Asta Scheib In den Gärten des Herzens

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Inhaltsangabe zu „In den Gärten des Herzens“ von Asta Scheib

Die mitreißende Romanbiographie einer unangepassten, außergewöhnlichen Frau und ein eindrucksvolles Stück Zeitgeschichte.Vom unehelichen Kind einer Häuslerstochter zur anerkannten Schriftstellerin – dieser ungewöhnliche gesellschaftliche Aufstieg gelang Lena Christ zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach einer kurzen glücklichen Kindheit bei den Großeltern auf dem Land holte die Mutter das Mädchen in die Stadt, um sie als Arbeitskraft auszubeuten und immer wieder zu misshandeln. Lena flüchtete in eine frühe Ehe, doch auch dort warteten Gewalt und soziales Elend auf sie. Als sie mit dem Schreiben ihrer Erinnerungen begann, wurde ihr großes literarisches Talent offenbar, und sie erlebte an der Seite ihres zweiten Ehemanns, der keineswegs so uneigennützig war, wie es zunächst den Anschein hatte, ihre ersten Erfolge. Sie verkehrte in Münchens Künstlerkreisen und am Hof König Ludwigs III. Ihr Tod gibt bis heute Rätsel auf ...

Interessante Biografie der leider fast vergessenen bayerischen Schriftstellerin Lena Christ, die keine Chance auf ein würdiges Leben hatte.

— Barbara62

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  • Romanbiografie der bayerischen Schriftstellerin Lena Christ (1881 - 1920)

    In den Gärten des Herzens

    Barbara62

    09. July 2015 um 10:37

    Lena Christ, unehelich geborene Häuslerstochter, verlebte bis zu ihrem achten Lebensjahr eine glückliche Kindheit bei den Großeltern. Ihr Leidensweg begann, als Mutter und Stiefvater sie als billige Arbeitskraft in ihre Gaststätte holten, wo sie schwer misshandelt wurde. Mit 19 Jahren floh sie in die Ehe mit einem Trinker, der sie ebenfalls misshandelte und vergewaltigte. Von den drei Kindern verlor sie bei der Trennung den Sohn an die Schwiegereltern. Es folgte der vollkommene soziale Abstieg in einer heute kaum vorstellbaren Ausprägung. Als sie im fortschrittlichen Schwabinger Krankenhaus behandelt wurde, erkannte dort Professor Kerschensteiner ihr Talent und ermutigte sie zum Schreiben. Nach ihrer Entlassung lernte sie den Schriftsteller Peter Jerusalem kennen, der sie einerseits förderte und ermutigte, andererseits wieder ausbeutete. Auch diese zweite Ehe scheiterte. Nachdem sie aus Geldnot Gemäldesignaturen gefälscht hatte, beging Lena Christ 1920, von Peter Jerusalem dazu überredet, Selbstmord. Asta Scheib hat das Leben dieser leider weitgehend vergessenen Schriftstellerin sehr gut recherchiert und erzählt packend das Schicksal einer Frau, die keine Chance auf ein würdiges Leben hatte.

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  • Leben und Sterben der Schriftstellerin Lena Christ

    In den Gärten des Herzens

    Herbstrose

    14. March 2014 um 00:14

    Mehr tot als lebendig liegt Lena Christ mit Schwindsucht im Schwabinger Krankenhaus. Ihr ist nichts mehr geblieben, ihr Mann ist im Gefängnis und ihre Kinder sind im Heim. Nun erinnert sie sich zurück, an eine lieblose Kindheit und Jugend, an ihre gewalttätige Mutter die sie als Arbeitskraft ausbeutete und sie mit Schlägen traktierte, an ihre viel zu frühe Ehe, an ihren brutalen, ständig betrunkenen Ehemann Anton Leix, der die ganze Familie ins soziale Elend stürzte. Einziger Lichtblick ist jetzt Professor Kerschensteiner, ihr behandelnder Arzt. Er verhilft ihr nach ihrer Genesung zu Schreibarbeiten, mit denen sie sich über Wasser halten kann. Sein Rat, ihre Erlebnisse aufzuschreiben und zu einem Roman zu verarbeiten gewinnt erst wieder Gestalt, als sie Peter Jerusalem kennen lernt. Ihn heiratet sie nach ihrer Scheidung und führt mit ihm eine „Josephsehe“, eine Ehe ohne Sex. Nun kann sie endlich ihre zwei kleinen Mädchen aus dem Heim holen und ein nach außen hin normales bürgerliches Leben führen. In dieser Zeit feiert sie auch mit ihren „Erinnerungen einer Überflüssigen“ ihre ersten literarischen Erfolge. Es folgen weitere Romane und Lena Christ ist schon bald eine gefeierte Schriftstellerin. Sie ist am Hof Ludwig III. eingeladen, verkehrt in Münchner Künstlerkreisen und ist auch gern gesehener Gast im Hause des Schriftstellers Hans Thoma. Doch dann kommt der I. Weltkrieg und mit ihm der finanzielle und soziale Abstieg. Tantiemen fließen spärlich und versiegen dann ganz. Aus wirtschaftlicher Not heraus fälscht sie Bilder – Gefängnis droht. Lena sieht nur noch einen Ausweg: Selbstmord. Sehr feinfühlig und mit viel Sachverstand zeichnet Asta Scheib das Leben der bekannten bayerischen Schriftstellerin Lena Christ nach. In einer gekonnten Mischung aus Biographie und Roman lässt sie den Leser teilhaben an Lenas leidvollem Leben, dem kurzen Ruhm und dem tragischem Ende. Man leidet mit, ist bestürzt, fassungslos, traurig und wütend zugleich. Wie nur kann eine intelligente, sensible Frau sich ständig so ausnützen und demütigen lassen? Warum nur hat sie sich nicht gewehrt? Selbst als sie zum Ende ihrer trostlosen zweiten Ehe aufbegehrt und einen jungen Liebhaber hat, lässt sie sich auch von ihm erniedrigen und beschämen. Sicherlich hat die Autorin zu Lena Christs Biographie einiges ausgeschmückt und hinzu erfunden, es jedoch wunderbar in die Geschichte eingegliedert. Der Schreibstil ist der Zeit gut angepasst, ab und zu ist ein bisschen bayerischer Dialekt und Münchener Lokalkolorit integriert. Hervorragend auch die Schilderung der Sterbeszene, sachlich und dennoch tief berührend. Fazit: Eine historische Romanbiographie, die sich wohltuend von den üblichen, nichtssagenden Geschichten abhebt. Für Liebhaber dieses Genres absolut empfehlenswert.

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  • Rezension zu "In den Gärten des Herzens" von Asta Scheib

    In den Gärten des Herzens

    Readyforbooks

    29. March 2012 um 18:12

    Absolute Superklasse, toll erzählt, mitreissenden bis zum schluss, die Menschen und landschaften Münchens werden so bildlich schön beschrieben in allen Facetten, ich bin begeisert, Lena Christs Leben ist wohl die traurigste Frauenbiografie unsere Zeitgeschichte, soviel geweint habe ich selten bei einem Buch, für alle die interessiert sind an authentischer Literaturgeschichte und Frauenschicksale um die Jahrhundertwende möchte ich dieses Buch unbedingt ans Herz legen, einige Passagen sind in Bairisch verfasst, das war auch für mich -als Salzbugerin, also auch mit dieser Mundart vertraut- doch manchmal etwas schwieirg zu verstehen, man muss dann einige Sätze öfters lesen, das hält sich aber in Grenzen, absolutes Lieblingsstück meiner Büchersammlung

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