Assaf Alassaf Abu Jürgen

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Inhaltsangabe zu „Abu Jürgen“ von Assaf Alassaf

Träumen wir nicht alle davon, uns mit allen Behörden dieser Welt gut zu stellen? Noch besser, wenn ein deutscher Botschafter unser Freund wäre! Ein komisch-kritischer Roman über die Warterei auf ein Visum. „Eine Perle in der Flüchtlingsdebatte.“ (ZDF/Aspekte) „Geradezu existenzialistische Tiefe, gleichzeitig … lockerleichtes Fabulieren, diese arabische Erzähltradition.“ (Deutschlandradio) „Das Buch der Stunde.“ (Literarische Welt) Während die Bürokratie langsam oder besser: gar nicht mahlt, entpuppt sich die Geschichte dieser scheinbaren Zweckfreundschaft als etwas völlig anderes. Bald sind die Rollen vertauscht. Der vermeintliche syrische Bittsteller hilft dem Diplomaten aus den absurden Schlamasseln, in die dieser sich verstrickt: eine durch Taubenzüchtung ausgelöste Ehekrise, ein aussichtsloser Investitionsplan für das Botschaftsgelände, ein wahnwitziges Fotoshooting. Ein fulminanter, komischer Roman voller Selbstironie über die kafkaeske Warterei auf ein Visum und über eine seltsam zärtliche und groteske Annäherung. Assaf Alassaf wurde 1976 in Deir ez-Zor, Syrien geboren. Seit 2007 hat er zahlreiche Artikel in arabischen Tageszeitungen wie Al Hayat und Al Mustakbal veröffentlicht. Seit Anfang 2014 lebt er in Beirut und arbeitet als Zahnarzt in einem medizinischen Zentrum für syrische Flüchtlinge. Die Texte über Abu Jürgen, den fiktiven deutschen Botschafter entstanden in der Zeit zwischen November 2014 und Februar 2015 auf Facebook. Sandra Hetzl wurde 1980 in München geboren und lebt in Beirut. Sie studierte an der UdK Visual Culture Studies, arbeitet als Literaturübersetzerin aus dem Arabischen. Außerdem ist sie der Kopf hinter 10/11. Weitere Informationen hier https://www.facebook.com/10.11.collective.

Sehr skurril, aber durchaus interessant. Allein die Idee einer online Visumskampagne unter #german_delicious_visa ist grandios!

— Larischen

Eine komplett andere Aufarbeitung eines Syrischen Flüchtlings, der im Libanon lebt. Durchgeknallt und anders. Aber nicht schlecht :-)

— Susimueller

Traurig, aber wahr: Eines der überflüssigsten Bücher des Jahres 2015!

— StMoonlight

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  • Die Visumskampagne des Abu Rita

    Abu Jürgen

    Larischen

    Das wohl größte Thema in diesen Tagen sind die großen Flüchtlingsströme, die derzeit gen Europa ziehen. In „Abu Jürgen“ kann der Leser die (fiktive) Visumskampagne von Abu Rita nachlesen, der auf Facebook unter dem Hashtag #delicious_german_visa über seine Kampagne berichtet. Der große Gegenspieler dieser Kampagne ist die deutsche Bürokratie und der deutsche Botschafter Abu Jürgen, mit dem Abu Rita regelmäßig in Kontakt kommt. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen Fließtext, vielmehr wurden die Facebookposts von Assaf Alassaf zusammengefasst veröffentlicht. Er berichtet darin zum Teil von seinen fiktiven Begegnungen mit seinem Freund, dem deutschen Botschafter oder anderen Maßnahmen, die ihn für ein deutsches Visum qualifizieren. Eine skurrile Sammlung, die so manches Mal für einige Fragezeichen in den großen Augen des Lesers sorgt. Mir hat das Lesen dennoch Spaß gemacht, denn die Absurditäten der deutschen Bürokratie und des Botschafters werden wunderbar aufs Korn genommen. Das Nachwort am Ende bringt auch einiges an Licht in das Fragedickicht. Allerdings wäre es wohl als Vorwort sinniger gewesen, dann wäre man ganz anders an das Buch heran gegangen. Auf dieses Buch muss man sich einlassen können, wenn man dazu bereit ist, ist die kurze Lektüre lustig und lehrreich zugleich. Ich würde allerdings empfehlen, das Nachwort vorzuziehen.

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  • Buchverlosung zu "Abu Jürgen: Mein Leben mit dem deutschen Botschafter" von Assaf Alassaf

    Abu Jürgen

    mikrotext_Verlag

    Wir suchen deinen arabischen Namen! In der gesamten Debatte um Flüchtlinge wird wenig gelacht. Wir laden euch ein, diese irre Geschichte einer ausgedachten Freundschaft zwischen einem deutschen Botschafter und einem geflohenen Flüchtling zu lesen. Der syrische Autor und Zahnarzt Assaf Alassaf kann nämlich nicht anders, als vieles komisch zu finden. Um "in dieser Zeit des Kriegs und der Traurigkeit das Lachen nicht zu verlernen", wie er schreibt. Hier kurz der Inhalt: Träumen wir nicht alle davon, uns mit den Behörden dieser Welt gut zu stellen? Noch besser, wenn ein deutscher Botschafter unser Freund wäre! Ein komisch-kritischer Roman über die Warterei auf ein Visum. Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl. Das sagen bisher andere: „Eine Entdeckung: eine Perle in dieser Flüchtlingsdebatte.“ (ZDF/Aspekte) „Geradezu existenzialistische Tiefe, gleichzeitig … lockerleichtes Fabulieren, diese arabische Erzähltradition.“ (Deutschlandradio) „Das Buch der Stunde.“ (Literarische Welt)Auf unserer Verlagsseite findet ihr eine längere Vorstellung des Textes und des Autors und der wunderbaren Übersetzerin Sandra Hetzl. Hier gibts eine längere Leseprobe als PDF. Wenn ihr das E-Book gewinnen wollt, braucht ihr nur eines zu tun: Schreibt uns, wie ihr heißen würdet, wenn ihr ein Araber oder eine Araberin wärt. Das geht so. "Abu" heißt "Vater von", "Umm" heißt "Mutter von". Wenn mein erstes Kind "Jürgen" hieße, wäre ich "Umm Jürgen". Wenn ich kein Kind hätte, aber mein Vorname mit J begänne, wäre ich, als kleiner Sprachwitz, "Umm Jutebeutel" oder irgendeine andere "Umm" mit einem Wort, das mit Jott beginnt. Die originellsten Namen gewinnen! Bitte schreibt gleich dazu, ob ihr das E-Book als ePub, mobi oder PDF haben wollt. Die Leserunde startet dann am Samstag, 24. Oktober, und läuft etwa eine Woche, bzw. ins Unendliche, wenn ihr wollt ... Viel Spaß!

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  • Wie sarkastisch darf man das Flüchtlingsthema aufarbeiten, wenn man selbst ein Flüchtling ist?

    Abu Jürgen

    Susimueller

    31. October 2015 um 10:30

    Ganz vorne weg, ich habe selten eine so seltsame Textsammlung gelesen und mir ist es auch noch nie passiert, dass ich ein Buch erst sehr schlecht fand und dann mit Hilfe des Nachwortes den tieferen "Sinn" verstanden habe und die Texte noch einmal komplett anders gelesen habe. Wer sich auf diese Textsammlung einlässt, muss offen sein für etwas vollkommen anderes und das Nachwort zuerst lesen. Ich glaube dieses Buch findet man nur genial oder abgrundtief schlecht und auf jeden Fall total durchgeknallt. Abu Rita ist ein Syrischer Flüchtling, der im Libanon lebt und sich auf eine komplett andere Art und Weise um sein Visum für Deutschland kümmert. Anstatt das Visum bei der deutschen Botschaft zu beantragen,  startet er aufsehenserrengende Kampagne über Facebook und bekommt Kontakt zum deutschen Botschafter in Beirut. Eine Art Freundschaft entsteht, die ihn allerdings nicht näher ans Visum bringt. Der Autor selbst und das ist das, was  für mich dann ausschlaggebend war, ist ein Syrischer Zahnarzt, der nach seiner Flucht im Libanon lebt und sich auf eine etwas sarkastische Art und Weise über FB Posts und kleinen Texten mit dem Thema auseinander setzt, dass die Flüchtlinge keine Anerkennung als Staatsbürger bekommen können. Diese Texte sind fiktiv, er selbst hat sich noch niemals um ein deutsches Visum bemüht. Der Text besteht aus kleinen FB Eintragungen und kurzen Begegnungen. Die Freundschaft zwischen Abu Rita und dem deutschen Botschafter ist eine kleine Annäherung zwischen zweier Kulturen. Dem Asyl suchenden Abu Rita und dem Botschafter, der versucht sich in die Flüchtlinge hineinzuversetzen, aber dann nur an der Oberfläche bleibt. Ich hatte beim Lesen irgendwie so ein bisschen das Gefühl, dass der Botschafter etwas verlassen in diesem anderen Land sitzt. Ich fand man hatte oft den Eindruck als wäre er alleine. Seine Freunde zu Hause in Deutschland, er abgeschottet in seinem Diplomatenviertel. und ihm fehlt so ein bisschen der Bezug zur normalen Welt. Vielleicht interessiert ihn ja das Leben des Flüchtlings oder ihn imponiert die Visumaktion. Ich denke zuerst ist Abu Rita einfach jemand der ein nerviges Anhängsel ist und mit seiner Aktion schon so viel Aufsehen erregt hat, dass man ihn nicht mehr übersehen kann. Später wird er ein bischen die Alibifunktion des Botschafters bei der er vorgibt durch den Kontakt mit ihm in die Welt und die Problematik der Flüchtlinge im Libanon zu erhalten. Was er natürlich nur oberflächlich tun möchte und nur da wo es in seine Sichtweise hinein passt. In dem Kapitel, in dem Abu Rita den Kontakt zu seinen FB Freunden herstellen soll und der Botschafter alle Anfragen abwiegelt sieht man das sehr deutlich. Die bedeutende Frage im Text ist, ist ihm Abu Rita wirklich als Freund wichtig? Seine Belange ja wohl eher nicht. Sein Visum auch nicht. Schließlich benutzt er sein Zeugnis ja als Spielstrichliste und lässt es verschwinden. Natürlich wird in den Texten die deutsche Bürokratie aufs Korn genommen in der sich "nichts tut" Fazit: Ich schwanke in Bezug auf dieses Buch zwischen total begeistert und total verrückt, wobei das total verrückt nicht negativ zu werten ist. Auf jeden Fall ist es abgefahren und anders als normal. Ich glaube hätte dieses Buch ein Deutscher im Angesicht der Flüchtlingsdramaturgie geschrieben, hätte ich es sehr schlecht gefunden. Aber in Anbetracht, dass diese kleine Lektüre ein Syrischer Zahnarzt nach seiner Flucht im Libanon gepostet hat und damit eigentlich die Sehnsucht nach einem anerkannten Status ausdrückt, finde ich es wieder gut. Er ist auch ein Flüchtling. Und ich denke es ist eine humorvolle, sarkastische Auseinandersetzung von einem Betroffenen mit seinem Leben.   Das Buch gibt es im Kindle Format über Amazon zu kaufen.  Meine Rezension findet man auch unter meinen Blogs auf der FB Seite Bücherseele, bei myblog unter dem Bloggernamen verletztes-einhorn und auf FB

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  • Gibt ihm ein Visum, damit er aufhört so etwas zu schreiben!

    Abu Jürgen

    StMoonlight

    Alle reden (derzeit) von Flüchtlingen. Da ist es wohl nicht verwunderlich, wenn es dann auch ein passendes Buch gibt. „Abu Jürgen“ dreht sich aber nicht um einen Menschen der seine Sachen nimmt und losstapft, sondern von dem Bürokratiewahnsinn. Denn Asaf möchte – wie viele andere auch – nach Deutschland. Allerdings ganz legal und mit einem gültigen Visum. Asaf muss jedoch feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, ein Visum zu bekommen. Dafür muss er nicht nur gefühlte Tausende von Papieren einreichen, die teilweise unsinniger nicht sein könnten, sondern auch beim Deutschen Botschafter – Abu Jürgen – vorsprechen. Jürgen lebt in Syrien und fühlt sich da soweit auch ganz wohl. Wäre da nicht der französische Außenminister, der ihm immer alles Voraus hat. Eines Tages „raubt“ er ihm sogar den Pirouettendreher, den er von seiner Frau geschenkt bekommen hat. Doch glücklicherweise ist da Asaf, der weiß wie man den Taubenraub rächen kann: Indem man den Tauben des französischen Ministers das Genick bricht!  - Schon an dieser Stelle hätte ich das Buch am liebsten weggelegt, denn wer mich kennt weiß ich auf Tiermorde ziemlich sensibel reagiere. Die Geschichte lässt allerdings offen, ob dieser Plan noch vollzogen wurde. Was ich natürlich mal ganz schwer nicht hoffe! Aber auch sonst weiß ich einfach nicht so recht, was diese Geschichte dem Leser eigentlich sagen soll. Es wechselt immer von öffentlichen Nachrichten, die von Asaf  auf irgendeiner Plattform gepostet wurden. Dann wieder kommt ein Kapitel an dem sich der Deutsche Botschafer Abu Jürgen und Asaf treffen und über total belanglose Dinge reden (lanweilig) oder sich einen Streich spielen (nicht lustig). Dazu kommen jede Menge Fußnoten, bei denen die Erklärungen oft länger sind als das Kapitel selbst. (In einem Kapitel von ca. 4 Seiten gab es ganze 21 Fußnoten!!!) Der Schreibstil ist salopp. Vielleicht kann man so sein Tagebuch schreiben, es erinnert mich jedoch mehr an die breite Masse von Comunnitynutzern denen man nicht viel zutraut …

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