Ashley Vance

 4.2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Elon Musk und Elon Musk.

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Elon Musk

Elon Musk

 (4)
Erschienen am 09.11.2015
Elon Musk

Elon Musk

 (1)
Erschienen am 09.11.2015

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Rezension zu "Elon Musk" von Ashley Vance

Recht informativ. Hat mir aber viel Geduld abverlangt.
Wedmavor 4 Monaten

Diese Biographie hat mir viel Geduld abverlangt.

Klappentext beschreibt dieses Werk so: „Elon Musk ist der da Vinci des 21. Jahrhunderts. Seine Firmengründungen lesen sich wie das Who's who der zukunftsträchtigsten Unternehmen der Welt. Alles, was dieser Mann anfasst, scheint zu Gold zu werden. Mit PayPal revolutionierte er das Zahlen im Internet, mit Tesla schreckte er die Autoindustrie auf und sein Raumfahrtunternehmen SpaceX ist aktuell das weltweit einzige Unternehmen, das ein Raumschiff mit großer Nutzlast wieder auf die Erde zurückbringen kann.

Dies ist die persönliche Geschichte hinter einem der größten Unternehmer seit Thomas Edison, Henry Ford oder Howard Hughes. Das Buch erzählt seinen kometenhaften Aufstieg von seiner Flucht aus Südafrika mit 17 Jahren bis heute. Elon Musk gilt als der "Real Iron Man" - in Anlehnung an einen der erfolgreichsten Comichelden der Welt. Es ist die gleichsam inspirierende, persönliche und spannende Geschichte eines der erfolgreichsten Querdenker der Welt. In einem Umfang wie noch kein Journalist zuvor hatte Ashlee Vance für diese Biografie exklusiven und direkten Zugang zu Elon Musk, seinem familiären Umfeld und persönlichen Freunden.“


Mir erscheint diese Beschreibung zu hochtrabend, was auch dazu beführt hat, dass ich diese Biographie lange mied.


Das Werk an sich ist nicht so maßlos übertrieben. Man sieht, dass sich der Autor stets bemüht hat, eine Balance zwischen Bewunderung und Kritik zu finden, und das Ganze möglichst politisch korrekt darzustellen, was natürlich auch auf die Kosten der Qualität dieser Biographie ging.


Zudem hätten die Schwerpunkte gern anders gesetzt werden können. Zu viel von technischem Kram, der eher als seitenfüllend wirkte und höchstens, wenn überhaupt, für Technik-Freaks von Interesse wären. Gern hätte ich mehr von der betriebswirtschaftlichen Seite erfahren. DA war es aber eher dünn gesät, was doch schade war. Klar sind die Eckpunkte, so ganz grob da, z.B. dass Musk mit seinen Unternehmen doch an die Börse gehen musste oder dass er auch, so weit es ging, das Geld aus der Staatskasse herauskitzelte.


Deutlich wurde v.a., dass Musk ein skrupelloser Geschäftsmann ist, ein würdiger Vertreter des gnadenlosen Neoliberalismus, dem es nichts ausmacht, auch langjährige Mitarbeiter auf der Stelle zu kündigen, die für ihn und seine Firmen mit Hingabe nach bestem Wissen und Gewissen geschuftet haben. Auch die Weggefährten wie Mitgründer, kann er problemlos aus dem Geschäft zu drängen, wenn sich die Differenzen oder ähnl. herausstellen. Ein moderner Sklaventreiber par excellence. Dennoch wollen viele junge Leute für ihn arbeiten. Seine unkonventionellen Methoden wirken auf die Jungdynamiker zunächst sehr attraktiv. Wie die Neuen rekrutiert werden, wurde recht ausführlich und bildhaft beschrieben. Aber auch diese werden dem Grundprinzip hire and fire unterworfen. Es gibt viele ehemalige Mitarbeiter, so der Autor, die auf Musk nicht gut zu sprechen sind, u.a. auch weil ihnen etwas untergeschoben wurde, was nicht der Fall war.


Nun wird so einer zum Helden stilisiert. Er hat ja große Pläne. Er ist einer, der Mars mit Menschen besiedeln und Raumfahrt an sich billiger machen will.


Gute, aber eher oberflächliche Vorstellung bekam man auch von seinen Unternehmen: SpaceX, Tesla, wie sie aufgebaut wurden, welchen Schwierigkeiten, eher technischer Natur, gab es damals.


Klar wurde auch, wie nicht einfach es ist, so eine Position wie Musk auszufüllen. Diese verlangt viel. Viel mehr als ein Durchschnittbürger es sich vorstellen kann.  


Ich habe mir vielerorts gewünscht, dass diese Lebensgeschichte anders erzählt wäre. Daher musste ich viele Pausen einlegen und mich motivieren, dieses Hörbuch doch noch zu Ende zu hören.


Der Sprecher Michael J. Diekmann hat gut gelesen, wobei manchmal etwas monoton und irgendwie so, dass ich nach max. einer Stunde Pausen einlegen musste.


Fazit: Zum ersten Kennenlernen nicht schlecht. Recht informativ. Hat mir aber viel Geduld abverlangt.


Hörbuch, 13 Stunden 7 Minuten, ungekürzt.

 

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Masaus avatar

Rezension zu "Elon Musk" von Ashley Vance

Elon Musk
Masauvor 7 Monaten

Ob nun Tesla, Space X oder PayPal: diese Firmen kennt man. Aber wer ist dieser Mann, der hinter dem Erfolg dieser Firmen steht? Wie war sein Werdegang und hat er alles wirklich alleine geschafft? Viele sehen in ihm den Nachfolger solch schillernder Persönlichkeiten wie Bill Gates und Steve Jobs, aber ist er das wirklich?
Darüber muss sich wohl jeder selbst eine Meinung bilden, aber das Buch ist ein guter Anhaltspunkt, um sich mit der Figur des Elon Musk vertraut zu machen. Es ist sehr informativ und beschreibt den Weg, den der heutige Multimilliardär von Südafrika bis ins Silicon Valley genommen hat.
Ich persönlich fand die beiden Bücher über Steve Jobs („Becoming Steve Jobs: Vom Abenteurer zum Visionär“ – Schlender/Tetzeli und „Steve Jobs“ – Isaacson) zwar noch ein Stück besser, aber für alle, die gerne Biographien mögen, ein große Empfehlung.

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Ginevras avatar

Rezension zu "Elon Musk" von Ashley Vance

Höhenflug - bald zum Mars?
Ginevravor 2 Jahren

Elon Musk ist eine der Lichtgestalten der New Economy - mit seinen Unternehmen Paypal, SpaceX und Tesla hat er bereits jetzt Wirtschaftsgeschichte geschrieben. 
Wer steckt hinter diesem risikofreudigen Nerd, der die Welt mit Elektroautos bestückt und die Menschheit auf einem begrünten Mars ansiedeln will?

Die Biographie, verfasst von Ashlee Vance, basiert auf zahlreichen Interviews und Berichten, auch von Freunden und Verwandten Musks. 

Elon Musk wurde 1971 in Pretoria geboren und verbrachte seine Kindheit in Südafrika - diese war überschattet durch die frühe Trennung der Eltern und Musks Entscheidung, gemeinsam mit seinem Bruder Kimble zum Vater zu ziehen. Dieser Vater scheint so schwierig gewesen zu sein, dass sich die gesamte Familie über ihn ausschweigt. Musk fiel bereits in der Schule durch seine hohe Intelligenz und außergewöhnliche Konzentrationsfähigkeit auf. Er las extrem viel - manchmal sogar zwei Bücher am Tag, und alles "Querbeet": Fachbücher über Raumfahrt und Elektronik genauso wie Superhelden- Comics und Science Fiction. Er war kein typischer Nerd, sondern bodenständig und sozial eingebunden, dennoch wurde er immer wieder gemobbt und attackiert, was ihn laut eigener Aussage "stärker machte". Er wirkt als Persönlichkeit etwas exzentrisch, aber nicht abgehoben oder arrogant, auch wenn er seinen Reichtum gerne geniest. Seinen seltenen MacLaren-Mercedes nutzt er z.B. auch bei Fahrten zum Supermarkt oder in die Wüste, wo der Lack überstrapaziert wird... soviel zu Musks Luxus-Problemen!

Etwas berührender wird seine Geschichte, als es um sein Privatleben geht - Musk ist inzwischen dreifach geschieden und mehrfacher Vater. Sein extremer Arbeitseifer und sein außergewöhnlicher Lebensstil können die wenigsten aushalten, aber vielleicht auch seine distanzierte Art.

Insgesamt gesehen hat mich diese Biografie nicht begeistert, sondern streckenweise eher gelangweilt. Zu akribisch werden Firmensitzungen, spezifische Entscheidungen und zahllose Projekte beschrieben, dafür kam mir der Bezug zu anderen Firmen, zur Zeitgeschichte und Leitideen zu kurz. Musks Visionen werden kaum kritisch hinterfragt, sondern nur ziemlich euphorisch kommentiert.

Gut an Musks Biografie ist die Beschreibung der Schwierigkeiten, mit denen auch erfolgreiche Unternehmen zu kämpfen haben, wieviel Schweiß und Durchhaltevermögen hinter den Entwicklungsprozessen steckt, und wie man mit Fehlschlägen umgehen sollte, um letztendlich Erfolg zu haben.

Fazit: eine interessante Biografie, die einen Einblick in Musks Unternehmen gibt, besonders für Wirtschaftsexperten lesenswert!





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