Das erste Drittel ist reich an Lebensweisheiten, der Mittelteil ist für mich der autobiographische Schwerpunkt und das letzte Drittel würde ich als gesellschaftskritische Streitschrift beschreiben: Assimiou Touré legt hier keine professionelle Hochglanzliteratur vor, sondern sein erstes Buch, dass mit seiner direkten und unverblümten Sprache durchaus den Charme der Authentizität in sich trägt und hier und da mit äußerst prägnanten Sätzen aufwartet. Es liest sich schnell und leicht dahin und die Themen wechseln manchmal etwas abrupt. Wer sich daran nicht stört und aufgeschlossen gegenüber neuen Eindrücken ist, kann mit diesem Buch einer Stimme aus der Mitte der Gesellschaft lauschen, die einen tiefen Blick in eine einzelne deutsche Seele zulässt – eine Seele, die unter den Entwicklungen unserer Zeit manches Mal genauso ruhelos und aufgewühlt ist wie die meine.
lesenswert


