ich mich über eine kleine Rückmeldung oder sogar ein Foto freuen! :)
    Ich werde die Aufgaben immer um 10:00 Uhr am jeweiligen Tag posten, sodass man auch genug Zeit hat diese zu erfüllen. Das Gewinnspiel geht bis 30.06.2015, da es genau 30 Aufgaben gibt, und ich gebe den Gewinner am 01.07.2015 auf meinem Blog bekannt.

    Pro absolvierter Aufgabe gibt es einen Punkt (es muss allerdings ein Beweisfoto geben, am besten immer unter den jeweiligen Tag kommentieren (ihr könnt es auch einige Tage später noch hochladen, oder auch unter diese Buchverlosung)). Natürlich gewinnt der mit den meisten Punkten.
    Der Gewinner erhält ein Exemplar von "30 Tage und ein ganzes Leben". Es wurde von mir einmal gelesen, ist aber sonst in einem sehr guten Zustand.
    Falls mehrere Personen die gleiche Punktzahl haben sollten, wird ausgelost.


    Teilnahmebedingungen:Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung deiner Eltern.Versand nur innerhalb Deutschland.Der Gewinner sollte sich innerhalb von einer Woche bei mir per E-Mail oder PN melden, damit der Gewinn verschickt werden kann.
    Deine Adresse wird nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.Falls Dein Gewinn auf dem Postweg verloren geht, übernehmen wir keine Haftung dafür.Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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