Ein Wunder alle hundert Jahre

von Ashley Ream 
2,9 Sterne bei10 Bewertungen
Ein Wunder alle hundert Jahre
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Positiv (3):
thursdaynexts avatar

Außergewöhnliche Geschichte, distanziert erzählt, für Leser die auch zwischen den Zeilen lesen können, packend und nachhallend.

Kritisch (4):

Außer dem interessanten Thema hat mir leider nichts an dem Roman gefallen, ich kann ihn leider deshalb auch nicht weiter empfehlen.

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Inhaltsangabe zu "Ein Wunder alle hundert Jahre"

Wird das Wunder uns alle verändern?
Alle hundert Jahre geschieht ein Wunder an der Küste von Washington Island: das Wasser glüht und schimmert grün wie ein Polarlicht. Für sechs Tage. Dr. Rachel Bell erforscht dieses Wunder sowie die winzigen Wasserwesen, die es hervorrufen. Sie hofft, dass das Geheimnis über das grüne Wasser, das allen Mythen und Geschichten zugrunde liegt, wahr ist: demnach könnte es eine Kraft besitzen, die Rachel das Leben retten und die ganze Welt verändern könnte. Rachel hat genau sechs Tage lang Zeit, das herauszufinden. Bevor das Wasser wieder dunkel wird - für die nächsten einhundert Jahre ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715459
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:13.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Außergewöhnliche Geschichte, distanziert erzählt, für Leser die auch zwischen den Zeilen lesen können, packend und nachhallend.
    Nächtliches Leuchten

    „Bei Sonnenuntergang versammelten sie sich alle an dem steinigen Strand der Bucht und betrachteten das Wasser, das allmählich grünes Feuer fing … Streifen und Schlieren von Limettengrün tauchten am Ufer auf, als wären Hunderte, vielleicht Tausende Leuchtstäbe geknickt und dann in die Bucht geschüttet worden. Die Flecken aus phosphoreszierendem Neon wuchsen, breiteten sich aus und gingen ineinander über.

    „Ein Wunder alle hundert Jahre“ ist eine behutsam erzählte Geschichte, die ihren Sog langsam entwickelt. Eine außergewöhnliche, besondere Erzählung, die mich, kurz nach Lesebeginn recht schnell gepackt und das Buch in einen Pageturner verwandelt hat. Die Charaktere entfalten sich ruhig und unaufgeregt, wie der auktoriale Erzähler, der sich ebenfalls unaufdringlich im Hintergrund hält. Ashley Ream lässt ihnen Raum sich zu entfalten. Das liest sich angenehm sachlich, fast unemotional, trotz der dramatischen Ereignisse im Leben der Protagonisten, die in der Vergangenheit spielten und auf einen Höhepunkt, der in der Zukunft liegt, angelegt sind.

    Über allem schwebt das nächtliche Leuchten des „Wunders“, jene lumineszierenden Kleinstlebewesen „Artemia Lucis“, die nachts das Meer in der kleinen Bucht der Insel Ollo’eteet an der Küste von Washington Island erleuchten. Sechs Tage lang, während der Paarungszeit, alle hundert Jahre …

    Ein Forscherteam versucht dieses „Wunder“ zu untersuchen, um es zu schützen und zu bewahren, doch einige der Forscher verfolgen dabei eigene Interessen. Wie Rachel, die sich Heilung ihrer chronischen Schmerzen erhofft und John, Ureinwohner und Experte für Küstenökosysteme, der mehr um die Geheimnisse der kleinen biolumineszierenden Gliederfüßler weiß, da sie seinen dort ansässigen Stamm über die Jahrhunderte begleiteten und spirituelle Quelle waren.
    Dann ist da noch Harry, Musiker und Komponist, dem nicht mehr viel Zeit bleibt. Er stirbt an einer Nervenerkrankung (womöglich ALS), die die Verbindung des Gehirns zu den Muskeln langsam absterben lässt. Seine Exfrau Tilda, die ihre eigene Geschichte zu verarbeiten hat ist zurückgekehrt, um sich um ihn zu kümmern.

    'Ich richte ein Boot her', sagte Tilda, weil es der Wahrheit entsprach und zumindest irgendetwas war. ‚Ein Boot‘, sagte Tip, als hätte er zum ersten Mal etwas Derartiges gehört. ‚Ein Segelboot, ein kleines, Vielleicht sechs Meter.‘ ‚Ich wusste nicht, dass du dich mit Booten auskennst.‘ ‚Ich bin ja weiträumig. Ich enthalte Vielheiten.‘ Falls Tip das Whitman-Zitat erkannte behielt er es für sich."

    Ashley Ream erzählt viele Geschichten in „Ein Wunder alle hundert Jahre“. Geschichten um Liebe, Verlust, Verzweiflung. Auch diese weiträumig, vielheitlich und in unaufgeregter schöner Sprache, die mir ausnehmend gut gefiel.
    Aus einiger Distanz, mit ab und an aufblitzendem, leisen Humor, schildert sie die Menschen, ihre Gedanken, Beweggründe, Bedürfnisse und Gefühle in einer großartigen Naturkulisse, die man beim Lesen beinahe riechen und spüren kann.
    Diese Distanziertheit muss man mögen, sich auf den Sog den der Roman entwickelt und die emotionale Wucht die so klar und unbeteiligt geschildert wird, einlassen können Dies ist ein Buch für Erwachsene. Ein wenig Lebenserfahrung ist unabdingbar, um Zugang zu dieser großartig erzählten Geschichte zu finden.

    „Ein Wunder alle hundert Jahre“ wird noch lange nachhallen. Der Geruch nach Meer, Salz und Algen, das Gefühl von Sand und Wind auf der Haut, Ashley Ream hat es in ihrem Roman, dieser Mischung aus Roman und Thriller eingefangen.

    Noch eine Warnung: Wer sich angelockt durch Cover und Titel in der Hoffnung hier kitschige romantische Lovestory und Herzzschmerzdramen vorzufinden zum Buch entschließt wird sicher enttäuscht werden. Wer eine packende, außergewöhnliche Geschichte erzählt bekommen möchte und gerne selbst denkt wird hier fündig.

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    seekingzamonias avatar
    seekingzamoniavor 6 Monaten
    Auf der Suche nach einem Wunder.

    Alle hundert Jahre geschieht ein Wunder in der Bucht von Olloo’et im Pazifik. Für genau sechs Tage ist die Insel von einem geisterhaft grün leuchtenden Band umgeben. 

    Auslöser für dieses Phänonem sind kleine Tiere - Artemia Lucis. Winzige Gliederfüßer, die nur einmal alle hundert Jahre schlüpfen. Sie leben nur sechs Tage, in denen sie sich paaren und neue Eier legen; und sie haben biolumineszierende Körper: sie leuchten fast neongrün.

    Schon die Ureinwohner wussten um die schmerzlindernde Wirkung der kleinen Wesen - aber auch um die Nebenwirkungen.


    Dr. Rachel Bell ist als Teil eines Forschungsteams aus Washington auf Olloo’et, um die Artemia Lucis zu erforschen. Jedoch hat sie auch ein persönliches Interesse an dieser Reise, denn sie leidet seit ihrem sechsten Lebensjahr unter fast unerträglichen Rückenschmerzen.

    Sie scheut keine Selbstversuche, um die Gerüchte um die schmerzstellende Wirkung der Tierchen belegen zu können, wagt den Versuch, sie in künstlicher Umgebung heranzuzüchten. 


    Rachel hält ihre Forschungen geheim vor ihrem Team und ihrem Vorgesetzten, zieht bei einem Küstenbewohner, Harry Streatfield, ein und bringt sich und andere durch ihre Versuche in Gefahr. 


    -


    Das Buch wirft die Frage auf, inwieweit der Mensch zum eigenen Nutzen eingreifen darf in die Natur. Rachel bringt mit ihrem Versuch, für sich selbst Heilung und Hilfe zu finden, das System der kleinen Gliedertierchen durcheinander. Sie stört und verändert künstlich die Paarungszeit und gefährdet hierdurch den Bestand der sowieso schon raren Spezies - zum ausschließlichen Zweck, ihr eigenes Dasein lebenswerter zu machen.

    Leider wird diese Frage nur oberflächlich angesprochen, die Auswirkungen werden nicht weiter ausgeführt oder überdacht. Das hätte ich spannend gefunden bei einem Thema, das so ja noch nicht wirklich in Büchern vorgekommen ist.


    Rachel ist ein schwieriger Mensch, distanziert und oft kalt. 

    Natürlich ist das in gewisser Weise nachvollziehbar, immerhin ist sie chronisch krank und schleppt sich seit wirklich vielen Jahren mit unsäglichen Schmerzen herum.

    Trotzdem ist es so etwas schwierig, einen emotionalen Bezug zu ihr aufzubauen, sie zu verstehen und mit ihr mitfühlen zu können. Man bleibt immer etwas distanziert. 


    Auch die anderen Charaktere bleiben etwas an der Oberfläche, es fällt schwer, einen wirklichen Zugang zu bekommen. Man bleibt immer - im negativen gesehen - Beobachter, versteht auch nicht immer wirklich, warum manche Entscheidungen getroffen werden. 

    Natürlich kann es gut sein, dass die Protagonisten des Buches deshalb so distanziert gehalten wurden um zu verdeutlichen, wie viel Egoismus in den Menschen sein kann; jedoch ist es wirklich schwierig, so das Verhalten einordnen und mit den Charakteren mitgehen zu können. 


    Der Schreibstil an sich ist passend pragmatisch, wissenschaftlich und distanziert. 


    Das Thema an sich ein sehr Spannendes, die Beschreibungen des Phänomens wirklich gut. Es gibt viele Ansätze im Buch, die einen weiterlesen lassen weil man wissen möchte, wie es ausgeht. 

    Aber durch das nicht weiter ausgearbeiteten Thema der Moral um das Verhalten des Menschen gegenüber der Natur bleiben am Ende des Buches viele unbeantwortete Fragen, was das Lesen etwas unbefriedigend macht.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Außer dem interessanten Thema hat mir leider nichts an dem Roman gefallen, ich kann ihn leider deshalb auch nicht weiter empfehlen.
    Außer dem interessanten Thema hat mir leider nichts an dem Roman gefallen.

    Zuerst hat mich der Titel angezogen, und als ich dann den Klappentext gelesen hatte, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich kannte das Naturphänomen, das in dem Buch angesprochen wird, schon vorher und habe direkt die wunderschönen Aufnahmen vor mir gesehen. Leider habe ich nicht das bekommen, was ich erwartet hatte: einen gefühlvollen und magischen Roman.

     

    Leider zieht der Erzählstil der Autorin die Geschichte dermaßen in die Länge, dass es keine Freude mehr gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Wenn man es in Zahlen ausdrücken möchte, kann man erkennen, wo die Krux liegt, denn es dreht sich hier tatsächlich auf 416 Seiten nur um die sechs Tage, in denen das Naturphänomen aktiv ist. Dass das in die Hose gehen kann, ist eigentlich klar.

     

    Es gibt auch tatsächlich keine Rückblenden oder ähnliches, was die Lektüre etwas auflockern könnte. Es gibt zwar mehrere Handlungsstränge, die aber meiner Meinung nach viel zu spät zusammenführen, um die Geschichte doch noch interessant zu machen. Außerdem wird das Zusammentreffen noch nicht einmal richtig ausgeführt und erklärt, sodass man als Leser etwas ratlos zurückbleibt.

     

    Auch die Figuren wurden ziemlich kühl und lieblos gestaltet, mir war keiner der Protagonisten sonderlich sympathisch. Das muss auch nicht zwingend der Fall sein, aber ich erwarte, dass die Figuren so gut ausgearbeitet sind, dass ich ihre Handlungsweise nachvollziehen kann, ich will sie ja noch nicht einmal gut heißen können. Leider war das bei diesem Roman nicht so.

     

    Der Schreibstil war viel zu wissenschaftlich und wenig gefühlvoll, also genau das Gegenteil von dem, was ich mir erhofft hatte. 

     

    Am Ende sind viele der Fragen, die beim lesen aufgetaucht sind, nicht beantwortet. Das lässt mich unzufrieden zurück. Außerdem bin ich nicht hinter die Message der Geschichte gekommen und frage mich deshalb, wieso sie überhaupt geschrieben wurde. 

     

    Fazit:

    Außer dem interessanten Thema hat mir leider nichts an dem Roman gefallen, ich kann ihn leider deshalb auch nicht weiter empfehlen.

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    Alesks avatar
    Aleskvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine nette Geschichte, mit unsympathischen Figuren.
    Suche nach einem Wunder

    Dr. Rachel Bell gehört einem Team von Wissenschaftlern an, die das sogenannte Wunder am Strand von Olloo'et untersuchen sollen.
    Alle 100 Jahre schlüpfen an der Küste von Olloo'et, einer Insel im Nordwestpazifik kleine, planktonartige Tiere, die lumineszieren und so den Küstenstreifen zum leuchten bringen. Dieses Spektakel dauert lediglich fünf Tage an, die Tiere schlüpfen, vermehren und sterben in dieser kurzen Zeit.
    Ein Team von Wissenschaftlern, zu denen auch Dr. Rachen Bell angehört, soll dieses Ereignis erforschen, doch Rachel, die seit ihrer Kindheit unter chronischen Schmerzen leidet, hat ihre eigenen geheimen Pläne. Unter den Ureinwohnern der Insel gibt es die Legende, welche besagt, daß die Tiere, sobald aufgenommen, zu Halluzinationen führen können, und große Schmerzen lindern sollen.
    Rachel, die Selbstversuche nicht scheut, versucht ihre Forschungen vor ihrem Chef geheim zu halten, und quartiert sich bei einem der Küstenbewohner, einem kranken, älteren Herren ein.

    Der Roman „Ein Wunder alle hundert Jahre“ von Ashley Ream ist eine nette Geschichte, mitgerissen hat sie mich nicht.
    Rachel war mir höhst unsympathisch, die anderen Nebencharaktere und ihre Geschichten fand ich uninteressant, lediglich dem alten Harry konnte ich etwas abgewinnen. Etwas schade, daß die Autorin aus der Legende der Ureinwohner nicht mehr gemacht hat, obwohl sie einen Vertreter des Stammes der Olloo'et auftreten lässt.
    Besonders aufgefallen sind mit die Frauen in dieser Geschichte. Sie sind eigenwillig und stark, fast schon starrköpfig und verfolgen ihre Ziele ohne Rücksicht auf andere.
    Eine nette, fiktive Geschichte, die zwischen den Zeilen die Zerstörung der Natur durch den Menschen und der Auseinandersetzung der Moderne mit Legenden von Naturvölkern kritisiert.

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    Shaaniels avatar
    Shaanielvor 8 Monaten
    Etwas ganz anderes erwartet...

    🌊🌊Rezensionsexemplar🌊🌊
    -Bloggerportal Randomhouse-

    🌊🌊🌊Ein Wunder alle hundert Jahre🌊🌊🌊

    Autorin: Ashley Ream
    Verlag: Btb Verlag
    Preis: 10€ Taschenbuch, Broschur
    Seiten: 416 Seiten
    ISBN: 978-3-442-71545-9
    Erscheinungsdatum: 13.11.2017

    2 Von 5 Sternen ⭐⭐
    🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊
    Inhaltsangabe:
    Entnommen von:
    https://www.randomhouse.de/
    Wird das Wunder uns alle verändern?
    Alle hundert Jahre geschieht ein Wunder an der Küste von Washington Island: das Wasser glüht und schimmert grün wie ein Polarlicht. Für sechs Tage. Dr. Rachel Bell erforscht dieses Wunder sowie die winzigen Wasserwesen, die es hervorrufen. Sie hofft, dass das Geheimnis über das grüne Wasser, das allen Mythen und Geschichten zugrunde liegt, wahr ist: demnach könnte es eine Kraft besitzen, die Rachel das Leben retten und die ganze Welt verändern könnte. Rachel hat genau sechs Tage lang Zeit, das herauszufinden. Bevor das Wasser wieder dunkel wird - für die nächsten einhundert Jahre ...
    🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊
    Weitere Informationen:
    https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Wunder-alle-hundert-Jahre/Ashley-Ream/btb-Taschenbuch/e488257.rhd
    (plus Leseprobe)
    https://www.randomhouse.de/Autor/Ashley-Ream/p502816.rhd
    🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊

    Hallo ihr Süßen 💕
    Ich konnte gerade dieses Buch von Ashley Ream beenden. Leider wurde ich zu tiefsten enttäuscht, da ich an dieses Buch eine ganz andere Erwartung hatte. Ich bin mit der Erwartungshaltung an die Geschichte gegangen, das ich etwas geheimnisvolles, mystisches und wunderschönes zu lesen bekomme. Ich wollte nach dem ich den Klappentext gelesen hatte, unbedingt mehr von dieser Geschichte erfahren. Es klang einfach nur unglaublich faszinierenden und anziehend. Leider aber habe ich dies nicht bekommen. Ashley's Schreibstil ist toll, gar keine Frage und auch die Story der Geschichte, wäre sicherlich sehr gut, bei einer anderen Erwartungshaltung. Doch ich habe, meiner Meinung nach eher eine Art Medizinthriller bekommen, was vielleicht auch ganz toll gewesen wäre. Aber da die Protagonistin "Dr. Rachel Bell", so unglaublich unsympathisch und egoistisch war, konnte ich mich mit dem Buch und ihrer Geschichte so gar nicht anfreunden. Menschlich gesehen kann ich ihre Handlungen und ihre überheblich Art in die Natur Einzugsreifen, verstehen, aber nicht billigen. Es ist wirklich schlimm was dieser Frau passiert ist und das sie so leidet, aber dafür darf man nicht über "leichen" gehen, auch wenn es "Nur" Mikroorganismen sind. Es sind Lebewesen und diese Wesen erscheinen nur einmal in Hundert Jahren für genau 6 Tag! Das einzige an das unsere Protagonistin denkt, ist an die Forschung und die damit verbundene Zerstörung dieser Wesen. Ich konnte mich leider so überhaupt nicht auf die Geschichte einlassen und bin immer noch total entsetzt. Leider hat dieses Buch zwar eine Rasante Story, aber ich hatte etwas ganz anderes erwartet. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er das Buch findet, aber mich hat es nicht überzeugen. Wundervoller Klappentext, der mehr verspricht,als er hält.
    Vielen lieben Dank dennoch an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
    Lieben Gruß
    Sonja/Shaaniel




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    Angie*s avatar
    Angie*vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein mystischer, unheimlich spannender fiktiver Thriller über die Forschungen einer Meeresbiologin,,,
    Glühende Meergeheimnisse,,,,

    Rezension 

    INHALT/Klappentext:
    Alle hundert Jahre geschieht ein Wunder an der Küste von Washington Island: das Wasser glüht und schimmert grün wie ein Polarlicht. Für sechs Tage. Dr. Rachel Bell erforscht dieses Wunder sowie die winzigen Wasserwesen, die es hervorrufen. Sie hofft, dass das Geheimnis über das grüne Wasser, das allen Mythen und Geschichten zugrunde liegt, wahr ist: demnach könnte es eine Kraft besitzen, die Rachel das Leben retten und die ganze Welt verändern könnte. Rachel hat genau sechs Tage lang Zeit, das herauszufinden. Bevor das Wasser wieder dunkel wird - für die nächsten einhundert Jahre ...
    MEINE MEINUNG: Dr. Rachel Bell leidet täglich unter unsäglichen Schmerzen, die ihr in der Kindheit durch eine Verletzung , hervorgerufen durch ein  grausames Geschehen, zugefügt wurde. Trotz dieser Beschwerden ist sie zu einer exzellenten Forscherin in der  Molekular - und Meeresbiologie herangereift.  Diese Protagonistin hat nicht meine Sympathie erhalten, aber meine Achtung vor ihrem Durchhaltevermögen und ihrem fanatischen Ehrgeiz als Forscherin, welchen die Autorin genauestens beschreibt.  Ashley Ream hat uns aber noch mehr interessante Figuren in diesem super spannendem, mystisch angehauchtem Biologie-Thriller geschenkt. Da sind die sehr sympathische ehemalige Senatorin Tilda, die ihrem todkranken Ex-Ehemann Harry in seinen letzten verbleibenden Monaten zur Seite stehen möchte, der geheimnisvolle Forscher John  mit indianischen Wurzeln, der attraktive Nachbar Tip, Tilda’s und Harry’s Sohn Juno und nicht zuletzt, die in jungen Jahren verstorbene Tochter der Familie, Becca, die eine ganz besondere Rolle ausfüllt. Diese unterschiedlichen  Lebens-Geschichten der Protagonisten  werden glaubhaft  vor dem Hintergrund und der Atmosphäre  eines Insel- und Strandlebens packend und stetig miteinander verwickelt  und von der Autorin in einem ungewöhnlich fesselndem Schreibstil dargestellt .  Ashley Ream hat es sehr lange geschafft mich als Leserin über ihren wahren Hintergrund der  Geschichte  zu täuschen und das spricht für ihre bildhafte und fantasievolle Schreibweise. Ich habe mitreissende Erlebnisse verfolgt und das Buch nur ungern aus der Hand gelegt. Für mich war es ein Thriller nach meinem Geschmack, ohne offensichtlich brutale Gewalt oder blutige Exzesse. 
    Meine Empfehlung : Unbedingt lesen ! FÜNF *****STERNE!
    Herzlichen Dank an die Autorin und den btb Verlag in der Random House Group für diesen fiktiven Roman!

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    dreamsbooksandfantasys avatar
    dreamsbooksandfantasyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat mir leider gar nicht gefallen und konnte mich überhaupt nicht überzeugen.
    Eine gute Idee mit schlechter Ausführung

    Dr. Rachel Bell ist krank. Sehr krank. Ihre einzige Rettung ist ein Wunder, welches nur alle hundert Jahre am Strand von Olloo'et passiert, denn dort schlüpfen kleine Tiere im Wasser, welche nachts neongrün leuchten. Diese kleinen Tiere leben nur 6 Tage, in denen sie sich paaren und neue Eier legen, die erst wieder in 100 Jahren schlüpfen. Ihnen wird eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, aber auch viele Nebenwirkungen. Obwohl Rachel eigentlich zum Erforschen dieser kleinen Tiere als Teil eines großen Forscherteams auf die Insel gekommen ist, verfolgt sie selbst andere Pläne. Dabei bringt sie nicht nur sich, sondern auch viele andere in Gefahr.




    Ich glaube diese Rezension wird die kürzeste Rezension, die ich je geschrieben haben bzw. ich versuche, dass es die kürzeste wird, da ich in langen Texten dazu neige, Bücher letztendlich doch wieder schön zu reden, die mir eigentlich nicht gefallen haben.


    Dieses Buch hat mir leider gar nicht gefallen. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi und gefühlt passiert auf diesen 408 Seiten, welche die 6 Tage des Wunders beschreiben, nicht viel.

    Auch wenn irgendwann ab Seite 200 ein wenig Spannung entstanden ist, die mich wenigstens ein bisschen gedrängt hat das Buch weiterzulesen, ist meiner Meinung nach nicht sehr viel passiert.

    Die Handlungsstränge im Buch fand ich größtenteils zu verworren, zu unausgearbeitet und zu viel für dieses Buch. Außerdem fand ich es schade, dass diese zu vielen Handlungsstränge erst sehr spät zusammen gefunden haben und auch leider zu dem Zeitpunkt nicht wirklich aufgeklärt wurden.


    Alle Charaktere in diesem Buch waren mir persönlich zu stumpf, zu kalt, zu gefühllos und zu egoistisch. Keinen Charakter fand ich sympathisch und leider sind mir alle je näher ich dem Ende kam nur noch mehr auf die Nerven gegangen. Viele Entscheidungen wurden getroffen, die ich nicht nachvollziehen konnte und die meiner Meinung nach auch nicht gepasst haben.

    Vielleicht hat die Autorin die Charaktere so kalt und gefühllos erschaffen, um zu zeigen wie selbstsüchtig die Menschen sind.  Für mich waren sie aber zu gefühlskalt, da ich so keine emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen konnte und in mir nur eine Abneigung gegen alles in diesem Buch entstanden ist.


    Auch wenn der Roman anscheinend keine leichte Lektüre sein sollte, fand ich den Schreibstil zu wissenschaftlich, zu emotionslos und oftmals viel zu detailliert. Für mich war es wirklich schwierig in einen Lesefluss zu kommen.


    Während des ganzen Lesens hatte ich das Gefühl, dass das Buch mir am Ende eine wichtige Botschaft oder Erkenntnis mit auf den Weg geben will. Entweder ich habe diese wichtige Botschaft verpasst oder sie wurde für mich nicht klar genug ausgedrückt.

    Ich habe die ganze Zeit gedacht, die Nachricht hinter dem Buch würde in Richtung Naturschutz gehen und das dies an vielen unterschiedlichen Schicksalen/Beispielen verdeutlicht werden sollte, aber falls die Autorin wirklich das in ihrem Buch ausdrücken wollte, war es mir zu wenig ausgearbeitet und zu undeutlich.


    Mir hat außerdem nicht gefallen, dass während des Lesens sehr viele Fragen entstanden sind, die am Ende leider gar nicht oder unzureichend aufgeklärt wurden. Das Ende des Buches hat mich mit mehr Fragen zurück gelassen, als ich eigentlich vorher hatte. Wofür werden alle möglichen kleinen Details genannt, wenn man am Ende nicht alles verbindet oder alle entstanden Fragen aufklärt?


    Alles in allem muss ich leider sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Das einzig Gute war die leichte Spannung, die mich gedrängt hat, das Buch zu Ende zu lesen, auch wenn ich mit dem Ende nicht zufrieden bin.


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    R
    Rikasbookshelfvor 10 Monaten
    Leider eine Enttäuschung für mich.

    Mir wurde dieses Buch vom Verlag über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt, dies wird jedoch nicht meine Meinung beeinflussen.

    Ich habe von dem Buch eine Geschichte erwartet, die sich mit diesem Wunder auseinander setzt und sich auch mit der vergänglichkeit dieses Wunders auseinander setzt. Doch stattdessen hab ich eine unsympatische, egoistische Hauptperson bekommen, der groß Teil der Geschichte handelt von Personen, die nicht einmal auf dem Klappentext auftauchen und letzt endlich geht es nur um Schmerzmittel bzw. Rauschmittel.

    Also wie würde ich die Handlung beschreiben?

    Harry Streatfield ist unheilbar krank, so krank, dass er seine Ex-Frau Tilda bittet wieder bei ihm einzuziehen.  Dr. Rachel Bell leidet seid ihrer Kindheit unter schwersten Verbrennungsnarben, doch nun gibt es Hoffnung, ein Wunder, wenn man so möchte. Ein Wunder das alle Hundert Jahre vor Olloo`et passiert. Kleine Tierchen leuchten im Wasser wie Glühwürmchen und können der Schlüssel zu einem Revolutionärem Schmerzmittel sein. Durch Zufall scheint es als könnten Harry und Rachel beide davon profitieren.

    Das klingt jetzt vielleicht etwas nach Liebesdrama, aber das kann ich euch jetzt schon sagen, zwischen den beiden passiert nichts. Die haben im Buch kaum vernünftig miteinander geredet, also macht euch da keine Hoffnung.

    Das Buch an sich zieht sich sehr in die Länge, Seiten lang wird über die Experiment geschrieben. Immer wieder handelt Buch nur von Tilda, als von irgendjemand anderem. Nebencharaktere, die dann doch ganz interessant scheinen, werden komplett links liegen gelassen und nicht weiter thematisiert. Auch scheint Rachel ständig vor den gleichen Problemen zu stehen, die dann einfach langweilig werden, erst auf den letzten 60/70 Seiten wurde es dann etwas spannender und ich habe mich dann tatsächlich für das ende interessiert. Das Ende dann war enttäuschend, es wirkte so als wenn die Autorin keine Lust mehr auf die Handlung hatte und so schnell wie möglich dieses Buch beenden wollte.

    Fazit

    Auch wenn das Buch einfach zu lesen war hat mir der Inhalt nicht sonderlich gefallen. Es ist durch aus angenehm zu lesen, wenn man ihn der bahn feststeckt und kein anderes Buch in Reich weite ist. Ich werde es nachdem momentanen Stand der Dinge nicht noch einmal lesen.

    Auf meinem Blog lesen

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mysteriöse Geschichte um ein Naturphänomen und die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt
    Mysteriöse Geschichte um ein Naturphänomen und die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt

    In der Bucht der Insel Olloo`et im Nordwestpazifik gibt es ein Phänomen, das nur alle hundert Jahre zu erleben ist. Für sechs Tage ist die Insel von einem leuchtend grünen Band umgeben. Das Licht kommt von winzigen Gliederfüßern und ihren biolumineszierenden Körpern. Die Artemia lucis werden nur einmal im Jahrhundert geboren und wurden bereits von den Ureinwohnern der Insel wegen ihrer halluzinogenen und schmerzstillenden Wirkung geschätzt. 
    Dr. Rachel Bell ist Teil eines Forschungsteams der Universität von Washington und ist mit sechs weiteren Wissenschaftlern vor Ort, um das Phänomen zu erforschen. Rachel hat auch ein persönliches Interesse an der Forschung. Seit ihrem sechs Lebensjahr leidet sie unter unerträglichen Rückenschmerzen und ist in ihrer Bewegung aufgrund der Vernarbungen eingeschränkt. Sie entnimmt Wasserproben und möchte die Tierchen in künstlicher Umgebung züchten, um für sich ein Medikament herzustellen und ihr eigenes Leben zu retten. Der erste Versuch beweist auch direkt die positive Wirkung. Nach dern Einnahme des gewonnenen Extrakts ist Rachel zum ersten Mal seit Jahren über Stunden schmerzfrei. Über etwaige Nebenwirkungen macht sie sich keine Gedanken. 
    Um ihre heimliche Zucht durchführen zu können, nimmt sie das Angebot eines Bewohners der Insel an, bei ihm im Haus statt im Camp zu wohnen. Harry Streatfield ist selbst todkrank und eignet sich deshalb auch für Experimente mit der Wirkung der "Artemia lucis". Harry nimmt Rachel bereitwillig bei sich auf, weil sie ihn an seine verstorbene Tochter Becca erinnert, an deren Tod er sich die Schuld gibt. An der Belastung ist auch die Ehe zu seiner Frau Tilda zerbrochen, die ihn derzeit besucht, um von ihrem kranken Exmann Abschied zu nehmen. 
    Aufgrund des Naturphänomen mutet die Geschichte mysteriös an. Auch wenn klar sein sollte, dass diese Lebewesen, die nur einmal im Jahrhundert für sechs Tage da sind, unter einem besonderen Naturschutz stehen, setzt sich Rachel darüber hinweg, um die Tierchen für ihre egoistischen Zwecke, die menschlich und nachvollziehbar sind, auszunutzen. Sie stört die Paarungszeit der Artemia lucis und gefährdet damit deren Bestand, um ihr eigenes Leben erträglicher zu machen. 
    Rachel ist keine zugängliche, sympathische Frau. Sie ist distanziert und hält die Menschen auf Abstand. Hintergrund ihrer abweisenden Art sind die Narben, die sie niemandem zeigen möchte und die insofern nicht  nur physische, sondern auch psychische Auswirkungen auf ihr Leben haben. Nahezu besessen baut sie sich heimlich ein Labor auf, um innerhalb der sechs Tage das Protein zu gewinnen, von dem sie die heilsame Wirkung erwartet. 
    In dem Roman werden ethische Fragen aufgeworfen und der menschliche Egoismus der Natur gegenübergestellt. Es geht um den Umgang des Menschen mit der Natur, wobei die Auswirkungen des Eingreifens des Menschen nicht weiter ausgeführt werden.  Auch das Phänomen der fluoreszierenden Tiere, das nur alle hundert Jahre auftritt, blieb mir zu vage und zu wenig detailliert beschrieben. Ich hätte mir eine tiefer gehende Erklärung für ihr mysteriöses Auftreten und der Gewinnung eines Heilmittels gegen Schmerzen sowie eine stärkere Auseinandersetzung von Rachel mit ihren Handlungen und Selbstreflexion gewünscht. Des Weiteren wären auch mehr Ausführungen zum Forschungsauftrag der Universität Washington hilfreich gewesen. 

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    bane2011s avatar
    bane2011vor einem Jahr

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