Asta Scheib Eine Zierde in ihrem Hause

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Inhaltsangabe zu „Eine Zierde in ihrem Hause“ von Asta Scheib

«Diese Geschichte hätte Fontane inspirieren können.» Süddeutsche Zeitung Ottilie von Faber ist sechzehn Jahre alt, als sie 1893 Alleinerbin der Bleistiftfabrik A.W. Faber wird. Sie ist sehr jung, sehr schön, sehr reich. Unter den Bewerbern um ihre Hand ist Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen, ein ebenso liebenswürdiger wie ehrgeiziger Mann. Das attraktive Paar steht bald im Mittelpunkt glanzvoller Gesellschaften, die von der Lebensgier und der Weltuntergangsstimmung des Fin de siècle geprägt sind. Asta Scheibs Romanbiographie erzählt die Geschichte einer berühmten Dynastie und einer ungewöhnlichen Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Zwänge schließlich die Freiheit gewinnt, ihr eigenes Leben zu leben.

Dieses Buch ist viel mehr als nur Bleistifte und die Firma, die solche produziert.

— IlonGerMon

Asta Scheib führt uns in eine Welt voller Ungleichheit zwischen reich - arm, adelig - kleinbürgerlich, Mann - Frau und voller Bleistifte.

— HamsterHerkules

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  • Kinder, Küche, Kirche war nichts für sie - Ottilie von Faber-Castell

    Eine Zierde in ihrem Hause

    IlonGerMon

    10. December 2016 um 11:28

    Es ist schon viele Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Damals überlegte ich etwas despektierlich, ob ich ein Buch über „diese „Bleistifttante“ überhaupt lesen wollte. Asta Scheib hat mich eines Besseren belehrt. Schon von den ersten Seiten an war ich fasziniert von dem lockeren, aber keineswegs flachen Schreibstil und von Seite zu Seite begeisterte mich der Faktenreichtum, der hinter diesem Roman steht und von einer gründlichen Recherche zeugt.Erzählt wird die Geschichte der Ottilie von Faber, die mit gerade mal 16 Jahre von ihrem Großvater als Erbin und Nachfolgerin in der Firma bestimmt wird. In diesem Sinne wird sie fortan erzogen und in die Belange des damals schon recht erfolgreichen Unternehmens eingeführt.  Der Großvater verstirbt früh und Ottilie heiratet seinem Wunsch entsprechend der Grafen zu Castell. Dass sie entgegen den Gewohnheiten der Zeit ihren eigenen Namen behalten kann, hat noch der Großvater durchgesetzt und so nennt sie sich nun Ottilie von Faber-Castell. Tief verborgen in ihrem Inneren weiß Ottilie, dass diese Ehe falsch für sie ist. Aber es sollen viele Jahre vergehen, ehe sie sich befreit. Der Ehemann setzt alles daran, Ottilie aus der Firma drängen und auf den ihr und allen Frauen angemessenen Platz zu verweisen. Kinder, Küche, Kirche. Ottilie bekommt in dieser Ehe fünf Töchter und dann schließlich den lang ersehnten Erben.  Sie hat mittlerweile einen anderen Mann kennengelernt und erreicht für sich den Punkt in ihrem Leben, an dem sie ihr eigenes Leben beginnen und leben will. Sie erwirkt die Scheidung, verliert ihr Erbe und jeglichen Kontakt zu ihren Kindern, aber sie weiß, dass diese Entscheidung für sie die richtige ist. Historisch interessant wird dieser Roman vor allen dadurch, dass er nicht nur eine Seite des damaligen  Lebens erzählt. Mit dem Dienstmädchen Anna, die im Laufe des Buches zu einer Vertrauten von Ottilie wird, erleben wir auch das Leben der einfachen Leute im ausgehenden 19. Jahrhundert. Das dadurch entstandene breite Bild dieser Zeit lässt uns den Roman nicht nur lesen, sondern in gewisser Weise auch erleben. Und wir erleben in der Person des Großvaters einen Unternehmer, der schon damals wusste, dass er seinen Wohlstand und sein privilegiertes Leben zu einem guten Teil seinen Angestellten und Arbeitern zu verdanken hat. Und der danach handelt. Wie gesagt, es ist lange Jahre her, das ich dieses Buch gelesen habe; jetzt bin ich zufällig wieder darauf gestoßen und habe einige Passagen noch einmal gelesen. Es hat mich noch immer fasziniert und hat für mich als historisch-biografischer Roman weiterhin eine gewisse Bedeutung. Es liest sich flüssig und spannend und wird sicher alle begeistern, die Gefallen an starken Frauenfiguren und guten  und historisch interessanten Familiengeschichten haben.

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  • Eine Welt voller Schönheit?

    Eine Zierde in ihrem Hause

    HamsterHerkules

    07. September 2015 um 15:35

    Asta Scheib lässt mit ihrem Roman "eine Zierde in ihrem Haus" das Leben von Ottilie von Faber-Castell erblühen. Viele kennen den Namen Faber-Castell vom Ende der Bleistifte, auf denen man ganz gern mal rumknabbert, doch verbirgt sich dahinter so viel mehr. Handlung Ottilie von Faber wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geboren. Ihr Großvater hatte bereits ein kleines Bleistiftunternehmen zu einem erfolgreichen Großunternehmen geführt, doch leider sterben binnen kurzer Zeit die männlichen Erben weg. Somit muss die Enkelin Ottilie in die großen Fußstapfen treten und sich in dieser männergeprägten Welt behaupten. Für die meisten versierten Historienliteraturliebhaber, klingt das nach Aufregung, Spannung, dem typischen Plott eines emanzipierten Frau-macht-alles-besser-Buches. Doch halt!! Dieses Buch ist nicht Fiktion sondern biografisch!! So heiratet Ottilie von Faber den schönen Alexander von Castell, welcher ihre Fabrik und das Unternehmen schnell an sich reist und mit der damaligen Selbstverständlichkeit eines Mannes, sie ans Kinder Kriegen und Erziehen verweist. Ottilie verliebt sich schließlich in einen anderen Mann und muss sich entscheiden, zwischen Familie und Ansehen oder der wahren Liebe. Parallel zu der Geschichte von Ottilie von Farber erhält man Einblick in das Leben von Anna, einer Näherin im Hause der Fabers. Durch beide Portraits erhält man einen guten Überblick über die damaligen Perspektiven, die einer Frau zur Jahrtausendwende zustanden. Desweiteren strotzt der Roman vor Gegensätzen: Ob reich und arm, altadelig und Neuadel, Männer- und Frauenwelt oder Arbeiter und Großkapitalist. Dieser Roman ist das Ende des 19. Jahrhunderts in all seinen Fassetten. Meinung Asta Scheib beschreibt die damalige Welt sehr anschaulig und ausführlich. Man merkt ihre ausführliche, intensive Recherche und ihr Engangement für beide Frauen. Doch ist der Roman durch den ausufernden Plott (das komplette Leben Ottilies) recht müsam und an manchen Stellen zieht sich die Geschichte doch sehr. Man ist so ohnmächtig mit Ottilie, was mich persönlich doch deprimierte. Da half dann auch Annas Perspektivwechel nicht immer. Fazit Für alle Fans vom 19. Jhhundert, alle, die das Pyseudo-Historiengetue von Autoren wie Iny Lorentz etc. nervt und alle, die eine ausführliche Biografie zu schätzen wissen, kommen hier auf ihre Kosten. (Apropos, diesen Roman gibt es in der Aufmachung - siehe Bild - für 4,99Euro!) Doch wer es schnell und aktionsreich mag, Finger weg!!! Euch Lesern - viel Spaß bei der Zeitreise!!

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  • Eine beeindruckende Bio der Katharina von Bora

    Kinder des Ungehorsams

    Bellis-Perennis

    Die Autorin entführt uns in das Jahr 1523. Gleich der Einstieg deutet auf ein ungewöhnliches Leben hin: gemeinsam mit acht anderen Nonnen flieht Katharina von Bora heimlich (oder doch mit Billigung der Oberin??) aus dem Kloster. Der Maler Lucas Cranach gewährt ihr Unterschlupf. Dort lernt sie auch Martin Luther persönlich kennen, dessen Schriften sie im Kloster heimlich gelesen hat. Nachdem sie von ihrem Verlobten sitzenglassen wurde, macht sie Martin Luther einen Heiratsantrag. Völlig unüblich, doch dem ebenfalls aus dem Kloster geflüchteten Mönch, muss auf die Sprünge geholfen werden. Luther wird uns von Asta Scheib ein wenig verschroben, weltfremd und in seiner Aufgabe völlig aufgehend präsentiert. Katharina hingegen ist nicht das „zarte“ Wesen wie es sich geziemen würde. Nein, sie ist wütend. Wütend auf ihr bisheriges Leben, auf Gott, auf Luther selbst und die Umstände, die sie so einschränken. Katherina ist ihrer Zeit weit voraus. Ihre Selbstzweifel werden authentisch dargestellt. Mir hat das Buch gut gefallen. Es war angenehm zu lesen. Ich konnte Katharina von Bora mehrmals aufstampfen sehen und hören. Das Umfeld des Reformators nicht aus theologischer Sicht kennenzulernen, war für mich sehr interessant. Schade, dass das Buch so kurz war. Als Einstieg in diese Welt ist es allerdings gut geeignet. Ich werde mich noch um eine ausführliche Biographie dieser großartigen Frau bemühen.

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    • 9
  • Persönliche Freiheit versus Familie

    Eine Zierde in ihrem Hause

    Bellis-Perennis

    06. March 2015 um 08:57

    Die Lebensgeschichte der reichen Erbin Ottilie von Faber ist symptomatisch für die Frauen verachtende Zeit des 19 Jahrhunderts. Die Sechzehnjährige wird ausschließlich wegen ihrer Firma und ihres Vermögens geheiratet. Ihr Ehemann untergräbt systematisch ihre Würde. Erst als sie – nach fünf Töchtern – den erwünschten Erben zur Welt bringt, ist sie in seinen Augen „etwas wert“. Trotzdem behandelt er sie als „Kindchen“. Die vielen Schwangerschaften nimmt er als Vorwand um sie gänzlich aus der Firma zu drängen. Erst als sie sich zum schwerwiegenden Schritt einer Scheidung entschließt, kann sie sich befreien. Der Preis für ihre persönliche Freiheit ist hoch: sie wird gesellschaftlich geächtet und – noch viel schlimmer – sie darf ihre Kinder nicht mehr sehen.

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  • Eine faszinierende Frau

    Eine Zierde in ihrem Hause

    winter-chill

    23. June 2013 um 20:48

    Recht vereinnahmend schildert Scheib in diesem biografischen Roman das oft auch tragische Leben einer faszinierenden Frau: Ottilie von Faber-Castell. Noch sehr jung wird Ottilie 1896 Alleinerbin der Bleistiftfabrik A.W. Faber. Doch obwohl intelligent und ihrer Zeit in vielen Dingen weit voraus, kann sie sich in jener männerdominierten Epoche kaum als Unternehmerin durchsetzen. Vor allem ihr eigener Mann sieht sie lieber als Hausfrau und Mutter. Die Biografie ist auf jeden Fall lesenswert und interessant, was zum einen an dem angenehmen Schreibstil liegt, zum anderen auch daran, dass „Eine Zierde in ihrem Hause“ nicht nur eine reine Biografie, sondern auch ein stückweit ein Gesellschaftsroman ist. Parallel zu Ottilies Lebensgeschichte entwirft Scheib nämlich die Geschichte der Dienstmagd Anna, die noch als junges Mädchen ins Schloss der Familie Faber kommt und mit den Jahren Ottilies Vertraute wird. Somit erfährt der Leser auch einiges über die kulturellen und politischen Hintergründe zur Zeit Kaiser Wilhelm II. – die Entwicklung der Industriegesellschaft, das Elend der Arbeiter und den sich entwickelnden Sozialismus. Ein kleiner Negativpunkt: An manchen Stellen verstrickt sich Scheib zu sehr in langen Beschreibungen über Verwandtschaftsverhältnisse oder die Bekleidung der Charaktere. Das macht die Geschichte vor allem im Mitteilteil kurzzeitig ein wenig langatmig. Im Großen und Ganzen aber ein empfehlenswertes Buch für historisch Interessierte.

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  • Rezension zu "Eine Zierde in ihrem Hause" von Asta Scheib

    Eine Zierde in ihrem Hause

    leseritter

    12. December 2010 um 14:39

    Geschichte der Faber-Dynastie aus der Sicht von Ottilie von Faber-Castell. Einer ungewöhnlichen Frau, die trotz aller gesellschaftlichen Zwänge um ihre Freiheit kämpft. Zwar ist die Erzählung als Roman verfasst und daher teilweise spekulativ. Aber dies tut meines Erachtens der mitreißenden Biographie von Ottilie keinen Abbruch. Ein Buch für Alle, die eine Schwäche für starke Frauen haben. Ich liebe dieses Buch !!!

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  • Rezension zu "Eine Zierde in ihrem Hause" von Asta Scheib

    Eine Zierde in ihrem Hause

    mabuerele

    25. September 2010 um 18:38

    Ottilie von Faber wird aus dem Internat nach Hause geholt, als ihr Vater stirbt. Ihr Großvater, Herr der Bleistiftfabrik A. W. Faber, erzieht sie zur zukünftigen Erbin, da es an männlichen Erben mangelt. Ihre beiden Brüder sind in jungen Jahren verstorben. Nach dem Tode des Großvaters heiratet sie noch nach seinem Wunsche den Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen. Sie trägt ab sofort den Namen Faber-Castell. Es ist ungewöhnlich für die damalige Zeit, dass eine Frau ihren Mädchennamen behalten darf. Doch auch das hatte ihr Großvater noch durchgesetzt. Schnell muss Ottilie begreifen, dass die ehe ihr keinen Freiraum mehr lässt. Die Geschicke der Fabrik nimmt ihr Mann ihr aus der Hand; sie wird zunehmend Hausfrau und Mutter. Nur bei entsprechenden Anlässen darf sie noch repräsentieren. Für die Familie ihres Mannes gilt sie als nicht standesgemäß. Nur ihr Reichtum hat die Heirat ermöglicht. In ihrem Herzen lebt die Liebe zu Phillip von Brand. Es gelingt ihr, aus ihrer Ehe auszubrechen... Der Autorin ist es gelungen, das Leben einer außergewöhnlichen Frau zu beschreiben. Gleichzeitig enthält der Roman eine zweite Lebensbeschreibung, die der Anna, die als Küchenmädchen in die Villa Faber kommt.. Die Zeitverhältnisse werden sehr gut wiedergegeben. Dabei ermöglicht der Roman einen Einblick in alle Schichten der Bevölkerung, ihre Lebensumstände, aber auch Einstellungen und Ansichten. Wer sich für Biografien, historische Tatsachenromane oder die Geschichte deutscher Dynastie interessiert, dem ist das Buch zu empfehlen.

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  • Frage zu "Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit" von Renate Feyl

    Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit

    Ruthlinde

    ich habe gerade eine Autorin entdekct, die mein Interesse für historische Romane geweckt hat. Es geht mir aber nicht um reine Romanhandlung oder reine biographische Titel, sondern gerade um eine Mischung beider, die ich biographischer Roman nenne. Oder anders ausgedrückt: Ich würde gerne etwas aus der Geschichte lesen, Personen, die ich im Geschichtsunterricht oder Kunst, Literatur etc.kennengelernt habe und das nicht als Sachbuch oder reine Biographie sondern in Romanform, wobei mir die Nähe zur Realität schon wichtig ist. Als Beipiel habe ich mal Renate Feyl angehängt. Vielleicht wißt Ihr ja noch ein zwei Titel?

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    • 11
  • Rezension zu "Eine Zierde in ihrem Hause" von Asta Scheib

    Eine Zierde in ihrem Hause

    AndreasK

    18. October 2009 um 20:58

    Ist eher ein Frauenroman, wie eine Biografie mit vielen Fakten. Ich dachte ich erfahre mehr über die Firma Faber Castell.

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