Asle Skredderberget

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Painkiller und Painkiller.

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Asle SkredderbergetPainkiller
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Painkiller
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 (3)
Erschienen am 01.07.2014
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Painkiller
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Erschienen am 01.07.2014

Neue Rezensionen zu Asle Skredderberget

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Painkiller" von Asle Skredderberget

Entwicklungen in der Pharmaindustrie
ChrischiDvor 3 Jahren

Halbitaliener Milo Cavalli, eigentlich Spezialist für Wirtschaftskriminalität, wird nach Rom geschickt, um den Fall der dort ermordeten Norwegerin Ingrid Tollefsen in Augenschein zu nehmen. Seine Ermittlungen wirbeln einiges an Staub auf, internationale Finanz- und Pharmakonzerne scheinen in die Sache involviert zu sein. Und was hat der Tod von Ingrids jüngerem Bruder zwei Jahre zuvor mit dem aktuellen Fall zu tun?

Schon recht bald wird deutlich, dass Milo Cavalli es mit Gegner zu tun bekommt, die genau wissen wie man Spuren verwischt und Motive verschleiert. Es liegt an ihm einen Schlupfwinkel zu finden, um ins Innerste vorzudringen, denn von außen ist seine Arbeit sofort zum Scheitern verurteilt. Auf Grund der Hinweise, die sich nach und nach ergeben, glaubt der Leser eine vielversprechende Spur aufgedeckt zu haben. Konkrete Beweise zu erhalten scheint aber hier ebenfalls unmöglich. Entsprechend bleibt nur dem Geschehen weiter konzentriert zu folgen, um jede noch so unwichtig erscheinende Information aufzunehmen und in den korrekten Zusammenhang zu bringen.

Mit dem Charakter Milo Cavalli wird man recht schnell warm, obwohl er eigentlich gar nicht der konventionelle Ermittler ist, oder vielleicht gerade deswegen. Nicht jede seiner Handlungsweisen mag auf Zustimmung stoßen, privat wie beruflich, doch kann man sich nicht dagegen wehren, von seiner Person in den Bann gezogen zu werden, wodurch man sich ebenfalls näher am Geschehen wähnt.

Bereits zu Beginn wird ein gewisses Spannungsniveau erreicht, dass kontinuierlich weiter ansteigt, unabhängig davon, ob die vorherrschende Ereignisse für den Fortgang der Handlung relevant sind oder nicht. Manche Einschübe, hauptsächlich aus dem privaten Bereich Cavallis, hätten möglicherweise kürzer ausfallen dürfen, im Spannungsverlauf fällt dies jedoch nicht negativ ins Gewicht, wenn auch das Erzähltempo dadurch ein wenig gedrosselt wird. Bis zum Schluss erscheinen Ermittler wie Leser als Spielball der Übeltäter, bleibt zu hoffen, dass Cavalli das Ruder noch herumreißen kann.

„Painkiller“ bietet einige spannende Lesestunden sowie knifflige Rätsel, die es zu lösen gilt, schließlich ahnt man zu Anfang nicht einmal in welche Abgründe man während der Lektüre blicken wird.

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Irves avatar

Rezension zu "Painkiller" von Asle Skredderberget

*+* Viele Handlungssprünge störten den Spannungsaufbau *+*
Irvevor 4 Jahren

*+* Rezensionen und mehr auf meinem Literaturblog irveliest.wordpress.com und der Facebook-Seite "Irve liest" *+*                
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Inhalt:
Die norwegische Pharmaforscherin Ingrid Tollefsen liegt erdrosselt in ihrem Hotelzimmer in Rom. Zwei Jahre zuvor wurde Ingrids jüngerer Bruder Tormod auf dem Schulhof regelrecht hingerichtet. Steht der Mord an Ingrid damit in Zusammenhang? Die norwegische Polizei schickt Milo Cavalli, Halbitaliener und eigentlich Spezialist für Wirtschaftskriminalität, nach Rom. Der smarte Milo bringt seine römischen Kollegen auf Trab und bekommt es mit einem Fall zu tun, der ihn in die Verstrickungen und dunklen Machenschaften internationaler Finanz- und Pharmakonzerne führt …
(Quelle: dtv)
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Das Cover:
Es gefällt mir sehr gut und ich empfinde es als passend für einen Krimi, der u.a. in der Pharma-Branche spielt.
Eine altmodische Spritze liegt quer im Bild, aus der Spitze tropft Blut. Das Cover ist in Blau-Grau-Tönen gehalten, wovon sich der Titel des Buches in seinen blutroten Lettern spektakulär abhebt….Eyecatcher-Effekt!
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Meine Meinung:
Dieser Fall für Milo Cavalli ist zurecht dem Genre Kriminalroman zugeteilt. Eine Mischung aus Spannung und Krimi wechselt sich ab mit vielen Passagen aus dem Privatleben des Spezialisten für Wirtschaftskriminalität.
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Der Autor konfrontiert seine Leser mit vielen Puzzle-Teilen, die letzten Endes das Gesamtwerk bilden. Für meinen Geschmack waren diese Puzzle-Teile zu klein und zu vielfältig. Sie machten es mir oft schwer, dem roten Faden des Buches zu folgen.
Neben den Haupt-Erzählsträngen spielten noch viele Nebenhandlungen mit in diese Geschichte herein.
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Der Autor springt stellenweise mit einem atemberaubenden Tempo zwischen diesen Passagen in Raum und Zeit und verwirrte mich so manches Mal mit den verschiedenen Orten, Personen und den vielfältigen Zusammenhängen, die alles miteinander verbanden.
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-Eine Forscherin der Pharmaindustrie stirbt in einem italienischen Hotelzimmer und kann als letzte   Handlung noch eine verschlüsselte Botschaft hinterlassen.
-Der italo-schwedische Ermittler Milo Cavalli versucht, Wirtschafts-Kriminellen das Handwerk zu  legen.
-Ein 2 Jahre alter Fall rückt wieder in den Fokus der Polizei.
-Milos zahlreiche private Themen bieten ein facettenreiches Beiwerk für den Krimi.
-Und über allem schwebt ein über 40 Jahre zurücklegendes Schiffsunglück.
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Der Fall bzw. die Fälle an sich fand ich interessant. An einigen Stellen gelang es Asle Skredderberget, eine große Spannung aufzubauen. Schade fand ich, dass diese nicht gehalten werden konnte. Durch häufiges Verrücken des Augenmerks auf die privaten Details aus dem Leben des Ermittlers geriet der Krimi-Aspekt des Kriminalromans schnell ins Hintertreffen. Da wäre spannungsmäßig sehr viel mehr drin gewesen!
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Auf die Charaktere hat der Autor meist sehr viel Engagement verwendet. Vor allem Milo Cavalli wurde bis ins kleinste Detail durchleuchtet, aber auch viele der anderen Hauptcharaktere konnte ich relativ gut kennenlernen.
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Sehr gut haben mir die Hintergründe zur Pharma-Branche gefallen. Die Einblicke der nicht immer ganz legalen Machenschaften waren sehr interessant.
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Mein Fazit:
Für mich war der Krimi etwas zu verzettelt, worunter oft die Spannung litt. Ich vergebe 3 Sterne.
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Infos zum Buch:
„Pain Killer“ von Asle Skredderberget ist im Juli 2014 unter der ISBN-Nr. 978-3-423-21520-6 im dtv erschienen. Es umfasst 384 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich.

*+* Rezensionen und mehr auf meinem Literaturblog irveliest.wordpress.com und der Facebook-Seite "Irve liest" *+*

Kommentare: 1
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WortGestalts avatar

Rezension zu "Painkiller" von Asle Skredderberget

Überraschend anders als gedacht!
WortGestaltvor 4 Jahren

„Painkiller“ hat mich erstaunt! Der norwegische Autor Asle Skredderberget verbindet hier etwas, das auf den ersten Blick so gar nicht zusammen passen mag: sein Krimi spielt in Rom, Oslo und New York. Die drei Schauplätze, die unterschiedlicher nicht sein könnten, funktionieren aber in diesem Krimi derart gut und transportieren die jeweils typischen Stimmungen so authentisch, dass sich ein interessanter Mix aus italienischem Flair, skandinavischer Tragkraft und amerikanischer Spannung ergibt.

Milo, eigentlich Emilio, Cavalli ist Ermittler bei der Osloer Polizei und arbeitet in der Abteilung Wirtschaftskriminalität. Mordermittlungen gehören daher eher selten zu seinen Aufgaben. Sein Vater ist Norweger, seine Mutter Italienerin und Milo ein galanter und wohlhabender Mann, sportlich, gutaussehend und mit Durchsetzungsvermögen ausgestattet. Ein kleiner Schürzenjäger ist er auch. Man könnte glatt meinen, James Bond wäre sein Mentor gewesen. Nicht, dass das Buch etwas mit den Agentenfilmen gemein hätte, soweit würde ich nicht gehen. Aber es ist diese leicht charmante Schürzenjäger-Art, die nicht viele Figuren verkörpern können. Milo Cavalli versucht es, ohne die Handlung damit zu dominieren oder von dem spannenden Kriminalfall abzulenken. Und teilweise gelingt ihm dies auch ganz gut.

Der Kriminalfall steht hier aber dennoch im Vordergrund. Milo wird vom Dezernatsleiter der Kripo gebeten, bei der Überführung einer Leiche aus Rom behilflich zu sein. Eine Norwegerin wurde in der italienischen Hauptstadt ermordet und Milo soll vor Ort einen Blick auf die Ermittlungen werfen und die Formalitäten klären. Als er in Rom noch einmal den Tatort unter die Lupe nimmt, die junge Frau war Pharmaforscherin und wurde in ihrem Hotelzimmer erdrosselt, findet Milo einen versteckten Hinweis in einer weggeworfenen Medikamentendose. Wusste die junge Norwegerin, dass sie in Gefahr war?

Das Buch besteht aus sehr vielen kleinen Bausteinen, die sich nach und nach zusammensetzen. Und auch die drei Handlungsorte Rom, Oslo und New York gehören zu diesen Bausteinen.

Es gelingt dem Autor erstaunlich gut, sich auf jeden dieser Schauplätze einzustellen und am jeweiligen Ort eine glaubhafte Atmosphäre entstehen zu lassen. Während der Ermittler Cavalli in Rom verweilt, weil er die Überführung der Leiche der norwegischen Pharmaforscherin veranlassen soll, bekommt der Leser das Flair eines italienischen Krimis geboten. Zurück in Oslo erwartet den Leser die leicht herbe Attitüde der skandinavischen Großstadt und könnte doch genauso gut in London spielen, was nicht als Kritik an die Austauschbarkeit des Schauplatzes gemeint ist, sondern als Kompliment an die ganz eigene Stimmung britischer Krimis und die Fähigkeit des Autors, diese einzufangen. Und als es Milo Cavalli schließlich für einige Nachforschungen nach New York verschlägt, bekommt man während dieser Szenen durchaus das Gefühl, einen amerikanischen Autor zu lesen. Das finde ich erstaunlich und das hat für mich auch das besondere an diesem Kriminalroman ausgemacht. Fast möchte ich das Buch als „Cosmopolitan Crime“ bezeichnen.

Fazit: Überraschend gut, überraschend anders. Mich hat „Painkiller“ mit seinen verschiedenen Schauplätzen überzeugt, die alle sehr authentisch die jeweilige Atmosphäre ihrer Stadt wiedergeben konnten und so beim Lesen für viel Kurzweil sorgten. Dazu noch ein Kriminalfall um die Verwicklungen der Pharmaindustrie, der für den nötigen Tiefgang sorgte. Eine runde Sache!

Gesamteindruck: 4 Sterne für einen alles andere als „typischen“ norwegischen Krimi!

Rezension auch auf
http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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