Zufällig stolperte ich über die Kindle-Neuerscheinungen bei Amazon auf das Buch "Armes Menschlein, was sind Sie nur?" von Askson Vargard und kam damit gewissermaßen wie die Jungfrau zum Kinde. Warum ich mich dafür entschieden habe ist schnell erklärt, denn ich lese gerne vielseitig, jedoch fällt es mir schwer bei unbekannten Autoren den Einstieg zu finden, von daher bietet eine Anthologie, wie sie hier geboten wird mit einer Auswahl von Gedichten, Erzählungen und Theaterstücken, den geeigneten Einstieg.
Dieser Querschnitt verursachte bei mir Kurzeweile pur. Die Geschichten sind vielseitig und erwecken teilweise einen märchenhaften Eindruck, der in der Quintessenz meist auf einen moralischen Sinn hinaus will. Die Vielseitigkeit der Perspektiven entwickeln ein Bild des Menschen, welches der Schreiber seiner Erfahrung nach wahrgenommen hat und wodurch wahrscheinlich auch der Titel entstanden ist. Eine Antwort bietet das Buch jedoch nicht, es zeigt jedoch auf teilweise sehr satirische Weise Standpunkte auf, die mich auch nachdem Lesen noch beschäftigt haben. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Theaterstücke, die mir wegen ihrer Orginalität am besten gefallen haben.
Letzten Endes, wem empfiehlt man ein unbekanntes Buch eines unbekannten Autors? Theoretisch würde ich sagen jedem, der den Mut besitzt Neues kennen lernen zu wollen, um sich praktisch ein Urteil zu bilden.

